Die Bedeutung von A-Content in der Medienlandschaft

Im Dezember schrieb ich in meinem Artikel “Das SAFARI-Prinzip” unter anderem über den A-Content als einen exklusiven und hochqualitativen Inhalt. Dieses Thema hatte mich in den vergangenen Tagen wiederholt beschäftigt, und ich möchte dazu noch einige Anmerkungen veröffentlichen. Man muss generell differenzieren, welche Medienplattform dem jeweiligen Medieninhalt zu Grunde liegt. Im Fall des A-Contents muss daher sauber getrennt werden, ob dieser als ein originärer Teil aus dem Internet oder aus der klassischen Medienwirtschaft stammt.

Der klassische A-Content ist beispielsweise als hochprofessionelle Filmproduktionen wie die Serie „GZSZ“ oder die Herr der Ringe Trilogie zu verstehen. Diese Produktionen sind nur mit einem hohen Aufwand an Personal, Zeit und Material zu bewältigen. Eine hohe Anzahl von Zuschauern selbst jedoch gingen in den letzten Jahren immer seltener ins Kino. Statt dessen bevorzugen sie sich mit DVDs einzudecken oder den Film relativ bequem aus dem Internet legal oder illegal zu beziehen. Einen Grund kann ich dazu plakativ nennen: Der Zuschauer möchte den Film einerseits mit einem hohen technischen Niveau, andererseits in seinem privaten, häuslichen Ambiente kostengünstig genießen. Immer wieder höre ich von Freunden und Bekannten, dass sie ihr Geld in ihre Heimkinoausrüstung (Flatscreen, Beamer, Soundanlagen, Spiele-Konsolen und Set Top Box) investieren. Die Technik erlebt dabei auch eine Revolution, indem der steigende Bedarf an hervorragenden Abspielgeräten oder technische Innovationen gedeckt werden muss. Insbesondere für die im Internet verbreiteten Videoformate ist dies auch eine Aufforderung, sich technisch und inhaltlich weiterzuentwickeln. Nur nebenbei: In Deutschland stiegen die Besucherzahlen in den Kinos bis 2004 auf rund 157 Millionen an, sanken aber 2005 um 19% auf 127,3 Millionen. Ich denke 2006 wird es nicht besser aussehen.

'Bedeutung von A-Content in der Medienlandschaft' von Ibo (Originalgröße)

A-Content, welcher im Internet viele Menschen überzeugt, ist dabei die Kombination von Technik und neuen Inhalten, insbesondere wenn man sich die Idee von sevenload vor Augen führt. Im Endeffekt bedeutet es einfach, dass man im Internet etwas ganz anderes als bei dem typischen von Film und Fernsehen geprägten A-Content sehen möchte. Insbesondere durch das neue Zuschauerverhalten zeigt sich, dass eher Kurzfilme und Clips nicht länger als 10-20 Minuten dauern – bis auf wenige Ausnahmen wie bei Dokumentationen, die auch im Internet maximal 45 Minuten laufen dürfen. Doch genau die in dieser relativ kurzen Zeit übertragenen Inhalte haben Zukunftspotential.

Der User-Generated-Spezial-Content stammt aus einer semi-professionellen bis professionellen Produktion. Dabei ist nicht auszuschließen, dass auch hier bekannte Gesichter aus dem Fernsehen auftreten können. Ich glaube, dass für die Zukunft die Kombination von klassischen Inhalten des Fernsehprogramms zusammen mit den neuen (semi-)professionellen User-Generated-Content die Gewährleistung für einen neuen Standard von Unterhaltung sein wird. Für die teilnehmenden Akteure, Darsteller, Schauspieler oder Musiker ist die Teilnahme daran jedoch keine Pflicht, denn vielmehr zählt die Produktion von A-Content im Internet als die eigene persönliche Kür. Hierbei darf man jedoch keine Entlohnung in der Höhe von professionellen Gagen erwarten. Für mich zählt vielmehr die einmalige Chance für jeden eine komplett neuartige Medienlandschaft mit zu gestalten.


Link: Ein Beispiel für A-Content ist Alex TV bei sevenload.de

Die bisher herrschende Problematik der Trennung der Medieninhalte von TV und Internet wird durch Portale wie sevenload gelöst. Auch junge Menschen, Newcomer und vor allem an einem durch die begrenzte Sendedauer im Fernsehprogramm in ihrer Kunst und Performance eingeschränkte Darsteller können ihr Talent in einer großen Community unter Beweis stellen. Ebenfalls findet ein direkter Austausch mit Kollegen statt und stellt so eine komplett neue Möglichkeit für junge Darsteller dar sich weiterzubilden, anderen Hilfestellung durch Tipps und Tricks zu geben und zusammen ein komplett neues User-Generated-Content Format in gemeinschaftlicher Produktion für eine von ihnen begeisterte Community zu entwickeln.

Die Idee von sevenload beruft sich darauf, diesen jungen Künstlern auch ein Gesicht zu geben – beispielsweise durch die Microsites innerhalb unseres Systems. Diese müssen den Bedürfnissen der Künstler und/oder Kunden angepaßt werden – sogar eine komplette administrative Oberfläche für den Künstler kann so geschaffen werden. Dabei ist schon heute abzusehen, dass ein für sämtliche innerhalb dieser Microsites dargestellten Inhalte ein hoher Klickanreiz gegeben ist. Diese Klickanreize durch die technischen Gegebenheiten des Internets ermöglichen es, dass sich der A-Content im Internet von den klassischen Medieninhalten des TV-Programms abheben kann. Die Microsites der Stars und jungen Künstler selbst haben einen riesigen Vorteil gegenüber jeder anderen Form, indem die Archivierung und der Abruf aller gesendeten Folgen garantiert ist und somit über das Longtail-Prinzip eine unglaublich hohe Anzahl von Views in kürzester Zeit ermöglicht wird. Bei sevenload machen wir natürlich den Künstlern keine Vorgaben und räumen ihnen so die absolut freie Gestaltung ihrer eigenen Shows ein. Die Community unterstützt dabei jedes vorhaben der Künstler, indem sie eigene Produktionen beisteuern oder Ideen für eine neue Ausgabe geben. Die grundsätzliche Idee von A-Content innerhalb von sozialen Netzwerken verändert die Inhalte durch den Einfluss der Community, indem die Community selbst entscheidet, was für sie ein wirklicher A-Content ist. So entsteht ein komplett neues Vollprogramm.


Link: Rob Vegas – Mindtime Show am Samstag Abend zur Primetime um 20:15!

Die einzige Herausforderung ist die Bündelung der drei Medien Fernsehen, Mobil und Internet zu realisieren. Ein Weg ist dieses Vollprogramm durch verschiedene Distributionskanäle auf den Fernsehbildschirm im Wohnzimmer zu bringen, damit der A-Content des Internets neben den TV-Kanälen für noch mehr Zuschauer parallel selektierbar ist. Man könnte es so sehen, dass die Meister den Schülern ihre Hilfestellung in jeder Hinsicht anbieten, um für die Zukunft so alle potentiellen Zuschauer mit gemeinsamer Kraft zufrieden stellen zu können.