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	<title>Ibrahim Evsan &#187; Aktuelles</title>
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	<description>Im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>Haben und Sein &#8211; der 24 / 7 Kodex</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 17:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Haben]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kodex]]></category>
		<category><![CDATA[sein]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitalter]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	&#8220;Haben oder Sein&#8221; sind verdichtete Antworten auf die Fragen eines fremdbestimmten Lebensgef&#252;hl, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	&#8220;Haben oder Sein&#8221; sind verdichtete Antworten auf die Fragen eines fremdbestimmten Lebensgef&#252;hl, die ich sowohl bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Meister_Eckhart">Meister Eckert</a>, als auch bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm">Erich Fromm</a> fand. Vom Internet &#8220;haben&#8221;, – dem reinen Konsum – sind wir zum Internet &#8220;sein&#8221; –</p>
<p>Wir Onliner befinden uns – jeder f&#252;r sich, aber auch alle zusammen – in einem bestimmten geschichtlichen Kontext, dem Zeitalter des Internets. Wir m&#252;ssen unser Verhalten, das aus dem Identifizierungsprozess mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen heraus bestimmt wird, nicht nur an den geschichtlichen Kontext, sondern auch m&#246;glichst an den herrschenden Zeitgeist anpassen, um den neuen Lebensraum, die digitale Welt auch vollst&#228;ndig verstehen zu k&#246;nnen. Damit f&#246;rdern wir leidenschaftlich und voller Energie in erster Linie das wirtschaftliche und gesellschaftliche System, das uns auch im Internet umgibt: <strong>Wir werden Teil einer Maschinerie, die auf Vervollst&#228;ndigung, Transparenz, Effizienzstreben und Erfolg ausgerichtet ist.</strong></p>
<p>Diese Ziele f&#228;rben auch unseren Arbeitsalltag. Aber allzu h&#228;ufig vergessen wir Onliner bei allem Engagement in unserer Firma, auf Konferenzen und in Social Networks dabei, dass wir auch Menschen sind, die das volle Spektrum menschlicher Gef&#252;hle und Einstellungen in uns haben. Das Streben nach Effizienz und Erfolg erfordert eine durch und durch positive Lebenseinstellung und gro&#223;en pers&#246;nlichen Einsatz. Was aber geschieht mit diesen Zielen in Zeiten, in denen es uns nicht gelingt, eine &#8220;schlechte pers&#246;nliche Phase&#8221; vor der &#214;ffentlichkeit zu verbergen? <strong>Schw&#228;chen zugeben, Fehler eingestehen, Schwierigkeiten haben, traurig sein, sich ohnm&#228;chtig f&#252;hlen, all diese menschlichen Gef&#252;hls- und Verhaltensvariationen schicken sich nicht f&#252;r einen Menschen, der in der Online-Welt zu Hause ist.</strong> Sie entstammen aber dem realen Menschen in seiner realen Umweltsituation und m&#252;ssten sich daher auch in seinem digitalen Leben niederschlagen. Dort aber ist kein Platz f&#252;r Schw&#228;chen und Unzul&#228;nglichkeiten, dort herrscht der Erfolg des strahlenden Siegers. So bleibt dem Onliner nur, sich stets und st&#228;ndig in positivem Denken zu &#252;ben und es auch online zur Schau zu stellen, sehr schnell kann es dazu kommen, dass der Onliner jeden Anflug von Schwachheit und jedes Erleben von Versagen bei sich selbst und bei anderen aus seinem Bewusstsein verdr&#228;ngt. Indem er es aber aus seinem Bewusstsein verdr&#228;ngt, hat es auch keine Existenzberechtigung in der digitalen Welt, die &#8220;Hygiene-Vorschriften&#8221; des Internets, die nur das Positive und Sch&#246;ne zulassen, werden wieder einmal best&#228;tigt; auf Kosten der psychischen Hygiene des Einzelnen. </p>
<p>Diese Entwicklung betrifft nicht nur den einzelnen Onliner, sondern auch den Umgang mit allen anderen, die sich der digitalen Welt verschrieben haben. Wer sich selbst als wirklicher Onliner versteht, der fordert auch von anderen, sich immer gut zu f&#252;hlen und dies auch an jeder Stelle &#228;u&#223;ern. &#8220;Man&#8221; hat die Menschen um sich herum interessant und inspirierend zu finden und zu allen Schwachen und Versagenden &#246;ffentlich auf Distanz zu gehen; sie aus seiner Welt ausschlie&#223;en. Das ist das ungeschriebene Gesetz im Netz, mit seinen Sanktionen, die all die treffen, die sich nicht an die &#8220;Spielregeln&#8221; halten.</p>
<p>Diese ganze Entwicklung f&#252;hrt schlie&#223;lich dazu, dass ein ganz neuer Typus von Menschen in der Online-Welt entsteht, der &#8220;internet-normierte Mensch&#8221;, der alle oben beschriebenen Anforderungen leicht und selbstverst&#228;ndlich erf&#252;llt. Mehr noch, dieser neue Typus wird f&#252;r andere immer attraktiver und dadurch auch immer dominanter, weil er als &#8220;Ideal&#8221; den anderen zum Nacheifern vorgegeben ist. </p>
<p>Genau diese Entwicklung ist schon zu beobachten. Es ist eben keine Modeerscheinung, die wieder abklingen wird, dieser Typus Mensch wird sich im Internet nicht nur etablieren, sondern das bestimmende Element, die Normgr&#246;&#223;e f&#252;r alle nachfolgenden Generationen werden. Eine weitere Gefahr besteht nat&#252;rlich darin, dass die Verhaltens-Kodierung, die Verhaltens- und Kommunikationsnormierung des Internets, in der Folge aus der digitalen Welt in die reale Welt &#252;bertragen wird. Diese Tendenzen sind in der realen Welt auch schon zu bemerken, sie haben sich aber wegen der breiten Varianz menschlichen Verhaltens hier nicht so schnell durchsetzen k&#246;nnen, wie es in der digitalen Welt der Fall war, weil die digitale Welt ein &#8220;enger&#8221; Lebensraum ist, der nur aus Kommunikation besteht. Schl&#228;gt aber diese Welle des neuen Menschen-Typus erst einmal aus dem Internet zur&#252;ck in das reale Leben, wird diese Entwicklung sich im realen Leben beschleunigen. – Dieses gesellschaftliche Ph&#228;nomen ist, bevor es ein philosophisches werden kann, erst einmal sicherlich ein weites Feld f&#252;r Soziologen, Psychologen und Psychoanalytiker, die gut beraten w&#228;ren, sich dieses Ph&#228;nomens jetzt im Entstehen und nicht erst in einer manifestierten Phase anzunehmen.<br />
In keiner uns bekannten Epoche der Menschheit haben Maschinen eine so umfassende und alle Lebensbereiche bestimmende Bedeutung gehabt wie heute. Maschinen vernetzen die ganze Welt und sind damit nicht nur ein Instrument der Angebots- und Nachfragesteuerung geworden, sondern zum philosophischen Nucleus der Wirtschaft  und damit f&#252;r viele Menschen zum sinnstiftenden Inhalt ihres Lebens</p>
<p>Die Maschinen sind zum grundlegend strukturierenden Prinzip in den meisten menschlichen Lebensbereichen geworden. Wir, die Nutzer der Maschinen, m&#252;ssen flexibel und mobil sein, ein starkes Ego haben, gut sozialisiert und individualisiert sein. <strong>Von uns wird ebenfalls der bisher nur f&#252;r die Verf&#252;gbarkeit von Maschinen definierte 24 / 7 &#8211; Kodex erwartet, der f&#252;r Menschen naturbedingt gar nicht gelten kann, weil der Mensch Ruhe- und Regenerationsphasen zum k&#246;rperlichen wie psychischen &#220;berleben braucht.</strong> Wir sind dabei, die Eigenschaften der Maschinen auf uns Menschen zu &#252;bertragen, alle genannten Eigenschaften werden nach und nach  zu Leitwerten des gegenw&#228;rtigen Menschen, weil sie eben unerl&#228;ssliche Voraussetzungen f&#252;r ein erfolgreiches Online Lebens sind.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/05/sein.jpg" alt="SEIN" title="SEIN" width="510" height="341" class="aligncenter size-full wp-image-2671" /><br />
<em>Der Mensch darf niemals vergessen, dass er ein Mensch ist und das Leben in vollen Z&#252;gen SEIN kann.</em></p>
<p>Psychologisch gesehen bedeutet diese Orientierung an den Maschinen immer, das nicht das eigene Sein z&#228;hlt, also die tats&#228;chlichen F&#228;higkeiten, Eigenheiten und Bed&#252;rfnisse eines Menschen, sondern das, was sich verkaufen l&#228;sst, das was ankommt, was viel versprechend verpackt oder dargestellt ist. Es kommt nicht auf das eigene Sein eines Menschen mit all seinen Gef&#252;hlen und Gedanken an, also dem eigentlichen &#8220;Mensch-Sein&#8221; an, sondern auf die Vorgabe, auf die blo&#223;e Inszenierung. Nicht das was faktisch gegeben ist, sondern das was erzeugt, was suggeriert werden kann, das macht erfolgreich. So f&#252;hrt das Online-Sein faktisch zu einer Entwertung des Seins und des authentischen Handeln eines Menschen. Diesen Mangel an Selbst-Sein und Selbst-Erleben versucht die menschliche Psyche zu kompensieren. Eine bevorzugte Kompensation wird im Haben vorgenommen, nicht im Sein. Das Haben entwickelt sich schnell zu einem &#8220;Mehr-haben-Wollen&#8221;, einer nicht endenden Spirale, die sich aber in die falsche Richtung dreht. <strong>Das Sein tritt in den Schatten, das haben steht im Licht.</strong> Ein unhaltbarer Zustand, vollkommen aus dem sensiblen Gleichgewicht des Lebens herausgeworfen kreisen die nur durch das Haben bestimmten Menschen wie Satelliten um sich selbst und ihr Hochglanz-Abbild, ihren Avatar, im Internet, ohne jeden Kontakt zur Realit&#228;t, die das &#8220;Mensch-Sein&#8221; nun einmal verlangt.</p>
<p>Die ganz pers&#246;nliche Definition des individuellen Seins ist die Voraussetzung f&#252;r ein selbstbestimmtes Leben mit allen H&#246;hen und Tiefen, die die menschliche Psyche nun einmal f&#252;r ihre Weiterentwicklung braucht, denn gerade Krisen sind oftmals die Grundvoraussetzung f&#252;r einen gro&#223;en Schritt in der pers&#246;nlichen Entwicklung. Nicht zu vergessen kann uns die menschlichste und wertvollste F&#228;higkeit des Menschen helfen, ge-erde-t zu bleiben: Die F&#228;higkeit, Liebe zu empfinden und Liebe zu schenken. Liebe ist nicht maschinell herstellbar, sie wird niemals ins Haben abrutschen k&#246;nnen.</p>


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		<title>Der Fixierungscode 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 09 May 2010 19:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fixierungscode]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	(Aus dem Buch: Der Fixierungscode)
Der Mensch hat sich eine zweite Welt erschaffen: ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	(Aus dem Buch: <a href="http://fixierungscode.de">Der Fixierungscode</a>)</p>
<p>Der Mensch hat sich eine zweite Welt erschaffen: Die digitale Welt aus Bits und Bytes. Wir sind umgeben von Nullen und Einsen, den bin&#228;ren Codes, ohne dass wir es wahrnehmen. Nat&#252;rlich ist diese Welt von Nutzen, sonst h&#228;tten die Menschen sich die digitalen Hilfsmittel und Werkzeuge nicht erschaffen. Mit einem Handy k&#246;nnen wir kommunizieren, ein Navigationsger&#228;t weist uns den Weg, die Leistung einer Waschmaschine ist dank digitaler Steuerung optimiert, der digitale Radioempfang ist klangvoller, Online-Banking erspart Wartezeit und Wege.</p>
<p><strong>Schleichend und ohne, dass die meisten von uns es bemerkt haben, hat sich im Zuge der Digitalisierung aller Lebensbereiche eine neuartige Mensch-Ger&#228;t-Beziehung entwickelt.</strong> Sie ver&#228;ndert Verhaltens sowie Kommunikationsmuster und vieles mehr. Ich behaupte sogar, die digitale Welt bewirkt eine Art Programmierung in unseren K&#246;pfen. Denn jedes Ger&#228;t folgt den Codes, auf deren Basis es programmiert wurde, und der Mensch ist darauf angewiesen, ihnen ebenfalls zu folgen, wenn er die Ger&#228;te bedienen will. Das hat dazu gef&#252;hrt, dass jeder Nutzer sich zumindest mit den Grundfunktionalit&#228;ten der Anwendungen besch&#228;ftigen muss, deren Leistungen er in Anspruch nehmen will. &#220;ber unsere Eingaben steuern wir das System aus Nullen und Einsen, bewegen uns durch die Software und regen diese an, das zu tun, was wir wollen. Nur wenn wir wissen, was wir einzugeben haben, arbeiten die programmierten Codes im Hintergrund. <strong>Wir passen uns langsam den Ger&#228;ten an, ohne es zu merken.</strong> Die neuartige Mensch-Ger&#228;te-Beziehung ver&#228;ndert Verhaltensund Kommunikationsmuster. Ich behaupte sogar die digitale Welt bewirkt eine Art Programmierung in unseren K&#246;pfen. Vor allem in der Kommunikation sind die Bits und Bytes l&#228;ngst Grundlage des Austauschs zwischen Mensch und Mensch geworden. Wir sprechen weniger direkt miteinander, daf&#252;r viel mithilfe digitaler Ger&#228;te: Mit dem Handy, per SMS, per E-Mail, online im Chat oder per Videoschaltung. Unsere moderne Informations-, Wissens- und Kommunikationsgesellschaft ist offenbar l&#228;ngst fixiert auf die digitalen Codes, die fest in unseren Alltag integriert sind.</p>
<p>Die moderne Gesellschaft liest E-Mails, Online-Nachrichten oder speichert Bilder digital. Je mehr wir uns mit dem Netz befassen, desto mehr erkennen wir seine M&#246;glichkeiten und wir verlagern weitere Bereiche unseres Alltags ins Netz. Wir kaufen im Cyberspace ein, ersteigern Schn&#228;ppchen. Wir suchen Wohnungen, Autos, Arbeit und Urlaubsziele online. Selbst die Steuererkl&#228;rung und Antr&#228;ge f&#252;r einen Pass oder ein Kfz-Kennzeichen k&#246;nnen wir heute online ausf&#252;llen.</p>
<p>Der Cyberspace ist eine Parallelwelt, die uns Dinge in der realen Welt regeln l&#228;sst. Wer noch einen Schritt weitergeht, engagiert sich im Social-Media-Cyberspace, um sich dort mit Freunden, Kollegen und Gesch&#228;ftspartnern auszutauschen. <strong>Dort ist es m&#246;glich, eine Art zweites, digitales Ich zu etablieren.</strong> Mit zahlreichen pers&#246;nlichen Daten – Geburtstag, Wohnort, Fotos,Videos, Kommentaren, Links, Lieblingsmusik bis hin zum beruflichen Werdegang. Damit erlauben wir, dass unsere Privatsph&#228;re in digitale Codes verpackt, letztlich in den H&#228;nden digitaler Superm&#228;chte, wie zum Beispiel den Anbietern der Social-Media-Plattformen, liegt.</p>
<p>Es ist also wichtig, dass wir an dieser digitalen Welt nicht nur teilnehmen, sondern sie mit bestimmen. Immerhin werden die Codes, die Software und Hardware, von Menschen programmiert und entworfen. Die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sind daher gefordert, sich dieser Verantwortung bewusst zu sein.</p>
<p><strong>Die Fixierung:</strong> Der digital lebende Mensch fixiert sich zunehmend auf digitale Ger&#228;te und Programme (Codes) – von der digital gesteuerten Espressomaschine bis zum World Wide Web. Wir tauchen ein in die Ger&#228;te und in die virtuelle Welt. Nicht wenige Menschen f&#252;hren bereits konsequent ein zweites Leben im Netz. Fixiert auf ihrem Sessel wie gebannt vor dem Bildschirm sitzend konsumieren sie das Internet<br />
jetzt schon wie das Fernsehen.</p>
<p><strong>Der Code:</strong> Die digitale Welt basiert auf dem bin&#228;ren Code. Dieser ist stets im Hintergrund die Basis f&#252;r technische Standards und Software. Wollen wir diese Welt betreten oder einfach nur Maschinen bedienen, ben&#246;tigen wir wiederum bestimmte Codes und Eingabeabl&#228;ufe. Um in Interaktion mit dem Ger&#228;t zu treten, m&#252;ssen wir unsere Passw&#246;rter oder PIN-Nummern kennen, wir m&#252;ssen wissen, wie wir Programme &#246;ffnen, Dateien verwalten und mehr. Wir m&#252;ssen uns auf eine bestimmte Art verhalten und bestimmte Dinge wissen, um den »digitalen Sesam« zu &#246;ffnen.</p>
<p>Die Anforderungen, die die digitale Welt an uns stellt, wachsen mit jedem Tag. Die Entwicklung des Internets und des Informationstransfers mit immer neuen, k&#252;rzeren, schnelleren Tools (Werkzeugen) wie etwa dem Kurznachrichtendienst Twitter erzeugen heute eine Geschwindigkeit im Datenstrom, die im Grunde die Leistungsgrenzen der Verarbeitung durch den Menschen &#252;berschreiten. <strong>Je mehr dieser Tools wir nutzen, desto unm&#246;glicher wird es uns, alles zu lesen und uns &#252;berall auszutauschen.</strong> Es bedarf schon heute eines gut geplanten Tagesablaufs, wenn jemand Twitter nutzt, nebenbei ein Blog pflegt, privat und beruflich E-Mails tauscht und sich allgemein auf Nachrichtenseiten auf dem neuesten Stand halten will. Wer ein digitales zweites Leben f&#252;hrt, steht vor der Herausforderung in dieser immer komplexer werdenden Welt seinen Platz st&#228;ndig neu zu finden und f&#252;r sich selbst laufend neue Regeln zu definieren, wenn er sich nicht in der Datenflut verlieren will.</p>


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		<title>iPad &#8211; Apple wird der Gro&#223;verlag der Welt</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 16:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Ein Artikel von mir in der F.A.Z. vom 29. Januar 2010 &#8211; ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ein Artikel von mir in der F.A.Z. vom 29. Januar 2010 &#8211; <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7FFA5E6CC5CD446B996E97F0F6A0FB45~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Zum Artikel</a></p>
<p><strong>Apple auf dem Weg zum Gro&#223;verleger: das iPad mit dem Gesicht der &#8220;New York Times&#8221;</strong></p>
<p>Der Mensch hat sich einen neuen Lebensraum erobert: die digitale Welt, in der es keinen Unterschied macht, welchen Idealen man folgt, welcher Herkunft man ist oder welches Bildungsniveau man hat. In meinem beruflichen Werdegang habe ich sehr oft neue Wege beschritten, die digitale Welt erforscht, um diejenigen, die diese Welt nutzen wollen, auf Gefahren hinzuweisen, aber besonders, die Chancen aufzuzeigen, die sie f&#252;r alle bietet. Meine pers&#246;nlichen Erfahrungen im Umgang mit dem Internet – gerade in der letzten Zeit – zeigen, dass die Medienkompetenz in Sachen Internet in Deutschland dem Stand der globalen digitalen Welt nicht gerecht wird.</p>
<p>Die Tatsache, dass heute mittels Computerunterst&#252;tzung manches Handwerk zu einem „Digitalwerk“ geworden ist, wird bei uns noch immer nicht erkannt. Die Menschen – zumindest die Onliner – finden ein zweites Zuhause im Internet, in dem sie sich informieren und unterhalten lassen. Dabei muss uns aber klar sein, dass wir uns den Regeln der digitalen Superm&#228;chte wie Google, Amazon, Facebook, Microsoft und nat&#252;rlich Apple unterwerfen.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/01/stat12831s.jpg" alt="Bruttogewinnspanne von Apple Computer Inc. von 2005 bis 2010 nach Quartalen" title="Bruttogewinnspanne von Apple Computer Inc. von 2005 bis 2010 nach Quartalen" width="500" height="390" class="aligncenter size-full wp-image-2539" /></p>
<p>Durch das iPhone hat sich nicht nur ein neuartiger Mobilfunkmarkt, sondern ein echtes mobiles Internet und ein ganz neues Verhalten in der Software-Nutzung ergeben. Mit einem einzigen Mausklick wird die Software auf das Ger&#228;t geladen und installiert sich von selbst, abgerechnet wird per Kredit- oder Gutscheinkarte. Mit der Kombination eines &#228;u&#223;erst leistungsf&#228;higen Shops f&#252;r Musik, Videos und Software hat Apple schon vor der Einf&#252;hrung des iPads die Grundlage f&#252;r eine schnelle Verbreitung des neuen Produkts gelegt. Die Kaufabwicklung kennen die 125 Millionen Apple-Kunden schon, sie z&#228;hlt zu den einfachsten im Internet. Auf diese Weise hat Apple 2009 mehr als f&#252;nfzig Milliarden Dollar umgesetzt. Es ist leicht zu ermessen, welche Marktmacht Apple im Bereich Software f&#252;r mobile Endger&#228;te aufgebaut hat.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="500" height="50" class="alignleft size-full wp-image-1384" /></p>
<p><a href="http://www.apple.com"><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/01/accessories_20100127.jpg" alt="Apple iPad" title="Apple iPad" width="500" height="489" class="center size-full wp-image-2487" /></a><br />
<center><em>Bildquelle: http://www.apple.com (alle Rechte liegen bei Apple)</em></center></p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="500" height="25" class="alignleft size-full wp-image-1384" /></p>
<p><strong>Das Prinzip Selbstvermarktung</strong></p>
<p>Wie aber werden die neuen iPad-Anwendungen aussehen, wer entwickelt sie? Um diese Frage zu beantworten, muss man das Internet global betrachten. Die Vernetzung der Menschen schreitet unaufhaltsam voran, Social Networks erm&#246;glichen die Selbstvermarktung von Journalisten in einem ganz neuen Umfeld mit ganz neuen M&#246;glichkeiten. Aus dem einzelnen Twitter-Account oder dem Blog eines Journalisten wird eine Eigenvermarktungsplattform. Ist eine gute Reputation erst einmal geschaffen, gelingt es leicht, die Leser auch als einzelner Journalist – ohne den Umweg &#252;ber Gatekeeper und Verlage – &#252;ber den neuen Apple-iBook-Store zu erreichen. Ich denke, dass Apple den Verlagen und Journalisten die M&#246;glichkeit geben wird, ihre eigenen Produkte zu erstellen. Dank der multimedialen F&#228;higkeiten des iPads werden Bilder, Videos und Musik mit den Texten zusammenwachsen. Der Kombination aller bisher bekannten Medien in der Darstellung auf einem einzigen Ger&#228;t sind keine Grenzen mehr gesetzt, alles kann auf dem iPad erscheinen; alles eine Frage der Software, die Apple in Perfektion beherrscht.</p>
<p>Apple hat es verstanden, die gesamte Wertsch&#246;pfungskette in ihre Produktstrategie einzuschlie&#223;en und zu kontrollieren. Sie haben die Kunden, beherrschen die Abrechnung, die Softwarebasis und ein weltweites Vertriebssystem. Apple muss nur noch die Kreativit&#228;t der Menschen herausfordern, um damit Umsatz zu machen. Und auch das gelingt Apple &#252;blicherweise au&#223;erordentlich gut. Mit diesem Megastore im Hintergrund k&#246;nnte Apple mit seinem iPad schnell zum gr&#246;&#223;ten Verleger der Welt werden.</p>
<p>Das Apple iPad wird sehr bald auch auf dem deutschen Markt erscheinen. Dann wird sich vor allem zeigen, ob die deutschen Verlage reif f&#252;r die neue Technik sind. Das iPad mit seinen besonderen Chancen wird f&#252;r sie zur Nagelprobe.</p>
<p><strong>Die gro&#223;e Entmaterialisierung</strong></p>
<p>Wer an diesem neuen Markt teilhaben will, muss jedoch die Zusammenh&#228;nge in der digitalen Welt verstehen. Die Verbreitung von Nachrichten werden die neuen Ger&#228;te wie das iPad selbst &#252;bernehmen. Also w&#228;re es falsch, im iPad einen weiteren, schicken eBook-Reader zu sehen. Apple nimmt den ganzen Markt der Unterhaltung und Information ins Visier, Nachrichten inklusive. Wer Apple und die St&#228;rke seines Megastores untersch&#228;tzt, verliert schnell den Anschluss an die digitale Welt. Hinzu kommt, dass das iPad die gleiche Gr&#246;&#223;e hat wie das Amazon Kindle – eine durchaus beachtenswerte Nebens&#228;chlichkeit, dass zwei digitale Superm&#228;chte in einem Produktdetail einer Meinung sind.</p>
<p>Die Digitalisierung von B&#252;chern durch Google gibt im Vergleich zu den mit dem iPad verbundenen Entwicklungen nur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet: Jetzt geht es einer digitalen Supermacht nicht mehr um das fertige Produkt, um ein erschienenes Buch, also die Vergangenheit. Jetzt geht es um die Gegenwart und die Zukunft, um alle gedruckten Medien, die sich entmaterialisiert in der digitalen Welt wiederfinden – auf einem iPad.</p>
<p><strong>Der neue Gatekeeper</strong></p>
<p>Die „New York Times“ ist eine Kooperation mit Apple eingegangen. Da muss man sich fragen, ob die deutschen Verlage eine Antwort auf die Herausforderung ihres Kerngesch&#228;fts durch das iPad haben. Es geht nicht mehr um die Frage, wie man Online-Gratisangebote vermarktet, es geht um alles. Dieses Ger&#228;t l&#228;sst den Nutzer jede Information an jedem Ort zu jeder Zeit lesen – frisch aus dem Apple iBookStore, nicht vom Kiosk um die Ecke. Es m&#252;ssen schleunigst Online-Angebote der Verlage her, denn jetzt besteht – bei einer weiten Verbreitung des iPads – die M&#246;glichkeit, die Inhalte gegen ein – wenn auch um den Apple-Anteil vermindertes – Entgelt f&#252;r den Qualit&#228;tsjournalismus zu erheben. Apple ist der neue Gatekeeper. Fraglich ist, ob das Presse-Grosso-System noch eine Zukunft hat.</p>
<p>Die Gesellschaft hat sich durch den im Internet angebotenen Service schon stark ver&#228;ndert. Bevor das iPhone kam, schien es undenkbar, dass man sich als Handybesitzer Software herunterl&#228;dt. Software und ihre Installation waren vielen ein Greuel, jetzt lernen wir, dass uns Apps das Leben erleichtern. Die Maschinen erobern die Aufmerksamkeit der Menschen – und die haben ihre Handys immer bei sich, um keine Informationen zu verpassen. Apple bringt uns das Internet durch komfortable Bedienung und besten Service noch n&#228;her durch funktionale und sch&#246;ne Ger&#228;te. Wer die Menschen so begeistern kann, wird das Internet als digitale Supermacht beherrschen.</p>
<p>Apple ist eine Supermacht mit ganz eigenen Regeln, so wie auch Google und Amazon. Das Zeitalter des digitalen Imperialismus hat begonnen.</p>


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		<title>Die spontane digitale Evolution</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2010/01/22/die-spontane-digitale-evolution/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 18:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Darwin]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fixierungscode]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[ibrahim evsan]]></category>
		<category><![CDATA[spontane digitale Evolution]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Von Informationen &#252;berflutet werden wir nur, wenn wir keine Strategien entwickeln, die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Von Informationen &#252;berflutet werden wir nur, wenn wir keine Strategien entwickeln, die uns Selbstbestimmung in der digitalen Welt erm&#246;glichen. Essay.</p>
<p>Es ist zu einfach, der digitalen Welt oder gar den digitalen Superm&#228;chten die Schuld daran zu geben, dass wir mit Informationen &#252;berflutet werden. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn wir sind schlie&#223;lich keine Subjekte, mit denen etwas “gemacht wird”, wir sind immer noch Menschen, die sich durch alle Zeiten hindurch st&#228;ndig an neue Herausforderungen anpassen mussten. Ob es die Einf&#252;hrung von Dampfmaschinen, die Erfindung von Automobilen oder “die moderne Datenverarbeitung” der 70er und 80er Jahre war, immer musste der Mensch auch geistig seinem eigenen Fortschritt folgen.</p>
<p>Im 19. Jahrhundert wurde – auch von &#196;rzten – vermutet, dass kein Mensch Eisenbahnfahrten mit mehr als 30 Stundenkilometern &#252;berleben k&#246;nne, man ging davon aus, dass es wenigstens zu Geistesst&#246;rungen kommen w&#252;rde. Wenige Jahre sp&#228;ter &#252;berlebten es die Bahnreisenden dennoch, ihre K&#246;pfe bei der doppelten Geschwindigkeit aus den offenen Fenstern der Z&#252;ge herauszuhalten. Die Lebensumst&#228;nde des Menschen haben sich immer schon und in unterschiedlich starkem Ausma&#223; ge&#228;ndert, immer schon war der Mensch darauf angewiesen, sich den ge&#228;nderten Bedingungen anzupassen. Blicken wir uns um: Bisher hat die Anpassung noch immer funktioniert.</p>
<p>Der Mensch hat sich in seinem Aussehen und seinen existenziellen Bed&#252;rfnissen in den letzten tausend Jahren nicht wesentlich ver&#228;ndert, aber die Anforderungen, die die Umwelt stellt, haben sich dramatisch ver&#228;ndert. Fr&#252;her waren es die Werkzeuge, die er in seinen H&#228;nden hielt, heute ist mittels Computerunterst&#252;tzung so manches “Hand”werk zu einem “Digital”werk geworden. Diese dramatischen Ver&#228;nderungen gleichen einem neuen Evolutionsschritt, vor dem wir stehen.</p>
<p>Beim einem solchen digitalen Evolutionsschritt geht es nat&#252;rlich nicht um die Ver&#228;nderung vererbbarer Merkmale, sondern um Verhaltens&#228;nderungen, die durch eine sich rasant entwickelnde – in diesem Falle – digitale Umwelt ausgel&#246;st werden. Sie bestehen zum Beispiel darin, dass man sein Handy oder Smartphone immer bei sich haben “muss”, um sich nicht von der Kommunikation abgeschnitten zu f&#252;hlen und keinen Zugriff mehr auf die Informationen im Internet zu haben; besonders dann wenn man diese Informationen beruflich oder privat nutzen muss. Solche neuentwickelten Muster werden nicht in den Genen, sondern im Verhalten der Menschen kodiert. Ich nenne solche Muster Fixierungscode.</p>
<p>Die Leistungsf&#228;higkeit und die kreativen M&#246;glichkeiten des Menschen werden durch die M&#246;glichkeiten der Computer und des Internets enorm erweitert, indem der Zugriff auf Informationen und Wissen in beinahe unbegrenztem Ma&#223;e verf&#252;gbar ist. Aus genau diesem Grund muss der Mensch die Kontrolle &#252;ber sich und die Technik behalten. Dazu geh&#246;rt auch, sich nicht bedingungs- und gedankenlos der Technik auszuliefern. Wem heutzutage sein Handy oder der Laptop abhanden kommt, mag geradezu einen virtuellen Amputationsschmerz versp&#252;ren. Ich k&#246;nnte mir tats&#228;chlich vorstellen, dass man die Auswirkungen eines solchen Verlustes in Zukunft als “psychischen Amputationsschmerz” einstufen wird, denn der Verlust des Ger&#228;tes, der darauf befindlichen Daten und der Kommunikationsf&#228;higkeit trifft den digitalen Menschen besonders hart, weil er damit den Zugang zu “seiner Welt” verliert.</p>
<p>Es mag uns beunruhigen oder nicht, aber wie in allen Zeiten rasanten Fortschritts stehen wir auch in unserer Zeit ganz neuen Anforderungen gegen&#252;ber. Die vordigitalen Verhaltensmuster reichen im digitalen Zeitalter nicht mehr aus. Die Informationen, die das Internet bietet, sind ein ungeheurer Wissenszuwachs – doch das un&#252;berschaubare Informationsangebot macht es auch erforderlich, neue (Datenverarbeitungs-)Strukturen und Strategien zu entwickeln. Resignation oder die Angst vor “zu schnellem Eisenbahnfahren” bringt uns an dieser Stelle nicht weiter.</p>
<p>Der Mensch soll sich nicht in der Maschine aufl&#246;sen, sondern die Maschinen sinnvoll und verantwortungsbewusst in sein Leben integrieren, um es zu bereichern. Es geht dabei nicht darum, Informationen m&#246;glichst schnell zu erlangen. Die Information als solche bietet keinen Vorteil, solange der Mensch, der diese Information f&#252;r sich erschlie&#223;t, nicht auch mit der weiteren Informationsverarbeitung umgehen kann.</p>
<p>Es geht auch nicht darum, m&#246;glichst viele Informationen aufzunehmen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln, die uns in unserer Entwicklung weiterbringen. Wir k&#246;nnen sch&#246;pferisch t&#228;tig werden, wir m&#252;ssen es aber nicht. Das ist ein wichtiger Bestandteil der digitalen Selbstbestimmung, die schon damit beginnt, ob man &#252;berhaupt am digitalen Leben teilhaben will oder nicht. Wenn wir aber unsere Selbstbestimmung auch in der digitalen Welt in Anspruch nehmen wollen, braucht es daf&#252;r Strategien.</p>
<p>Der Tisch ist f&#252;r alle gedeckt, alle m&#246;glichen und unm&#246;glichen, wichtigen wie unwichtigen Informationen liegen f&#252;r uns bereit. Wir haben die freie Wahl, uns das zu nehmen, was uns voranbringt. Es liegt an jedem Einzelnen, wie weit er sich mit welchen Strategien und Zielsetzungen in die digitale Welt hineinwagt. Die digitale Selbstbestimmung wird in naher Zukunft wohl das wichtigste Sicherheitssystem zum Schutz unserer Pers&#246;nlichkeit sein.</p>
<p>Ver&#246;ffentlich auch auf carta.info:<br />
<a href="http://carta.info/20488/auf-dem-sprung-zur-digitalen-selbstbestimmung/">Hier geht es zu http://carta.info</a></p>


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		<title>Digitalisierte Globalisierung</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2010/01/19/gedanken-zur-digitalisierten-globalisierung/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 13:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsübermittlung]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Aus der Globalisierung und der Digitalisierung ergeben sich zwangsl&#228;ufig neue Wertsch&#246;pfungsketten. Alles ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Aus der Globalisierung und der Digitalisierung ergeben sich zwangsl&#228;ufig neue Wertsch&#246;pfungsketten. Alles was man per Post versendet hat kann man heute per E-mail in sekundenschnelle transportiert. International anerkannte Standards im Internetverkehr lassen Barrieren fallen, die bisher der Daten- und Informations&#252;bermittlung im Weg standen. Dadurch k&#246;nnen Gesch&#228;ftsprozesse digital bew&#228;ltigt werden, was wiederum an anderen Stellen Kapazit&#228;ten f&#252;r neue Aufgaben freisetzt. Schlie&#223;lich sind Netzwerke, welcher Art auch immer, nicht mehr aus dem Arbeitsalltag eines Unternehmers, aber heute auch von Privatpersonen, wegzudenken, sie sind geradezu existenziell geworden. </p>
<p>F&#252;r all das ist heute die Authentizit&#228;t gefragt, Die sichere Authentifizierung einer Person ist insbesondere bei privaten Verk&#228;ufen hochgradig relevant. Paypal (ein Tochterunternehmen von Ebay, das eine weltweite Zahlungsabwicklung erm&#246;glicht) als Intermedi&#228;r zwischen K&#228;ufer und Verk&#228;ufer agiert als digitale Vertrauensperson. Der klassische Postversand von Briefen wird durch den E-Mail-Versand zunehmend ersetzt, ausgenommen ist davon nur der Paketversand, der durch das Online-Shopping eher zugenommen hat. In Zukunft ist es durchaus vorstellbar, dass neue Logistikanbieter entstehen oder sich die gr&#246;&#223;ten Paketversender zu einem gro&#223;en Versandverbund zusammenschlie&#223;en. Diese Entwicklung geht enorm schnell voran und f&#252;hrt dazu, dass die traditionsreiche Versandbranche ihre Gesch&#228;ftsmodelle an die digitalen Herausforderungen anpassen muss. </p>
<p>Diese Beispiele verdeutlichen bereits, wie wichtig die Digitalisierung f&#252;r die globale Wirtschaft ist. Denn M&#228;rkte verschmelzen, indem Informationen &#252;ber das Internet zeit- und ortsunabh&#228;ngig bezogen werden k&#246;nnen. Die Firmen die Informationen sammeln sind die neuen Gatekeeper.</p>
<p>Gerade f&#252;r die Wirtschaft in Deutschland ist es an der Zeit, die Ausrichtung auf das digitale Zeitalter <strong>ohne Wenn und Aber</strong> vorzunehmen. Dazu geh&#246;rt auch, das Denken in Bezug auf Software-L&#246;sungen von analog auf digital umzuschalten. Die analoge Denkweise, die nur nach bestehenden Gesamt-L&#246;sungen sucht, ist nicht mehr zeitgem&#228;&#223;. Im Zeitalter der digitalen Fixierung ist es &#252;berlebenswichtig, sich – besonders in der Entwicklung neuer L&#246;sungsans&#228;tze – den im Internet zur Verf&#252;gung stehenden Open-Source-L&#246;sungen zuzuwenden.</p>
<p>Mehr dazu <a href="http://www.fixierungscode.de">www.fixierungscode.de</a>.</p>


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		<title>Trends im Social Commerce</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 09:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Eine sehr gute Pr&#228;sentation von Hediye Evsan &#252;ber das Thema Social Commerce, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Eine sehr gute Pr&#228;sentation von <a href="http://hediyeevsan.com/index.php/2010/02/17/social-commerce-die-praesentation/">Hediye Evsan</a> &#252;ber das Thema Social Commerce, Social Shopping &#038; Social Clubs. Es lohnt sich einmal durchzubl&#228;ttern.</p>
<div style="width:500px;text-align:left" id="__ss_3197890"><a style="font:14px Helvetica,Arial,Sans-serif;display:block;margin:12px 0 3px 0;text-decoration:underline;" href="http://www.slideshare.net/HediyeE/trends-im-social-commerce-social-shopping-am-beispiel-von-hm" title="Trends im Social Commerce (Social Shopping am Beispiel von H&amp;M)">Trends im Social Commerce (Social Shopping am Beispiel von H&amp;M)</a><object style="margin:0px" width="500" height="418"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=socialcommerce-100216113704-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=trends-im-social-commerce-social-shopping-am-beispiel-von-hm" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=socialcommerce-100216113704-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=trends-im-social-commerce-social-shopping-am-beispiel-von-hm" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="418"></embed></object>
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		<title>The Future of Media</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 08:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Meine Pr&#228;sentation auf dem Deutschen Medienkongress 2010
The Future of Media
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			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Meine Pr&#228;sentation auf dem Deutschen Medienkongress 2010</p>
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<p>Wer wei&#223;, wieso die Schrift so krisselig ist?</p>


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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 10:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internet Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Komprimierung]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[spotify]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Immer mehr Dinge l&#246;sen sich in der digitalen Welt auf, sie verschwinden ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Immer mehr Dinge l&#246;sen sich in der digitalen Welt auf, sie verschwinden einfach in der virtuellen Welt, l&#246;sen sich in Bits und Bytes auf. </p>
<p>Eine neue Gefahr durch das Internet?</p>
<p>Was damals die Briefmarken- oder Bierdeckelsammler waren, sind heute die Musik- oder Videosammler. Der Gegenstand des Interesses, das Sammelobjekt, hat sich »entmaterialisiert«; aus der k&#246;rperlichen Briefmarke ist die Datei auf dem Computer geworden. Zudem k&#246;nnen sich Sammler heute mit nur einem Klick mit anderen Sammlern austauschen, und das Vervollst&#228;ndigen einer Sammlung ist heute sehr viel einfacher als je zuvor. Eben mal eine Datei &#252;ber Skype versenden ist f&#252;r viele Internet-Nutzer normal.</p>
<p>Der technologische Fortschritt erm&#246;glicht es auch, Bild-, Musik- und Videodaten in einer Form zu speichern, die einen Bruchteil des Speicherplatzes ben&#246;tigt, der noch vor wenigen Jahren daf&#252;r n&#246;tig war. Dateiformate wie »jpg«, »mp3« und »DivX« stammen von Dateikomprimierungsprogrammen, die es erst erm&#246;glichten, dass z.B. ein Spielfilm in nur unwesentlich schlechterer Qualit&#228;t im Vergleich zum Original auf eine normale CD passt. Durch diese Technik kann jeder mp3-Player heute mehrere Tausend Musikst&#252;cke speichern. </p>
<p>Diese technische Komprimierung verringert, nebst immer schneller werdenden Internetverbindungen, die Download-Dauer und macht es &#252;berhaupt erst interessant, Musikst&#252;cke, Videos oder Bilder aus dem Internet herunterzuladen und zu sammeln. Hinzu kommt, dass auch die externe Speicherung dieser Daten &#252;ber jeden handels&#252;blichen DVD- oder CD-Brenner m&#246;glich ist und dass diese Ger&#228;te ohne Fachwissen zu bedienen sind. So ist jeder Computernutzer in der Lage, sich seine Datenbest&#228;nde so oft zu kopieren und so zu verbreiten, wie er es m&#246;chte. Das gilt nat&#252;rlich auch f&#252;r urheberrechtlich gesch&#252;tzte Inhalte, wie zum Beispiel den neuesten Kinofilm. In diesem Zusammenhang sind besonders die Tauschb&#246;rsen im Internet, Peer-to-Peer-Networks bekannt geworden, die es jedem Mitglied erlauben, sich gesuchte Inhalte von den Festplatten der angeschlossenen Freunde herunterzuladen. </p>
<p>Deshalb versucht die Medienindustrie mit Werbespots oder gerichtlichen Klagen gegen die Flut der Urheberrechtsverletzungen vorzugehen, doch die Erfolge d&#228;mmen den entstandenen Schaden nicht ein. Auch die Idee, ein Digital Rights Management f&#252;r alle Bild- und Tontr&#228;ger einzuf&#252;hren, hat eher zu mehr Problemen als zu L&#246;sungen gef&#252;hrt. Dieses DRM schr&#228;nkt die Nutzung des erworbenen Datentr&#228;gers (CD, DVD, etc.) derart ein, dass niemand diese gesch&#252;tzten Inhalte mehr kaufte, weil zum Beispiel nicht jedes Abspielger&#228;t mit der digitalen Verschl&#252;sselung zurechtkam. So konnte es passieren, dass eine legal erworbene DVD auf dem heimischen DVD-Player nicht abspielbar war, es aber auch keine M&#246;glichkeit des Umtausches mehr gab. Durch das Urheberrecht sollen die Rechte der K&#252;nstler an ihren Produkten gewahrt bleiben, doch der Kampf gegen die global betriebenen Urheberrechtsverletzungen scheint extrem schwierig. </p>
<p>Nun kann die Kombination dieser Bezugsquellen von Apple und der Telekom ein wichtiges Signal f&#252;r den Musikmarkt sein. Sobald die Lizenzrechte von der Musikindustrie durch diese »Superprovider« auf internationaler Ebene vergeben sind, naht die Zeit der Flatrates und Abonnementmodelle – und gleichzeitig das Ende der einzelnen Abrechnungen nach mp3-Songs. Wer f&#252;r 9,99 Euro im Monat jede Musik der Welt h&#246;ren kann, wird davon begeistert sein, weil es ihn davon entbindet, stets und st&#228;ndig wieder online bezahlen zu m&#252;ssen. Ein gutes Beispiel daf&#252;r ist die Firma, <a href="http://www.spotify.com/en/">Spotify</a>, die eine <a href="http://www.crunchbase.com/company/spotify">71 Millionen Dollar Investition</a> bekommen hat, um Produkte, die eine Musik-Flatrate anbieten, auf den Markt zu bringen. Das Produkt ist <a href="http://meedia.de/nc/details/article/spotify-kommt-nach-deutschland_100024905.html">in Deutschland noch nicht verf&#252;gbar</a>. Jeder, der in einem Land keine Musik h&#246;ren kann, weil ein anderer Anbieter hier ein exklusives Recht an einer Musik-Flatrate &#252;ber die gleiche Software und Hardware besitzt, wird sofort gegen diese Einschr&#228;nkung rebellieren. Deswegen m&#252;ssen Abonnentenmodelle und Flatrates mit weltweiter G&#252;ltigkeit an den Kunden vergeben werden – mit einem zentralen Login &#252;ber die Handynetze Musik zu h&#246;ren w&#228;re doch ein wunderbarer Service. Probleme g&#228;be es nur bei der Netzabdeckung, alles andere ist logisch und realisierbar. Ist es aber bis heute nicht.</p>
<p>Auf jeden Fall erlebe ich eine Entmaterialisierung. So l&#246;sen sich die mp3-Dateien auf dem Computer, dem Handy und dem iPod einfach &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; in Luft auf, sie erscheinen nur noch kurzfristig zum Abh&#246;ren in der realen Welt und schon sind sie wieder in der virtuellen Welt verschwunden, weil die Musikst&#252;cke von einem gro&#223;en Supercomputer (Cloud-Computing) gestreamt werden.</p>
<p>Aber das ist mit Sicherheit keine neue Gefahr des Internets. Denn damit werden wir endlich einmal &#252;bersch&#252;ssigen Ballast auf den Festplatten los, genauso wie wir den Kopf f&#252;r wichtigere Dinge frei bekommen. F&#252;r den m&#252;ndigen B&#252;rger von heute ist das mit Sicherheit keine Gefahr, sondern ein weiterer Schritt in Richtung Freiheit und digitale Selbstbestimmung &#8211; umgesetzt in der digitalen Welt. Also die Freiheit &#252;ber meine Daten und Dateien. &#220;berall und auf allen Displays.</p>


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		<title>Google &#8211; der gro&#223;e Navigator</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 07:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Supermächte]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[iTunes]]></category>
		<category><![CDATA[Navigation]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationsgeräte]]></category>
		<category><![CDATA[Skobbler]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Es geschah zu der Zeit, als ein kleiner Skobbler auszog, die Gro&#223;en ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Es geschah zu der Zeit, als ein kleiner <a href="http://twitter.com/skobbler/">Skobbler</a> auszog, die Gro&#223;en des Navigationsmarkts das F&#252;rchten zu lehren&#8230; </p>
<p>soweit die fast m&#228;rchenhafte Story des kleinen Unternehmens, das den Markt f&#252;r iPhone Apps binnen k&#252;rzester Zeit heftig aufmischte, bis, ja, bis die Muttergesellschaft Navigon den &#8220;Kleinen&#8221; wieder an die kurze Leine nahm und daf&#252;r sorgte, dass <a href="http://beta.skobbler.de/">Skobbler</a> wieder ein braves Familienmitglied wurde. </p>
<p>Es muss doch jedem halbwegs normal denkenden Manager bei Navigon klar gewesen sein, dass eine App von Skobbler f&#252;r 3,99 Euro einen gigantischen Zulauf und damit Umsatz machen w&#252;rde, zumal das Mutterhaus f&#252;r seine Navigationsprodukte einen fast 20fachen Preis verlangt. &#8211; Was f&#252;r ein unglaublicher Managementfehler!</p>
<p>Der kleine Zwerg Skobbler ist tats&#228;chlich gegen TomTom und Navigon angetreten. Doch in den Tiefen der digitalen Welt r&#252;stet sich schon ein wirklicher Riese, man k&#246;nnte ein deutsches Sprichwort zitieren: Streiten sich zwei, freut sich der Dritte. Google, die digitale Supermacht, k&#252;mmert sich nicht um den Kleinkrieg der Navigationshersteller. Google hat den Markt erkannt und wird mit Sicherheit die Vorherrschaft auch auf diesem Gebiet &#252;bernehmen, wieder einmal eine &#8211; diesmal f&#252;r die anderen Marktteilnehmer im wahrsten Sinne- Killerapplikation bauen. Dieses System wird dann nicht 99 Euro, nicht 4,99, nicht einen Euro kosten, sondern -googlelike &#8211; gratis, umsonst, kostenlos sein. Hinsichtlich der Bedienungsfreundlichkeit werden wir sicher auch nichts auszusetzen haben &#8211; es ist schlie&#223;lich von Google. </p>
<p><strong>Was bedeutet das f&#252;r den Markt?</strong></p>
<p><strong>Apple</strong><br />
Wird das iPhone mit Google oder ohne Google arbeiten? Wird Apple zulassen, dass Googles Navigation auf dem iPhone verf&#252;gbar sein wird? Wenn Apple das akzeptiert, verlieren sie enorme Ums&#228;tze mit TomTom, Garmin, Navigon und Skobbler, mit denen Apple bisher viel Geld eingenommen hat. Aber selbst Apple muss mit der Zeit und ihren neuen Anforderungen gehen, um die Plattform iTunes Store weiterhin attraktiv zu gestalten. Google und Apple br&#228;uchten also einen Deal. Wie k&#246;nnte der aussehen?</p>
<p>Apple k&#246;nnte die Ums&#228;tze aus den Werbeeinnahmen der Google App gegen die Verluste der Navigations-App der anderen Anbieter setzen. Dann k&#246;nnte Apple Google getrost auf iTunes lassen.</p>
<p><strong>Google</strong><br />
Google hat ein Killer-Kriterium f&#252;r seine eigene Plattform Android geschaffen. In den USA ist das Produkt bereits erfolgreich eingef&#252;hrt, es hat extrem gute Kritiken zu bekommen. Wir k&#246;nnen davon ausgehen, dass es krasse Ver&#228;nderungen durch das Google Navigationssystem im Markt geben wird. &#8211; Die absolute Innovation in technischer Perfektion. Das wird mit Sicherheit dazu f&#252;hren, dass die Aktienm&#228;rkte der Navigationshersteller und Nokia zusammenbrechen werden.</p>
<p>Google hat eine ungeheure Marktmacht und damit die freie Wahl. Google hat in den letzen Jahren immer mehr IT-Sektoren &#252;bernommen. Sie haben eigene Karten, komplette eigene Bilder der Stra&#223;en, eigene Point of Interessent Informationen und nat&#252;rlich jede Art von weitergehenden Informationen. Spannend wird es nun, ob Google selbst Interesse hat, sein App auf dem iPhone anzubieten oder ob es die bessere Strategie w&#228;re, ihre eigene Plattform Android zu pushen. Google nimmt sich in den letzten Wochen und Monaten einiges vor. Mit dem eigenen Browser, dem Angebot von DNS-Diensten, Wave und dem Navigationsbereich hat Google viele Topthemen auf der Agenda.</p>
<p>Die Art und Weise, wie die digitalen Superm&#228;chte viele Wirtschaftsbereiche heute schon beherrschen, wie sie die M&#228;rkte untereinander aufteilen, zeigt dieses Beispiel aus der Navigationsbranche sehr gut. Es ist doch wirklich erschreckend, welche Marktmacht die digitalen Superm&#228;chte schon haben. Es bleibt sehr spannend.</p>
<p>&#8230; und so kam es, dass von dem kleinen Zwerg Skobbler, der die Revolution eingeleitet hatte, bald keiner mehr sprach, denn der Riese Google hatte die Herrschaft auch in der Navigationswelt &#252;bernommen.</p>


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		<title>3 Days to Market</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 08:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[3 Days to Market]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen-Manager]]></category>
		<category><![CDATA[Ideenmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesthema]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Eine Idee ist etwas sehr Zerbrechliches, etwas das man sehr gut beh&#252;ten ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Eine Idee ist etwas sehr Zerbrechliches, etwas das man sehr gut beh&#252;ten muss. Fast wie bei einem Kind muss man daf&#252;r sorgen, dass auch die Idee eine Chance auf Entwicklung und Wachstum bekommt, um sich in der Welt durchsetzen zu k&#246;nnen. Doch wie sieht die Realit&#228;t im Umgang mit Ideen in Deutschland aus? </p>
<p>Laut DIB-Report (Deutsches Institut f&#252;r Betriebswirtschaft) gingen bei den 277 Teilnehmern einer Umfrage  2008 in Unternehmen und Beh&#246;rden fast 1,4 Millionen Verbesserungsvorschl&#228;ge ein, die eine Einsparung von 1,5 Milliarden Euro einbrachten. Die Pr&#228;mien daf&#252;r beliefen sich auf 168 Millionen Euro. Es wurden fast 70% aller eingereichten Ideen auch umgesetzt. Der Haken an der Sache: Als Verbesserungen durften in der Vergangenheit nur Ideen eingereicht werden, die bestehende Prozesse kosteng&#252;nstiger machten, die Entwicklung neuer Gesch&#228;ftsideen war nicht gefragt, das war bislang das Privileg der Chefetagen. Bei dieser Ideen-Verwaltung war es schon ein Erfolg, dass das „Verbesserungsvorschlagswesen“ mittlerweile „Ideenmanagement“ hei&#223;t.</p>
<p>___________________________________________________________________________________________<br />
Ideen sind wie Kinder, sie leben und wollen sich entwickeln. Man muss ihnen Respekt entgegenbringen und sie verantwortungsbewusst und aktiv in ihrer Entwicklung begleiten.<br />
___________________________________________________________________________________________</p>
<p><strong>Wie aber sieht es in der digitalen Welt aus und was ist dann ein „Ideenmanager“?<br />
</strong><br />
Mehr als in jedem anderen Medium spielt Zeit die entscheidende Rolle im Internet, &#8220;Time to Market&#8221; ist der wesentliche Faktor, der &#252;ber den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg einer Idee entscheidet, um als erster am Markt sein zu k&#246;nnen. Doch genau diese Zeit vergeht sehr schnell in all den Beurteilungs- und Entscheidungsgremien, die &#252;ber neue Ideen befinden m&#252;ssen. &#220;ber die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Ideen waren keine Daten zu finden. Aber wir k&#246;nnen davon ausgehen, dass es einige Zeit bis zur Umsetzung, dauert. Zeit, die in der digitalen Welt aber nicht in dem erforderlichen Umfang vorhanden ist, weil die digitalen Entwicklungen einen schnelleren Puls haben. Da hilft es auch nichts, immer neue Begriffe wie „Innovationskraft“, „Technologietransfer“ oder „Product Lifecycle Management“ in immer neuen Konzepten zu beschreiben.</p>
<p>Es geschieht zu oft, dass Innovationen in Deutschland schnell in den M&#252;hlen des Innovationsmanagements bis zur Unbrauchbarkeit kleingemahlen werden. Dabei geht es auch anders, man muss sich nur den eigenen Herausforderungen der digitalen Welt stellen: </p>
<p>___________________________________________________________________________________________<br />
Mein pers&#246;nliches Ziel: <strong>„3 Days to Market“</strong>.<br />
Das Ergebnis dieser drei Tage: <a href="http://www.Tagesthema.de">www.Tagesthema.de</a><br />
___________________________________________________________________________________________</p>
<p><a href="http://www.Tagesthema.de">www.Tagesthema.de</a> fragt die bestehenden Twitter-Quellen der bekannten und produktiven Online- und Printmedien ab und erg&#228;nzt diese Nachrichten um die zu diesen Themen erscheinenden Tweets aller Twitter-Nutzer. Dazu werden die RSS-Feeds abonniert und um die Tweets erg&#228;nzt. Das ganze System l&#228;uft auf <a href="http://code.google.com/appengine/">GoogleAppEngine</a>.</p>
<p><strong>Wie kam es zu dieser Idee?<br />
</strong><br />
An dieser Stelle folgt eben keine Beschreibung des Grobkonzepts, des Feinkonzepts, des Design-Konzepts, des IT-Konzepts und des Vermarktungskonzepts. Denn das ist nicht der Ansatz, den ich verfolgt habe. Die Idee hinter Tagesthema.de ist es vielmehr, eine komfortable Internet „App“ f&#252;r Twitter zu schaffen, die zu den aktuellen Themen eines Tages Kommentare, Meinungen und Stimmungsbilder in Echtzeit &#252;bermittelt.</p>
<p>Der Ausgangspunkt war ein &#196;rgernis und die Erkenntnis, dass jeder Twitterer „sein pers&#246;nliches Tagesthema“ twittert. Au&#223;erdem habe ich mich manchmal dar&#252;ber ge&#228;rgert, dass man bei Twitter wirklich nur 140 Zeichen eingeben kann. Dabei ist es mir klar, dass genau darin nat&#252;rlich der Reiz dieses Kommunikations-Mediums besteht. </p>
<p>___________________________________________________________________________________________<br />
Das Problem an Twitter: Jede Idee ist viel gr&#246;&#223;er als 140 Zeichen.<br />
___________________________________________________________________________________________</p>
<p>Es mag ungew&#246;hnlich erscheinen, dass ich bei Twitter den Aufruf startete, meinen 5000. Follower zum Essen einzuladen. Aber dieses Treffen mit Andreas (<a href="http://twitter.com/Cappellmeister">twitter.com/Cappellmeister</a>) hatte mich bei der Umsetzung meiner Idee einen gro&#223;en Schritt weitergebracht und so entstand Tagesthema.de tats&#228;chlich innerhalb von drei Tagen. Das zeigt die Vielf&#228;ltigkeit von Twitter, der Zufall wollte es, dass mein 5000. Follower ein richtiger Onliner ist.</p>
<p>Aus dem quantitativ-„naiven“ Medium Twitter wird immer mehr das Experten-Forum, das die neuesten Trends und Nachrichten online im &#220;berblick und in Echtzeit kommentiert von Laien wie von Experten f&#252;r alle Interessierten zug&#228;nglich macht. Es w&#228;re ja eine verantwortungslose Verschwendung von Wissen, wenn all die interessanten Tweets nicht noch einmal strukturiert verwertet werden w&#252;rden. Der Mehrwert, der aus www.tagesthema.de entsteht, liegt nicht allein in dem Zusammenf&#252;hren von journalistischem Expertentum mit den Meinungen von journalistischen Laien, sondern neben der Echtzeit-Analyse von aktuellen Themen auch in den fast unbegrenzten Archivierungs- und Customization-Potenzialen, die dieses Tool bietet.  </p>
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Tweets sind eine Wissensbasis, die sich in die verschiedensten Richtungen spezialisieren l&#228;sst und dem Nutzer einen echten Mehrwert schaffen kann.<br />
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<p>Das gr&#246;&#223;te Hindernis bei meinem kleinen Projekt „3 Days to Market“ war, mich auch einmal aus dem Tagesgesch&#228;ft zu l&#246;sen, das mir die Zeit f&#252;r die kleinen und gro&#223;en neuen Ideen rauben will. Es ist wichtig, die eigenen Ideen nicht nur im eigenen Saft schmoren zu lassen, sondern sie immer wieder mit der gegenw&#228;rtigen Wirklichkeit in der digitalen wie der realen Welt abzugleichen. Dazu ist es unerl&#228;sslich, sich &#252;ber bestehende erfolgreiche Tools und Services Gedanken zu machen, um herauszufinden, wie man seine eigenen Zielgruppen besser erreichen, oder seinen Nutzern einen Mehrwert schaffen kann. </p>
<p>Von Twitter kann man einiges lernen, vor allem aber ist es die ungeb&#228;ndigte Spontaneit&#228;t, die dieses Medium auszeichnet, mehr noch: will man in oder mit diesem Kommunikations-Medium etwas bewegen, muss man sich seine Eigenschaften auch in der eigenen Planung zunutze machen. Nicht lange planen, sondern machen und machen lassen, ein Grobkonzept erstellen, das diesen Namen auch verdient und sofort realisieren, um die M&#246;glichkeiten, die die Idee bietet „am lebenden Objekt“ besser absch&#228;tzen zu k&#246;nnen. </p>
<p><strong>So wurde die Idee von „3 Days to Market“ in 3 Tagen umgesetzt.<br />
</strong><br />
„3 Days to Market“ ist in jedem Unternehmen m&#246;glich, aber leider bisher nicht mit jedem Unternehmen.</p>
<p><strong>Fazit: Der neue Ideen-Manager</strong><br />
Der neue Ideen-Manager sollte seine Ideen als seine Kinder ansehen und sie selbst erziehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Abgabe der Ideen an ein Ideenmanagement schnell zu einem pl&#246;tzlichen „Ideen-Tod“ f&#252;hren kann, weil die mit der Umsetzung der neuen Anforderungen betrauten Mitarbeiter leider nicht alle mit derselben Sorgfalt ans Werk gehen, wie die Ideen-V&#228;ter. </p>
<p>___________________________________________________________________________________________<br />
Der Ideen-Manager von heute muss seine Ideen – ungeachtet von Zust&#228;ndigkeiten – selbst entwickeln k&#246;nnen; umsetzende Fachleute gibt es genug, aber niemals genug Ideen.<br />
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<p>Unternehmen k&#246;nnten sich die Verwaltungskosten f&#252;r das Ideenmanagement sparen und stattdessen ein „Venture Capital for ideas“ auflegen, das die V&#228;ter der Ideen bei der Umsetzung finanziell und mit Personal-Ressourcen unterst&#252;tzt. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob die Mitarbeiter beruflich Befassung mit dem Ideen-Thema haben, zur Not k&#246;nnte man ihnen einen Fachmann zur Seite stellen, der die Prozess-Anforderungen des Unternehmens in die Verwirklichung einflie&#223;en l&#228;sst. Damit w&#228;re sichergestellt, dass der Ideen-Vater seine Gesch&#228;ftsidee nicht in die Kompetenz- und Entscheidungs-Hierarchie des Unternehmens pressen m&#252;sste, sondern frei dem hinter der Idee stehenden Gedanken folgen k&#246;nnte. Dazu geh&#246;rt es seitens der Unternehmen mit Sicherheit auch, mehr Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter und ihre Vorschl&#228;ge zu zeigen, um sie so zu engagierten und kompetenten Ideen-Managern zu machen.</p>
<p>&#8220;3 Days to Market kann ich jedem zur Nachahmung empfehlen!&#8221;</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="100" height="40" class="aligncenter size-full wp-image-1384" /></p>
<p><strong>Blogs die berichten:</strong></p>
<p><a href="http://www.kubitz.net/web-20/tagesthema-veredelte-news-der-newsmacher/">http://www.kubitz.net/ &#8211; “Tagesthema”: veredelte News der Newsmacher</a></p>
<p><a href="http://off-the-record.de/2009/11/18/tagesthemade-oder-innovationen-einfach-machen/?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+off-the-record%2FVPpB+%28off+the+record+-+Blog+f&#252;r+Marketing%2C+Werbung+und+Medien%29&#038;utm_content=Twitter">http://off-the-record.de &#8211; Tagesthema.de &#8211; oder Innovationen einfach MACHEN</a></p>
<p><a href="http://www.sichelputzer.de/2009/11/18/interview-mit-ibrahim-evsan-3-days-to-market-und-tagesthema-de/">http://www.sichelputzer.de &#8211; INTERVIEW MIT IBRAHIM EVSAN: “3 DAYS TO MARKET” UND TAGESTHEMA.DE<br />
</a></p>
<p><a href="http://marxkapital.de/just-do-it/2009/11/18/">http://marxkapital.de &#8211; Just do it!</a></p>
<p><a href="http://www.kressreport.de/cont/story.php?id=131407">kress.de &#8211; Internet-&#8221;App&#8221; f&#252;r Twitter: Evsan startet &#8220;Tagesthema.de&#8221;</a></p>
<p><a href="http://www.techfieber.de/2009/11/18/tagesthema-noch-ein-news-aggregator-mit-twitter-integration/">http://www.techfieber.de &#8211; Tagesthema: Noch ein News-Aggregator – mit Twitter-Integration<br />
</a></p>
<p><a href="http://www.turi2.de/2009/11/18/heute2-markwort-sat-1-tagesthema-de-7407540/">Turi2 Erw&#228;hnung</a></p>
<p><a href="http://t3n.de/news/tagesthemade-neuer-newsaggregator-bindet-260453/">http://t3n.de &#8211; Neuer Newsaggregator bindet Twitter-Reaktionen ein</a></p>
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<a href="http://www.tagesthema.de">Tagesthema.de</a> ist ein Projekt von Ibrahim Evsan und Andreas Cappell.<br />
Programmierung: Sebastian Herp und Andreas Wei&#223;.<br />
Alle Rechte an den Inhalten verbleiben bei den verlinkten Urhebern.</p>


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