Wo ist denn hier das Geld?

Ich möchte diesmal über Monetarisierung im Web 2.0 schreiben, und mich dabei nicht nur auf die Monetarisierung von Video Content oder einem Foto- und Videoportal wie sevenload konzentrieren, sondern damit die Möglichkeiten für alle Web 2.0 Unternehmen in mehreren Schritten erörtern. Dennoch bleibt sevenload innerhalb dieses Textes eine Orientierungshilfe, an der ich die verschiedenen Möglichkeiten erklären will.

Grundlegende Überlegungen am Beispiel von sevenload

Am Anfang haben wir selbst mit sevenload ähnlich wie Flickr oder YouTube damit begonnen, ein eigenes technologisches System zu entwickeln. Dieses erste System hat sich bereits über die vergangenen Monate hin sehr stark verändert, so dass bei einem Vergleich einige gravierende Unterschiede zwischen dem bestehenden und den „Alpha“ Versionen zu sehen sind. Auch wir befinden uns immer noch in diesem kontinuierlichen Prozess. Der User-Generated-Content war die initiale Zündung für uns gewesen, sich mit sevenload auf dem Markt als anwenderfreundlichste und technologisch hochentwickelte Community in Deutschland zu positionieren.

Gerade in dieser Startphase haben wir immer betont, dass sevenload für Fotos und Videos gemacht ist und nicht das eine oder das andere – jeder Mensch hat heutzutage den Zugang zu einer Digitalkamera, die in vielen Fällen sowohl Fotos als auch Videos aufnehmen kann. Wozu sollten wir zwei verschiedene Portale schaffen, diese Inhalte damit trennen, wenn man sie intelligent miteinander kombinieren kann?

Deswegen ist sevenload auch soweit, dass wir gesagt haben: Wir müssen es schaffen, dass wir mit diesem Gesamtsystem genau das abbilden, was die Menschen sehen wollen. Wir machen nicht irgendeine Seite und schauen mal wie das läuft. Nein, wir achten darauf, dass die User das System perfekt nutzen können, um ihre Fotos, Videos und Alben auf sevenload verwalten und in der Community mitteilen zu können.

Plötzlich haben wir mit einem Schlag entdeckt, dass sehr viele interessante Leute ihre eigene Story zu erzählen haben – sie erzeugen nicht nur den User-Generated-Content, sondern produzierten vermehrt und mit einer dazugehörigen Portion „Vehemenz“ professionellen, regelmäßig erscheinenden Content. Diese Talente gilt es für sevenload zu fördern, indem wir sie als Poweruser bestmöglichst unterstützen. Wir suchen uns daher die Talente heraus, fördern sie, machen sie bekannt und verpacken ihren Content mit noch zusätzlichen Inhalten von z.T. professionellen Contentpartnern wie beispielsweise Bunte oder Focus. Dieser Prozess ist auch eine Veredelung von User-Generated-Content, der in einem hochwertig qualitativen Umfeld auf den sevenload Kanälen als Specials dargestellt wird.

Die intelligente Kombination der unzählbaren Mengen an einzelnen Fotos und Videos haben wir bereits mit einer Art Selektion in über 100 Specials für den Nutzer mundgerecht aufbereitet. Es ist ein Gesamtsystem, das sich über den User-Generated-Content in seiner Masse, die professionellen Inhalte in ihrer Qualität durch die Specials und die sevenload Kanäle wiederspiegelt. Jede dieser einzelnen Specials, die ähnlich wie Microsites oder Nanosites auf der gesamten Plattform von sevenload funktionieren, schafft Stickiness auf einem Portal mit der Frage: Wie schafft man es, dass die Leute immer weiter machen?

Intelligente Web 2.0 Projekte

Stickiness existiert direkt bei Fotos – man fühlt sich wohl, kann teilhaben und sich gegenseitig über das Bild austauschen. Auch bei Video ist dies möglich, sofern eine eigene Leistung erbracht wird. Der klassische „Clip“ dient eher der Berieselung und nicht der Stickiness einer Videoplattform, zumal damit auch das Problem aufkommt, dass irgendwie jeder als „Verbrecher“ pauschalisiert wird, sobald etwas ins Netz hochgeladen wird – egal mit welchem Medium. Bei Fotos ist die Stickiness darin begründet, dass sie sich in der Regel etwas persönliches darstellen.

Ich habe mir bei der Entstehung von sevenload immer wieder Gedanken gemacht, wie ich das System der Monetarisierung erklären sollte. Man fragt immer in erster Linie danach, wie man das Geld mit Web 2.0 verdienen kann. Es ist eine grundsätzliche Frage und daher ist das Hauptthema von mir auch sehr komplex, indem ich von horizontalen und vertikalen Geschäftsmodellen bei intelligenten Web 2.0 Projekten sprechen möchte.

Für einen Vortrag hatte ich dafür 20 Folien vorbereitet und daran gezweifelt: Es dürfe nicht so viel sein, sobald Folie 1 erklärt war, würden die Leute doch bis Folie 20 einschlafen oder total aufhören mitzudenken. In meinem „The Big Picture“ ist daher alles in einer Grafik aufgezeigt – lasst euch überraschen (siehe ganz unten).

Nach meiner Meinung ist Web 2.0 eine komplett neue Art von Internet. Alles muss in sich intelligent und logisch miteinander harmonieren. Man hat im Prinzip ein eigenes Businessframework vor Augen, in welchem eines im Vordergrund steht: Die Technologie muss Dienstleistungen anbieten. Web 2.0 bedeutet aber auch Content jeglicher Art wie Fotos, Tags, Artikel, Blogeinträge oder eine Empfehlung bzw. Rezension. Man muss diesen Content daher zusammen mit dem technologischen Businessframework kombinieren, um diesen von Seiten der Usability her aufwerten zu können. Wie das funktioniert ist bekannt – Qype sammelt Adressen mit Bewertungen und Rezensionen, sevenload die Fotos und Videos dazu. Jeder macht im Prinzip etwas anderes, jedoch kochen wir dabei nicht mit heißem Brei.

Faktisch gesehen gibt es aber einen kleinen Unterschied zu damals, als die erste Boomphase des Internets in den Keller rauschte. Das Web 2.0 hat alles verändert. Die Dienstleistungen und Anbieter produzieren vielmehr Werkzeuge für die Nutzer. Gehe ich auf sevenload, möchte ich mein Foto oder Video auch auf meiner eigenen Webseite haben – man geht auf „Extern Verwenden“, kopiert sich den HTML Code und packt den einfach in das eigene Blog. Das Video läuft dann direkt bei mir, aber ich nutze den Service von einem Dienstleister.

Es muss den Menschen auf Ebene der User und der Unternehmer klar sein, dass ich mit der von mir entwickelten Technologie neue Widgets schaffe, die sich eigenständig durch die Nutzung des Services verbreitet. Und es bedeutet auch, dass ich diese Nutzung des Services auch anderen Unternehmen über Schnittstellen / APIs zu Verfügung stelle.

Findung der Vertriebsstrategie

Jedes Unternehmen hat zwei verschiedene Strategien, die es zu nutzen gilt. Die Strategie der Produktdifferenzierung geht der Frage nach, welche Produkte oder Dienstleistungen ein Unternehmen tatsächlich anbietet. Als zweite Strategie ist die Ausdehnung im Massenmarkt wichtig, was einer der wichtigsten Punkte für die erfolgreiche Umsetzung von Web 2.0 Technologie ist. Die Web 2.0 Portale müssen bekannt werden. Wie kann ich also mit einem Produkt, das ich erstelle, auch Geld verdienen? Am Anfang ist die Technologie entwickelt worden, die in sich ziemlich cool ist, für die User trendy ist und einen gewissen Hype genießt. Eigentlich könnten aber auch andere Firmen genau meine Technologie nutzen – ich muss es ihnen nur über die eingangs beschriebenen Wege anbieten. Man steigt also in ein Softwarelizensierungsgeschäft ein.

Ein Beispiel dafür ist Twitter, das viele Blogger auf ihrer Homepage integriert haben. Es muss aber nicht Twitter heißen, sondern man kann es auch z.B. „Handelsblatt-Chatforum“ nennen. In der Theorie nimmt man Twitter, gestaltet die Software von der Oberfläche her anders und verkauft es an den Partner (hier: das Handelsblatt) für absolut sicheres Geld im Rahmen eines Lizenzmodells.

Auch ist eine komplett neue Art von Technik durch die Nanosite Banner entwickelt. Die Microsites, wie man sie in den sevenload Kanälen kennt, können letztendlich mit dem Content, der bei sevenload erzeugt wird, echtes Geld verdienen. Dies kann mit Sponsoring, Werbung oder jedem erdenklichen Mechanismus erfolgen, der auf die speziellen Bedürfnisse des Werbekunden hin angepasst wird. Selbstverständlich könnte Bunte auch zu StudiVZ gehen und dort eine Microsite mit den Videoinhalten machen, jedoch ist die Zielgruppenspezifität und das Werbeumfeld dort definitiv anders aufgebaut als bei sevenload.

Letztendlich muss man seine Web 2.0 Technologie auf immer mehr Portalen finden. Die Unternehmen werden daraufhin zu einem kommen (oder man spricht sie direkt an) und werden ineinander „Business-Mashuppen“. Man versucht seine Inhalte überall zu etablieren und diese mit effizienten Werbemaßnahmen zu kombinieren. Ich freue mich darauf, dass mir Banner präsentiert werden, auf die ich zielgruppengerecht reagieren kann und möchte. So kann man jede der Microsites besser an den Kunden verkaufen, indem diese mit intelligenten Werbeformen kombiniert sind. Hier einige Beispiele, die vielleicht jetzt noch nicht vorhanden sind, aber in Kürze an Marktmacht gewinnen können.

Kleine Zielgruppe – Große Wirkung

Wie schön wäre es doch, wenn man wirklich die Top 200 Angler in Deutschland ansprechen kann und ihnen eine Angelrute verkauft, die dem Werbetreibenden einen enormen Profit sichert? Man kann dafür natürlich im Netz sehr viel werben, bei Google AdSense gewaltige Kontingente auf die Keywords buchen, aber wenn man in einer Microsite ein Angebot mit 10 absolut super Angelvideos produziert und diese mit Werbung kombiniert, kann man viel mehr verlangen als die üblichen 3-5 Euro als TKP (Tausenderkontaktpreis). Wir reden hier von TKPs, die bis zu 50 Euro reichen können, weil ich zielgenau jemanden anspreche und eine breite Streuung unter weniger relevanten Rezipienten unterbinden kann. Das ist eine effektive Differenzierungsstrategie. Für uns bedeutet dies, dass wir mit sevenload hier eine starke Rolle spielen werden: Wir haben den Player, in diesen kann Webrung vor oder nach geschaltet werden. Bei User-Generated-Contents jedoch kann ich nicht dem Werbekunden exakt versprechen, dass kein Schrott gesendet wird. Man kann nicht beeinflussen, was von Millionen Usern hochgeladen wird. Ein Video, bei welchem ein Audi an einer Wand zerschellt, kann nicht mit einem Werbespot für Audi kombiniert werden, wenn die Message des Spots „Schön in den Urlaub fahren!“ lautet. Das ist nicht gut, so dass es dafür ebenfalls ein Modell geben wird, dass diese Probleme im Vorfeld abfängt.

Freie Nutzung von Musik als reine Werbung

Ein anderes Thema ist dabei die Musikindustrie. Die User laden ebenfalls Musikvideos hoch – egal auf welche Plattform. Ob es YouTube, Dailymotion, sevenload oder MyVideo ist – der Mensch wird pauschal durch den Upload kriminalisiert. Alle Beteiligten, und dabei ist nicht der Portalbetreiber alleine gemeint, müssen jedoch umdenken, denn ein Musikvideo im Internet ist nichts anderes als perfekte Werbung für die CD oder die DVD. Die Musikindustrie, die GEMA, die Labels, die Publisher, die Majors – alle können von einem neuen Verteilungssystem profitieren, das von einem Euro, den man mit den Werbeeinnahmen zu einem Musikvideo verdient, die Anteile logisch aufgeteilt werden. Diese komplett neue Thematik entsteht grade und dafür haben wir wie auch YouTube mitgewirkt, dass dieses Umdenken endlich da ist. Ich kann nicht jeden Menschen verklagen, nur weil er etwas falsches hochlädt. Wieso behindere ich die Leute, die kostenlos Werbung für meine Produkte, meine Songs und meine Künstler machen?

Shopping als zentraler Bestandteil

Faktisch gesehen ist der eCommerce auch in jedem Portal ein Top-Thema. Man kann alles verkaufen – CDs, Bücher, Poster, Fotodruck, T-Shirts, etc. Die Web 2.0 Unternehmen müssen sich jetzt überlegen, was man „mashupen“ kann. Wir könnten ganz einfach Spreadshirt integrieren und ein wunderbares Businessframework aufbauen und dazu ein besonderes Widget erstellen, was jeder auf seinem Blog haben möchte. Und genau da setzt der Gedanke auch an – es dreht sich in diesem Framework immer um Widgets. Eigentlich gibt es auch kein Web 2.0 Unternehmen, das nicht seine eigenen Widgets produziert. Wir müssen so etwas einfach machen, weil die Verbreitung der Widgets auch dem Unternehmen an Größe verleiht.

Mediale Zusatznutzung

Sehr neu und unglaublich interessant sind dabei auch die Bereiche der Spielekonsolen, die wie eine Settopbox funktionieren. Man kann hier effektiv Werbung schalten, jedoch nutzt dieses Potential bisher keiner aus. Wer hätte auch schon gedacht, dass der schwarz-weiße Gameboy auf LCD Display möglicherweise sich soweit entwickelt, dass meine Filme darauf abgespielt werden können?

Diese Beispiele sind auch komplett neu – das eigentliche Umdenken und die vielen Monetarisierungsmodelle, die nahezu gar nicht fassbar sind, sind unbedingt nötig, um die intelligenten Web 2.0 Services anbieten zu können. Natürlich sind da Premiumservices wie XING präsent, für die man halt zahlen muss. Wenn ein Service gut ist, zahle ich auch gerne, damit ich den Sinn bzw. Mehrwert für mich nutzen kann. Soviel zum Thema der Produktdifferenzierung.

Ausdehnung im Massenmarkt

Die Ausdehnung von Web 2.0 ist absolut viral. Normalerweise fängt man direkt an und hat kein Geld für Werbung – das ist auch richtig so. Ich empfehle die Services meinen Freunden, die empfehlen das ebenfalls ihren Freunden, man besucht Events und Veranstaltungen um sein Produkt mit Mundpropaganda zu verbreiten. Das kennt man so, wenn ein Produkt gut ist, verbreitet es sich sehr schnell, so dass man das Geld für die Werbung erstmal sparen kann. Dieses kann ich dann besser in meinem Businessframework einsetzen um letztendlich auch technologische Kompetenz aufzubauen und ein Marktführer zu werden. Technologie ist dabei das A und O – wer Technologie aufbaut hat einen Mehrwert. Wer etwas anderes baut, hat nur eine Webseite. Das ist eine signifikante Differenz, die auf der Hand liegen sollte.

Was hierbei sehr interessant ist, ist die klassische Webindustrie selbst. Sie haben generell Interesse daran, neue Technologie zu besutzen, die man nicht selbst aufgebaut hat um das eigene Business weiter treiben zu können. Ein Businessmashup mit der Webindustrie ist daher ein sehr wichtiger Bereich, zu dem auch Blogs und Boards (Foren, Webboards, etc.) zählen. Ich kann dort meine Widgets perfekt integrieren, die APIs werden der Webindustrie zu Verfügung gestellt um eine generelle Viralität erzeugen zu können.

Die Diversifikation der Web 2.0 Services wird dabei durch einige wenige Mashups entstehen. Wer nur zwei neuartige Mashups erzeugen kann, schafft einen vollständig neuen Markt. Wer neue Dinge mit den bestehenden Technologien entwickeln kann, hat einen unschlagbaren Vorteil und kann mit Jointventures auf neue Geschäftsmodelle kommen.

Ein letztes Beispiel dazu: In jedem Business ist auch ein Hype, bei sevenload unter anderem die Streaming-Dienstleistung, und relativ kurzfristig wird man erleben, dass große Dienstleister wie Amazon oder Google ihre ungenutzten Festplattenspeicher verkaufen werden. Diese Speichermöglichkeit wird für jeden eine ernstzunehmende Kompetenz werden, der mehr als reine ASCII-Textinformationen speichern möchte. Letztendlich steigt der gesamte Markt im Internet und im Web 2.0 auf ein neues Niveau.

Weiterhin sind die Poweruser, die stundenlang die Plattform nutzen, dafür interessant, dass Talente gefunden werden können, die man unterstützt. Natürlich sollte man auch die Poweruser dazu bringen können, dass sie mit der Nutzung der Plattform auch selbst Geld verdienen können. Die Poweruser schaffen ihre eigenen kleinen Netzwerke – sie und ihre Freunde motivieren andere Leute auf die Plattform. Man muss daher die Poweruser finden und sie wie Götter behandeln, da ohne sie die Plattform nicht nach vorne gebracht werden kann. Ein Beispiel dafür sind unsere Specials im sevenload TV mit ganz unterschiedlichen Kooperationsmodellen.

Content Jointventures

Die Inhalte, die bei einem Web 2.0 Service erzeugt werden, können auch über Content Jointventures ohne weiteres auf allen anderen Plattformen laufen. Mit dem Tausch der Inhalte über APIs und Widgets schafft man es, dass diese Contents in Umlauf kommen. Es wäre absolut falsch, wenn ein Content nur auf einer Seite läuft: Wenn Videos von Bunte existieren, müssen diese Videos nicht nur auf bunte.de, sondern in einer größtmöglichen Streuung verbreitet werden. Dabei hilft sevenload, indem sich der Content dort über die Widgetfunktion auf anderen Seiten einsetzen lässt. Im Prinzip lässt sich der Content dann viralisieren, sobald die User und Unternehmen den Content weiterverwerten. Erst in diesem Moment macht es Sinn schlusszufolgern: „Liebe Werbeindustrie, hier haben wir 1.000.000 externe Player, die genau diesen zielgruppenspezifischen Content abspielen und nicht irgendwelchen Schrott.“

Diese Contentdeals, mit denen die Inhalte eindeutig identifiziert werden, lassen sich Softwareintegrationen jeglicher Art erdenken. Eine ganz spannende Sache ist dabei die Integration von sevenload auf Joost wiederum als eigener Kanal.
Die internationalen Jointventures sind dabei die wichtigsten Deals, die man mit einem Web 2.0 Service machen kann. Mit einer Plattform selbst wird man nicht internationalisieren, jedoch sind in den anderen Ländern und anderen Sprachregionen genau die Unternehmen ansässig, die nur von lokaler Kompetenz strotzen. Mit diesen Unternehmen werden Softwaredeals getätigt, wobei diese absolut fair sein müssen: Mit meiner Software machst Du deinen Markt und wir teilen 50:50. Deswegen kann man viel schneller wachsen und wiederum internationale Ausdehnung auf Massenmarktebene betreiben. Das ist die tatsächliche Wirkung von Web 2.0, denn es kommt darauf an, dass man genau diese sichere Einnahmequellen hat, die sehr hohe und sehr dehnbare Möglichkeiten zum Revenue Share bieten. Mit meinen ASP- und Nanolösungen hat man gerade in der Web 2.0 Welt, der Webindustrie und mit jeglichen Contentlieferanten die Möglichkeit zusammen sehr viel Geld zu verdienen – um das zu finanzieren, was man am Anfang unter schwierigsten Umständen aufgebaut hat. Mit Content Jointventures sind außerdem Third-Party Lösungen gemeint wie z.B. iTunes, Podcasting, die TV Industrie, Mediastations und letztendlich die gesamte Medienwelt. Man baut hier einen Content Stamm auf, der in der Zukunft sein Geld wert ist. Was sich für sevenload dabei aus diesem Big Picture ergibt, lässt sich in erster Linie durch zwei wichtige Sachen nachvollziehen: Widgets und White-Labels mit APIs.

Wir haben es lange versprochen und sind sehr froh darüber, dass wir endlich neue Widgets auf sevenload entwickelt haben, die wirklich absolut cool sind und für die User in ihren Blogs für eine maximale Verbreitung sorgen können. Die derzeitigen Versionen sind nicht das Ende, es folgen noch viele weitere kleine und große Bestandteile, um sevenload im Prinzip überall darstellen zu können. Die Form spielt dabei eine weniger wichtige Rolle, denn der Inhalt wird portiert.

Außerdem ist mit dem Launch von Rheinvideo eine Plattform am Markt, die die bestehende Technologie von sevenload einwandfrei nutzt und der Öffentlichkeit zum direkten „Betatesten“ zu Verfügung steht. Einige abgewandelte Funktionen, die sich höchstwahrscheinlich niemals auf sevenload finden werden, haben wir extra für Rheinvideo entwickelt.

Die Kernaussage bei allen Bewegungen im Web 2.0 auf der Ebene von Businessmodellen lautet meiner Meinung nach: Trackbare Produkte, die als Werkzeuge für andere Dienstleister dienen, haben die Chance auf exponentielles Wachstum ohne Kontinentalbeschränkung. Und genau das liegt dem Big Picture zu Grunde. Wie ihr es für eure eigenen Projekte, Unternehmen und Dienstleistungen einsetzen wollte – das sei alles euch überlassen. Für sevenload, mein gesamtes Team und alle, die die Technologie einsetzen hat sich gezeigt, dass wir alle gemeinsam Erfolge feiern können.

Alles zusammen in einem BILD:

'Business Framework: Content, Widget & API Services' von Ibo