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	<title>Ibrahim Evsan &#187; Gedanken</title>
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	<description>Im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>Facebook Dollar &#8211; W&#228;hrungsreform im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 08:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[währung]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Quelle: The European
Das gr&#246;&#223;te Social Network der Welt wird immer mehr zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Quelle: <a href="http://www.theeuropean.de/ibrahim-evsan/3838-waehrungsreform-im-internet">The European</a></p>
<p>Das gr&#246;&#223;te Social Network der Welt wird immer mehr zum allumfassenden &#8220;Live&#8221;-Feed. Heute schon versorgt Facebook uns mit allen relevanten Informationen &#252;ber unsere Freunde. In naher Zukunft k&#246;nnte das Netzwerk zus&#228;tzlich zum Online-Shop werden und alsbald eine eigene W&#228;hrung einf&#252;hren.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/07/facebook.jpg" alt="facebook" title="facebook" width="510" height="230" class="aligncenter size-full wp-image-2752" /></p>
<p>Noch vor kurzer Zeit stellten alle verf&#252;gbaren Informationen und ihre Vermarktungs- m&#246;glichkeiten die W&#228;hrung des Internets dar. Die Zentralbank, die dieses Verm&#246;gen verwaltete, hei&#223; Google. Google hat es geschafft, alle Bereiche von Informationen zu erfassen, zu speichern, zu strukturieren und schlie&#223;lich zu monetisieren.</p>
<p>Doch das Internet entwickelt sich weiter, eine relativ neue digitale Supermacht hat das Betriebssystem des Lebens gestartet: Facebook. Facebook zeigt uns, wie man soziale Beziehungen und alle Informationen dar&#252;ber erfasst, speichert und strukturiert. Facebook vernetzt Menschen mit Menschen, all unsere Freunde finden wir wieder. Wir wollen da sein, wo unsere Freunde sich aufhalten, weil Freundschaften eine sehr starke Anziehungskraft auf uns Menschen haben. Wir sind gern mit unseren Freunden zusammen, wir halten uns gern an den Orten auf, die unsere Freunde mit uns teilen, egal ob diese Orte real oder digital sind. Empfehlungsmarketing ist durch die Vernetzung mit meinen Freunden &#252;berall im Internet, besonders aber bei Facebook, in eine ganz neue Dimension aufgestiegen.</p>
<p>Mehr als das: Die gesamte Kommunikation ver&#228;ndert sich gerade durch die neuen Kommunikationsformen, die gerade entstehen: Das Leben wird ein “Live”-Feed. Alles, was in meinem Leben passiert, kann ich binnen weniger Sekunden mit meinen Freunden teilen, indem ich das gerade erst mit meinem Smartphone aufgenommene Video sofort hochlade und meine Erfahrungen dazu direkt im Chat austauschen kann. Noch vor wenigen Jahren habe ich den besten Urlaubsschnappschuss per MMS an einige wenige Freunde geschickt, oder mich per SMS bei ihnen gemeldet, jetzt poste ich mein Leben bei Facebook, weil meine Freunde wissen wollen, wo ich mich gerade aufhalte.</p>
<p>Man k&#246;nnte sogar behaupten, dass Facebook der digitale Organisator meines Lebens geworden ist. Die Organisation meiner Termine, Kontakte, Events und meines “Life”-Streams, die richtigen Leute zur rechten Zeit in der rechten Location zu treffen, all das kann Facebook schon heute. Facebook sorgt f&#252;r eine ganz neue Form der Unterhaltung, alle Unterhaltungsformen und Medien sind auf einer Plattform, niemand muss seine “social Home-Domain” mehr verlassen, um die Feeds seiner Freunde zu verfolgen. Er wird rund um die Uhr in allen seinen Interessengebieten reichlich mit Informationen versorgt.</p>
<p>Aber nicht nur Personen werden vernetzt, mittlerweile geht Facebook dazu &#252;ber, Websites zu vernetzen. Das einfache Mittel dazu: Der “Gef&#228;llt mir”-Button. Dieser kleine Button (man bedenke, dass Youtube von der Sternchen-Bewertung vor kurzem auch zu dieser Kurzform der Bewertung &#252;bergegangen ist) sorgt f&#252;r eine komplette und komplexe Vernetzung von Menschen mit Menschen und Websites mit Menschen. Meine Freunde wissen, was ich mag und was nicht. Ich kann genau verfolgen, welchem meiner Freunde welche neuen Trends gefallen, welche sie ablehnen. “Meine Freunde”, das ist auch ein neuer Informationsfilter, die “Friend-Zone”, die mir Sicherheit vor der Informationsflut des Internets gibt. Ich muss mich nur daran orientieren, was meine Freunde m&#246;gen, dann kann dieser Informationsfilter bei richtiger Handhabung sicher Vorteile haben. Ich sehe, welche meiner Freunde welche Seiten schon vor mir besucht haben und ob es ihnen gefallen hat.</p>
<p>Der n&#228;chste Schritt nach dem “Gef&#228;llt-mir-Button” k&#246;nnte der “Kauf-Button” sein. Ein Produkt, eine Dienstleistung gef&#228;llt mir und ich kann sie binnen Sekunden kaufen, ohne jede Eingabe von Adress- oder Kreditkarten-Daten, einfach &#252;ber meinen “Facebook-Account”. Facebook &#252;bernimmt die gesamte Abwicklung vom Bestellvorgang &#252;ber die Zahlungs&#252;berwachung bis zur Auslieferung und erschafft sich so eine neue, sehr interessante Wertsch&#246;pfungskette. Man kann noch weitere Spekulationen anstellen: Wenn schon alles &#252;ber Facebook abgewickelt wird, dann k&#246;nnte man vielleicht sogar spekulieren, dass Facebook sein eigenes W&#228;hrungssystem aufbaut – weltweit ohne jede W&#228;hrungsrechnerei, vergleichbar und von seinen Freunden empfohlen, einkaufen. Facebook w&#252;rde dann an jeder Transaktion und an jeder Umrechnung bei Einzahlungen auf das Facebook-Konto verdienen.</p>
<p>Vielen w&#228;re das wohl auch ganz recht so, denn bei “Facebook sind ja alle meine Freunde”.</p>


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		<title>&#8220;Eine Ebene tiefer&#8221; &#8211; Eine m&#246;gliche Strategie der digitalen Superm&#228;chten</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 17:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Supermächte]]></category>
		<category><![CDATA[digitalen Supermächte]]></category>
		<category><![CDATA[Herrschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastrukturen]]></category>
		<category><![CDATA[Internetverbindungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass die digitalen Superm&#228;chte sehr bald noch einen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass die digitalen Superm&#228;chte sehr bald noch einen Schritt weitergehen. Ich denke, sie werden sehr bald eine Ebene tiefer in dem Geflecht der Internetverbindungen ansetzen: Sie werden sich technische Infrastrukturen zukaufen. Dann h&#228;tten die digitalen Superm&#228;chte nicht nur den vollen Zugang zu allen Informationen, sondern auch noch die Herrschaft &#252;ber zun&#228;chst einen Teil der Leitungen im Internet. Das alles w&#252;rde zu einer marktbeherrschenden Position f&#252;hren, denn niemand, kein Unternehmen und keine Privatperson k&#228;men im Internet mehr an den digitalen Superm&#228;chten  vorbei. Die Gesch&#228;ftspolitik dieser Firmen w&#228;re auf der Welt wirklich einmalig. </p>
<p>Die richtig gro&#223;en Daten-Autobahnen im Internet werden durch sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tier-1">Tier-1-Carrier</a> zur Verf&#252;gung gestellt, die die leistungsstarken &#220;berseekabel zwischen den Kontinenten nutzen. Man k&#246;nnte die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tier-1">Tier-1-Carrier</a> mit den Hauptschlagadern im menschlichen K&#246;rper vergleichen, die sich in kleinere Blutbahnen, die Tier-2- und Tier-3-Carrier, verzweigen. Die gro&#223;en Tier-1-Carrier verbinden ihre Netze untereinander kostenlos und verkaufen ihre Leistungen an die Tier-2-Carrier, zu denen auch die Deutsche Telekom geh&#246;rt. </p>
<p>Es lohnt sich sicher, die Entwicklung im Infrastruktur-Markt der Tier-1-Carrier im Auge zu behalten, denn es gibt nur neun Firmen auf der Welt, die den Markt beherrschen: AT&#038;T, AOL Transit Data Network, Verizon, Level (3), Sprint Nextel, Global Crossing, Savvis und NTT Communications.</p>
<p>Ich finde, wir haben sogar die <strong>Verpflichtung</strong> diese Entwicklung genau zu beobachten.</p>


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		<title>Wikipedia als neue digitale Supermacht.</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 12:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Supermächte]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Wikipedia ist auf dem Weg, die Welt des Lernens grundlegend zu &#228;ndern. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wikipedia ist auf dem Weg, die Welt des Lernens grundlegend zu &#228;ndern. Es hat, einem Start up vergleichbar, begonnen und sich in kurzer Zeit einen guten Namen im Netz gemacht. Wikipedia hat sehr treue Spender, damit das System sich immer weiter entwickelt. Heute z&#228;hlt es zu den meist zitierten Quellen im Internet. &#220;ber das offene redaktionelle Netzwerk wurde schon viel geschrieben, es wurde viel Negatives angemerkt und viele gute Ideen gelobt. Eines kann man mit Bestimmtheit sagen: Die Qualit&#228;t dieses kostenlosen Services hat sich enorm gesteigert, auch oder gerade weil es sich durch Spenden finanziert. Das schafft &#8211; als Ausdruck von Unabh&#228;ngigkeit &#8211; Sympathien bei den Nutzern.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/05/wikipedia.jpg" alt="wikipedia" title="wikipedia" width="510" height="351" class="aligncenter size-full wp-image-2708" /></p>
<p>Jetzt ist Wikipedia auch noch erwachsen geworden, fast nichts erinnert nach dem Relaunch noch an die urspr&#252;ngliche Erscheinungsform eines Online-Lexikons. Wikipedia hat gelernt, dass auch die &#196;sthetik eines Internetauftritts einen gro&#223;en Einfluss auf die Attraktivit&#228;t hat. Die Reduktion auf das Wesentliche ist im ganzen Internet zu finden, die schrillen, bunten, lauten Seiten gibt es nur noch in den Randbereichen, die schrill, bunt und laut sein m&#252;ssen. Wikipedia ist nie so gewesen und geht noch einen Schritt weiter in Richtung auf Seriosit&#228;t, indem es sein Design nach und nach eigene Wege geht, die f&#252;r andere Online-Lexika wegweisend sein werden. Wikipedia setzt Ma&#223;st&#228;be, ist der Vorreiter in Sachen Wissen.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/05/Wikipedia.png" alt="Wikipedia" title="Wikipedia" width="510" height="217" class="aligncenter size-full wp-image-2717" /><br />
<em>Neues Design von <a href="http://en.wikipedia.org">Wikipedia</a>.</em></p>
<p>Die Funktionen wurden ebenfalls auf den neusten Stand gebracht, es ist jetzt sogar m&#246;glich, sich die Artikel, die einen interessieren, zu einem Buch zusammen zu fassen und tats&#228;chlich k&#246;rperlich auszudrucken. „Wikipedia goes offline“, im wahrsten und im besten Sinne des Wortes und gleichzeitig der Weg zu noch mehr „Kundenbindung“ durch Service.</p>
<p><object width="510" height="310"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/D1K03AZfpDM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/D1K03AZfpDM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="510" height="310"></embed></object></p>
<p>Wiki News, Wiki Versity, Wiki Source, etc. alles Entwicklungen, die aus dem einem Produkt „Wissen“ viele weitere Produkte schafft, ohne die Kernkompetenz aufzugeben. Dar&#252;ber hinaus ist Wikipedia ein fester Bestandteil des t&#228;glichen Lebens geworden, denn man hat als Smartphone-Besitzer jetzt jederzeit das gesamte Wissen der Welt bei sich &#8211; quasi haben wir zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit das Weltwissen „in der Hosentasche“.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/05/wikipedia2.png" alt="wikipedia2" title="wikipedia2" width="510" height="109" class="aligncenter size-full wp-image-2719" /><br />
<em>Wikipedia ist nicht mehr nur Wikipedia. Wikipedia ist mehr. Wikipedia wird mehr und mehr das Wissen.</em></p>
<p>Das kommt den <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/10/haben-und-sein-der-24-7-kodex/">„internet-normierten“ Menschen</a>, den engagierten Onlinern, sehr gelegen, denn f&#252;r sie m&#252;ssen alle <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/17/einige-gedanken-zu-cloud-computing/">Archivierungssysteme</a> auch online verf&#252;gbar sein. Auch aus diesem Grund finden wir in der Entwicklungs“gemeinde“ und den Unterst&#252;tzern sehr viele internet-normierte Menschen, Menschen, die das Internet und die dort angebotenen Services als ihr Betriebssystem verstehen, als Grundlage ihres Lebens, mit Hilfe dessen sie ihr reales Leben und das virtuelle Leben in Einklang bringen. </p>
<p>Wikipedia ver&#228;ndert unser Lernen und Leben erheblich, es wird zu einer Institution, auf die man sich berufen kann, im Lernen und im Leben. Jederzeit und &#252;berall auf allen <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/09/der-fixierungscode-2009/">Ger&#228;ten (Maschinen)</a>.  </p>
<p>Wir konnten die Entstehung eines anderen Unternehmen bereits verfolgen, eines Unternehmens, das sich auf Informationen spezialisiert hat und zu einer digitalen Supermacht geworden ist: Google. Nur dass wir in der Zeit der Entstehung von Google die Dimensionen noch gar nicht absch&#228;tzen konnten, die dieses Unternehmen f&#252;r sich beanspruchen w&#252;rde, weil alles neu f&#252;r uns war, heute k&#246;nnte man fast sagen, das Internet begann erst mit Google. </p>
<p>Wikipedia ist &#8211; und wir k&#246;nnen die Entwicklung dieses Mal durch das bereits vorhandene Beispiel Google wesentlich aufmerksamer verfolgen &#8211; auf dem Weg zu einer digitalen Supermacht. Deshalb m&#252;ssen wir diese Organisation besser verstehen lernen, weil sie schon bald ein weiterer Monopolist in der virtuellen Welt werden wird.</p>
<p>Wikipedia zu verstehen, hei&#223;t, das (digitale) Leben zu verstehen.</p>


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		<title>Einige Gedanken zu Cloud Computing</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/17/einige-gedanken-zu-cloud-computing/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 09:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud Computing]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Speicherkapazitäten]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die Selbstbildnisse des Menschen haben eine lange Evolution hinter sich. Von den ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Selbstbildnisse des Menschen haben eine lange Evolution hinter sich. Von den H&#246;hlenmalereien &#252;ber die Fotografie, bis zu Fernsehen und Video. Jeder dieser Schritte kam einer Revolution gleich, die Fotografie zum Beispiel erm&#246;glichte es den Menschen, ihr Abbild zuerst als Statussymbol, dann als Erinnerungsspeicher an jedem Ort ansehen zu k&#246;nnen. Heute, nur knapp &#252;ber 100 Jahre sp&#228;ter, sind wir bei der Echtzeitdarstellung unseres ganzen Lebens im Internet angekommen. Aus dem physischen Erinnerungsspeicher ist ein virtueller geworden, der Computer hilft uns &#8211; auch das erst seit ungef&#228;hr 30 Jahren -, unsere Selbstbildnisse, ja unser ganzes Leben zu analysieren, zu strukturieren und zu speichern.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/05/cloudcomputing.jpg" alt="cloudcomputing" title="cloudcomputing" width="510" height="336" class="aligncenter size-full wp-image-2688" /></p>
<p>Bis heute z&#228;hlen Festplattengr&#246;&#223;en neben Prozessorgeschwindigkeiten bei Computern zu den entscheidenden Auswahlkriterien f&#252;r den Kauf eines neuen Rechners. Wir achten alle &#8211; mehr oder weniger bewusst &#8211; darauf, dass genug Platz auf dem physikalischen Speicher vorhanden ist, um unser Leben in Form von Videos, Fotos und anderen Medien auf der Festplatte abzulegen. </p>
<p>Damit ist der Computer neben dem Arbeitsger&#228;t und der Spielekonsole auch zu so etwas wie einem Life-Line-Recorder geworden. Unser Leben liegt fein s&#228;uberlich in „Ereignisse“ unterteilt auf den Laufwerken und kann auf unserem externen „Gehirnlaufwerk“, der Festplatte jederzeit nach beliebigen Kriterien in Videos und Pr&#228;sentationen zusammengestellt und vorgef&#252;hrt werden. F&#252;r viele ist es immer noch eine unvorstellbare Vorstellung, dass die Festplatte „voll“ sein k&#246;nnte, weil sich das Gef&#252;hl einstellt von „Jetzt endet mein Leben, weil ich es nicht mehr aufzeichnen kann“. Wir brauchen immer mehr externe Festplatten, um unserem Leben den Raum geben zu k&#246;nnen, den wir f&#252;r wichtig halten. Obwohl unsere Lebens-Daten virtuell vorliegen, sind sie dennoch immer in unserem direkten Zugriffsbereich, auf unserem Rechner. Doch der n&#228;chste Evolutionsschritt naht:</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing">Cloud-Computing</a> ist etwas ganz Neues f&#252;r den Menschen. </p>
<p>Wir werden dazu &#252;bergehen, unsere Daten aus dem selbstverwalteten eigenen Rechner in die Sph&#228;ren eines Rechnerparks abzugeben. Aber dieser Schritt ruft bei vielen Nutzern Bedenken in Sachen Sicherheit, wenn nicht sogar eine starke Abneigung gegen diese Form der Speicherung hervor, weil unsere Daten &#8211; das hei&#223;t auch immer unser Leben &#8211; nicht mehr in unserem selbstverantworteten Herrschaftsbereich, sondern auf „irgend einer Wolke“ liegen. Auch diese Zweifel werden wir ablegen, so wie wir nicht mehr glauben, dass unseres Seele auf einem Foto eingesperrt wird, oder dass das Fernsehen uns unserer Selbstbestimmung beraubt. </p>
<p>Die Voraussetzungen f&#252;r Cloud-Computing sind gegeben, die Internet-Infrastruktur bietet ausreichende Geschwindigkeiten daf&#252;r, die Server sind technisch f&#228;hig, um die heute noch unvorstellbaren Datenmengen zu bew&#228;ltigen. Zudem bietet Cloud Computing eine nachvollziehbare Abrechnungsmethode, weil man nur das in Rechnung gestellt bekommt, was man auch an Datenleistung „verbraucht“. Wir werden also unsere Daten &#8211; befreit von allem Ballast &#8211; im w&#246;rtlichen Sinne &#8211; dennoch bei uns haben, jederzeit an jedem Ort der Welt abrufbar. Die Ger&#228;te daf&#252;r dr&#228;ngen sich in diesen Tagen verst&#228;rkt auf den Markt.</p>
<p>Die Globalisierung, im Sinne der Notwendigkeit, „Daten &#252;berall abrufen zu k&#246;nnen“, ohne (<del datetime="2010-05-16T09:17:42+00:00">schwere</del>) Notebooks mit uns herumtragen zu m&#252;ssen, wird auch unsere Lebens-Daten erfassen. Damit erreicht die Virtualisierung unserer Selbstbildnisse, mehr noch unserer ganzen Lebensdaten ein neues Niveau, weil die Daten in Echtzeit abrufbar auf virtuellen Speichern, nicht mehr physikalisch auf einem Computer vorliegen. Der Life-Line-Recorder ist eine Ebene aufgestiegen, „in die Wolke &#252;ber uns“, ohne die Bindung an Festplatten, deren Kapazit&#228;t wir st&#228;ndig erweitern m&#252;ssen. </p>
<p>Nebenbei bemerkt ist es interessant, dass der Begriff Cloud-Computing uns ein wenig in die Irre f&#252;hrt, denn unsere Daten sind ja nicht „in der Wolke &#252;ber uns“, sondern festverankert in Serverparks auf der Erde. Zudem ist der Speicherplatz in der Wolke „unendlich“, wir l&#246;sen uns von den physischen Speichern und laden unsere vituellen Lebens-Daten auf virtuelle Speicher. Dem Menschen scheint die Vorstellung zu gefallen, dass sein Leben sich &#252;ber die irdische Bedingtheit erhebt und Gott &#228;hnlich in der Sph&#228;re schwebt. Zum Gl&#252;ck aber scheint keine Gefahr zu bestehen, dass unsere Selbstbildnisse „gott&#228;hnlich“ werden, denn der Trend geht eher zur Selbstinszenierung.</p>


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		<title>Mein schlechtes Gewissen bei Social Media</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 12:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gewissen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit ist Geld]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Wie die Zeit vergeht, eindeutig zu schnell. Oder ticken die Uhren in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wie die Zeit vergeht, eindeutig zu schnell. Oder ticken die Uhren in der digitalen Welt schneller? Social Media kostet Zeit. Eine kurze Bestandsaufnahme: Mein E-Mail Postfach hat 1.000 unbeantwortete Mails, in Facebook sind weit &#252;ber 200 Nachrichten und Xing meldet weit mehr als 100 Nachrichten.</p>
<p>Zur Beantwortung rechne ich durchschnittlich 5 Minuten. Wenn man das zusammenz&#228;hlt sind das 1.300 x  5 = 6.500 Minuten = 108 Stunden Arbeit. </p>
<p>Aber was kostet die Beantwortung einer Nachricht? </p>
<p>In erster Linie Zeit, die man eigentlich kaum hat. Je mehr man sich in Social Media engagiert, desto mehr Kontakte schlie&#223;t man, desto mehr Nachrichten bekommt man. Ein Teufelskreis. Aber das ist eine rein quantitative Betrachtungsweise, bei der Aufz&#228;hlung der Nachrichten geht es auf den ersten Blick tats&#228;chlich um die pure Menge, die einem den kalten Schauer des machtlosen Erschreckens &#252;ber den R&#252;cken jagt. Bei n&#228;herer Betrachtung aber ist die quantitative Betrachtung eine gef&#228;hrliche Sicht der Dinge. </p>
<p>_________________________________________________________________________________________________<br />
<strong>&#8220;Zeit ist Geld&#8221;, Benjamin Franklin hatte Recht mit seinem Spruch &#8220;Remember Time is Money&#8221; und das vor &#252;ber 200 Jahren. </strong><br />
_________________________________________________________________________________________________</p>
<p>Qualitativ lassen sich E-Mails nicht sofort klassifizieren. Terminanfragen, Fragen zu bestimmten Themen, News, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, Investoren und all die Antworten auf selbstgestellte Terminanfragen, &#8230; . Aber die qualitative Betrachtungsweise ist die einzige, die nur Zeit und nicht mehr kostet. Denn wenn man wichtige Nachrichten nicht in angemessener Zeit beantwortet, kann das im schlechtesten Fall auch einmal (viel) Geld kosten. Daher m&#252;ssen die Priorit&#228;ten, die man sich in seiner t&#228;glichen Arbeit setzt, auch genau so auf das Kommunikationsverhalten und die Nutzung von Social Media angewendet werden. Das Ziel muss es sein, alle Nachrichten in einem angemessenen Zeitrahmen zu beantworten, um allen seinen Kontakten gerecht zu werden. Wie geht es euch? Erlebt Ihr &#228;hnliches?</p>


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		<title>Apfelstory</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2009/11/03/apfelstory/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/2009/11/03/apfelstory/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 11:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Der Apfel]]></category>
		<category><![CDATA[Informationensverarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Informations-Overflow]]></category>
		<category><![CDATA[intuitive Informationsaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensverarbeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	M&#252;ssen wir wirklich alle Informationen aus dem Internet aufnehmen und verarbeiten? M&#252;ssen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	M&#252;ssen wir wirklich alle Informationen aus dem Internet aufnehmen und verarbeiten? M&#252;ssen wir Informations- und Wissensverarbeitung um jeden Preis vorantreiben, uns immer mehr Tools zulegen, um alle Informationen der digitalen Welt so lange zu speichern, bis wir sie verarbeiten k&#246;nnen? </p>
<p>Um meinen pers&#246;nlichen Ansatz zu verdeutlichen, m&#246;chte ich ein Bild w&#228;hlen: Denken wir uns einen gro&#223;en Korb mit wundersch&#246;nen &#196;pfeln. Jeder Apfel stellt eine Information dar, die vor mir liegt und »verarbeitet« werden will. Nun gibt es Menschen, die einfach in einen Apfel hineinbei&#223;en und ihn in einem St&#252;ck, samt Kerngeh&#228;use, aufessen. Diese Menschen nehmen die Information also in ihrer Ganzheit auf, mit der Schale (z.B. dem Kontext, dem Verfasser,), sogar mit dem Kerngeh&#228;use, also mit allen Geschmacksanteilen (=Informationsanteilen), die der Apfel bietet. </p>
<p>Manche Menschen nehmen also neben dem Geschmackserlebnis &#8220;Apfel&#8221; auch noch die Geschmacksanteile der Schale und des Kerngeh&#228;uses mit in Kauf, weil diese Bestandteile f&#252;r sie dazugeh&#246;ren. Diese Anteile geh&#246;ren f&#252;r mich aber nicht zur Basisinformation »Geschmackserlebnis Apfel« , und sollen in diesem Bild &#252;berfl&#252;ssige Informationsanteile darstellen. </p>
<p>Ich dagegen befreie den Apfel, die Information, nicht nur von seiner Schale und seinem Kerngeh&#228;use, sondern ich schneide ihn auch noch in kleine St&#252;cke, bevor ich ihn esse. So erhalte ich den reinen Apfelgeschmack, ohne Geschmacksanteile von Schale oder Geh&#228;use. Das hei&#223;t, ich zerlege die Information in kleine St&#252;cke, von denen ich wiederum einige ausw&#228;hlen kann, die mir besonders »nahrhaft« erscheinen, w&#228;hle also Teilaspekte einer Information aus, die ich zu meinem Wissen hinzuf&#252;ge. Ich esse also auch die braunen Stellen des Apfels nicht mit, weil sie nicht meinem Geschmack von Apfel entsprechen. </p>
<p>Warum ich gerade genau den einen Apfel zum Essen ausgew&#228;hlt habe, werde ich im Nachhinein gar nicht mehr begr&#252;nden k&#246;nnen, ich habe ihn intuitiv ausgesucht. Da alle &#196;pfel auf den ersten Blick ziemlich &#228;hnlich aussehen, kann ich nur intuitiv entscheiden, welchen ich mir nehme.</p>
<p>Ich meine, dass nur die intuitive Informationsaufnahme uns vor dem Informations-Overflow der digitalen Welt retten kann. Wenn ich anfangen w&#252;rde, die Informationen nach gelernter Art und Weise der analogen Welt, zu bewerten, w&#252;rde ich zu keinem Ergebnis kommen, weil die Informationsdichte in der digitalen Welt wesentlich h&#246;her ist. Kurz: Die Mechanismen der realen Welt greifen nicht wirklich in der digitalen Welt, wir m&#252;ssen unser Verhalten modifizieren, es bewusst anpassen, um nicht in der Informationsflut unterzugehen. Nat&#252;rlich erfolgt die Einarbeitung der so gewonnenen Informationen immer in ein vorher rational erstelltes Konzept. Die Auswahl der Informationen ist f&#252;r mich aber um einiges leichter, wenn ich die &#196;pfel &#8220;so&#8221; esse. </p>
<p>Kompliziert? Ja, finde ich schon.</p>


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		<title>Eine Web Theorie</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 14:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechtsverletzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verschmelzung]]></category>
		<category><![CDATA[Web 1.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[web 3.0]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Eine meiner etwas provokativen Aussagen in meinen Vortr&#228;gen der letzten Zeit ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Eine meiner etwas provokativen Aussagen in meinen Vortr&#228;gen der letzten Zeit ist folgender:</p>
<p><center><br />
<strong>Web 1.0</strong> war der Tod.<br />
<strong>Web 2.0</strong> ist die Not.<br />
<strong>Web 3.0</strong> ist das Brot.<br />
</center></p>
<p>Diese kleine Theorie hat mir dabei geholfen, die Begriffe zu definieren und zu kategorisieren, um die Zusammenh&#228;nge und vor allem die sich daraus ergebenden Folgen und Weiterentwicklungen zu verstehen. </p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="100" height="30" class="aligncenter size-full wp-image-1384" /></p>
<p><strong>Web 1.0 war der Tod</strong><br />
Ich erkl&#228;re mir das Web 1.0 als den technischen Grundstein des Internets auf den sich alle weiteren Entwicklungen aufbauen, denn um Daten verschicken zu k&#246;nnen, m&#252;ssen geeignete Verarbeitungssysteme und Leitungen vorhanden sein. Daher geh&#246;ren f&#252;r mich zum Web 1.0 folgende Bereiche dazu: die Rechenzentren, der Aufbau und die Weiterentwicklung der Hardware, der Software und der physischen und der Funk-Leitungen, Domains, Programmiersprachen (wie HTML, Java, PHP etc.), Firewalls, das Internetprotokoll, e-shopping-Software, die Browser, die Breitbandzug&#228;nge, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-to-Peer">Peer-to-Peer-Technologie</a>, also all die f&#252;r den Nutzer &#8220;unsichtbaren&#8221;, aber technisch notwendigen Grundlagen, die das Internet als World Wide Web erst so nutzbar machen, wie wir es heute gewohnt sind. </p>
<p>Mailbox-Netze waren bereits in der 1980er Jahren entstanden, aber erst durch das WWW, das World Wide Web, 1989 entwickelt durch Tim Berners-Lee, kam f&#252;r das Internet mit der Erfindung der Webbrowser &#8211; der erste grafikf&#228;hige Webbrowser war &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/NCSA_Mosaic">Mosaic</a>&#8221; &#8211; der Durchbruch.  </p>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<blockquote><p>
Keiner konnte wissen, dass es nach der Web 1.0 Blase doch alles funktionieren w&#252;rde, was wir uns im Web 1.0 ausgedacht hatten.
</p></blockquote>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<p>Warum aber war das Web 1.0 der Tod? Betrachtet man die gesamte Entwicklung des Internets von seinen Urspr&#252;ngen um 1969 bis heute, dann stellt man fest, dass es viele Unternehmen und Vordenker gegeben hat, die bei der Entwicklung des Internets auf der Strecke geblieben sind. &#220;ber diesen langen Zeitraum von 30 Jahren, kam es dazu, dass es erst die Nachfolge-Generation fr&#252;her bestehender Firmen zum Erfolg gebracht haben. Viele Firmen wie Altavista, AOL , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netscape_Navigator">Netscape</a>, Napster, Abacho spielten mehr oder weniger kurzzeitig eine gro&#223;e Rolle, verschwanden dann aber ganz oder gingen in anderen Firmen auf. Viele Gr&#252;nder und Erfinder waren mit ihren guten Ideen der Zeit um einiges voraus, und da diese Ideen zu fr&#252;h auf einen Markt mit mangelnder Nachfrage stie&#223;en, hatten sie keinen wirtschaftlichen Erfolg und deshalb war Web 1.0 der (wirtschaftliche) Tod f&#252;r viele.</p>
<p>Zwar war das Web 1.0 der Tod f&#252;r viele, aber es existiert heute noch und umfasst die Weiterentwicklungen und den Ausbau vom Internetprotokoll &#252;ber IP-Adressen bis hin zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/DNS-Server#Nameserver">DNS-Servern</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Backbone_(Telekommunikation)">Backbone-Netzen</a>, Programmiersprachen, Provider-Netzen, Intranets und Forschungsnetzen. Es umfasst also im wahrsten Sinne des Wortes die grundlegende Infrastruktur, die der Internetnutzer braucht, um sich im Internet bewegen zu k&#246;nnen. Die Datenautobahnen waren erfunden, im Web 2.0 geht es um den Bau der St&#228;dte, die man &#252;ber die Autobahnen ansteuern kann.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="100" height="30" class="aligncenter size-full wp-image-1384" /></p>
<p><strong>Web 2.0 ist die Not</strong><br />
Im Web 2.0 kommen zur weiteren Entwicklung des Web 1.0 zwei weitere Entwicklungen hinzu. Die technische Grundlagen wurden durch das Web 1.0 geschaffen, die Infrastruktur stand bereit. Jetzt muss diese Infrastruktur aber auch nutzbar gemacht werden, es bedarf Software-Entwicklungen, um die Angebote im Netz effizienter und schneller nutzen zu k&#246;nnen. </p>
<p>Das Web 2.0 wird im eigentlichen Sprachgebrauch als der Aufbau der Social Networks mit der damit verbundenen Interaktion und Ko-Laboration bezeichnet, spiegelt aber in Wirklichkleit nur den Drang der Nutzer wieder, die durch die Grundlagen des Web 1.0 und den Service-Ausbau des Web 2.0 geschaffenen Voraussetzungen auch zu nutzen. Zum Web 2.0 geh&#246;ren f&#252;r mich folgende Entwicklungen: Wiki, Blog, Podcast, Mashups, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Social_Network">Social Networks</a> und nat&#252;rlich Media Sharig Plattformen. </p>
<p>Bei der Definition des Web 2.0 stehen wir schnell vor dem &#8220;Henne-Ei-Problem&#8221;, denn es bleibt eine Anschauungssache, ob die Social Networks entstanden, weil es die Services (die Software) daf&#252;r gab, oder ob die Services geschaffen wurden, weil es die Nachfrage dananch gab. Wie auch immer man sich entscheidet, es spielt keine Rolle f&#252;r das Verst&#228;ndnis meiner kleinen Theorie. Das Web 2.0 hat die Voraussetzungen geschaffen, dass wir irgendwann mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing">Cloud Computing</a>, Social Media, Social Gaming, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web">Semantik Web</a> und Real Time Search entwickeln, aber diese Entwicklung war bereits in den Anf&#228;ngen des Web 2.0 vorherzusehen. </p>
<p>Die mit der Weiterentwicklung des Internets besch&#228;ftigten Unternehmen sind im Web 2.0 immer noch damit besch&#228;ftigt, die Grundlagen f&#252;r eine schnelle und einfache Kommunikation zu legen, sie m&#252;ssen gro&#223;e Summen investieren, um das Internet so zu strukturieren, dass die Nutzer eine klare Anwendungslandschaft vorfinden, die leicht und schnell zu bedienen ist. Das beste Beispiel daf&#252;r ist heute die Entwicklung von <a href="https://wave.google.com">Google Waves</a>, eine revolution&#228;re Art, das alte eMail-System auf die ver&#228;nderten Nutzungsbedingen der User anzupassen. Es entstand also kein &#8220;neues&#8221; Internet, lediglich die Nutzungsform der vorhandenen Services hat sich ver&#228;ndert. </p>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<p>Der &#8220;Erfinder&#8221; des World Wide Web, Tim Berners-Lee sagte &#252;ber den Begriff &#8220;Web2.0&#8243;:</p>
<blockquote><p>
&#8220;I think Web 2.0 is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means.&#8221;
</p></blockquote>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<p>Das Internet hat sich aus der durch die digitalen Superm&#228;chte eindimensional gef&#252;hrten Angebotsstruktur &#8220;surf auf meine Seite und kauf&#8217;&#8221; zu einem mehrdimensionalen sozialen Netzwerk entwickelt, in dem jeder mit jedem in Kontakt treten kann. Aus dem &#8220;Konsum-Web&#8221; wurde das &#8220;Mitmach-Web&#8221;, aus Informationsmonopolen wurden gleichberechtigte Nutzer, die all ihre Informationen gegenseitig austauschen, aus vorwiegend statischen html-Seiten wurden dynamische Inhalte, die in Content-management-Systemen gepflegt werden. Jeder Internetnutzer kann gleichzeitig Informationen von anderen verarbeiten, aber auch Informationen selbst in das Netz stellen, es sind keine technischen Kenntnisse mehr notwendig, um sich sein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen.</p>
<p>Gleichzeitig wurden im Web 2.0 modernste, einfach zu bedienende und sch&#246;ne Ger&#228;te entwickelt, die den Anwender den ganzen technischen Aufwand, der dahinter steht, wirklich vergessenlassen, er kann sich auf seine Arbeit konzentrieren und muss sich nicht mehr mit der Technik herumschlagen. Alles funktioniert, Updates installieren sich von selbst, die Ger&#228;te werden immer &#228;sthetischer. </p>
<p>Mit Sicherheit haben auch Entwicklungen wie das DSL ma&#223;geblich dazu beigetragen, dass die Nutzung des Internets und damit die auch die Nachfrage nach sozialen Netzwerken enorm gestiegen ist. Daf&#252;r mussten Unternehmen aber wieder enorme Summe in den Ausbau der schnellen Datenleitungen &#8211; wie f&#252;r vieles andere &#8211; investieren, daher &#8220;Web 2.0 ist die Not&#8221;. </p>
<p>Abschlie&#223;end betrachtet sehe ich im Web 2.0 keine eigenst&#228;ndige &#8220;Web-Epoche&#8221;, sondern folge eher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee">Tim Berners Lees</a>, der im Web 2.0 das &#8220;Web 1.0 -Verst&#228;ndnis&#8221; des Internets wiederfindet &#8211; eben nur mit unvergleichlich gr&#246;&#223;erem Angebot. Die Infrastruktur, die das Web 1.0 zugrunde gelegt hat, wird jetzt genutzt, um endlich auch Spa&#223; und Unterhaltung im Internet zu finden.</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/01/leer.gif" alt="leer" title="leer" width="100" height="30" class="aligncenter size-full wp-image-1384" /></p>
<p><strong>Web 3.0 ist das Brot.</strong><br />
Web 3.0 ist die Evolution, die in einem fast parallel verlaufenden Strang zum Web 2.0 l&#228;uft. Die Infrastruktur ist geschaffen, die Anwendungen und Services funktionieren. Die wirtschaftlichen und sozialen Ver&#228;nderungen sorgen daf&#252;r, dass im Web 3.0 auch Gesch&#228;ftsmodelle funktionieren k&#246;nnen. Hier ist das Brot. Hier kann jeder satt werden. User &#038; Anbieter.</p>
<p>Die Dinge, die f&#252;r das Web 3.0 stehen, sind der Online-Journalismus, die weitergehende Vernetzung von Services, Twitter, Livecasting, Photosharing, Videosharing etc.. Es wird dadurch aber auch eine bessere Medienkompetenz der Nutzer n&#246;tig, denn die zunehmende Abh&#228;ngigkeit von der digitalen Welt und Spielsucht sind &#8220;Produkte&#8221; des Web 3.0. Insgesamt aber kann man sagen, dass die soziale Verkn&#252;pfung voranschreitet, &#8220;Social Systems&#8221; ist das gro&#223;e Wort des Web 3.0. Social Systems werden zu Massenmedien, da die Anwendung der n&#246;tigen Werkzeuge und Services unkompliziert ist, geringe Kosten verursacht und weil die Reichweite durch Qualit&#228;t schnell sehr gro&#223; werden kann. Streuverluste fallen (im Gegensatz zu den klasssischen Medien) kaum finanziell ins Gewicht und ein ganz wichtiger Punkt: Im Gegensatz zu den Massenmedien Print und Fernsehen findet die gegenseitige Kommunikation in Echtzeit statt. Man kann endlich davon sprechen, dass man sein Leben in der digitalen mit den Services und Anwendungen des Web 3.0 schon perfekt organisieren kann. </p>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<blockquote><p>
Die gro&#223;e Kunst den Zeitgeist einzufangen und mit meinem Netzwerk zu teilen bedeutet f&#252;r mich Social Media also Web 3.0.</p></blockquote>
<p>_________________________________________________________________________________</p>
<p>Das enorme Wachstum des Internets mit all seinen M&#246;glichkeiten ruft nat&#252;rlich auch den Staat als Regulator auf den Plan. Der Unsinn des Spruchs &#8220;Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein.&#8221; ergibt sich aus dem anscheinenden Unversta&#228;ndnis dem Medium gegen&#252;ber. Diese Forderung impliziert, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist, das aber ist falsch, denn das Internet war nie ein rechtsfreier Raum. So wurden zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen schon immer strafrechtlich verfolgt. Das zeigt aber in meinen Augen nur, dass die digitale Welt und ihre M&#246;glichkeiten endlich im Bewusstsein der Menschen angekommen sind. Daraus folgt wiederum, dass das Web 2.0 (die Servcies) und das Web 1.0 (die Infrastruktur) alle Anforderungen erf&#252;llen m&#252;ssen, die die Nutzer des Web 3.0 von ihnen fordern. </p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/10/web.jpg" alt="web" title="web" width="500" height="375" class="aligncenter size-full wp-image-2105" /></p>
<p><strong>Fazit:</strong> Was aber soll diese kleine Theorie &#252;ber das Internet? Sie soll das Bewusstsein daf&#252;r sch&#228;rfen, dass das Web 1.0, 2.0 und 3.0 nebeneinader existieren, es gibt kein entweder oder, keine zeitliche Abfolge, keine &#8220;Internet-Zeitalter&#8221;. Es gibt drei parallel laufende Entwicklungspfade im Internet, die jeder f&#252;r sich eine eigene Berechtigung, ihren Nutzen und ihre Kosten haben. In alle drei Ebenen muss weiter investiert werden, um den n&#228;chsten Schritt einzuleiten: das Web 4.0.</p>
<p>Das Web 4.0 w&#228;re dann die Verschmelzung der Menschen und der Maschinen, denn das Leben der Menschen wird durch durch die Maschinen organisiert und gereglt. Roboter k&#246;nnten zur Arbeitserleichterung und das Wissen der Maschinen f&#252;r den Menschen und seine Bed&#252;rfnisse eingesetzt werden. Der Mensch lebt online und handelt &#252;berwiegend online. Die Maschinen sind Verb&#252;ndete des Menschen, sie sind dann die Schaltzentrale des Lebens.</p>
<p>Ich w&#252;rde mich freuen, eure Meinung dazu zu lesen.</p>


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		<title>Sammelsucht, als Instinkt im digitalen Zeitalter</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2009/10/23/sammelsucht-als-instinkt-im-digitalen-zeitalter/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/2009/10/23/sammelsucht-als-instinkt-im-digitalen-zeitalter/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 13:22:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Life]]></category>
		<category><![CDATA[Fixierungs-Code]]></category>
		<category><![CDATA[Fixierungscode]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	In einem Gespr&#228;chen mit einem Jugendlichen wurde mich erst klar, dass es ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	In einem Gespr&#228;chen mit einem Jugendlichen wurde mich erst klar, dass es eine Art Sammelsucht gibt. Beim Sammels&#252;chtigen geht es nicht um das illegale Sammeln von Daten, sondern darum, ein einmal gesetztes Ziel zu erreichen. Ein Ziel kann sein, dass man alle K&#252;nstler von A-Z in einem Archiv speichern m&#246;chte. </p>
<p>Ich unterhalte mich gern mit Menschen dar&#252;ber, was sie &#252;ber die verschiedenen digitalen Themen denken. Bei einem dieser Gespr&#228;che erz&#228;hlte mir ein 17-J&#228;hriger, dass er sich sehr viele Musikst&#252;cke als mp3 aus dem Internet heruntergeladen h&#228;tte. Auf die Tatsache angesprochen, dass dieses Verhalten illegal sei und ihn zu einem Kriminellen machen w&#252;rde, erkl&#228;rte er mir, dass er nach kurzer Zeit einfach nicht mehr damit aufh&#246;ren konnte, mehr und mehr Songs herunterzuladen. Er h&#228;tte eine regelrechte Besessenheit entwickelt, so viele Lieder wie nur irgend m&#246;glich auf seiner Festplatte zu speichern. Dieser Jugendliche hatte &#252;berhaupt kein Unrechtsbewusstsein bei seinen illegalen Downloads, er redete sich damit heraus, dass »das ja alle machen«. Es ging ihm gar nicht darum, die Musikst&#252;cke alle zu h&#246;ren, er schaffte sich damit vielmehr eine Freizeitbesch&#228;ftigung, indem er die mp3-Dateien auf seiner Festplatte nach Musikrichtung, Sprache, Interpreten, pers&#246;nlicher Bewertung und Qualit&#228;t ordnete. Der junge Mann war – in seinen Augen sinnvoll – besch&#228;ftigt. Das Ziel seiner Sammlung war es, alle Lieder seiner Lieblingsstile vollst&#228;ndig in seinem Computer verf&#252;gbar zu haben. Auch wenn dieses Beispiel sicher extrem ist, so m&#252;ssen wir uns dar&#252;ber klar werden, dass das, wenn auch in unterschiedlicher Auspr&#228;gung, heute die Realit&#228;t ist. </p>
<p>Es scheint mir, dass junge Leute heute viel weiter gefasste M&#246;glichkeiten haben, ihre Interessen zu verfolgen, Nachrichten auszuwerten und das alles in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Die Komplexit&#228;t des Internets scheint ein komplexeres Denkverm&#246;gen zu f&#246;rdern, wenn es ein mehr oder weniger sinnvolles Ziel gibt, das der Nutzer verfolgen kann. Sprachkenntnisse, Wissen &#252;ber moderne Informations- und Kommunikationstechnik und eine strukturierte Vorgehensweise scheinen dabei ganz nebenbei gelernt zu werden. </p>
<p>Was f&#252;r eine unfassbare Zeit. Alles flie&#223;t, alles &#228;ndert sich.</p>
<p>____________________________________<br />
<em>Weitere Themen rund um das Thema Sammesucht findet ihr in meinem Buch: <a href="http://www.amazon.de/Fixierungs-Code-digitale-Evolution-verstehen-&#252;berleben/dp/3898832554">Der Fixierungscode</a> &#8211; Ab November im Handel.</em></p>


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		<title>Mehrdimensionale Informationen in der Gesch&#228;ftswelt</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 12:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Datenmengen]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Fixierungscode]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrdimensional]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[ 	Die Ver&#228;nderungen in der digitalen Welt beschrieb ich bereits vor wenigen Wochen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Ver&#228;nderungen in der digitalen Welt beschrieb ich bereits vor wenigen Wochen im meinem Artikel „<a href="http://www.ibrahimevsan.de/2008/05/20/der-fixierungs-code/">Der Fixierungscode</a>“. Ich m&#246;chte heute mit diesem neuen Artikel speziell auf die Herausforderungen der Business-Welt in unserem digitalisierten Leben eingehen. Welchen Einfluss nimmt die Digitalisierung auf unsere Kommunikation?</p>
<p>Wir Onliner m&#252;ssen mit der Informationsflut aus dem Internet leben, mehr noch: Die Datenmengen bestimmen unser t&#228;gliches Handeln und unsere Kommunikation und auf gesch&#228;ftlicher Ebene werden Entscheidungen durch unserer pers&#246;nliches Kommunikationsverhalten beeinflusst. Mehr noch, unser Handeln definiert sich durch unsere digitalen Informationen, die wir aus den unterschiedlichsten Quellen beziehen – und wir treffen weitreichende Entscheidungen in Sekundenschnelle. </p>
<p>Ich nutze sehr gern den Massenchat f&#252;r Erwachsene namens Twitter, in dem Informationen an &#8220;Followers&#8221; gesendet werden, also Menschen, die mir folgen. Ich kann sie nicht alle kennen, aber ich sende ihnen Nachrichten. Wieso mache ich das? Ich pers&#246;nlich kann damit meine Ideen mit anderen &#8211; in Echtzeit &#8211; teilen und damit weiterentwickeln. Diese schnelle Kommunikationsform ist zwar nur f&#252;r kurze Gedanken geeignet, aber gerade das hat den Vorteil, dass man seine Gedanken und Ideen strukturieren muss. Kurz: Twitter ist eine Nische f&#252;r sich selbst managende Menschen, die zeigen wollen, dass sie echt sind.</p>
<p><strong>Aktivit&#228;t im Livestream</strong></p>
<p>Vor fast zwei Jahren schrieb ich &#252;ber die gesellschaftlichen Ph&#228;nomene, die ein zuk&#252;nftiges &#8220;Web 3.0&#8243; mit sich bringen muss: Authenticity, User Location, Impersonal Communication, Open Publication, Consumer Ratings und Individual Connectivity. Immer st&#228;rker wird diskutiert, wie das &#8220;Web 3.0&#8243; zur Realit&#228;t werden k&#246;nnte. Welche Aktivit&#228;t wer &#8211; wann &#8211; wie &#8211; wo &#8211; wie oft &#8211; und mit welcher Wirkung &#8211; im Internet gezeigt hat, kann mittlerweile ohne gro&#223;e Umwege herausgefunden werden. S&#228;mtliche Aktivit&#228;ten eines Onliners und auch eines Unternehmens k&#246;nnen durch referenzierte Informationen aus den verschiedensten Profilen zusammengesetzt und ausgewertet werden. Livefeeds, Twitterfeeds, Friendfeeds, Minifeeds – was mit RSS angefangen hat, eskaliert jetzt, denn der Nutzer hinterl&#228;sst heute nicht nur Spuren in der digitalen Welt, er wird als reales Individuum oder als Firma sichtbar.</p>
<p>Doch warum sind Minifeeds und Livefeeds f&#252;r das Gesch&#228;ftsleben relevant? Wie weit macht es Sinn, sein Leben minuti&#246;s zu dokumentieren und sich so f&#252;r alle sichtbar und erlebbar zu machen? Die Folge ist, dass man aus all diesen Informationen eine f&#252;r jeden nachvollziehbare pers&#246;nliche Timeline frei verf&#252;gbar ins Internet stellt. Das Ganze erinnert mich an den Film &#8220;The Final Cut&#8221;, in dem die Privatsph&#228;re von Verstorbenen durch implantierte Aufzeichnungssysteme verletzt wurde. Was bringt es, sein Leben als Timeline abzubilden?</p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/08/mehr.jpg" alt="mehr" title="mehr" width="500" height="261" class="alignleft size-full wp-image-1889" /></p>
<p><strong>Transparenz des Menschen</strong></p>
<p>Der Mensch ist stark von Computern abh&#228;ngig geworden, ist schon auf sie fixiert. In fast allen Branchen werden Entscheidungen aufgrund digitaler Informationen gef&#228;llt, die unentwegt aus dem Internet &#252;ber die verschiedensten Kan&#228;le auf uns eindringen.  Onliner und besonders Firmen m&#252;ssen komplett neue Verhaltensweisen an den Tag legen, um mit diesem neuen &#8211; sehr schnellen &#8211; digitalen Leben zurechtzukommen, denn die Informationen kommen in realtime zu uns und m&#252;ssen dementsprechend schnell verarbeitet werden, damit sie uns bei Probleml&#246;sungen helfen k&#246;nnen. In der virtuellen Welt gibt es kein &#8220;Mindesthaltbarkeitsdatum&#8221;, es hei&#223;t sofort oder gar nicht zu reagieren.  </p>
<p>Sofort zu reagieren hei&#223;t im Gesch&#228;ftsleben aber nicht, aufgrund von einzelnen Informationen zu entscheiden. Vielmehr m&#252;ssen entscheidende Informationen erst verifiziert werden, bevor sie f&#252;r den Entscheidungsprozess verwendet werden. Dazu allerdings ist ein neuer Umgang mit Informationen notwendig, weil man die f&#252;r bestimmte Entscheidungen wichtigen Informationen erst aus dem st&#228;ndigen &#8220;Strom der Informationen&#8221; herausl&#246;sen muss. Im Entscheidungsprozess muss man die Informationen samt ihrer Quelle, ihres Inhalts und ihres Zusammenhangs transparent machen, um ihren Nutzen f&#252;r die Probleml&#246;sung definieren zu k&#246;nnen. Informationen werden im Web 2.0 sozusagen &#8220;mehrdimensional&#8221;, denn der gesch&#228;ftliche Erfolg h&#228;ngt nicht mehr von den gesch&#228;ftlichen Kontakten bei XING ab, sondern kann viel differenzierter in Communities gemessen werden. Eine Information, ein kurzer Gedanke kann in verschiedenen Communities auch unterschiedliche Resonanz hervorrufen, dessen muss man sich heute bewusst sein und die Chancen erkennen, die einem diese unterschiedliche Resonanz gibt. </p>
<p>Das Geheimnis des Erfolgs mancher Unternehmen beruht meines Erachtens heute darauf, dass sie nicht nur Informationen &#252;ber viele Kan&#228;le streuen, sondern eher darauf, dass die Unternehmen die sich daraus ergebende Resonanz f&#252;r die Weiterentwicklung von Produkten und Services als Ideenpool nutzen. Ist ein Gedanke interessant genug, um Menschen in Communities zu begeistern, so wird dieser Gedanke von den Menschen weitergef&#252;hrt und an andere weitergegeben, bis er &#8211; kommentiert und weiterentwickelt &#8211; wieder bei dem Unternehmen landet. Wie bei einem Billard-Ansto&#223; wird der Bewegungsimpuls einer Kugel an die anderen Kugeln weitergegeben und ver&#228;ndert die Lage der einzelnen Kugeln auf dem Billard-Tisch; es entsteht ein neues Bild.   </p>
<p>Die Frage ist dabei allerdings, inwieweit man als Unternehmer Informationen in die Breite des Internets streuen kann, darf und will. Denn rechtliche Fragen, wie die das Urheberrecht oder &#228;hnliches betreffend, sollten vor so einer solchen Informationsaktion gekl&#228;rt werden, um keine b&#246;sen &#220;berraschungen zu erleben. Wer als Unternehmer neu in der digitalen Welt angekommen ist, hat oft Probleme, hier das richtige Ma&#223; zu finden, Profis hingegen haben von solchen Aktionen oft einen unsch&#228;tzbaren Vorteil. Ich denke, hier kann aber nur jeder f&#252;r sich selbst festlegen, wann er wie weit mit seinen Informationen gehen will, es muss ein iteratives Vorgehen sein, dass stets den Nutzen der einzelnen Aktion genau &#8220;berechnet&#8221;, denn nur so kann man sich langsam in die Welt der mehrdimensionalen Informationen vortasten.</p>


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		<title>Meine aktuellen Gedanken &#252;ber Twitter &amp; Social Web Monitoring</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 08:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibrahim Evsan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[ 	Die Arbeiten an meinem Buch &#8220;Der Fixierungscode&#8221; haben mich viel gelehrt. Zum ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Die Arbeiten an meinem Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Fixierungs-Code-digitale-Evolution-verstehen-%FCberleben/dp/3898832554/o">Der Fixierungscode</a>&#8221; haben mich viel gelehrt. Zum Beispiel ist mir beim Schreiben des Twitter-Kapitels klar geworden, wie sehr ich mein Blog vernachl&#228;ssigt habe. Man kann seine Gedanken kurz in Twitter fassen und hoffen, dass dieser &#8220;Geistesblitz&#8221; jemandem weiterhilft. Aber eine Kommunikation, eine Interaktion mit anderen ist nicht unbedingt das, was Twitter ausmacht, denn Twitter ist ein Informations- und vielleicht ein Unterhaltungsmedium. Das sieht man daran, dass Stars und Pers&#246;nlichkeiten des &#246;ffentlichen Lebens gerade dabei sind, die &#8220;<a href="http://wefollow.com/top">Twitter-Charts</a>&#8221; aufzumischen.</p>
<p>Twitter ist eine Bereicherung in der Kommunikation mit den Followern, die nicht nur Fans sein m&#252;ssen, denn auch Journalisten der Boulevard-Presse bedienen sich aus dieser Quelle. Aber welche Conversionrate erziele ich mit meinen Tweets? </p>
<p><a href="http://tr.im">http://tr.im</a> bietet dazu hervorragende Tools, die die Bewertung des eigenen Twitter-Accounts endlich aus der &#8220;gef&#252;hlten&#8221; Erfolgsmessung herausbringen. </p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2009/08/trim.jpg" alt="tr.im" title="tr.im" width="500" height="269" class="aligncenter size-full wp-image-1577" /></p>
<p>Die Zukunft von Twitter und von Auswertungstools daf&#252;r sieht gut aus, aber auch heute schon kann man gutes Social Web Monitoring betreiben; ich nutze folgende Tools dazu:</p>
<p><a href="http://search.twitter.com">http://search.twitter.com</a> – Echtzeitsuche in Twitter, eine Suche nach Inhalten, die im dem Moment der Suche aktuell sind<br />
<a href="http://google.de/blogsearch">http://google.de/blogsearch</a> – Echtzeitsuche f&#252;r Blogeintr&#228;ge<br />
<a href="http://technorati.com">http://technorati.com</a> – Blogsuche<br />
<a href="http://alexa.com">http://alexa.com</a> – Alexa Internet, ein Internetdienst, der Statistiken &#252;ber die Zugriffe auf eine Website ermittelt<br />
<a href="http://blogoscoop.net">http://blogoscoop.net</a> – Blogoscoop ist ein Informationsportal und Ranking-Tool f&#252;r Blogs, bzw. Blogger und die Leser von Blogs.<br />
<a href="http://backtweets.com/">http://backtweets.com/</a> – Mit Backtweets kann man als Blogger &#252;berpr&#252;fen, wer von Twitter aus auf sein Blog verlinkt<br />
<em>(Weitere Links in dem Kommentarfeld w&#228;re ich dankbar)</em></p>
<p>Twitter ist unbestritten ein modernes, unterhaltsames Tool, aber die wirklich Nutzen bringende Kommunikation findet in Blogs statt. Ein Blog sollte immer dazu dienen, mit den Lesern und ihren Kommentaren zusammen eine Entwicklung, einen Lernprozess einzuleiten, der alle Beteiligten ihren pers&#246;nlichen Probleml&#246;sungen n&#228;herbringt, oder aber neue Impulse f&#252;r die digitale Welt im allgemeinen schafft. </p>
<p>Zu diesem Thema werde ich in den n&#228;chsten Tagen noch mehr schreiben.</p>


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