Wir haben uns eine zweite Welt geschaffen, außerhalb unseres eigenen Ichs, die digitale Welt aus Bits uns Bytes. Aber das interessiert uns nicht mehr. Es funktioniert. Der internet-normierter Mensch, wir nennen ihn Fluid, tut nach Watzlawick alles, um “nicht nicht zu kommunizieren”. Wir lassen ein zweites Ich auf die Menschheit los, dass sich durch unsere Online-Arbeit mit digitalem Leben füllt. Wir befüllen die “Maschine” Internet mit unseren Daten. Dabei lernen wir, die Maschine zu bedienen ohne dabei die Algorithmen zu verstehen. So handeln wir auch im Internet, besonders in Social Media. Die Maschine wird unser Lebensraum. Wir haben uns verlängert um das Internet. Die Hülle des Menschen, die überall ihn mit verfolgt. Schleichend, und ohne dass wir es uns bewusst sind, haben uns Maschinen die Arbeit abgenommen, aber auch die Arbeitswilligen zusammen gebracht. Crowdsourcing – die Verteilung der Aufgaben ins Netz ist heute für die fluiden Nutzer selbstverständlich.

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Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile auch im Bereich Social Media wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme, eben Facebook und Google Plus. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Businessanwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich im Gesamtsystem von Google.

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„Ich denke, also bin ich.“ Dieser Leitspruch des Philosophen René Descartes gilt in unserem digitalen Zeitalter nur noch bedingt. Wir Onliner kennen das seit dem Web 2.0: Unser wahrgenommenes Ich kann nicht mehr ausschließlich über unser eigenes Kommunikationsverhalten definiert werden, nicht wir bestimmen ausschließlich, wie wir im Netz wahrgenommen werden. Das Internet ist keine Einwegdaten-Maschine, die nur unsere eigenen Daten speichert. In Zeiten der digitalen Kommunikation wird die Wahrnehmung unserer Person auch immer – und immer mehr – durch die Reaktionen anderer auf unsere Kommunikation geprägt. „Wer schreibt über mich?“, Welcher Feed ist gerade hereingekommen? Welche Antworten sind auf meinen letzten Blogartikel eingegangen? In welchen Medien werde ich auf welche Weise zitiert? Wie denken Menschen über meine Feeds/Tweets? All das sind Fragen, die den aktiven Onliner beschäftigen müssen.

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iPhone, Android und all die anderen Smartphones unterscheiden sich in vielen Dingen, wie Prozessor, Bildschirme, offene und geschlossene Systeme und vieles mehr. Doch in einer Sache scheinen sie sich alle zu gleichen: Sie speichern Daten über uns. Wir, die wir die Daten produzieren, ahnten bisher gar nicht wirklich, dass wir ausspioniert wurden. Jetzt wissen wir es definitiv.

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