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	<title>Ibrahim Evsan</title>
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	<description>Entrepreneur &#38; Social Media Speaker, im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>Wer hat da an meinem Gehirn herumgebastelt?</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 07:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer hat da an meinem Gehirn herumgebastelt? Mein Geist, meine Art Dinge zu nutzen ändert sich, ich denke nicht mehr, wie ich früher dachte: Ich glaube ich habe anders gedacht. Oder nicht? Wer hat meine neuronalen Schaltkreise neu programmiert? War ich das?</p>
<p><strong>Die Symptome sind schnell beschrieben: </strong><br />
Letzte Woche war ich in einem Buchladen und habe mir ein Buch gekauft. Mit großer Freude habe ich mich in meine Leseecke gesetzt und die ersten paar Seiten aufgeschlagen. Das Lesen dieses Buches wurde zum Kampf gegen meine Ungeduld, ich habe keine Ruhe zum Lesen. Ich bemerke immer wieder, dass ich kaum aufgewacht es nicht erwarten kann, mein Smartphone nach Nachrichten zu durchsuchen. Meine Konzentration auf eine Sache beschränkt sich auf immer kürzer werdende Zeiträume. Ich habe keine Zeit mehr. Ich habe für nichts mehr richtig Zeit. Die Tage gehen zu schnell um. </p>
<p>Einen Erklärungsansatz habe ich bereits gefunden: Mein Forschungstrieb ist gestiegen, ich habe die <strong>maximale</strong> Geschwindigkeit meines Forschungsdrangs gefunden. Die geruhsamen Tage mit den Bücherstapeln in den Bibliotheken sind vorbei. Heute bekomme ich die Informationen im Sekundentakt. Ein paar Google-Suchen, ein paar schnelle Klicks auf Links, und ich bin am Ziel. Auch wenn ich nicht mehr richtig arbeite (wie habe ich bloß damals gearbeitet?), lese ich im Web Info Galaxy, schreibe E-Mails (und verliere die Kontrolle), scanne Facebook und lese Blogs, sehe mir Videos an und höre ununterbrochen fast kostenlos und legal Musik über Spotify oder lasse mich durch Podcasts beraten. In der Zukunft werden wir <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2013/01/30/die-revolution-der-google-glasses/" title="Die Revolution der Google Glasses" target="_blank">digitale Brillen</a> tragen die das ganze auch nochmals intensiver erlebbar machen werden.</p>
<p>Ich gehe nicht durch das Leben, ich springe von Link zu Link. Ich habe das Internet als <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2012/07/09/social-media-einsam-sind-wir-nicht/" title="Digitale Einsamkeit oder haben wir einen ständigen Begleiter" target="_blank">Schlaraffenland der Informationen</a> entdeckt, nehme einfach alles über meine Augen und Ohren auf und lasse die Informationen in meinen Kopf. Viele Social Media Menschen sind Trüffelschweine für Informationen geworden. </p>
<p><strong>Informationen liefern die Nahrung für das Denken, aber sie verändern auch den Prozess des Denkens.</strong></p>
<p>Doch ich kann nicht der einzige sein, der so etwas erlebt. Wenn ich mit meinen Freunden und Bekannten darüber spreche, dann erzählen sie von ähnlichen Erfahrungen. Je mehr sie das Web nutzen, desto mehr müssen sie kämpfen, um konzentriert zu bleiben. Man fängt an zu überfliegen, man <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2012/01/27/social-media-hat-die-langeweile-getotet/" title="Social Media hat die Langeweile getötet." target="_blank">manipuliert sich selbst</a>, Prioritäten verschieben sich von selbst.</p>
<p>Und plötzlich werde ich in meine Jugend zurück geworfen. An einen Gedanken was mich damals nicht los gelassen hatte: Wie sehr wünschte ich mir, alle wichtigen Informationen aus den Büchern, oder die Informationen der Welt zu organisieren und universell zugänglich und nutzbar zu machen. Ich hatte damals schon vor Augen, was Google heute macht. Die perfekte Suchmaschine versteht genau, was man meint und gibt einem das zurück, was man will. Für Firmen wie Google wird die schwer verständliche Information eine Ware, eine utilitaristische Ressource, die gefördert und verarbeitet werden muss. In unserer Welt wird die Information mittlerweile mit industrieller, algorithmischer Effizienz verarbeitet. Das führt dazu, dass die Informationen ein produktiveres ICH schafft. Doch ist das so? </p>
<p>Die Information wird durch ihre immer komplexer werdende innere Dichte selbst eine neue Art von Information und erlebt unter dem Druck der nachfolgenden Informationsflut und der technologischen Optimierung eine Veränderung. <strong>Dadurch wird die Information symbiotisch mit bereits erfassten und anderen neuen Informationen.</strong> Eine ganz neue Art von Informationen entsteht, die Meta-Information, die dem Menschen ein komplexeres Denken abverlangt.</p>
<p><strong>Informationen werden durch digitale Evolution zu Meta-Informationen, die das Denken des Menschen algorithmisch machen.</strong> </p>
<p>Habe ich mich denn tatsächlich geirrt? Werden nicht die Maschinen den Menschen beherrschen, sondern werden die Informationen diese Herrschaft übernehmen? Ich denke, wer wen beherrschen wird, ist davon abhängig, wie wir Menschen zukünftig mit der  <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2013/02/04/informationsverarbeitung-fur-eine-idee-brennen-statt-im-feuer-der-informationen-selbst-zu-verbrennen/" title="Informationsverarbeitung: Für eine Idee brennen – statt im Feuer der Informationen selbst zu verbrennen">Informationsverarbeitung</a> umgehen werden. Aber der Gedanke lässt mich nicht mehr los. </p>
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		<title>Für eine Idee brennen &#8211; statt im Feuer der Informationen selbst zu verbrennen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 08:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Internet ist ein lebender Organismus. Seine Zellstruktur ist digital, seine Adern sind Höchstgeschwindigkeitstrassen, seine Zellen bestehen aus Informationen, sein Betriebssystem ist z.B. Facebook und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet ist ein lebender Organismus. Seine Zellstruktur ist digital, seine Adern sind Höchstgeschwindigkeitstrassen, seine Zellen bestehen aus Informationen, sein Betriebssystem ist z.B. Facebook und sein Gehirn ist Google. Ein vollständiger Organismus mit dem und mit Hilfe dessen wir Menschen kommunizieren. Wir als analoge Wesen haben den digitalen Maschinen gegenüber eine diametrale, eine vollkommen entgegengesetzte Denkstruktur, denn die Maschinen denken in Algorithmen.</p>
<p>Die Menge der im Internet neu erzeugten digitalen Daten stieg allein im Jahr 2011 um fast 2 Billionen Gigabyte an, mit einer erwarteten jährlichen Verdoppelung (Analogie: fast exakt die Verdoppelung der Festplattengrößen!). Das Datenvolumen durch Internetnutzung und E-Mail in Westeuropa stieg von 2011 bis (erwartet) 2013 von 940, 1.286 auf 1.618 Peta Byte (1.000.000.000.000.000 000 Bytes). Das heißt nur Mail und Internetnutzung nur in Westeuropa. Laut IBM ist eine Steigerung der Datenmengen in den nächsten Jahren von <strong>80facher Menge</strong> zu erwarten!</p>
<p>Das sind &#8211; gefühlt &#8211; unendlich viele Informationen. Wir Menschen können von den Zahlen her locker dagegenhalten: In jeder Sekunde finden in jeder unserer Zellen 100.000 chemische Reaktionen statt; in jeder Sekunde und das malgenommen mit ca. 50 Billionen Zellen. Das wären für jeden Menschen 5 x 10 hoch 18 = 5.000.000.000.000.000.000 Abläufe je Sekunde. Ja, das beruhigt uns erst mal.</p>
<p>Onliner sind Informations-Jäger. Es vergeht keine Stunde am Tag, in der nicht neue Informationen aus dem digitalen Organismus Internet über alle möglichen Digital/Analog-Wandler wie das iPhone in den analogen menschlichen Geist transferiert werden.</p>
<p><strong>Informationen sind wie Nervenbahnen im Gehirn: sie verbinden sich mit den schon Vorhandenen zu neuen Schaltkreisen.</strong></p>
<p>Doch Nervenbahnen haben keinen Selbstzweck, sie sind im menschlichen Körper dazu da, einen elektrischen Impuls, eine Informationen nach der anderen &#8211; niemals zeitgleich- zu transportieren.</p>
<p>Im Gegensatz dazu strömen die Informationen aus der digitalen Welt parallel über alle digitalen Kanäle in unsere Aufmerksamkeit hinein. Unser Gehirn verarbeitet um die 6 x 10 hoch 18 Informationen jede Sekunde, wir hätten also theoretisch die Chance&#8230;, wenn da nicht der biologische Informationsfilter wäre. Jede Information, die wir aufnehmen, durchläuft unseren „30 Sekunden Kurzzeitspeicher“, hier entscheidet sich, ob wir die Information aufnehmen oder sie gleich wieder vergessen. Wir können diese Information theoretisch durch Wiederholen lernen, aber innerhalb der 30 Sekunden sind mit Sicherheit schon wieder neue Informationen verfügbar. Es bleibt dann nur noch die Möglichkeit, durch die Verknüpfung mit Daten des Langzeitspeichers zu lernen.</p>
<p>Alles entscheidend ist also, ob wir die neuen Informationen überhaupt verarbeiten, verknüpfen können. Um Informationen aber sinnvoll verknüpfen zu können, muss man ein Ziel, ein bereits vorhandenes Gedankengerüst haben, in das man die neuen Daten einpflegt.</p>
<p>Hier setzt das Bewusstsein des Menschen die Maßstäbe der Verarbeitung: Erst wenn man bereits eine Idee, eine Vision als Gerüst im Kopf hat, kann man damit beginnen, die notwendigen Informationen zur Umsetzung der Idee in dieses Gerüst einzusetzen, bis es zu einem stabilen Gedankengebäude gewachsen ist, das einem Realitäts-Check standhält. Bewerten wir (oder andere) dieses Gedankengebäude dann in der realen Welt als sinnvoll, so haben wir den Lohn für unsere Mühen erhalten.</p>
<p><strong>Informationen sind wie Nervenbahnen im Gehirn: ohne übergeordneten Sinn sind sie nutzlos.</strong></p>
<p>Haben wir hingegen kein Ziel, auf das wir hinarbeiten können, dann werden alle Informationen, die auf uns ein strömen, als Stress empfunden. Das ist der Information Overflow, der dazu führt, dass wir den Sinn nur noch in den Informationen und nicht mehr in uns selbst suchen. Wir suchen dann in jedem digitalen Medium nach Informationen, die uns helfen, wieder eine Struktur, einen Sinn herzustellen. Ein Teufelskreis. Wir suchen nach einem digitalen Sinn-Ersatz. Wir suchen dann irgendwann in den digitalen Informationen nach uns selbst.</p>
<p><strong>Den Lebenssinn außerhalb des ICH zu suchen führt zum Burn-Out.</strong></p>
<p>Eines muss uns klar werden: Wir sind und bleiben analoge Wesen, mit analogen Bedürfnissen; selbst mit der <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2013/01/30/die-revolution-der-google-glasses/">Datenbrille</a> auf der Nase.</p>
<p>Es ist also die Frage, ob wir die Informationen mit unserem <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2012/01/27/social-media-hat-die-langeweile-getotet/">menschlichen Geist bezähmen</a>, indem wir sie für unsere Ideen verwenden, oder ob wir im Feuer der Informationen verbrennen wollen.</p>
<p>Wir Onliner müssen wieder lernen, Informationen in Lebensqualität umzusetzen und aufhören, Lebensqualität für Informationen zu opfern.</p>
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		<title>Ganz Einfach Zahlen?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 07:32:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ nennt sich nicht etwa ein neuer Service für die Mediennutzer, es ist vielmehr der neue Name für die altbekannte „GEZ“, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ nennt sich nicht etwa ein neuer Service für die Mediennutzer, es ist vielmehr der neue Name für die altbekannte „GEZ“, die Gebühren-Einzugs-Zentrale in Köln. Der Verwaltungsratvorsitzende spricht von einer „&#8221;Chance für das öffentlich-rechtliche Modell – weg von der Kontrolle hin zu mehr Transparenz und Service für die Bürgerinnen und Bürger&#8221;.</p>
<p>Unglaublich. Aus der Gebühr für alle Fernseh- und Radiobesitzer ist in diesem Jahr eine Zwangsabgabe für alle Haushalte geworden &#8211; und das egal, ob man Fernsehen oder Radio überhaupt nutzt. Aus der nutzungsabhängigen Gebühr ist jetzt also de facto eine neue Steuer geworden. Das ist unglaublich. </p>
<p>Und wo bleibt denn <strong>die angekündigte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transparenz_(Politik)">Transparenz</a></strong>? Die Einnahmen der GEZ beliefen sich im Jahr 2012 auf 7.534.000.000 Euro! 7,5 Milliarden Euro! Und wofür wurden sie verwendet? </p>
<p>Beispiele aus 2011:<br />
ZDF Info: 11 Mio. Euro bei ca. 15.000 Zuschauern (also ca. 730 Euro pro Zuschauer, oder ca. 35 Theaterkarten)<br />
Das Online Angebot der ARD : 610 Mio. Euro (doppelt so viel wie 2010)<br />
Laufende Pensionskosten: 2,4 Mrd. Euro</p>
<p>Bis 2015 sollen 400 neue Mitarbeiter für die Umstellung im Jahr 2013 eingestellt werden.</p>
<p>Zudem gibt es die Seite <a href="www.gez.de">www.gez.de</a> seit dem 31.12.2012 nicht mehr, sondern nur noch einen Link zu <a href="http://www.rundfunkbeitrag.de">http://www.rundfunkbeitrag.de</a>, auf der in Comic-Zeichnungen die neuen Bedingungen für die Zahlung dargestellt sind. Ein einziges Armutszeugnis.</p>
<p>**** UPDATE ****</p>
<p>Lächeln für die Rundfunkgebühr: Auf Plakaten, in Spots und Anzeigen werben Promis der Öffentlich-Rechtlichen für die neue GEZ-Abgabe. Der Bund der Steuerzahler übt Kritik an der &#8220;millionenschweren Kampagne&#8221; und fordert, dass die Kosten genau offengelegt werden.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-und-zdf-bund-der-steuerzahler-kritisiert-imagekampagne-a-881952.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-und-zdf-bund-der-steuerzahler-kritisiert-imagekampagne-a-881952.html</a></p>
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		<title>Die Revolution der Google Glasses</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2013 08:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Revolution der Smart Glasses beginnt. Die &#8220;digitalen Supermächte&#8221; Apple, Microsoft und auch Google erfinden mit Hochdruck an der neuen Form menschlicher Kommunikation. Doch was [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Revolution der Smart Glasses beginnt. Die &#8220;digitalen Supermächte&#8221; <a href="http://www.eweek.com/mobile/microsoft-google-apple-strive-to-define-market-for-wearable-computers" target="_blank">Apple, Microsoft und auch Google</a> erfinden mit Hochdruck an der neuen Form menschlicher Kommunikation. Doch was macht das Konzept von intelligenten Brillen zu einer Revolution und wie können sie unsere Gesellschaft beeinflussen?<br />
<span id="more-6354"></span><br />
<strong>Was sind die Google Glasses?</strong></p>
<p>Das Prinzip der <a href="https://plus.google.com/+projectglass/posts">Google Glasses</a> ist simpel und beeindruckend zugleich. Wie ein Smartphone wird der Nutzer bzw. Träger mit zahlreichen Informationen, die seinen Alltag erleichtern sollen und ganz im Sinne von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erweiterte_Realit%C3%A4t" target="_blank">Augmented Reality</a> stehen, versorgt. Die Brille besitzt eine Kamera mit Videofunktion, ein Mikrofon, einen kleinen Lautsprecher und ein Touchpad zur Funktionsnavigation. Ferner sind die „Google Glasses“ mit verschiedenen Sensoren wie einem Gyroskop, einem Akzelerometer und einem Kompass ausgestattet.</p>
<p><iframe style="border: 1px solid #CCC; border-width: 1px 1px 0; margin-bottom: 5px;" src="http://de.slideshare.net/slideshow/embed_code/16124291" height="486" width="597" allowfullscreen="" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p><strong>Die Revolution liegt in der Vernetzung</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick mag es merkwürdig erscheinen die Google Glasses als etwas Revolutionäres zu bezeichnen. Betrachtet man die reine Hardware ist es wirklich nichts Neues, sondern bloß eine Weiterentwicklung von schon Vorhandenem: ein verkleinertes Smartphone, das in eine Brille passt. Die Ausgabe der Daten erfolgt nicht über ein weit entferntes Display, sondern unmittelbar am Auge. Um eine Antwort darauf zu finden, was die Google Glasses dennoch zu einer Revolution macht, ist es wichtig sich die unterschiedlichen Phasen der globalen Vernetzung vor Augen zu führen. Die globale Vernetzung, die mit der massenhaften Verbreitung des Internets vor rund zwanzig Jahren ihren Anfang nahm, lässt sich grob in vier Phasen unterteilen.</p>
<p>In der ersten Phase haben wir unsere Computer an das Internet angeschlossen. <strong>Heute ist ein Computer ohne Internet für die wenigsten von uns kaum noch vorstellbar.</strong> Die zweite und immer noch anhaltende Phase betrifft die Verbreitung von mobilen, internetfähigen Endgeräten, die das World Wide Web in unseren Alltag transportiert haben. In der dritten Welle, die gerade in den Startlöchern steht, werden alle Maschinen, wie beispielsweise Autos, Fotoapparate und Kühlschränke vernetzt. Sogar ganze Häuser lassen sich heute schon von überall auf der Welt bedienen.</p>
<p>Wie sich erkennen lässt, wurden mit jeder folgenden Vernetzungsphase neue Lebensbereiche erschlossen. Nachdem der Mensch sein gesamtes Umfeld vernetzt hat, besteht die vierte Phase darin, dass auch der menschliche Körper Teil dieser Vernetzung wird. Anknüpfungspunkte für die Vernetzung des menschlichen Körpers sind seine Sinne, mit deren Hilfe er die Umwelt wahrnehmen und durch Augmented Reality sogar erweitern kann. Der Einstieg in die vierte Phase bilden die Google Glasses oder äquivalente Produkte. Das Neue daran ist nicht, wie beschrieben, die Technik, sondern vielmehr das Konzept was dahinter steht. Bei den Google Glasses handelt es sich nicht bloß um eine Brille, sondern um die Vision die Technik komplett vergessen zu können, während die Brille Daten über die Sinne des Menschen direkt ins Gehirn überträgt und dieser zeitgleich mit seiner Umwelt kommuniziert. Der Träger muss kein Gerät einschalten, aus der Hosentasche ziehen oder etwas installieren. Die Technik wird somit zum Teil der menschlichen Sinnesausstattung. Sie ist genau wie das Auge oder das Ohr da, wenn man sie braucht.</p>
<p>Spinnt man diesen Gedanken weiter, werden Menschen künftig ungehindert in die virtuelle Realität eintauchen und dabei nicht mehr unterscheiden können, ob die Daten aus der Realität oder von einem Computer stammen. Der augenscheinliche Vorteil dieser Entwicklung liegt in der Einfachheit und Schnelligkeit, in der Menschen Informationen aufnehmen und kommunizieren können. Aber müssen wir Menschen wirklich immer alles schneller und effektiver machen? Oder sind wir gerade im Begriff Technologien zu erschaffen, die in naher Zukunft unseren Intellekt überschreiten und wir dann nur noch <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/09/der-fixierungscode-2009/">Sklave unserer eigenen Schöpfungen</a> sind?</p>
<p><strong>Einfluss auf unsere Gesellschaft</strong></p>
<p>Smart Glasses werden, wie auch Smartphones und Tablets zuvor, die Art und Weise wie wir in unserer Gesellschaft kommunizieren, enorm verändern. Alle neuen Innovationen haben Vor- und Nachteile und weisen vor ihrer Etablierung mehr Skeptiker als Enthusiasten auf. Letzteres liegt darin begründet, dass jeder Innovation eine schöpferische Zerstörung des Status Quo innewohnt, was in den meisten Menschen ein Unwohlsein auslöst. Auch ich wäge die Vor- und Nachteile der neuen Technologie noch ab: Meiner Meinung nach besteht einer der wesentlichen Vorteile der Google Glasses darin, dass der Träger überall und zu jederzeit auf Informationen zugreifen kann, ohne dass hierfür die Hände zum Einsatz kommen müssen. Denkbar sind hier beispielsweise interessante Anwendungsfälle für die Reparatur von Maschinen oder auch in der Medizin (oder generell als Ausbildungs-Beschleuniger). Der Träger erhält wesentliche Informationen wie Baupläne oder medizinische Befunde direkt auf sein Display und hat seine Hände für die Arbeit frei.</p>
<p>Ein von Kritikern hervorgehobener Gesichtspunkt ist die potentiell negative Auswirkung auf unsere Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit, die durch das Tragen von Smart Glasses noch weiter abnehmen kann. Wie oft ziehen wir heute schon völlig unreflektiert unser Smartphone aus der Hosentasche, besuchen völlig grundlos Facebook und überprüfen im Minutentakt das Email-Postfach? Was diesen Effekt noch verstärken könnte ist, dass die Google Glasses vom Träger gar nicht mehr wahrgenommen werden. Einem Brillenträger ist auch nicht ständig bewusst, dass er eine Brille trägt. Die mangelnde Aufmerksamkeitsspanne kann unter Umständen nicht nur zu Unfällen führen, sondern auch zwischenmenschliche Beziehungen strapazieren &#8211; wir wollen von den Menschen, die uns am Herzen liegen wahrgenommen werden.</p>
<p>Die Privatsphäre ist, wie bei allem was Google macht, auch bei den Google Glasses ein heiß diskutierter Aspekt. So ist es denkbar, dass Menschen, die Googles Brille tragen unbemerkt von anderen Foto- und Videoaufnahmen machen können. Google hat aber bereits angekündigt den <a href="http://www.latimes.com/business/technology/la-fi-tn-google-x-smart-glasses-heads-up-display-augmented-reality-rumor-20120222,0,653228.story" target="_blank">Schutz der Privatsphäre</a> von dritten sehr ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass niemand unbemerkt aufgenommen werden kann. Was allerdings mit den Daten der Träger passiert, die sich mit der Google Brille bewegen und Google zeigen was ihnen in ihrem privaten Umfeld gefällt, darüber ist noch nichts bekannt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Google Brille viel mehr ist als ein weiteres technisches Gimmick. Sie wird nicht nur einen wesentlichen Einfluss auf die Kommunikation innerhalb unserer Gesellschaft haben, sondern sie ist auch der Einstieg in die Vernetzung des menschlichen Körpers. Die Zukunft wird zeigen ob uns eine Brille, die das Tor zur unendlichen Informationsflut öffnet, die wesentlichen Dinge im Leben wirklich schärfer sehen lässt. Ich persönlich werde mir sofort eine Brille zulegen. Das steht fest!</p>
<p>**<br />
Ein sehr guten Artikel dazu findet ihr auch auf dem Blog von <a href="http://schleeh.de/the-next-big-thing-was-folgt-auf-das-smartphone/">Hannes Schleeh</a>.</p>
<p><a href="http://www.netzwelt.de/news/92918-project-glass-googles-augmented-reality-brille.html">Netzwelt &#8211; Google Glass: Verkaufsstart noch in 2013?</a></p>
<p>Ein passendes Bild zu der Google Briller findet ihr hier:<br />
<a href="http://www.ibrahimevsan.de/downloads/">Googlebrille vs Terminator: Bild: Clara Munteanu</a></p>
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		<title>Deutschlands Zukunft: Die digitale Vernunft</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 11:34:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den äußeren (Rechts-) Beziehungen der Internetnutzer zu den Service-Providern hat sich im vergangenen Jahr sehr viel zum Positiven entwickelt. Für viele von uns ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den äußeren (Rechts-) Beziehungen der Internetnutzer zu den Service-Providern hat sich im vergangenen Jahr sehr viel zum Positiven entwickelt. Für viele von uns ist es selbstverständlich geworden, ihre digitale Selbstbestimmung einzufordern und sie auch gegen die Interessen der digitalen Supermächte durchzusetzen. Zudem rücken das Recht auf Daten- und Persönlichkeitsschutz in den Fokus der eigenen Online-Aktivitäten. Der erste Schritt:</p>
<p><strong>Wir Onliner haben gelernt, unsere Rechte im Internet zu reklamieren.</strong></p>
<p>Wir haben gelernt, dass es wenig Sinn macht, uns dem Internet mit unserem „gesunden Menschenverstand“ zu nähern, denn wir wissen, dass wir uns nicht mit den in der digitalen Welt herrschenden Algorithmen messen können. Wir verstehen die Algorithmen (also die Codes) einfach nicht, sehen es nicht, können uns nicht darein denken. Die Daten des Internets sind digital und damit werden sie von den digitalen Supermächten über digitale Algorithmen beherrscht. Unser analoges Denken kann da nicht mithalten, wir sollten uns daher auf das Gebiet beschränken, das wir beherrschen: die menschliche Vernunft. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt:</p>
<p><strong>Wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes „zur Vernunft kommen“.</strong></p>
<p>Aus der theoretischen Vernunft, die sich aus der Beschäftigung mit den neuen digitalen Herausforderungen gebildet hat, muss jetzt die praktische, die täglich gelebte Vernunft werden. Die digitale und die reale Welt sind zu eng miteinander verbunden, als dass wir sie noch trennen können. Es macht keinen Sinn, sich getrennte Wertesysteme für die reale und die digitale Welt zu schaffen. Die Wechselwirkungen der beiden Welten können wir nicht länger mit zweierlei Maß messen, daher ist es an der Zeit, die digitale Vernunft in unsere praktische, täglich gelebte Vernunft einfließen zu lassen.</p>
<p><strong>Es gibt keine unterschiedlichen Vernunftebenen für die reale und die digitale Welt.</strong></p>
<p>Erst wenn wir auf der Basis unserer praktischen Vernunft &#8211; die die reale und die digitale Vernunft umfasst &#8211; auch mit der digitalen Welt kommunizieren, versetzen wir uns selbst in die Lage, den digitalen Supermächten auf Augenhöhe begegnen zu können.<br />
Diesen nächsten Schritt muss die Gesellschaft aber auch die Politik gehen: Es gibt in Deutschland als Wirtschaftsraum <strong>keine digitale Vernunft</strong>. Daher ist die Politik gefordert, ein System zu schaffen, das einerseits Schutz vor den Übergriffen digitaler Supermächte bietet und andererseits einen geschützten Bereich für eigene Innovationen schafft.</p>
<p><strong>Deutschlands Zukunft: Die digitale Vernunft und eigene Innovationen.</strong></p>
<p>Ansonsten werden wir den Wirtschaftsinteressen der Supermächte hilflos ausgeliefert sein, und jedes vernunftorientiertes Handeln des Einzelnen kann sich nur noch innerhalb der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der digitalen Supermächte abspielen. Und ich persönlich finde diese Vorstellung entmündigend. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom lokalen Freundes-Kreis zum Schaltkreis eines Weltsystems</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 09:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Anerkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit-Schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man mir vor wenigen Jahren gesagt hätte, – Du hast die Möglichkeit, Dich selbst zu vermarkten, Dich jederzeit mit jedem Menschen zu vernetzen, alle [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man mir vor wenigen Jahren gesagt hätte, – Du hast die Möglichkeit, Dich selbst zu vermarkten, Dich jederzeit mit jedem Menschen zu vernetzen, alle Dich interessierenden Informationen über die Cloud mit einem Gerät zu empfangen, dass Du Technologien, die Mehrwerte bieten, kostenlos nutzen darfst, jederzeit Antworten auf fast alle Deine Fragen bekommst, neue Freunde findest und eine Gemeinschaft nach Deinen Bedürfnissen bilden kannst, – hätte ich ihn wahrscheinlich für einen Visionär gehalten und ihn „sicherheitshalber“ für verrückt erklärt. Das deshalb, weil diese unbegrenzten Möglichkeiten zwangsläufig ein ganz neues Weltbild schaffen und es gleichzeitig nötig machen, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich den neuen Möglichkeiten zu stellen. Das ganze soziale Gefüge der damaligen Welt war durch diese Chancen in Gefahr!</p>
<p>Soziale Integration war früher von vielen Rahmenbedingungen abhängig, die wir nicht immer in reiner Selbstbestimmung auswählen konnten, denn bei der Wahl der Schulbildung, des Berufs oder der Freunde gab es die verschiedensten Restriktionen, von familiär tradierten Berufsvorstellungen bis zur lokalen Begrenzung des „Freundes-Kreises“.</p>
<p>Heute gibt es keine lokal begrenzten Freundes-Kreise mehr, im Gegenteil: Wir können uns ganz individuelle Freundes-Kreise aufbauen. Wir können all unsere Bekannten und Freunde in gesonderte oder für Teilbereiche gemeinsame Kreise stecken und jedem von ihnen die Information zukommen lassen, die wir auswählen. Wir können jedes Erleben zielgerichtet mit denen teilen, die Anteilnahme an unserem Leben zeigen – so weit und breit, wie wir es wollen, ohne jede Restriktion.</p>
<p>Die Währung der neuen Welt, in der wir leben, heißt „<strong>Anerkennung</strong>“, jedes Teilen von persönlichen Informationen innerhalb der Kreise, in denen wir uns bewegen, ist die wechselseitige Anerkennung, das gegenseitige „Aufmerksamkeit-Schenken“.</p>
<p>Indem wir jetzt frei entscheiden können, mit wem wir welches Erleben teilen wollen, kommen wir der individuellen Selbstbestimmung einen großen Schritt näher. Wir lösen uns nach und nach von der alten Welt, die eine mehr oder weniger „lokale Vernunft“ hervorgebracht hat, die sich mit dem heutigen Zeitgeist nicht mehr deckt, eben weil wir in unserem Erleben und Teilen des Erlebens größere Kreise ziehen. Wir haben ein neues Ziel: die digitale Selbstbestimmung.</p>
<p>Die Grundpfeiler der alten Welt, wie Ethik und Moral, geben natürlich auch der neuen Welt ihr Fundament, daran hat sich – im Prinzip – nichts geändert. Dennoch müssen wir auch diese Werte in unserem neuen (selbstbestimmten) Leben neu definieren. Das aber ist ein mühsamer und teilweise schmerzhafter Prozess, weil wir viel Altes aufgeben und Neues erlernen müssen.</p>
<p>Es ist allzu leicht, dem Zeitgeist, den von uns genutzten Maschinen oder gar unserer mangelnden persönlichen Vorbereitung auf diese neue Welt die Schuld dafür zu geben, dass unser Leben einen Wandel durchmacht. Wir selbst müssen den Wandel annehmen und erkennen, dass die von uns genutzten Maschinen, die eben diesem neuen Zeitgeist entspringen, unserer Technikfixierung eine neue Form bieten: Die innere Haltung positiver, inniger Verbundenheit mit den Möglichkeiten, die sich aus dem Vernetzen der Menschen und Dinge ergeben.</p>
<p>Wenn wir uns von der Technik angenommen fühlen, diese intuitiv und mit selbstbestimmtem Bewusstsein nutzen, verschaffen wir uns die Freiheit, ein vereinfachtes Leben in dieser schnellen Welt leben zu können. Diese Beziehung zwischen dem <strong>persönlichen Wohlgefühl</strong> (jenseits jeder Angst) und technischer Verbindung – verstehe ich als Liebe. Die wechselseitige Anerkennung kann unabhängig von technischen Plattformen, frei von Restriktionen der alten Welt tatsächlich stattfinden. Davon sprach schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" target="_blank">Hegel</a>. Wenn ich etwas liebe, dann sehe ich mich darin. Ich sehe mich in meiner digitalen Welt wie eine zweite Seele, die noch erforscht werden muss, die sich mit neuen Erfahrungen und Erkenntnissen füllt und somit <strong>eine „digitale“ Evolution des Menschen</strong> hervorbringt.</p>
<p>Aus dem lokalen Freundes-Kreis der alten Welt wurde der globale Freundes-Kreis. Um die digitale Selbstbestimmung zu erlangen, muss ich die dazu nötigen Geräte als einen selbstverständlichen Teil von mir anerkennen. <strong>Mensch und Maschine vereinen sich</strong>: Aus dem Freundes-Kreis ist ein Schalt-Kreis geworden, der sich mühelos in die weltweite Vernetzung einfügt. Die digitale Evolution hat begonnen. Wir stehen erneut (wie oben beschrieben) an einem Übergang von einer „Welt“ in eine neue Welt.</p>
<p>Wohin kann das noch führen? Einige kurze Gedanken an dieser Stelle:</p>
<ul>
<li><strong>Vernetzte Gefühle</strong></li>
</ul>
<p>Wieso sollte man Gefühle nicht vernetzen können. Schließlich besteht unsere ganze Kommunikation doch aus Impulsen, die man technisch einfangen könnte. Somit könnte <a href="http://www.crowdsourcingblog.de" target="_blank">Crowdsourcing</a> eine neue Ebene erreichen. Menschen die ähnlich fühlen und empfinden finden zusammen.</p>
<ul>
<li><strong>Vernetze private Daten</strong></li>
</ul>
<p>Mail-Systeme mit Einzel-Freigaben (z.B. Ordnerfreigabe), Fotostreams in Freundes-Kreise sind die ersten Zugänge zu Vernetzung von privaten Systemen.</p>
<ul>
<li><strong>Vernetze Infrastruktur</strong></li>
</ul>
<p>Wer braucht was, wer sind Kooperationspartner, was muss wann wo sein, um Ziele zu erreichen &#8211; alle Daten könnten bald sichtbar werden.</p>
<ul>
<li><strong>Vernetze Politik</strong></li>
</ul>
<p>Die Politik muss sich mit den Systemen vernetzen, um aktuelle Daten sofort verwerten zu können. Google macht es vor: Daten sammeln und in jeder denkbaren Richtung auswerten. Wenn Daten wirklich das Gold der Gesellschaften werden, sollten wir hier Goldlager aufbauen.</p>
<ul>
<li><strong>Social Responsibility</strong></li>
</ul>
<p>Mehr Verantwortung übernehmen. <strong>Wer kann wann und wo helfen</strong>, wer ist hilfsbedürftig, was kann ich Gutes tun, all das werden wichtige soziale Fragen sein.</p>
<p>Das sind nur fünf willkürlich herausgestellte Themen. Wir stehen vor einer wichtigen Frage: <strong>Wollen wir ein Teil zunehmend vernetzten Weltsystems werden oder reicht uns eine geschlossene Gesellschaft?</strong></p>
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		<title>Digitale Einsamkeit oder haben wir einen ständigen Begleiter</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 06:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Duncan Watts]]></category>
		<category><![CDATA[Einsam]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstdarsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstreflexion]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Frage, ob Social Media die Langweile getötet hat habe ich mich ja schon umfangreicher befasst. Spinnt man diesen Gedanken ein wenig weiter, kommt [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Frage, ob <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2012/01/27/social-media-hat-die-langeweile-getotet/">Social Media die Langweile getötet</a> hat habe ich mich ja schon umfangreicher befasst. Spinnt man diesen Gedanken ein wenig weiter, kommt man wie ich finde aber auch sehr schnell zu der Frage, ob soziale Netzwerke wie Facebook die Einsamkeit wie wir sie kannten eliminiert haben. Im nie endenden Stream von Menschen und Aktionen, Bildern und Geschichten haben wir einen ständigen Begleiter gefunden. Ob wir nun passiv beobachten oder aktiv selbst kommunizieren (in der Regel mit unmittelbarem Feedback): Einsam sind wir nicht. </p>
<p><span id="more-5905"></span></p>
<p>Was aber bedeutet(e) Einsamkeit für den Menschen? Wikipedia sagt hierzu:<br />
<em>&#8220;Der Begriff Einsamkeit bezeichnet die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein. Die Sozialwissenschaften erblicken in Einsamkeit überwiegend eine Normabweichung und einen Mangel; die Geisteswissenschaften billigen der Einsamkeit auch positive Aspekte zu, im Sinne einer geistigen Erholungsstrategie, die Gedanken ordnen oder Kreativität entwickeln bzw. fördern kann.&#8221; </em></p>
<p>Einsamkeit kann also durchaus gute Seiten haben – hier ist lediglich die Perspektive entscheidend. Weiterhin ist hier die Rede von Einsamkeit als die &#8220;Unfähigkeit, sich in soziale Netzwerke einzubinden&#8221; und dem „interaktiven Dilemma der Einsamkeit“ &#8211; sprich unter dem Einfluss von Einsamkeit bildet sich ein Verhalten heraus, das vom gesellschaftlichen Standard abweicht und zu einem selbstbezogenen Kommunikationsstil führt (hier drängt sich mir die Frage auf, ob die besten Selbstdarsteller im Web im Wahrheit einfach nur einsam sind). </p>
<p>Einen interessanten Beitrag hierzu habe ich kürzlich in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kommunikation-im-netz-internet-ort-der-einsamkeit-1.79231" target="_blank">Süddeutschen gelesen</a>. Hier findet sich ein Interview mit dem US-Kulturkritiker William Deresiewicz, nach dem uns die sozialen Netzwerke nicht nur der Selbstreflexion berauben, sondern uns auch vergessen lässt, was wahre Freundschaft bedeutet (schön dargestellt in seinem Artikel &#8216;<a href="http://chronicle.com/article/Faux-Friendship/49308/" target="_blank">Faux Friendship</a>&#8216;). Auch wenn ich diese Debatte höchst spannend finde und auch die Kritikpunkte anerkenne, sehe ich trotzdem viele positive Seiten in der neuen digitalen Gesellschaft. Natürlich müssen wir erlernen mit diesen – teils losen – Freundschaften umzugehen und dürfen über die &#8216;instant&#8217; sozialen Kontakte nicht verlernen wahre Freundschaften zu pflegen, aber beherrschen wir das können die (digitalen) sozialen Netzwerke unser Leben ganz wunderbar bereichern. Neueste Studien belegen sogar, dass <a href="http://karrierebibel.de/ansteckungsgefahr-social-media-machen-uns-sozialer/" target="_blank">Social Media uns sozialer macht</a>. Der New Yorker Soziologe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Duncan_Watts" target="_blank">Duncan Watts</a> hat nämlich kürzlich herausgefunden, dass gerade diejenigen, die besondern aktiv im Web sind die meisten Freunde haben – und zwar real und virtuell.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Schutz der Menschenwürde im digitalen Zeitalter</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 09:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenwürde]]></category>
		<category><![CDATA[Würde]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin kein ausgewiesener Experte für das Thema Menschenwürde. Aber ich finde nicht nur, dass sich jeder Mensch hierzu Gedanken machen sollte – ich stelle [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin kein ausgewiesener Experte für das Thema Menschenwürde. Aber ich finde nicht nur, dass sich jeder Mensch hierzu Gedanken machen sollte – ich stelle auch immer wieder fest, wie omnipräsent dieses Thema im digitalen Zeitalter wird. Und schaut man sich die Hintergründe einmal an: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) legt verschiedene Prinzipien dar. Im Artikel 12 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es: &#8220;Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, sein Heim oder seinen Briefwechsel, noch Angriffen auf seine Ehre und seinen Ruf ausgesetzt werden.&#8221; Wir Menschen geben diese Daten jedoch vermehrt frei. Dabei stellen insbesondere innovative Technologien neue Anforderungen an die Rechte auf Privatsphäre und freie Meinungsäußerung im digitalen Zeitalter dar. Interaktive Dienste ermöglichen flächendeckende Überwachung der privaten Aktivitäten. Software-Filter können den Zugriff auf Informationen gewähren. Und nicht zu vergessen: Das Web ist kein nationales Thema und wird es nie sein. Die Globalisierung hat zu einer Verlagerung der Entscheidungskompetenz von den nationalen Regierungen an internationale Organisationen geführt.<br />
<span id="more-5893"></span><br />
Aber was bedeutet das für das Individuum? Jeder hat das Recht auf freie Meinung und Meinungsäußerung. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. Das gilt für Informationen und Ideen &#8211; ohne Rücksicht auf Grenzen. Wir lebe damit im Zeitalter der Mediademokratisierung, denn jeder darf kommunizieren, publizieren und das ohne Gatekeeper. Der Mensch wird die Botschaft selbst. Die neue Technologie bietet Chancen, seinen eigenen (Wissens-)Horizont zu erweitern aber die Freiheit zu kommunizieren sollten auch die Möglichkeit einräumen, das Privatleben zu schützen. </p>
<p>Neue Technologien können z.B. anonyme Transaktionen über das Internet abfangen und Zugriff auf Informationen (und somit die Offenlegung der tatsächlichen Identität) gewähren. Auch Filtering-Techniken in der Architektur des Internet erlauben neuen Kommunikationsdiensten den Zugang zu Informationen, die sonst nicht zur Verfügung standen (Big Data). Diese neu entstehende Technologien haben erheblichen Einfluss auf die Zukunft der menschlichen Würde und auf das digitale Zeitalter. Neue technologisch organisierte Unternehmen spielen eine zunehmend bedeutende Rolle in der Politik und das weltweit. </p>
<p>Fest steht: Das Netz verbindet die Menschen. Auch wenn neue Technik natürlich immer Chancen und Risiken gleichermaßen mit sich bringt. </p>
<p>Die größte Herausforderung für die menschliche Würde im digitalen Zeitalter ist nicht in der Natur der Technologie selbst, sondern in der Fähigkeit von Individuen, durch demokratische Institutionen eine effektive Reaktion auf diese neue Herausforderungen zu zeigen. Wir erfahren eine Globalisierung der Entscheidungskompetenz (Stichwort Crowdsourcing). Zu diesen neuen Herausforderungen zählen z.B. das Zusammenwachsen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.</p>
<p>Es gibt meiner Ansicht nach eine Notwendigkeit, ein angemessenes Verhältnis zwischen den beiden zentralen Interessen der Privatsphäre und freie Meinungsäußerung zu schaffen. Die Kommerzialisierung des Internets birgt ganz allgemein die Gefahr, dass Individuen mitunter gezwungen werden, für Dienstleistungen, die sonst routinemäßig zur Verfügung gestellt werden könnten, mit der Freigabe ihrer persönlichen Daten zu zahlen. Eine große Herausforderung hier sind insbesondere die digitalen Supermächte á la Google. </p>
<p>Neue Marktkonzentrationen und die Konsolidierung der wirtschaftlichen Macht könnte die dezentrale Charakter des Internets verändern und die Vielfalt (u.a. im Bereich der nicht-kommerzielle Angebote) reduzieren. Diese Vielfalt ist jedoch unerlässlich für den Schutz der Menschen im Netz. Auch die vermehrten Rufe nach Regulierung und Kontrolle (Stichwort Cyberkriminalität) sollten mit Vorsicht behandelt werden. All diese Beispiele zeigen: <strong>Die Politik braucht digitale Denker. Gleiches gilt natürlich für die Wirtschaft.</strong> Das Wachstum des Internets hat den Aufstieg des elektronischen Handels und der Expansion der Weltwirtschaft gefördert. </p>
<p>Eine große Herausforderung für den Schutz der Menschenwürde im Web ist die Gewährleistung der freien Meinungsäußerung und der Schutz der Privatsphäre des Individuums. Kostenlose Angebote natürlich auch. Eine zentrale Aufgabe für die Wahrung der Menschenrechte sollte beispielsweise auch die Beseitigung von Hindernissen für den freien Fluss von Informationen sein und die Stärkung der öffentlichen Stimme von NGOs. Gleichzeitig bekommen Open Source Modelle eine immer zentralere Rolle bei der Gestaltung der Politik im Internet.</p>
<p>Im Bereich des Schutzes der Privatsphäre durch die digitalen Supermächte, sollte zudem die Durchsetzung von gelebten &#8220;Faire Information Praktiken&#8221; ein primäres Ziel sein. Die Anstrengungen in der Politik, bei den Unternehmen und der Gesellschaft sollten den freien Austausch von Informationen und gleichzeitig die Offenheit des Internets fördern. </p>
<p>Das Internet ist DIE große Chancen das menschliche Wissen zu fördern, Verständnis zu stärken und die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu verknüpfen. Die Bemühungen der Regierung, den Zugang zu Informationen zu beschränken muss weltweit bekämpft werden.</p>
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		<title>Warum die GEMA weg muss!</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2012/05/15/warum-die-gema-weg-muss/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
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		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Evolution des Urheberrechts Wir alle sind Verbrecher des Urheberrechts. Und wenn nur ein einzelner behauptet, niemals einen nicht bezahlten Titel konsumiert zu haben, ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Evolution des Urheberrechts</strong></p>
<p>Wir alle sind Verbrecher des Urheberrechts. Und wenn nur ein einzelner behauptet, niemals einen nicht bezahlten Titel konsumiert zu haben, ist er für mich der heilige digitale Messias. Deswegen muss Medienkompetenz in meinen Augen vollkommen neu definiert werden. Es muss ein anderes Verständnis des Gesamtsystems entstehen. Die Menschen können ihre Kreativität leben. Klassische Kreative (Musiker beispielsweise) beobachten derweil, wie die bestehenden Wertschöpfungsmodelle aufweichen. Digitale Supermächte und die viel beschworene neue Spezies des &#8216;Pro-Sumenten&#8217; beanspruchen ihr Stück vom Kuchen.<br />
<span id="more-5876"></span><br />
Mitten in diesem Gewirr steht – fast schon verloren – ein Relikt aus alten Tagen namens GEMA. Dieser Dinosaurier kann nicht nur der rasanten Entwicklung nicht folgen, ihm fehlen auch die Informationen über die tatsächliche Nutzung von Musik. Big Data, Daten-Analyse, Web-Techniken, Transparenz? Hier leider Fehlanzeige. Denn die alten Strukturen denken eher in geschlossenen Systemen. Man hält sich an alten Traditionen fest (siehe auch <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2008/03/03/musik-charts-20/" target="_blank">Media-Control</a>). Die Künstler werden zumeist nicht gehört, zum Teil auch schlichtweg <strong>unvermögend erzogen</strong>.</p>
<p>Wenn man heute komplette Wertschöpfungs-Möglichkeiten im Social Web abbilden würde, so hätte man die Kontrolle verloren und somit wäre Musik grundsätzlich frei. Also das Gegenteil von dem, was die GEMA verlangt. Dabei brauchen wir doch so dringend eine Annäherung des Urheberrechts an gesellschaftliche Realitäten und Rahmenbedingungen, die sowohl den Bedürfnissen der Nutzer als auch denen der Künstler angemessen sind. Was dabei nicht funktionieren kann und nicht sein darf sind überhöhte Abmahnungen, überzogene Überwachung und Datensicherung in Verdachtsfällen oder gar eine &#8216;Web-Verbannung&#8217; (Stichwort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Three_strikes" target="_blank">Three Strikes Modell</a>). Meiner Ansicht nach reine Verzweiflungs-Vorschläge, die in die vollkommen falsche Richtung laufen. Systeme müssen sich öffnen statt zu kriminalisieren.</p>
<p><strong>Könnte Google die neue GEMA sein?</strong></p>
<p>Urheberrecht muss heute weit über Gesetze (und Landesgrenzen) hinaus gehen, dazu werden Technik und Analyse-Tools benötigt. Die GEMA verfügt aber nicht über diese Tools, und schon gar nicht über eine globale Reichweite. Aus diesem Grund wäre Google aus meiner Sicht eine ideale Verwaltungsinstanz für Lizenzen – der Gigant hat die nötige Technik und Infrastruktur um eine höchste Stufe der öffentlichen Transparenz zu schaffen.</p>
<p>Das Urheberrecht erlebt eine Evolution, das geschlossene System einen Kontrollverlust – währenddessen entstehen minütlich neue Geschäftsmodelle rund um digitale Güter. Wie aber sieht die Lösung aus? Der Künstler von heute sollte aufstehen und für seine digitale Selbstbestimmung kämpfen, selbstbewusst sein und sich als Unternehmer verstehen. Die Aufgabe der Politik ist derweil, ein höchst flexibles System zu kreieren, womöglich in Kooperation mit globalen Unternehmen. Hier darf die Politik nicht versagen!</p>
<p>Egal wie es ausgeht, die GEMA hat ein Problem. Und dieses ist nicht so einfach wegzudiskutieren. Ich sehe die Urheberrechts-Schützer hier ganz klar in der Position, zeitnah eine gangbare Lösung präsentieren zu müssen. Schließlich sollte es uns allen am Herzen liegen, dass das Urheberrecht zukunftsfähig bleibt. Menschen sollen und müssen von ihrem kreativen Schaffen leben können. Das geht nur in einem Klima der Offenheit und durch einen radikalen System-Wandel.</p>
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		<title>Social Trademarks</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2012/03/26/social_trademarks/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[digitale Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Geltungssucht]]></category>
		<category><![CDATA[Personenmarken]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Social Trademarks]]></category>

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		<description><![CDATA[Des Menschen Selbstwertgefühl wird zu einem Großteil von der Bestätigung durch andere bestimmt, das “Angenommensein” ist für das Wohlbefinden unabdingbar. Das Netz kann uns enorm [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Des Menschen Selbstwertgefühl wird zu einem Großteil von der Bestätigung durch andere bestimmt, das “Angenommensein” ist für das Wohlbefinden unabdingbar. Das Netz kann uns enorm viele neue Wege zeigen, die höchste Form von Anerkennung selbst zu erfahren und anderen zu geben. </p>
<p>Die wichtigste Aufgabe ist dabei, dass wir die anderen Menschen verstehen. Wir müssen uns eingestehen, dass wir eine Nische auch in der digitalen Welt brauchen, die wir mit unserer Persönlichkeit füllen, einen Ort, an dem wir im digitalen Leben selbstbestimmt sein dürfen. Diese Nischen sind abgegrenzte Räume, in denen wir unsere Persönlichkeit frei entfalten können und so – auch in der digitalen Welt – authentisch bleiben können.<br />
<span id="more-5844"></span></p>
<p>Manche Leute aber spielen sich selbst was vor: Sie ersetzen ihre im realen Leben schwach ausgeprägte Persönlichkeit durch einen digitalen Avatar, der Hunderte von Freunden hat und an allem Interesse zeigt. Das Selbstwertgefühl wird durch den Erfolg des Avatar gespeist, nicht mehr durch reales Erleben; eine immense Gefahr für die ganze Persönlichkeit. Diese Menschen opfern Ihre Lebenszeit auf dem Altar ihrer multimedialen Anwesenheit, sei es durch Spiel-, Informations- oder Geltungssucht.</p>
<p>So entstehen Social Trademarks, also die aus den digitalen Netzwerken hervorgehenden “Personenmarken”. Diese Social Trademarks werden schnell zu Eckpunkten der Meinungsfindung, so wie die Mainstream-Print-Unternehmen in der Offline-Welt. An der Bildung dieser Personenmarken kann man erkennen, dass die vollkommene Freiheit des Internets von den Benutzern gar nicht verarbeitet werden kann. Sie tragen, genau wie die digitalen Supermächte Google, Apple, Amazon, etc. dazu bei, dass das Internet für den Normalnutzer überhaupt beherrschbar wird. Sie strukturieren die für viele unüberschaubare Vielfalt und filtern so das aus dem Netz, was der User dann verarbeiten kann.</p>
<p>Wir sind daher auf dem Weg, &#8211; unmerklich, aber immer mehr &#8211; unsere digitale Selbstbestimmung gegen die Bequemlichkeit vordefinierter Inhalte zu tauschen. Die Social Trademarks und die digitalen Supermächte geben uns eine Ordnung vor, der wir zum Teil bedenkenlos folgen.</p>
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