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	<title>Ibrahim Evsan &#187; Gedanken</title>
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	<description>Speaker, im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>Social Media hat die Langeweile getötet.</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben uns eine zweite Welt geschaffen, außerhalb unseres eigenen Ichs, die digitale Welt aus Bits uns Bytes. Aber das interessiert uns nicht mehr. Es funktioniert. Der internet-normierter Mensch, wir nennen ihn Fluid, tut nach Watzlawick alles, um &#8220;nicht nicht zu kommunizieren&#8221;. Wir lassen ein zweites Ich auf die Menschheit los, dass sich durch unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns eine zweite Welt geschaffen, außerhalb unseres eigenen Ichs, die digitale Welt aus Bits uns Bytes. Aber das interessiert uns nicht mehr. Es funktioniert. Der internet-normierter Mensch, wir nennen ihn <a href="http://www.crowdsourcingblog.de/blog/2011/12/20/fluid-workforce/" target="_blank">Fluid</a>, tut nach Watzlawick alles, um &#8220;nicht nicht zu kommunizieren&#8221;. Wir lassen ein zweites Ich auf die Menschheit los, dass sich durch unsere Online-Arbeit mit digitalem Leben füllt. Wir befüllen die &#8220;Maschine&#8221; Internet mit unseren Daten. Dabei lernen wir, die Maschine zu bedienen ohne dabei die Algorithmen zu verstehen. So handeln wir auch im Internet, besonders in Social Media. Die Maschine wird unser Lebensraum. Wir haben uns verlängert um das Internet. Die Hülle des Menschen, die  überall ihn mit verfolgt. Schleichend, und ohne dass wir es uns bewusst sind, haben uns Maschinen die Arbeit abgenommen, aber auch die Arbeitswilligen zusammen gebracht. Crowdsourcing – die Verteilung der Aufgaben ins Netz ist heute für die fluiden Nutzer selbstverständlich. <span id="more-5150"></span></p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/01/1.gif" alt="" title="1" width="620" height="397" class="aligncenter size-full wp-image-5226" /><br />
Bild-Quelle: <a href="http://s59.photobucket.com/albums/g307/pawan1000/?action=view&#038;current=5698521247_6da5d66288_o.gif&#038;newest=1">photobucket.com</a></p>
<p>Wie immer im Leben müssen wir zwischen dem Eigenbild und dem Fremdbild unterscheiden. Das Eigenbild ist ein Abbild dessen, was wir in uns und um uns herum erblicken, alles, was wir uns geschaffen haben, um zu die Persönlichkeit zu werden, die wir sind. Das Netz kategorisiert uns, und wir helfen ihm dabei (z.B. <a href="http://klout.com" target="_blank">Klout.com</a>). In jeder Form der Kommunikation argumentieren wir von diesem Eigenbild aus, wir können gar nicht anders. In der direkten Kommunikation &#8220;face-to-face&#8221;, erkennen wir die Reaktionen auf das was wir sagen, was wir sind und können reagieren, wenn wir missverstanden werden. In der digitalen Welt haben wir keinerlei Kontrolle mehr über das, was von uns wahrgenommen wird. Nur lange Gespräche können Menschen menschlich machen. Je mehr wir über uns schreiben, desto vielfältiger werden die Interpretationsmöglichkeiten, die wir anderen über unsere Person anbieten. Die von uns freiwillige jedoch unkontrollierte sowie fragmentierte Datenfreigaben, können ein falsches Bild entstehen lassen. Die Reflexion der Menschen wird fluid. Hierbei entstehen kaum noch Geschichten. Aus der Selbstbestimmung in der realen Welt wird die Fremdbestimmung durch die digitale Welt. Und dabei sind wir vollkommen verliebt in die Nutzbarkeit von Apps auf Glasscheiben.</p>
<p>Wir können gar nicht mehr Herr unserer Kommunikation sein, weil alles, was wir in die digitale Welt via Twitter, Blogs, etc hinaussenden, in seiner Fülle nicht mehr beherrschbar ist. Wir können nichts mehr erklären, klarstellen oder gar rückgängig machen, wenn wir den Tweet erst einmal in die digitale Welt hinaus gelassen haben. Wir müssen dann mit vielen Antworten darauf leben, die zeigen, dass das Gemeinte und das Verstandene weit auseinander gehen. Manche groben Ungenauigkeiten in der Beschreibung lassen sich korrigieren, doch es fehlt die Zeit, alles so klar und konkret zu &#8220;sagen&#8221;, dass das Eigenbild auch als Fremdbild wahrgenommen werden kann. Es fehlt die Kommunikation im Sinne von Wikipedia: Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“, Hervorhebungen von mir) In Twitter laufen jetzt über 200 Millionen Botschaften an einem Tag. Das sind über 100 Millionen parallel verlaufende Kommunikationsstränge, von denen die meisten eine &#8220;Einweg-Kommunikation&#8221; darstellen, ohne &#8220;verbindendes Element&#8221;, wie in der Definition von &#8220;Kommunikation&#8221; gefordert. Das als Beispiel für &#8220;gemeinsam machen&#8221;. Es werden aber auch 200 Millionen „Copyright fähige“ Veröffentlichungen pro Tag versendet. Wir sind nun alle Schöpfer. </p>
<p>Social Media hat die Langeweile getötet. Denn wir haben uns ein Paralleluniversum geschaffen, in dem wir außerhalb unseres eigenen Ichs präsent sein müssen, um uns im digitalen Strom behaupten zu können. Wir haben das Bestreben, das Eigenbild im Fremdbild, in der Wahrnehmung anderer aufgehen zu lassen, jeden Tweet als Steinchen unseres Persönlichkeitsmosaiks zu setzen. Das Wort &#8220;Langeweile&#8221; wird immer mehr aus dem Sprachschatz der fluiden Nutzern verbannt, denn diese immerhin selbstbestimmte Phase des täglichen Lebens wird ersetzt durch hektische Betriebsamkeit bei der Darstellung unseres Selbst. Wir werden Teil einer Maschinerie, die auf Vervollständigung, Transparenz, Effizienzstreben und Erfolg ausgelegt ist. Von uns wird der bisher nur für die <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/10/haben-und-sein-der-24-7-kodex/" target="_blank">Verfügbarkeit von Maschinen definierte 24 / 7 Kodex</a> erwartet, der für Menschen naturbedingt gar nicht gelten kann, weil der Mensch Ruhe- und Regenerationsphasen zum körperlichen wie psychischen Überleben braucht. Aber diese Ruhe gönnen wir uns nicht. Auch der denkende Mensch ist nicht mehr frei. Jede freie Minute und jeder Gedankengang führt zum Handy. Es wird überprüft, mitgeteilt und mitgewirkt. Wir werden den Maschinen immer ähnlicher, Maschinen kennen keine Langeweile. </p>
<p>Dabei kann Langeweile der Antrieb für Kreativität sein, indem wir in solchen Momenten einmal nicht der Fremdbestimmung durch die digitale Welt folgen, sondern auch einmal die aus der Langeweile auftauchenden Gedanken zulassen, die sonst keine Chance haben, wahrgenommen zu werden, weil sie in der hektischen Betriebsamkeit untergehen. Mit Sicherheit ist Langeweile Selbstbestimmung, denn in diesem Moment kann ich mich auf mich und meine eigenen Bedürfnisse konzentrieren. </p>
<p>Früher habe ich für einige Momente auch einmal bei Regen aus dem Fenster geschaut, einfach so, ohne etwas zu denken oder zu tun. Vielleicht ein Weg zurück zur Selbstbestimmung?</p>
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		<title>Google Plus auf dem Weg zum beherrschenden Gesamtsystem</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 12:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile auch im Bereich Social Media wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme, eben Facebook und Google Plus. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Businessanwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich im Gesamtsystem von Google.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile auch im Bereich Social Media wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme, eben Facebook und Google Plus. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Businessanwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich im Gesamtsystem von Google.<span id="more-4408"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4409" title="Goovs.fbcol_klein" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/07/Goovs.fbcol_klein.jpg" alt="" width="630" height="446" /></p>
<p>Ein Beispiel: In Google Plus braucht kein Verlag mehr ein ganzes Magazin oder Buch zu vermarkten, es reicht völlig aus, einzelne Artikel oder Kapitel anzubieten. Die Abrechnung erfolgt unter Google Checkout. Jetzt wird deutlich, auf was für eine neue machtvolle Basis Google all seine für sich schon lange etablierten Services wie „Docs“, “YouTube”, „Adword“, „AdSense“, „Analytics“ und all die anderen gestellt hat. Google hat es geschafft, aus den Fehlern von Buzz und Wave zu lernen und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Jetzt ist mit Google Plus eine Klammer um das Gesamtsystem geschaffen worden, ein Gesamtangebot, das ein eigenes gesellschaftliches Netz werden kann.</p>
<p>Kaufe ich mir jetzt also ein eBook bei Google, kann ich meine Meinungen zu diesem Buch sofort mit meinen 3.000 Freunden teilen, in meiner Timeline ist ersichtlich, was ich wann zu welchem Thema zu sagen habe und was mir wichtig ist. Als „Startkapital“ nehme ich meine Follower aus Twitter gleich mit herüber zu Google Plus. Den digitalen Supermächten Amazon, Twitter und Apple wird das aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht gefallen, weil ihre Geschäftsmodelle alle auf einfache und leicht nutzbare Weise in Google Plus implementiert sind. Zum ersten Mal können wir ein Gesamtsystem nutzen, das all diese Einzelservices ersetzt, alle anderen Technologien sind über APIs jederzeit „zuschaltbar“.</p>
<p>Der Werbemarkt wurde durch Facebook schon ein wenig umgekrempelt, jetzt mit Google Plus stehen wir vor einer Revolution, weil jeder Google Plus-Nutzer auch zu einem Marketingspezialisten werden kann: Die Instrumente liegen bereit. Das Internet wird mit Google nicht nur „durchsuchbar“, oder „bewerbbar“ sondern man kann in seinem Google Plus Account alle digital verfügbaren Informationen strukturieren, verknüpfen und neu „verdrahten“. Picasa und Youtube sind für sich allein genommen schon mächtige Instrumente, aber erst die Verknüpfung mit z.B. Google Analytics macht den Erfolg meiner Aktivitäten für mich erst wirklich sichtbar und damit messbar.</p>
<p>Auch der Zeitpunkt der Vorstellung von Google Plus ist geschickt gewählt, denn es ist ja fast zum Volkssport geworden, den Börsenwert von Facebook zu berechnen. Jetzt wird man bei Facebook diesen Wert sicherlich anpassen müssen: nach unten.</p>
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		<title>Im Zeitalter der Crowd Reputation</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Ich denke, also bin ich.“ Dieser Leitspruch des Philosophen René Descartes gilt in unserem digitalen Zeitalter nur noch bedingt. Wir Onliner kennen das seit dem Web 2.0: Unser wahrgenommenes Ich kann nicht mehr ausschließlich über unser eigenes Kommunikationsverhalten definiert werden, nicht wir bestimmen ausschließlich, wie wir im Netz wahrgenommen werden. Das Internet ist keine Einwegdaten-Maschine, die nur unsere eigenen Daten speichert. In Zeiten der digitalen Kommunikation wird die Wahrnehmung unserer Person auch immer – und immer mehr – durch die Reaktionen anderer auf unsere Kommunikation geprägt. „Wer schreibt über mich?“, Welcher Feed ist gerade hereingekommen? Welche Antworten sind auf meinen letzten Blogartikel eingegangen? In welchen Medien werde ich auf welche Weise zitiert? Wie denken Menschen über meine Feeds/Tweets? All das sind Fragen, die den aktiven Onliner beschäftigen müssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>„Ich denke, also bin ich.“ </strong></em>Dieser Leitspruch des Philosophen <a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/descardes.jpg" target="_blank">René Descartes</a> gilt in unserem digitalen Zeitalter nur noch bedingt. Wir <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/11/12/vom-affen-zum-onliner-download/" target="_blank">Onliner</a> kennen das seit dem Web 2.0: Unser wahrgenommenes Ich kann nicht mehr ausschließlich über unser eigenes Kommunikationsverhalten definiert werden, nicht wir bestimmen ausschließlich, wie wir im Netz wahrgenommen werden. Das Internet ist keine Einwegdaten-Maschine, die nur unsere eigenen Daten speichert. In Zeiten der digitalen Kommunikation wird die Wahrnehmung unserer Person auch immer – und immer mehr – durch die Reaktionen anderer auf unsere Kommunikation geprägt. „Wer schreibt über mich?“, Welcher Feed ist gerade hereingekommen? Welche Antworten sind auf meinen letzten Blogartikel eingegangen? In welchen Medien werde ich auf welche Weise zitiert? Wie denken Menschen über meine Feeds/Tweets? All das sind Fragen, die den aktiven Onliner beschäftigen <span style="text-decoration: underline;">müssen</span>.</p>
<p><strong><em><span id="more-4339"></span></em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em><img class="size-full wp-image-4341 aligncenter" title="ich1" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/ich1.jpg" alt="" width="630" height="371" /><br />
</em></strong></p>
<p><strong><em>Wie konstituiert sich das Ich?</em></strong></p>
<p>Eine Fragestellung, die einfach alle Bereiche von z.B. Soziologie, Kommunikationswissenschaften bis hin zu religiösen Aspekten umfasst. Ich muss mich auf die Sicht eines Onliners beschränken, denn das ist das Feld, welches mir besonders vertraut und gegenwärtig ist. Aus dieser Sicht ist der Mensch ein Individuum, das sich wie kaum ein anderes Lebewesen seiner Umwelt anzupassen vermag. Das gilt auch für das Internet, die virtuelle Welt, die ein immer besseres Abbild der realen Welt darstellt. Dennoch muss sich das Ich in dieser virtuellen Welt neu erfinden, seine realen Fesseln ablegen und das virtuelle Leben nach den Gesetzen des Internets gestalten lernen. Jede Aktion im realen, wie im virtuellen Leben ruft Reaktionen hervor, an denen das Ich wachsen kann. Doch im Internet erfährt das Ich eine Diversifikation, die es so im realen Leben nicht handhaben muss. Diese Mannigfaltigkeit an Darstellungsmöglichkeiten – inklusive der Tatsache, dass das Internet nichts vergisst – ist die Herausforderung, der sich das Online-Ich stellen muss. Das einende Element zwischen der realen und der virtuellen Welt stellt eine glaubwürdige Identität dar, die in beiden Bereichen des täglichen Lebens gleich wertvoll für ein Wachstum des Ichs ist. Aber wie soll ich nun mit der Marke &#8220;Ich&#8221; umgehen?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-4342 aligncenter" title="Ich2" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/Ich2.jpg" alt="" width="630" height="330" /></p>
<p>Bisher waren das Fragen, mit denen sich nur Unternehmen und Konzerne beschäftigen mussten, wenn es um die Wahrnehmung ihrer Marke ging (wenn sie denn die Wirkungsweisen von Social Media verstanden hatten.) Jetzt wird auch die Einzelperson mehr und mehr in diese Wechselwirkungen des Netzes hereingezogen. Denn die digitalen Supermächte speichern – und vor allem zeigen – alles, was es auch über mich als Person an Daten, Meinungen und Kommentaren gibt. Ob man will, oder nicht: <strong>Es entsteht die gewollte und vor allem ungewollte Online-Reputation &#8211; Die Crowd Reputation.</strong> Wir können nichts dagegen tun, denn eine Löschung der Daten ist kompliziert. Es bleibt dem Onliner, dem digital geprägten Menschen, nur, sich ein geeignetes Reputations-Management zurechtzulegen, um seine eigene Kommunikation an die Erfordernisse der Feedbacks anzupassen. Die Geschwindigkeit, mit der ein Ich, ein (neues) Individuum entstehen kann, wird durch das Internet beschleunigt.</p>
<p><em><strong>Crowd Reputation by Twitter</strong></em></p>
<p>Das ist mit Sicherheit nicht richtig, denn gerade die schnellen Kommunikationskanäle wie Twitter lassen ein engmaschiges Netz von alltäglichen Informationen über mich entstehen, auf das sich bald eine neue, eigene Persönlichkeit projiziert: „Das digitale Ich“, das sich ohne weiteres sehr von meinem realen Ich unterscheiden kann, weil es zum Beispiel bei Twitter oder durch meinen Blog immer nur Momentaufnahmen liefert, die die Komplexität meines realen Ichs nicht abbilden können. So kann es zur „Ablösung“ des digitalen vom realen Ich, zu einem „Eigenleben“ des digital wahrgenommenen Ichs kommen. Ein Bindeglied zwischen persönlicher Einzigartigkeit und gesellschaftlicher Komplexität.</p>
<p><strong>Wo bleibt dann die Identität?</strong></p>
<div>Ich versuche mich mal dran: Die Identität eines Individuums ergibt sich aus der Interaktion mit seiner Umwelt und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen für das weitere Auftreten im sozialen Leben; daraus entsteht zwangsläufig die persönliche Einzigartigkeit, die wiederum in der Gesamtheit aller Individuen die gesellschaftliche Komplexität ausmacht. Damit ist Identität nicht das Bindeglied zwischen persönlicher Einzigartigkeit und gesellschaftlicher Komplexität, sondern Identität ist die Basis für beides &#8211; jedenfalls im realen Leben.</div>
<div>Im Internet können wir gerade jetzt eine Besonderheit beobachten: Aus den vielen verschiedenen Identitäten, die das Internet für die verschiedensten Dinge nutzen, entsteht zur Zeit im Gegensatz zum realen Leben keine gesellschaftliche Komplexität. Im Gegenteil: Die digitalen Supermächte, allen voran Facebook, <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/09/25/facebook-wird-das-betriebssystem-des-netzes/" target="_blank">sorgen für eine Institutionalisierung des Internets</a>, in der sich die persönliche Einzigartigkeit &#8211; wenigstens in der Darstellungsform &#8211; in den Rahmen eines Wirtschaftsunternehmens und dessen vorgegebene Interfaces einfügen muss. Wir geben unsere Freiheit auf - bekommen dafür aber digitalen Lifestyle.&nbsp;</p>
</div>
<div><em><strong>Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters.</strong></em></div>
<p>Aber nur das digitale Ich ist für die Betrachter sichtbar, das reale Ich muss also mit allen Mitteln dafür sorgen, dass es keine Bruchstellen zwischen den beiden „Wahrheiten“ gibt. Authentizität ist dabei das einzige Mittel, das uns unsere Reputation zu schützen hilft.</p>
<div>Weiterhin liegt es an jedem Menschen selbst, seine digitale Selbstbestimmung einzufordern, um seine Identität zu wahren und die gesellschaftliche Komplexität im Internet gegen die digitalen Supermächte zu verteidigen.</div>
<p>Eine sehr spannende philosophische Frage: „Was genau ist das Ich des Onliners im digitalen Zeitalter?“</p>
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		<title>Trau keiner digitalen Supermacht</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 13:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[iPhone, Android und all die anderen Smartphones unterscheiden sich in vielen Dingen, wie Prozessor, Bildschirme, offene und geschlossene Systeme und vieles mehr. Doch in einer Sache scheinen sie sich alle zu gleichen: Sie speichern Daten über uns. Wir, die wir die Daten produzieren, ahnten bisher gar nicht wirklich, dass wir ausspioniert wurden. Jetzt wissen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>iPhone, Android und all die anderen Smartphones unterscheiden sich in vielen Dingen, wie Prozessor, Bildschirme, offene und geschlossene Systeme und vieles mehr. Doch in einer Sache scheinen sie sich alle zu gleichen: Sie speichern Daten über uns. Wir, die wir die Daten produzieren, ahnten bisher gar nicht wirklich, dass wir ausspioniert wurden. Jetzt wissen wir es definitiv.<span id="more-4324"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4332" title="IMG_1382" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_13821.jpg" alt="" width="630" height="398" /><em>(Auch wenn sie Produkte schaffen wie &#8220;Götzen&#8221;, Traue keiner digitalen Supermacht.)</em></p>
<p>Was wir aber noch immer nicht wissen, ist, was mit unseren Daten geschieht. Vielleicht macht es nicht jedem etwas aus, dass diese Daten gesammelt werden, aber Interessenten für diese Informationen gibt es überall:</p>
<p><strong>1. Arbeitgeber</strong><br />
Haben sie ein iPhone von Ihrem Arbeitgeber bekommen? Dann könnten die Folgen bis in arbeitsrechtliche Konsequenzen hineinführen: Werden die Backups zentral abgespeichert? Wo waren Sie während der Arbeitszeit? Mit wem haben Sie sich getroffen? Haben sie vielleicht auf der Autobahn einen Umweg gemacht? Irgendjemanden (eine Ex-Freundin) während der Arbeitszeit besucht? Oder gar ein Bordell? Der Arbeitgeber könnte diese Daten (legal oder nicht) nutzen, er ist der Datenherr.</p>
<p><strong>2. Eifersüchtige</strong><br />
Hat Ihr Partner den Zugang zu dem Rechner? Persönliche Mails sind oftmals noch durch ein Passwort geschützt, aber ist der Synchronisierungs-Order für die iPhone-Daten auch verschlüsselt? Kann Ihr Freund/Freundin auf dem Rechner mit einer einfachen Software auf diese Daten zugreifen?</p>
<p><strong>3. Die digitalen Supermächte</strong><br />
Werbekunden interessieren sich für interessante Plätze. So kann heute Foursquare genau sagen, wo was abgeht. Aber auch die digitalen Supermächte, die nicht auf das explizite &#8220;Einchecken&#8221; der Daten warten, sondern einen direkten Zugriff auch auf die lokalisierbaren Daten der User haben. Das sind spannende Daten für Werbekunden.</p>
<p><strong>4. Der Staatsanwalt</strong><br />
Zufällig Ärger mit dem Staatsanwalt? Der Zugang zu diesen Daten wäre unfassbar interessant für einen Rechtsstreit.</p>
<p><strong>5. Das Finanzamt</strong><br />
Essen mit Kollegen am 23.02.2011 &#8211; wo genau? Sind Sie wirklich da gewesen? Das Finanzamt kann Ihren Computer beschlagnahmen und wüsste genau, was sie wann und vor allem wo gemacht haben.</p>
<p><strong>6. Usertracking</strong><br />
Weiterhin ist es möglich, dass man sehen kann, mit wem man sich wo trifft, also kann man herausfinden, wer wichtig ist. Wer sich nur mit Politikern trifft, kann sozusagen für Apple ein wichtiger Influencer sein für die Politik-Lobbyarbeit.</p>
<p><object width="629" height="358" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/GynEFV4hsA0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="629" height="358" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/GynEFV4hsA0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Apple und Co. müssen garantieren und die Geräte anpassen und eine Möglichkeit bieten, direkt die Daten bei Apple und auf dem Computer löschen zu dürfen. Sie müssen uns aufklären, ob diese Daten sogar verkauft worden sind.</p>
<p><strong>Alles andere führt uns langfristig in eine Gesellschaft, in der diese Daten nicht nur mit uns, sondern auch gegen uns verwendet werden.</strong> Was heute rechtlich und moralisch undenkbar scheint, kann sich schlagartig ändern, sobald die Möglichkeiten von den Interessenten verstanden und Begehrlichkeiten geweckt werden.</p>
<p>Oder müssen wir uns an so arrogant klingende Sätze wie den von Eric Schmidt, dem Ex-Vorstandschef von Google gewöhnen: &#8220;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.” So weit darf es nicht kommen. Ich persönlich fordere digitale Selbstbestimmung! Was ist mit euch?</p>
<p>Der Mensch ist in einer Falle der technischen Entwicklung. Es geht alles viel schneller, als wir es bislang gewohnt sind. Ich glaube, dass die technische Entwicklung die Vernunft besiegt hat. Wir werden Sklaven der Technik. Denn wir lieben sie.</p>
<p><strong>Passende Software: </strong><a href="http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/">http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/</a></p>
<p><strong>Weitere Infos:</strong><br />
<a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2011/04/apple-iphone-tracking/">http://www.wired.com/gadgetlab/2011/04/apple-iphone-tracking</a>/<br />
<a href="http://www.wired.com/images_blogs/gadgetlab/2011/04/applemarkeybarton7-12-10.pdf">http://www.wired.com/images_blogs/gadgetlab/2011/04/applemarkeybarton7-12-10.pdf</a></p>
<div><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;"><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;">Spiegel Artikel vom 02.05.2011: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,759836,00.html" target="_blank">Apple informierte Justizministerin falsch</a></span></span>&nbsp;</p>
</div>
<div><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;"><br />
</span></div>
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		<title>Das „Mainstream-Institut“ Internet und das Image der Marken</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 18:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertungskriterien]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, das Internet ist im Mainstream angekommen. Einer der Hauptgründe, warum ich immer mehr Menschen erlebe, die auf Distanz zum Internet gehen, ist wohl die rasant zunehmende Kommerzialisierung auch der Bereiche des Internets, die bisher den „privaten Raum“ eines Users ausmachten: Social Media wird zur Social Targetgroup. Das „freie und ungebundene“ Leben im Internet wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das Internet ist im Mainstream angekommen. Einer der Hauptgründe, warum ich immer mehr Menschen erlebe, die auf Distanz zum Internet gehen, ist wohl die rasant zunehmende Kommerzialisierung auch der Bereiche des Internets, die bisher den „privaten Raum“ eines Users ausmachten: <strong>Social Media wird zur Social Targetgroup.</strong><br />
<span id="more-4269"></span><br />
<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/01/wlt_facebook.jpg" alt="" title="wlt_facebook" width="630" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-4270" /></p>
<p>Das „freie und ungebundene“ Leben im Internet wird mehr und mehr an die kurze Leine genommen. Foren, Blogs und Twitter (eine chronologische Reihenfolge) waren bislang die Medien, in denen sich der internet-normierte Mensch mehr oder weniger frei bewegen und die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten konnte. Doch es kommt jetzt zunehmend zu Veränderungen, ja zu bedeutenden Umwälzungen, die jeden Internetnutzer, privat oder beruflich dazu drängen, neue (vorgegebene) Wege zu gehen.</p>
<p><strong>Das Internet wird zunehmend institutionalisiert</strong></p>
<p>Das Beispiel Facebook zeigt es sehr deutlich: Hier wächst eine gigantische Werbeplattform für Firmen heran: Firmen können jetzt „Freunde“ werden. Die digitale Supermacht Facebook schafft einen Markt(platz), um den herum sich immer mehr Menschen einfinden, Hunderte Millionen Menschen, die für die Wirtschaft und ihre Werbung relativ leicht zu erreichen sind. Aber auch auf der Anbieterseite hat sich einiges zum Guten verändert: Die Produkte und Services rücken in den Vordergrund, man kann zum Teil an Diskussionen teilnehmen, man bekommt als einzelner Konsument das Gefühl, dass die Marke, die dort wirbt, sich individuell auf mich einstellt (Dank der Auswertungsalgorithmen von Facebook).</p>
<p>Aber auch bei der Entwicklung im privaten Bereich kommt es zu Veränderungen: Die Menschen reden vermehrt und immer professioneller über sachbezogene Inhalte, und das Private wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Auch wenn nun einige mehr Distanz zum Internet haben, so haben andere die Distanz zwischen dem realen und dem virtuellen Leben enorm reduziert.</p>
<p>Wir Internetnutzer sind gerade dabei, die Nutzung und die Wirkungsweisen der Systeme zu verstehen: Wie kategorisiere ich die Inhalte, Daten und Kontakte in meinem beruflichen und privaten Leben? Wie schaffe ich für mich eine Datenwirtschaft, die die Nutzbarkeit meiner Daten für mich und für andere in den verschiedenen Internetservices optimiert? Dazu schreiben manche schreiben Blogs, und lassen sich von den Rückmeldungen zu neuen Gedanken inspirieren. Betrachtet man diese Entwicklungen, dann lässt sich nur feststellen, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem die <strong>digitale Selbstbestimmung</strong> die zentrale Rolle spielen muss.</p>
<p>Derzeit verschiebt sich das Internet zu einer Sammelstelle für Menschen mit gleichen Interessen. <strong>Die Zeit des „freien Herumsurfens“ ist vorbei.</strong> Wir befinden uns in einem zentralisierten Internet, wir bewegen uns immer mehr in geschlossenen Systemen. Apple wird zu einer immer größer werdenden eigenen Galaxie innerhalb des Universums Internet – einem wohlgemerkt geschlossenen System, das seine eigenen Spielregeln hat. Facebook ist ebenfalls ein geschlossenes System. Wenn man die marktbeherrschende Rolle von Google im Suchmaschinenbereich sieht, dann haben wir auch hier ein geschlossenes System, dessen Spielregeln sich nicht an den Bedürfnissen der Nutzer, sondern an der Strategie des Konzerns Google orientieren.</p>
<p>Aber – und das ist ein ganz eigenes Phänomen – Es funktioniert! Der Komfort, den wir genießen und unser <strong>digitaler Lifestyle</strong> lässt uns in die Falle tappen, dass wir wenigen digitalen Supermächten unsere Daten und unsere Zeit kostenlos zur Verfügung (zur Vermarktung) stellen. Das Wort kostenlos bezieht sich hierbei nicht auf die gesellschaftlichen und persönlichen Vorteile, sondern darauf, dass wir einer digitalen Supermacht kostbare Energie und Zeit schenken und dabei nicht vergessen dürfen, dass wir Botschaften senden, die einen Wert haben!</p>
<p>Haben wir uns nun im Internet eine Reputation aufgebaut, dann können wir unsere Meinung über die verschiedensten Medien verbreiten. Wenn wir ein Produkt empfehlen, und mehr als 2000 Menschen lesen diese Nachricht, dann hat es für das Unternehmen, das dieses Produkt herstellt einen Wert, die Marke steigt im Wert. Mein Lohn als Person, die dieses Produkt empfiehlt, sind vielleicht einige Kommentare. Da stellt sich doch die Frage, ob die Anerkennung durch wenige Kommentare ausreicht?</p>
<p>Aber gehen wir einmal einen Schritt zurück. Was passiert denn derzeit im Markt mit Marken? Und insbesondere: Wie sieht es mit der Bewertung von Marketingmaßnahmen im Internet aus? Zum Beispiel OREO.</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/oreo">http://www.facebook.com/oreo</a></p>
<p>Bei 16.300.000 Fans bewerten derzeit nur bis zu <strong>0,003 %</strong> die Feeds von Oreo. Was bedeutet das genau? Sind die restlichen 99,997 % der Leute nicht interessiert mit der Marke zu interagieren? Was genau ist der Maßstab, mit dem man eine Marke bewerten kann? Ist es ausreichend, die Bewertungskriterien aus der klassischen Print- und Fernseh-Werbung eins zu eins auf das Internet zu übertragen?</p>
<p>Ein anderes Beispiel ist der Like-Button. Vielleicht haben wir den Like-Button den Menschen nicht gut genug erklärt. Wenn wir etwas „liken“ bedeutet das für die Marke, dass die Nachrichten, die versendet werden, gelesen werden. Genauer gesagt „gelesen werden sollten“, denn nicht alle Informationen haben den gleichen Stellenwert. Ich zum Beispiel habe zwei Feeds in meiner Timeline: Feeds die mich interessieren und Feeds die von außen zu mir kommen. Auch dort kann man Personen oder Marken komplett aus der Kommunikation ausschließen, ohne jedoch den Like-Button zu deaktivieren.</p>
<p>Wenn man also eine Interaktions-Rate von mehr als 0,2 % verzeichnet &#8211; ist das schon sehr gut? Nach den jetzt geltenden Maßstäben ist das sehr gut, danach können wir uns so lange richten, bis neue Funktionen Facebook noch besser machen.</p>
<p>Ein Beispiel, das einen anderen Ansatz verfolgt, ist Fliplife. In Fliplife interagieren Marken nicht nur eindimensional über ein Produkt mit dem Konsumenten, sondern „mehrdimensional“. Ein Produkt gut zu finden und „Daumen hoch“ zu signalisieren ist eine eindimensionale Sache, weil die Beziehung des Konsumenten sich nur auf dieses eine Produkt erstreckt.</p>
<p>In <a href="http://www.fliplife.com">Fliplife</a> können Spieler echte Projekte für die Bayer AG in einem sympathischen Umfeld durchführen. Die spielerischen Interaktionen verfolgen dabei das Gesamtziel, sich eine „virtuelle Heimat“ in Fliplife zu errichten. Die Projekte von „echten“ Firmen tragen in einem spielerischen Umfeld dazu bei, dass eine viel intensivere Bindung des Konsumenten zu der Firma entsteht, weil sie eben nicht nur an ein Produkt(versprechen), sondern an eine spielerische und von daher gleich positiv konotierte Beziehung gebunden ist. Hier entsteht eine perfekte Storytelling Plattform. Hier kann ein ehrlicher, realer Dialog in der virtuellen Welt entstehen, der sogar darin münden kann, dass das Unternehmen weiteres Interesse im realen Leben an dem Spieler zeigt.</p>
<p>Es ist wichtig, dass die Institutionalisierung des Internets nicht dazu führt, dass das Internet und seine Nutzer „gesichtslos“ werden. Es ist immer noch der Mensch – und sein natürliches Bedürfnis nach Kommunikation – das das Internet prägen sollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Affen zum Onliner (Download)</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 13:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
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		<category><![CDATA[Kennzeichnung]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Zeichnung "Vom Affen zum Onliner" benutze ich in viele meiner Präsentationen. Die Zeichnung stellt die bekannte Evolutionsgeschichte neu dar und ergänzt sie um einen weiteren Typus Mensch - den Onliner. 

Aufgrund vieler Anfragen nach der Skizze, habe ich es neu zeichnen lassen, um die Entwicklung noch klarer darstellen zu können. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Zeichnung “Vom Affen zum Onliner” benutze ich in viele meiner Präsentationen. Die Zeichnung stellt die bekannte Evolutionsgeschichte neu dar und ergänzt sie um einen weiteren Typus Mensch – den Onliner.</p>
<p>Aufgrund vieler Anfragen nach der Skizze, habe ich es neu zeichnen lassen, um die Entwicklung noch klarer darstellen zu können. Hiermit gebe ich die Zeichnung zum Download frei. Bei Benutzung der Grafik bitte ich um Kennzeichnung und Verweis auf den Ursprung.</p>
<p>Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich offen.</p>
<p><span id="more-4008"></span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4017" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_klein1.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>
<p><a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_groß1.jpg">Download Image &#8220;Ape to Onliner&#8221;</a></p>
<p>Nach und nach werden alle Bilder meines Blogs neu gezeichnet werden. Seid gespannt auf die Entwicklung.</p>
<p>Illustration: <a href="http://sedatoezgen.blogspot.com/">Sedat Özgen</a> (Team-Member United Prototype)</p>
<p style="text-align: right;"><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
<span>Evolution from Ape to Onliner</span> von <a rel="cc:attributionURL" href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_groß1.jpg">Ibrahim Evsan</a> steht unter einer<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">Creative Commons Attribution 3.0 Unported Lizenz</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>12 magische Erfolgskriterien der digitalen Supermächte Google, Apple &amp; Co.</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 11:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich denke, es ist für mich sehr wichtig, dass ich verstärkt über Dinge schreibe, die mich zurzeit stark bewegen. Eines meiner Vorbilder sagte mir mal, dass man sich frei machen soll von Gedanken, ihnen Raum geben soll, damit sie sich weiterentwickeln können. Ich denke, das nehme ich mir jetzt vor und schreibe meine Erfahrungen auf. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, es ist für mich sehr wichtig, dass ich verstärkt über Dinge schreibe, die mich zurzeit stark bewegen. Eines meiner Vorbilder sagte mir mal, dass man sich frei machen soll von Gedanken, ihnen Raum geben soll, damit sie sich weiterentwickeln können. Ich denke, das nehme ich mir jetzt vor und schreibe meine Erfahrungen auf. Denn in der letzten Zeit habe ich viel erlebt, gehört, gelesen, gesehen und verstanden. Doch weil diese Erfahrungen so neuartig sind, bin ich mir nicht immer ganz sicher, ob ich das alles richtig interpretiere. Ich bitte euch, wenn ihr Lust habt, dass wir uns über diese neuen Themen austauschen. Ein Beitrag dazu ist dieser Blogeintrag.</p>
<p>Wenn ich mir die digitale Welt in diesen Tagen anschaue, dann wird mir deutlich, dass dort in den virtuellen Welten tatsächlich eine Sphäre entsteht, wie Tim Berners-Lee es vorausgesagt hat. Ich empfehle dazu, dieses <a href="http://www.ted.com/talks/tim_berners_lee_on_the_next_web.html" target="_blank">Video</a> unbedingt anzusehen, weil es die Zusammenhänge wunderbar darstellt. Eine der Voraussetzungen, die dazu erfüllt sein müssen, ist meines Erachtens, dass wir unser Denken, unsere Mentalität, an das Internet anpassen müssen, wir müssen in das Zeitalter der Open Culture eintreten.</p>
<p><span id="more-3979"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3982" title="MagieDigitaleSupermaechte" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/MagieDigitaleSupermaechte.jpg" alt="" width="600" height="366" /></p>
<blockquote><p>Wer Open Mind liebt, denkt Social Media.</p></blockquote>
<p>Es ist deutlich zu bemerken, mit welcher wirtschaftlichen Macht die digitalen Supermächte auch in der Realität auftreten, die ihre Kraft überwiegend oder hauptsächlich aus der digitalen Welt ziehen: Google, Amazon, Apple, Microsoft. Die Fachpresse ist mit mehr oder weniger unterhaltenden oder aufklärenden Artikeln voll davon, über den Aufstieg und die Bedeutung dieser Firmen in unserer Zeit zu berichten. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, er ist begründet in den hervorragenden Produkten und Dienstleistungen, die uns zum Beispiel Apple und Google zur Verfügung stellen; die Qualität steht &#8211; trotz der Kritik an einigen Punkten &#8211; außer Frage.</p>
<p>Was aber macht den Erfolg dieser Firmen aus? Mir fallen dazu einige Punkte ein, die ich gern zur Diskussion stellen möchte:</p>
<ol>
<li><strong>Ein gute Company braucht eine gute Story</strong><br />
Eine gute Story muss kurz und verständlich sein, um das Unternehmens-Image prägen zu können: Google sagt dazu: Wir stellen den Menschen Daten zur Verfügung.<br />
Apple sagt dazu: Wir bauen die einfachsten &amp; ästhetischsten Geräte.<br />
Damit verkünden beide Firmen, dass sie uns als Nutzern das Leben erleichtern wollen, Google beschafft die Daten für uns, Apple stellt sie einfach und ansprechend dar.</li>
<li><strong>Ein gute Company braucht gute Produkte</strong><br />
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber hier brauche ich Google nicht zu erklären, sondern biete euch die Möglichkeit, an Euch folgende Google Produkte anzuschauen und sie im Wettbewerb zu vergleichen: Google Earth, Street View, Alerts, Youtube, Picasa, etc.<br />
Apple bietet eindeutig die schönsten Produkte, Produkte die den <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/09/der-fixierungscode-2009/" target="_blank">Fixierungscode</a> auslösen, ob das iPhone, das Mac Book Air oder das iPad, diese Geräte schaffen es, uns in eleganter Weise einen unkomplizierten Umgang mit allem, was aus dem Netz kommt zu ermöglichen.</li>
<li><strong>Man braucht gute Mitarbeiter</strong><br />
Google hat großartige Mitarbeiter. <a href="http://media-2.web.britannica.com/eb-media/17/101217-050-89474964.jpg" target="_blank">Sergey Brin und Larry Page</a> sind zwei unglaublich nett wirkende Typen. Ihr Image ist fehlerfrei. Ich liebe meinen Bruder, aber die beiden kann ich mir auch als Brüder vorstellen. Sie schaffen allein durch Ihr Auftreten Vertrauen, ein Vertrauen, auf das Google auch im besonderen angewiesen ist, daher vielleicht auch der vielzitierte Firmenspruch &#8220;Don&#8217;t be evil&#8221;. Sie akquieren die besten Mitarbeiter aus der ganzen Welt, die Ansprüche an die Mitarbeiter sind mit die höchsten auf der Welt.</li>
<li><strong>Ein gute Company braucht Langzeit-Strategie</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Google ist auch Energieproduzent, sie haben eigene Serverparks, haben Millionen von Server zur Verfügung, als jemand anders in den nächsten Jahren überhaupt aktivieren kann, sie bieten eine kreativ-entspannende Arbeitsumgebung an, fördern Universitäten und betreiben strategische Investments.</span></li>
<li><strong>Das gleiche gilt für Apple, hier ist vor allem die strategische Entwicklung des Marktes beachtenswert:</strong><br />
Zuerst der iPod, dann das iPhone, erst dann das iPad und jetzt die Rückbindung der mobilen Gräte an das ehemalige Kerngeschäft: die mobilen und stationären Computer. Der Microsoft-Versuch vor einigen Jahren, ein Tablet im Markt zu etablieren ist kläglich gescheitert,.Apple hat die Fehler von Microsoft vermieden, indem es die Produktnachfolge iPhone-iPad einhielt und damit dafür sorgte, dass die User, die sich durch das iPhone an den mobilen Zugang zur digitalen Welt gewöhnt hatten, jetzt den größeren Bildschirm des iPads zu schätzen lernen. Die strategischen Zukäufe sind bei Apple ebenfalls sehr interessant.</li>
<li><strong>Ein gute Company gibt Liebe</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">&#8220;<strong><em>Angenommen sein</em></strong>&#8220;, ist vielleicht der bessere Begriff, der dieses Phänomen beschreibt. Die Nutzer der Geräte (Apple) oder der Services (Google) fühlen sich angenommen, weil die Nutzung unkompliziert intuitiv erfolgen kann. Das Gefühl, dass eine Firma mich mit ihren Produkten/Dienstleistungen fördert, indem es mir das Leben leichter macht, ist für mich eine Form von Liebe.</span></li>
<li><strong>Ein gute Company polarisiert</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Street-View ist das beste Beispiel, ebenso wie die langen Wartezeiten und die Empfangsschwierigkeiten beim iPhone 4. Diese Ereignisse rauschten lange durch den Blätterwald der Printpresse. Diese Ereignisse haben polarisiert und dazu geführt, dass die Diskussion darüber diesen beiden Unternehmen mindestens Millionen an Werbeausgaben gespart hat.</span></li>
<li><strong>Ein gute Company ist politisch aktiv</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Gemeint ist hier nicht nur die Lobbyarbeit, die für große Unternehmen ganz normal ist. Gemeint ist vielmehr, dass diese Großunternehmen die Meinung der Bürger auch in politischer Hinsicht mitprägen, wenn es zum Beispiel um Datenschutzthemen geht und darum, sich als Bürger seiner digitalen Selbstbestimmung und der Durchsetzung dieses Rechts zu widmen.</span></li>
<li><strong>Ein gute Company hat Einnahmequellen</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Das ehemals freie Gut &#8220;Nachrichten&#8221; ist für Google die Basis zu Milliarden Umsätzen geworden, Apple hat &#8220;ganz nebenbei&#8221; den Musik- und Videomarkt revolutioniert und hat sich hier entscheidende Marktanteile verschafft und das in einem geschlossenen System. Sehr beachtlich.</span></li>
<li><strong>Ein gute Company versteht Partnerschaft</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Partnerschaft mit den eigenen Mitarbeitern, Partnerschaft mit den Kunden. Dem Mitarbeiter und dem Kunden gegenüber wertschätzend und freundlich entgegenzukommen, das ist der Schlüssel zum Erfolg auf zwei Seiten, die oftmals als unvereinbar dargestellt werden.</span></li>
<li><strong>Ein gute Company denkt International</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Nationale Märkte sind beschränkt; in jeder Hinsicht. Die Produkte müssen zur richtigen Zeit in die richtigen Märkte eingesteuert werden. Das kann nur gelingen, wenn man das Wissen um die weltweiten Märkte hat und sich nicht auf heimische Regionen beschränkt. W</span>as das Überleben einer guten Company sichert sind auch die nationale Büropräsenz. Die Bodenhaftung nicht zu verlieren und die Meinungen der Kunden zu respektieren, das sind Assets, die Erfolg verheißen. Die Märkte aus sich heraus zu verstehen und nicht die Anforderungen eines Heimatmarktes eins zu eins ungeprüft zu übernehmen, das macht eine gute Company aus.</li>
<li><strong>Ein gute Company bietet Services an, die den Menschen berühren</strong><br />
<span style="font-size: 13.2px;">Ein bisschen &#8220;Magie&#8221; muss auch im Spiel sein, um Erfolg zu haben. Sei es die unfassbare Perfektion von Google-Produkten oder die Geheimniskrämerei bei Apple, die sich erst in den religiös anmutenden Keynotes löst, all das weckt das Interesse der Menschen, berührt sie, weil es mehr gibt, als das Produkt an sich. Das Image und eine geschickte Vermarktungsstrategie sorgen dafür, dass wir uns als Menschen und nicht nur als Konsument angesprochen fühlen. Darin sind Google und Apple Weltmeister.</span></li>
</ol>
<p>Illustration: <a href="http://sedatoezgen.blogspot.com" target="_self">Sedat Özgen</a> (Team-Member United Prototype)</p>
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		<title>Social Media wird zu Social Gaming</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberspace]]></category>
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		<category><![CDATA[Social-Media-Cyberspace]]></category>
		<category><![CDATA[virtuelle Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Reale Welt und Cyberspace verschmelzen dank Social Media immer mehr. Durch Onlinegames wie World of Warcraft entwickelt sich Social Gaming zunehmend zur zweiten Heimat im Web, in der soziale Beziehungen gepflegt werden. Social Media ist ein weit gefasster Begriff, der sich in seinen Bedeutungen ständig durch neues Nutzungsverhalten der User erweitert. Social Media meint längst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reale Welt und Cyberspace verschmelzen dank Social Media immer mehr. Durch Onlinegames wie World of Warcraft entwickelt sich Social Gaming zunehmend zur zweiten Heimat im Web, in der soziale Beziehungen gepflegt werden.</p>
<p>Social Media ist ein weit gefasster Begriff, der sich in seinen Bedeutungen ständig durch neues Nutzungsverhalten der User erweitert. Social Media meint längst nicht mehr nur die reine Interaktion in sozialen Netzwerken, Social Media hat sich von der reinen Kommunikation zu einem Begriff für das neue Selbstverständnis der Onliner gewandelt. Man könnte sagen, das reale Leben hat das Internet erreicht, die Trennung des realen Lebens vom virtuellen Leben im Internet existiert nicht mehr, wir haben uns einen neuen Lebensraum eröffnet.</p>
<p><span id="more-2833"></span></p>
<p><img class="size-full wp-image-4365 aligncenter" style="margin-top: 20px; margin-bottom: 20px; margin-left: 0px; margin-right: 0px;" title="Fliplife" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/09/Fliplife.png" alt="" width="630" height="405" /></p>
<p><strong>Social Media zu nutzen ist fluffig-leicht geworden</strong></p>
<p>Das betrifft besonders den früher als Social-Media-Cyberspace bezeichneten Raum, der mittlerweile für die Masse der Onliner zur gelebten Realität geworden ist. Dieses oft als “Social Media Revolution” bezeichnete Phänomen ist erst durch den Erfolg der Megatrends Google, Facebook und Twitter möglich geworden. Die Megatrends konnten sich nur deshalb etablieren, weil wir zum ersten Mal in der Geschichte des Internets die Technik hinter den Anwendungen nicht mehr bemerken. Social Media zu nutzen ist fluffig-leicht geworden, weil wir uns dank der Services der digitalen Supermächte ganz auf die Inhalte von Social Media konzentrieren können, ohne uns um die technischen Voraussetzungen kümmern zu müssen. Das führt dazu, dass wir mittlerweile zwischen den verschiedensten Social-Media-Anwendungen hin- und herspringen, um das ganze Spektrum unseres realen Lebens auch in der digitalen Welt abbilden zu können.</p>
<p>Millionen Menschen schaffen sich durch ihre sozialen Netzwerke eine real-fiktive Umgebung, die für viele zur zweiten Heimat wird. Die Parallelwelt im Netz ist zur zweiten Wirklichkeit in unserem Alltag geworden. Das Geflecht aus Beziehungen des realen Lebens – Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Mitbewohner des Hauses, des Stadtteils usw. – wird mithilfe von Social Media in den Cyberspace übertragen und findet dort sein Pendant. Noch vor relativ kurzer Zeit waren Informationssuche und Konsum die treibenden Kräfte im Internet und ließen die digitalen Supermächte Google, Ebay und Amazon entstehen. Damit waren jedoch nicht alle grundlegenden Bedürfnisse des Menschen im Internet abgebildet; das elementare Bedürfnis nach Kommunikation wurde erst durch Social Media wie Blogs, Twitter, Facebook und andere Entwicklungen in breitem Umfang möglich.</p>
<p>Facebook ist sogar mit derzeit fast 500 Millionen Nutzern und einer sehr starken Zuwachsrate zum neuen “Betriebssystem des Internets” geworden und könnte zum größten Kommunikationsmedium unseres Planeten werden. Mit diesem neuen Betriebssystem werden “alte” Kommunikationsformen wie zum Beispiel E-Mail beinahe überflüssig, weil die Menschen innerhalb ihres sozialen Netzwerks alle Kommunikationsformen nutzen können, ohne die eigene Plattform verlassen zu müssen; dazu bietet Facebook viele Möglichkeiten an, um sich miteinander zu unterhalten und auszutauschen.</p>
<p><strong>Es geht um die Übertragung des realen Lebens in die digitale Welt</strong></p>
<p>Dem heutigen Menschen genügt es eben nicht mehr, nur Teile seines Lebens im Internet wiederzufinden, er will sein Leben auch im Internet leben und durch das Internet organisieren. Damit ist dann gleichzeitig der Grundstein für eine weitere Anforderung an das Internet gelegt worden, die sich in der letzten Zeit rasant, geradezu explosionsartig weiterentwickelt: das Social Game. Auch hier war der Trend zunächst, Spiele zu schaffen, die einen Teilbereich des Lebens abbildeten: Strategiespiele, die es den Spielern ermöglichten, in Rollen zu schlüpfen, die zur Erfüllung des Spielauftrags nötig sind. Zuerst natürlich als Offlinespiele, die man installieren musste, bevor man sie spielen konnte. Mittlerweile gibt es aber auch bei den Spielen keine technischen Hürden mehr, weil die Spiele direkt im Browser gespielt werden. Besonders weit verbrietet ist World of Warcraft, weil es sowohl das Spielen als Einzelspieler als auch das Spielen in Gemeinschaften zulässt und eine unglaubliche Spieltiefe, aber auch ein nicht zu unterschätzendes Suchtpotenzial hat.</p>
<p>Die neue Generation von Spielen jedoch beschränkt sich nicht mehr darauf, das Leben nur in Teilbereichen oder in “Traumwelten” abzubilden, die heute wirklich erfolgreichen Spiele sind die, die das reale Leben integrieren können. Es geht nicht mehr um Unterhaltung und Spaß in realitätsfernen Galaxien, es geht um die Übertragung des realen Lebens in die digitale Welt. Der Aufbau und die Pflege von Freundschaften sind im realen wie im virtuellen Leben gleich wichtig, daher müssen moderne Spiele auch diese Anforderung erfüllen. Man spielt nicht mehr allein, sondern über viele Plattformen verteilt mit seinen Freunden, auch in kurzen Arbeitspausen oder unterwegs, Smartphones machen es möglich. Spielen ist längst zum Freundschaftsbeweis-Tool geworden, indem man anderen hilft, die gesteckten Ziele zu erreichen. Kurz gesagt: Social Media wird zu Social Gaming.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Facebook wird das Betriebssystem des Netzes</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2010/09/25/facebook-wird-das-betriebssystem-des-netzes/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 13:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo sind die Promis im Web? Wo die interessantesten Menschen? Sie findet man bei Facebook, der Plattform, die mehr als alle anderen Social Networks besondere Persönlichkeiten zusammenbringt. Ich habe immer gedacht, dass die Communities relevant sind. Aber sie sind es gar nicht mehr. Es sind vielmehr die Freundesgruppen. Dabei ist es unerheblich, ob ich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sind die Promis im Web? Wo die interessantesten Menschen? Sie findet man bei Facebook, der Plattform, die mehr als alle anderen Social Networks besondere Persönlichkeiten zusammenbringt.</p>
<p>Ich habe immer gedacht, dass die Communities relevant sind. Aber sie sind es gar nicht mehr. Es sind vielmehr die Freundesgruppen. Dabei ist es unerheblich, ob ich die Freunde wirklich live kenne oder nicht.<span id="more-2818"></span></p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/09/facebook1.jpg" alt="facebook" title="facebook" width="510" height="340" class="aligncenter size-full wp-image-2867" /></p>
<p>Die neue Entwicklung geht dahin, dass wir uns auf “Personal Communities” hinbewegen. Diese neuen Communities entwickeln sich um Personen herum, man könnte die Mitglieder einer solchen Gruppe auch Follower nennen. Der im Moment aussichtsreichste Kandidat als weltweite Plattform für diese aggregierten Personal Communities ist eindeutig Facebook. Facebook übernimmt immer mehr die Rolle des “Betriebssystems” des Netzes. Die Zuwachszahlen dieses Social Networks sind ungebrochen enorm, das liegt nicht zuletzt daran, dass immer mehr interessante Features dazukommen. Man kann immer mehr mit Facebook anfangen, daher kann ich mir vorstellen, dass es solche Fangruppen-Seiten in Zukunft für Menschen gibt und nicht mehr nur für Produkte und Firmen.</p>
<p><strong>Es werden Mikro- und Makro-Netzwerke entstehen</strong></p>
<p>Klar gibt es das schon im Moment, es ist aber nicht allgemein bekannt. Und die neue Entwicklung der Personal Communities geht ja einen Schritt weiter, es werden Mikro- und Makro-Netzwerke um einzelne, besonders angesehene Persönlichkeiten herum entstehen, die privat wie beruflich genutzt werden.</p>
<p>Die Follower werden sich um diese Leute scharen, aber auch die besonderen Persönlichkeiten selber werden sich untereinander wiederum viel leichter vernetzen können, weil die Interessen und vor allem die Fähigkeiten einzelner Leute viel besser im Netz zur Geltung kommen. Außerdem denke ich, dass eine ganz neue politische Ebene entsteht, wenn die Möglichkeiten des Internets und seine Nutzung weiter so wachsen. Das könnte dahin führen, dass Leute in der Politik, die sonst in der Außenwirkung nicht so viel Macht und Kraft haben und die bisher nicht die breiten Darstellungsformen des Internets nutzen, dann im Internet ganz andere Möglichkeiten haben, ihre Ideen umzusetzen und sich darzustellen.</p>
<p><strong>Das Follower-Prinzip als neue Form des viralen Marketings</strong></p>
<p>Durch das Follower-Prinzip können sie immer mehr Menschen an sich binden. Das wird eine neue Form des viralen Marketings sein und wird zusammen mit dem, was man sonst schon alles tun kann, auch die politische Landschaft in der Zukunft verändern. Ich denke, wir reden hier nicht von ein, zwei Jahren, wir reden hier von fünf Jahren. Aber das müssen wir im Auge behalten.</p>
<p>14.04.2010 &#8211; <a href="http://www.theeuropean.de/ibrahim-evsan/2844-social-communites">The European</a></p>
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		<title>Politik versus &#8220;digitale Welt&#8221;, zwei unterschiedliche Lebenskonzepte?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 10:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Der Ausdruck Politik wurde, mit Umwegen über das Lateinische (politica, politicus), nach griechisch Πολιτικά (politiká) gebildet. Dieser Begriff bezeichnete in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das hieß zu dieser Zeit: die Polis – betrafen. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Ausdruck Politik wurde, mit Umwegen über das Lateinische (politica, politicus), nach griechisch Πολιτικά (politiká) gebildet. Dieser Begriff bezeichnete in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands alle diejenigen Tätigkeiten, Gegenstände und Fragestellungen, die das Gemeinwesen – und das hieß zu dieser Zeit: die Polis – betrafen. Entsprechend ist die wörtliche Übersetzung von politiká anzugeben als „Dinge, die die Stadt betreffen“ bzw. die „politischen Dinge“.&#8221;</p>
<p>Lange Zeit hat die Politik sich nicht für die neuen Medien und deren Entwicklung interessiert, außerdem hatten Poltiker es nicht nötig, sich im Internet zu präsentieren, über eine &#8220;Internetrepräsentanz&#8221; in Form einer einfachen Homepage kamen viele nicht hinaus.<span id="more-2885"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2913" title="politica_klein" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/09/politica_klein1.jpg" alt="politica_klein" width="510" height="248" /></p>
<p>Anscheinend hatten die Politiker das Gefühl, dass &#8220;man irgend wie schon im Internet präsent sein müsste&#8221;, aber was sie wirklich mit dem Medium anfangen konnten, wollten sie lange Zeit nicht verstehen. Vielmehr hatte man den Eindruck, dass jede Politiker-Diskussion, die das Thema Internet behandelte, von recht wenig Sachkenntnis geprägt war, wenn man an die Netzsperren-Diskussion, die wunderbaren Interviews von &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ursula_von_der_Leyen">Zensursula</a>&#8221; und andere Highlights aus der Vergangenheit denkt. Besonders ist dabei noch einmal das ständige Lamentieren über den fehlenden Datenschutz im Internet (siehe <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,687255,00.html">Facebook</a>, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712172,00.html">Google Street View</a>, etc) hervorzuheben: Den Datenschutz, von dem die Politiker reden, diesen Datenschutz will doch gar kein Internetnutzer mehr für sich beanspruchen, das sind alte, antiquierte Vorstellungen aus der Offline-Welt. Ich habe auch das empfinden, dass hier was hoch geschaukelt wird ohne den gesamten Zusammenhang zu verstehen.</p>
<p><strong>Das Internet wurde bei jeder Gelegenheit schlecht geredet</strong></p>
<p>Die Berichterstattung, die den politischen Aussagen folgte, bestand im Prinzip nur aus schlimmen Dingen, die das Internet ja nun wirklich beinhaltet, aber doch nur zu einem verschindend geringen Teil! Das ganze Internet wurde schlechtgemacht, als ein Ort des Grauens dargestellt. Auf gar keinen Fall wollte man die Entwicklung des Internets unterstützen, das Ignorieren erschien den Politikern sinnvoller, als von Beginn an mitzuwirken, einzugreifen und mitzugestalten. <strong>Vielleicht bietet das Internet ja zu viel Freiheit für den einzelnen Bürger?</strong> Zu viel Freiheit beim Aufbau eines digitalen Lebens, das nicht mehr einfach durch die Politik kontrollierbar ist, weil das Netzwerk Internet seinen eigenen Regeln folgt? Könnte es sein, dass die Politiker den Bezug zu den Menschen verlieren (verloren haben), die sie gewählt haben? Haben sie vielleicht sogar die Macht über die Menschen verloren? Vielleicht sehen die Politiker es als letzte Möglichkeit, die Menschen mit Themen zu erreichen, die sie interessieren, so wie jetzt beim Internet.</p>
<p><strong>Ich denke, wir Onliner haben die Pflicht die Politiker aufzuklären.</strong></p>
<p><strong>Sehr wenige</strong> Politiker wachen auf und sehen das Internet wie es wirklich ist: Als ein Ort der Chancen, die jedem offenstehen, auch wenn es Gefahren gibt, denen man begegnen muss. Doch die Chancen überwiegen eindeutig. Allmählich werden einige Politiker in den neuen Medien aktiver, präsenter und gestalten mit, endlich scheint es so zu sein, dass auch Politiker &#8220;sogar&#8221; durch Social Media wirken wollen, es scheint einen Aufbruch der Politik nach der langen Ignorationsphase hinein in die virtuelle Welt zu geben.</p>
<p>Das Internet hat die höchste Form der Demokratie, wenn man es den Richtig nutzt. Mein Appell kann nur folgendes beinhalten: Lasst uns zusammen das Internet weiter bilden und die Menschen schnell über die Vorteile aufklären. Das Ganze muss natürlich mit der Politik gestaltet werden aber nicht ausschließlich von der Politik.</p>
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