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Von Fremden oder von Freunden kaufen – greift Facebook ebay an?

Fremden etwas abzukaufen, trägt immer ein gewisses Risiko in sich. Sehr viele Menschen haben schon schlechte Erfahrungen verschiedenster Ausprägungen beim Verkauf und vor allem beim Kauf von Dingen gemacht. Vor allem bei ebay muss man sich fast blind auf die Aussagen des Verkäufers verlassen. In einem gewissen Rahmen helfen einem die Bewertungen der Verkäufer, sie geben – vor allem bei denen, die schon sehr viele Bewertungen haben – zwar schon ein verlässlicheres Bild ab, aber wirklich sicher sein kann man nie.

Das liegt zum Großteil daran, dass ebay eben eine Verkaufsplattform ist, die das Geschäft zwischen den Nutzern im Auge hat. Angebot ansehen – kaufen – bezahlen – bewerten – das war’s. Bei ebay handele ich mit Fremden und muss ihnen Vorschuss-Vertrauen entgegenbringen, damit das Geschäft zustande kommen kann.

Aber es ginge auch anders. Ich könnte die Dinge, die ich verkaufen will, auch über Facebook verkaufen. Facebook könnte das ganze so weit vorantreiben, dass man oben in den Reitern neben Pinnwand, Info und Fotos einen Sales-Reiter einbindet. Dort veröffentliche ich, welche Produkte ich gerade zum Verkauf anbiete. Der ganze Ablauf für den Verkauf wird einfacher und, wie ich meine, auch sicherer. Es entfallen all die Schritte die bei ebay notwendig sind, um die Qualität meines Produkts auch wirklich unter Beweis zu stellen, man spart die Auktionsgebühren und das Erstellen der ganzen Produkt-Verkaufsseite. Natürlich wird das ganze auch mit Facebook Places verbunden.

Der große Unterschied zwischen eBay und Facebook ist der von Fremden und Freunden. Meinen Freunden kann ich meine Produkte viel unkomplizierter und vor allem mit dem notwendigen Vertrauensvorschuss verkaufen oder Dinge von ihnen kaufen. Das mühsam über all die Bewertungen bei ebay aufgebaute “Fremd-”Vertrauen wird zu einem Freundschaftsdienst, man handelt unter Menschen, die sich mögen und die sich verstehen. Meinem Freund biete ich mein altes iPhone mit Sicherheit billiger an, als jedem Fremden.

Das Handeln auf Facebook könnte dann auch eine neue Art Freundschaftsbeweis werden, der sich eben nicht am Wert des Gegenstands wie bei ebay, sondern an der Bedeutung der Freundsachaft orientiert. So könnte aus dem Handeln, dem Verkaufen auch schnell ein Tauschmarkt unter Freunden werden, der keiner so reglementierten rechtlichen Regelung mehr bedarf, sondern auf das Vertrauen unter Freunden baut.

Eine schöne Vision und dennoch ein weiterer möglicher Kampf der digitalen Supermächte Facebook und ebay.

Social Media in Unternehmen – Eine Frage der Zuständigkeit?

Bei meinen Besuchen bei verschiedenen Konzernen und Unternehmen habe ich festgestellt, dass in den meisten Unternehmen die Zuständigkeit für den Einsatz von Social Media nicht klar geregelt ist. Den meisten Unternehmen ist es nur klar, dass die Zuständigkeit für Social Media „irgendwo beim Marketing“ liegen sollte. Und so werden zu viele Abstimmungsebenen berücksichtigt und führen zu einem fehlenden Verständnis für offene Kommunikation und Emotionalität. Denn Sympathie ist die wichtigste Währung bei Social Media.

Besonders in großen, unbeweglichen Firmen ist die Integration von Social Media als Bestandteil der Unternehmens- oder Markenkommunikation fast undenkbar. Das ist besonders in großen international agierenden Unternehmen der Fall. Abstimmungen über Landesgrenzen hinweg machen eine offene Kommunikation fast unmöglich.

Die Marketingabteilungen dieser internationalen Unternehmen bewegen sich im Markt oftmals wie Flugzeugträger, die den Markt mit ihrer Kommunikation flächendeckend „zubomben“. Dabei wird oft vergessen, dass vor allem die Fähigkeit, dem einzelnen Kunden zuzuhören, viel mehr bewirken kann, als mediale Großangriffe; ein Schnellboot ist eben viel wendiger und schneller einzusetzen als ein Flugzeugträger.

Einige Unternehmen greifen daher mehr oder weniger erfolgreich auf externe Dienstleister zurück, um diese wichtige interne Aufgabe lösen zu können. Doch diese Reaktion führt zu noch mehr Abstimmungsstufen und bringt häufig kaum Verbesserung mit sich; außer der Tatsache, dass man sich dann intern „um solche Dinge nicht mehr kümmern muss“.

Nach meiner Meinung ist die Lösung für dieses drängende Problem der Network-Manager. Der Network-Manager hat Zugang zu allen Ebenen und allen Themen des Unternehmens, die im Unternehmen als wichtig erachtet werden und für die Öffentlichkeit interessant erscheinen.

Die Aufgaben des Network-Managers sind vielfältig: Er muss die Entwicklungen und Diskussionen innerhalb der Firma und extern mindestens im gesamten Bereich Social Media verfolgen, manchmal agieren, manchmal reagieren und dazu gleichzeitig noch als Impulsgeber für neue Informationen in Richtung auf das eigene Unternehmen fungieren.

Er muss spannende Themen und Blogeinträge ausarbeiten, die Community mit Infos versorgen und dem Unternehmen im Internet nach außen ein Gesicht geben. Man könnte ihn als „Künstler“ verstehen, der für die Schaffung des „Gesamtbildes“ eines Unternehmens verantwortlich zeichnet.

Im Idealfall wird diese Aufgabe von einer einzelnen Person übernommen. Wichtig ist es, eine einheitliche Linie auch nach Maßgabe des CD/CI des Unternehmens über alle Social Media Kanäle hinweg zu kommunizieren. Das ganze Auftreten, jede einzelne Kommunikation, muss in das einheitliche Bild des Unternehmens passen.

Die Wichtigkeit von Social Media für Unternehmen ist leider noch nicht bei allen (Marketing-) Chefs angekommen. Es wird für einige Unternehmen schwer werden, in naher Zukunft das aufzuholen, was andere kleinere und flexiblere Firmen bereits seit Jahren erfolgreich praktizieren. Denn jede noch so kleine Bemerkung in Social Media kann ein Unternehmen schnell in ein schlechtes Licht rücken. Heute muss man schnell und flexibel über Unternehmensbereiche hinweg reagieren können.

Wie wir Social Media machen sieht ihr hier: Facebook/UnitedPrototype.

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iShop – Die Strategie von Apple gegen Amazon.

Apple hat sich in den letzten fünf Jahren mächtige Marktgegner ausgesucht: Google und Amazon. Mit seinen stylischen Endprodukten und dem geschlossenen Verkaufssystem iTunes hat das Unternehmen von Steve Jobs eine einzigartige Erfolgsgeschichte hingelegt, die jetzt in einem iShop münden könnte.

amazon

Wenn man den Werdegang von Apple als innovatives Unternehmen und als Logistikdienstleister betrachtet, fällt sofort auf, dass Apples Logistik erst in den letzten fünf Jahren zu den Standards gefunden hat, die der Markt und die Verbraucher erwarten. Noch vor wenigen Jahren wartete man auf sein Apple-Produkt viele Wochen, nicht wegen der knapp kalkulierten Auflagen, sondern aufgrund mangelhafter Logistik.

Apps organisieren mittlerweile das Leben von Millionen von Menschen

Amazon dagegen hat es auf vorbildliche Art und Weise geschafft, seine Kunden mit seinem eigenen Angebot, seinem Anbieternetz und seiner Versandlogistik zu “verzaubern”. Auf faszinierende Weise schaffte es der Amazon-Shop vor fünf bis sechs Jahren noch, dass ich massenhaft CDs und DVDs bei dem neuen Großhändler kaufte, der ja eigentlich der größte Buchhändler der Welt war; eine Wandlung vom Buchhändler zum realen Großhandelsunternehmen für Unterhaltungselektronik und -medien.

Der iPod war dann Apples erstes Produkt, das den ganzen Unterhaltungsmarkt aufrollen sollte. Mit iTunes bekam Apple die Rolle eines Musik- und Videogroßhändlers. Der Erfolg des iPhones beruhte nicht in erster Linie darauf, dass man besonders gut telefonieren konnte, sondern auf den Apps und dem App-Store. Apps organisieren mittlerweile das Leben von Millionen von Menschen. Das iPad ist ein Tablet-Computer und ein eBook-Reader. Doch in erster Linie ist es der Beweis, dass Apple sich nicht nur mit Google, sondern auch noch mit Amazon in deren Kerngeschäften anlegt: bei Google die Werbung, bei Amazon der digitale Buchmarkt.

iShop ist das “one more thing”

Google und Amazon erreichen ihre Kunden über das Internet, ein relativ offenes Medium. Apple erreicht seine Kunden über iTunes, ein geschlossenes System, aber Apple hat es verstanden, Endprodukte zu schaffen, die die Nutzer an seinen Shop, sein “eigenes kleines Internet” binden. Apple hat es verstanden, Produkte zu entwickeln, die man in sein Leben einbindet.

iShop ist das “one more thing”, von dem Steve Jobs bis jetzt noch nicht gesprochen hat. Denn iShop kann auf der Basis der iPod-, iPhone- und iPad-Nutzer das Shopsystem der Zukunft werden, eben weil es auch gleich die Endgeräte zur Verfügung stellt, um die Produkte zu bewerben, zu verkaufen und die Zahlungen abzuwickeln. Man hat den ganzen “one-click-Shop” als Apple-Kunde immer bei sich; bequemer geht es nicht mehr.

Dann hätte sich der Handel im Internet virtualisiert unter der Dachmarke Apple und somit hat Apple einen neuen großen Gegner: Amazon.

… vom 29.07.2010 – The European



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