Wikipedia als neue digitale Supermacht.

Wikipedia ist auf dem Weg, die Welt des Lernens grundlegend zu ändern. Es hat, einem Start up vergleichbar, begonnen und sich in kurzer Zeit einen guten Namen im Netz gemacht. Wikipedia hat sehr treue Spender, damit das System sich immer weiter entwickelt. Heute zählt es zu den meist zitierten Quellen im Internet. Über das offene redaktionelle Netzwerk wurde schon viel geschrieben, es wurde viel Negatives angemerkt und viele gute Ideen gelobt. Eines kann man mit Bestimmtheit sagen: Die Qualität dieses kostenlosen Services hat sich enorm gesteigert, auch oder gerade weil es sich durch Spenden finanziert. Das schafft – als Ausdruck von Unabhängigkeit – Sympathien bei den Nutzern.

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Jetzt ist Wikipedia auch noch erwachsen geworden, fast nichts erinnert nach dem Relaunch noch an die ursprüngliche Erscheinungsform eines Online-Lexikons. Wikipedia hat gelernt, dass auch die Ästhetik eines Internetauftritts einen großen Einfluss auf die Attraktivität hat. Die Reduktion auf das Wesentliche ist im ganzen Internet zu finden, die schrillen, bunten, lauten Seiten gibt es nur noch in den Randbereichen, die schrill, bunt und laut sein müssen. Wikipedia ist nie so gewesen und geht noch einen Schritt weiter in Richtung auf Seriosität, indem es sein Design nach und nach eigene Wege geht, die für andere Online-Lexika wegweisend sein werden. Wikipedia setzt Maßstäbe, ist der Vorreiter in Sachen Wissen.

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Neues Design von Wikipedia.

Die Funktionen wurden ebenfalls auf den neusten Stand gebracht, es ist jetzt sogar möglich, sich die Artikel, die einen interessieren, zu einem Buch zusammen zu fassen und tatsächlich körperlich auszudrucken. „Wikipedia goes offline“, im wahrsten und im besten Sinne des Wortes und gleichzeitig der Weg zu noch mehr „Kundenbindung“ durch Service.

Wiki News, Wiki Versity, Wiki Source, etc. alles Entwicklungen, die aus dem einem Produkt „Wissen“ viele weitere Produkte schafft, ohne die Kernkompetenz aufzugeben. Darüber hinaus ist Wikipedia ein fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden, denn man hat als Smartphone-Besitzer jetzt jederzeit das gesamte Wissen der Welt bei sich – quasi haben wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit das Weltwissen „in der Hosentasche“.

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Wikipedia ist nicht mehr nur Wikipedia. Wikipedia ist mehr. Wikipedia wird mehr und mehr das Wissen.

Das kommt den „internet-normierten“ Menschen, den engagierten Onlinern, sehr gelegen, denn für sie müssen alle Archivierungssysteme auch online verfügbar sein. Auch aus diesem Grund finden wir in der Entwicklungs“gemeinde“ und den Unterstützern sehr viele internet-normierte Menschen, Menschen, die das Internet und die dort angebotenen Services als ihr Betriebssystem verstehen, als Grundlage ihres Lebens, mit Hilfe dessen sie ihr reales Leben und das virtuelle Leben in Einklang bringen.

Wikipedia verändert unser Lernen und Leben erheblich, es wird zu einer Institution, auf die man sich berufen kann, im Lernen und im Leben. Jederzeit und überall auf allen Geräten (Maschinen).

Wir konnten die Entstehung eines anderen Unternehmen bereits verfolgen, eines Unternehmens, das sich auf Informationen spezialisiert hat und zu einer digitalen Supermacht geworden ist: Google. Nur dass wir in der Zeit der Entstehung von Google die Dimensionen noch gar nicht abschätzen konnten, die dieses Unternehmen für sich beanspruchen würde, weil alles neu für uns war, heute könnte man fast sagen, das Internet begann erst mit Google.

Wikipedia ist – und wir können die Entwicklung dieses Mal durch das bereits vorhandene Beispiel Google wesentlich aufmerksamer verfolgen – auf dem Weg zu einer digitalen Supermacht. Deshalb müssen wir diese Organisation besser verstehen lernen, weil sie schon bald ein weiterer Monopolist in der virtuellen Welt werden wird.

Wikipedia zu verstehen, heißt, das (digitale) Leben zu verstehen.