Visuelle Medienlandschaft im Wandel
In einem Gespräch mit einem guten Freund in Berlin wurde ich an eine Weisheit von Immanuel Kant erinnert: „Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen.“
Die Entscheidung unsere Bild- und Videoplattform sevenload den Menschen bereit zu stellen erfolgte nicht ohne Grund. Die Weiterentwicklung der visuellen Medienlandschaft ist jetzt im Gange, so dass man mit dem, was man macht, tatsächlich ein Stück Geschichte schreiben kann.
Was bedeutet eigentlich die visuelle Medienlandschaft?
Wir können die visuelle Medienlandschaft in Deutschland bislang um folgende Punkte eingrenzen:
die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und privaten TV- und Medienunternehmen.
Seit ca. 2001 zählt auch IP TV (Internet-Protokoll-Fernsehen) zu deren Metier, welches man ebenfalls unterteilen muss. Mit dem Begriff IP TV existieren nebeneinander drei Bereiche: Multicast Video, Video-on-Demand und Video-Streams.
Wenn man diese nun kombiniert, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Vernetzung. TV in Deutschland bietet auf der einen Seite die Information, Unterhaltung und Bildung seitens der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Das Privatfernsehen zeichnet sich andererseits durch einen hohen Grad an Unterhaltungsprogrammen zur Freizeitgestaltung aus. Sobald wir uns das Internet hinzuziehen, stellt man fest, dass genau Internet TV diese Dinge miteinander kombiniert aufbereiten kann.
Diese Broadcastanbieter haben gegenüber dem Internet nur einen Nachteil: Sie sind formatabhängig. Sie haben natürlich weiterhin die Reichweite, die derzeit nicht vom Internet darstellbar ist, und natürlich sind die treusten Kunden ihre Zuschauer. Jedoch bewegen sich immer mehr Menschen ins Internet. Die Menschen möchten ihre Informationen „on Demand“ zeigen und bekommen: Das ist die neue Formatunabhängigkeit. An diesen neuen Formaten sind die TV Sender hochgradig interessiert – nicht umsonst haben sie Clipfish und MyVideo in Senderfamilien eingegliedert. Diese eigenproduzierten Videosendungen können nur im Internet erschaffen, bereitgestellt und zeitunabhängig abrufbar gemacht werden. Deswegen erscheint die neue Synergie zwischen TV und Internet zum ersten Mal überhaupt sinnvoll.
Wie kann sevenload diese Synergien besser nutzen?
Bezogen auf den TV Sektor sind „Walled Gardens“ bekannt (z.B. Premiere, Maxdome oder T-Vision). Das Programm dieser Sender kann auf Kanälen im Internet oder mittels Set Top Box auf dem Fernseher ausgestrahlt werden. Das Angebot dieser Medienunternehmen zeichnet sich durch gebührenpflichtige Exklusivität aus. sevenload hat den großen Vorteil mit allen Medienunternehmen unabhängig neues Entertainment zu schaffen.
- Sparten TV
Die Einbindung von User-Generated-Content ist genau so möglich wie die Bereitstellung von kostenpflichtigen Medieninhalten wie z.B. Video on Demand. Beispielsweise kann ein Sparten-TV Programm ohne weiteres durch sevenload realisiert werden –die Vorstellung von neuen DVDs ist hierbei denkbar. Die direkte Kommunikation mit dem Zuschauer erlaubt den Herstellern der DVDs, durch die Kommentare und Bewertungen der bereitgestellten Medieninhalte den gesamten Markt einzuschätzen und dementsprechend die Konzeption, Produktion und Distribution der DVDs zu kontrollieren und zu optimieren. - Eigenproduktionen
Das Angebot von User-Generated-Content durch professionelle Content-Produktionen wird in naher Zukunft die Qualität von IP TV steigern. - Video on Demand
Die Zahlungsbereitschaft für hochwertigen über DRM geschützte Inhalte eines IP TV Senders steigt durch die Verfügbarkeit von neuen Programmen und Kanälen.
sevenload 2.0 wird durch das Internet mit allen verfügbaren Medienträgern verbinden.

[...] Letztendlich wollen wir durch unsere Arbeit die visuelle Medienlandschaft verändern. Jeder aus dem sevenload Team ist bereit dafür seinen Beitrag zu leisten und auch Einsatz zu zeigen, wie wir es beispielsweise am vergangenen Wochenende durch unsere Coding Night aufgezeigt hatten. [...]