Wenn wir über die Emotionalisierung des Internets sprechen, dann müssen wir auch auf die elektronischen Lesegeräte eingehen: Txtr, Kindle, iPad sind hier an erster Stelle zu nennen. Das iPad verlangt – wie jede Maschine – einen relativ hohen Grad an Selbstorganisation, um es optimal einsetzen zu können. Der Kindle, den ich seit einem Jahr nutze, macht es wegen des geringeren Funktionsumfangs einfacher.

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Das iPad bietet den Verlagen nicht nur neue Verbreitungsmöglichkeiten. Das Apple-Produkt zwingt sie dazu, neue Online-Angebote zu entwickeln. Das herkömmliche Presse-Grosso-System ist ein Auslaufmodell.

Mit seinen iMac- und MacBook-Reihen hat Apple längst die technologische Führung bei Computern übernommen. Durch das iPhone hat sich nicht nur ein neuartiger Mobilfunkmarkt, sondern ein echtes mobiles Internet und ein ganz neues Verhalten in der flexiblen Software-Nutzung ergeben. Mit einem einzigen Klick wird die Software auf das Gerät geladen und installiert sich von selbst, abgerechnet wird per Kredit- oder Gutscheinkarte. Mit der Kombination eines äußerst leistungsfähigen Shops für Musik, Videos und Software hat Apple schon vor der Einführung des iPads die Grundlage für eine schnelle Verbreitung des neuen Produkts gelegt. Die Kaufabwicklung kennen weit über 100 Millionen Apple-Kunden, sie zählt zu den einfachsten im Internet. Auf diese Weise hat Apple 2009 mehr als 50 Milliarden Dollar umgesetzt. Es ist leicht zu ermessen, welche Marktmacht Apple im Bereich Software für mobile Endgeräte aufgebaut hat.

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9September

Open Religion

“Zurückführen auf”, “Immer wieder lesen”, “sich ‘zurück’binden”, all das sind – je nach Auslegung des Begriffs – die bei Wikipedia zu findenden Bedeutungen des Wortes “Religion”. Woher der Begriff nun wirklich kommt, – da kann man sich nicht sicher sein, man kann es nur glauben. Auch die Definition von Religion liest sich bei Wikipedia so:

“Als Religion bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen.”

Nach dieser Definition könnte das Internet eine neue Art der Religion sein? Wird aus “Open Source” bald “Open Religion”? Die Bedingungen scheinen erfüllt zu sein: im Internet spricht man miteinander, man entwickelt zum Beispiel in Open Source etwas zusammen, man entscheidet gemeinsam, das Miteinander spielt – ähnlich wie bei Religionsgemeinschaften – eine große Rolle.

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Freundschaften zu pflegen wird in unserer schnelllebigen Zeit immer schwieriger – doch das Web schafft auch hier Abhilfe: Mit virtuellen Gütern können Nutzer ihren Freunden etwas Aufmerksamkeit schenken. Ganz nebenbei könnte die Werbeindustrie damit auch ein neues Geschäftsmodell entwickeln.

Virtual Goods sind vielen Menschen, natürlich zuerst denjenigen, die gern spielen, ein Begriff geworden. Virtual Goods sind ein geeignetes Mittel, um anderen eine Freude zu machen. Schließlich kommunizieren wir im Internet nicht nur mit unseren besten Freunden, wir treffen viele Menschen, die uns unterschiedlich nahe stehen.

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