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	<title>Ibrahim Evsan</title>
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	<description>Entrepreneur &#38; Speaker, im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>Warum die GEMA weg muss!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Evolution des Urheberrechts Wir alle sind Verbrecher des Urheberrechts. Und wenn nur ein einzelner behauptet, niemals einen nicht bezahlten Titel konsumiert zu haben, ist er für mich der heilige digitale Messias. Deswegen muss Medienkompetenz in meinen Augen vollkommen neu definiert werden. Es muss ein anderes Verständnis des Gesamtsystems entstehen. Die Menschen können ihre Kreativität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Evolution des Urheberrechts</strong></p>
<p>Wir alle sind Verbrecher des Urheberrechts. Und wenn nur ein einzelner behauptet, niemals einen nicht bezahlten Titel konsumiert zu haben, ist er für mich der heilige digitale Messias. Deswegen muss Medienkompetenz in meinen Augen vollkommen neu definiert werden. Es muss ein anderes Verständnis des Gesamtsystems entstehen. Die Menschen können ihre Kreativität leben. Klassische Kreative (Musiker beispielsweise) beobachten derweil, wie die bestehenden Wertschöpfungsmodelle aufweichen. Digitale Supermächte und die viel beschworene neue Spezies des &#8216;Pro-Sumenten&#8217; beanspruchen ihr Stück vom Kuchen. </p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/05/Der-Twitternde-Star_2.jpg" alt="" title="Der Twitternde Star" width="630" height="349" class="aligncenter size-full wp-image-5877" /><br />
<em>Der Künstler von heute vermarktet sich selbst und versteht sich als Unternehmer.</em></p>
<p>Mitten in diesem Gewirr steht – fast schon verloren – ein Relikt aus alten Tagen namens GEMA. Dieser Dinosaurier kann nicht nur der rasanten Entwicklung nicht folgen, ihm fehlen auch die Informationen über die tatsächliche Nutzung von Musik. Big Data, Daten-Analyse, Web-Techniken, Transparenz? Hier leider Fehlanzeige. Denn die alten Strukturen denken eher in geschlossenen Systemen. Man hält sich an alten Traditionen fest (siehe auch <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2008/03/03/musik-charts-20/" target="_blank">Media-Control</a>). Die Künstler werden zumeist nicht gehört, zum Teil auch schlichtweg <strong>unvermögend erzogen</strong>. </p>
<p>Wenn man heute komplette Wertschöpfungs-Möglichkeiten im Social Web abbilden würde, so hätte man die Kontrolle verloren und somit wäre Musik grundsätzlich frei. Also das Gegenteil von dem, was die GEMA verlangt. Dabei brauchen wir doch so dringend eine Annäherung des Urheberrechts an gesellschaftliche Realitäten und Rahmenbedingungen, die sowohl den Bedürfnissen der Nutzer als auch denen der Künstler angemessen sind. Was dabei nicht funktionieren kann und nicht sein darf sind überhöhte Abmahnungen, überzogene Überwachung und Datensicherung in Verdachtsfällen oder gar eine &#8216;Web-Verbannung&#8217; (Stichwort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Three_strikes" target="_blank">Three Strikes Modell</a>). Meiner Ansicht nach reine Verzweiflungs-Vorschläge, die in die vollkommen falsche Richtung laufen. Systeme müssen sich öffnen statt zu kriminalisieren. </p>
<p><strong>Könnte Google die neue GEMA sein?</strong></p>
<p>Urheberrecht muss heute weit über Gesetze (und Landesgrenzen) hinaus gehen, dazu werden Technik und Analyse-Tools benötigt. Die GEMA verfügt aber nicht über diese Tools, und schon gar nicht über eine globale Reichweite. Aus diesem Grund wäre Google aus meiner Sicht eine ideale Verwaltungsinstanz für Lizenzen – der Gigant hat die nötige Technik und Infrastruktur um eine höchste Stufe der öffentlichen Transparenz zu schaffen.</p>
<p>Das Urheberrecht erlebt eine Evolution, das geschlossene System einen Kontrollverlust – währenddessen entstehen minütlich neue Geschäftsmodelle rund um digitale Güter. Wie aber sieht die Lösung aus? Der Künstler von heute sollte aufstehen und für seine digitale Selbstbestimmung kämpfen, selbstbewusst sein und sich als Unternehmer verstehen. Die Aufgabe der Politik ist derweil, ein höchst flexibles System zu kreieren, womöglich in Kooperation mit globalen Unternehmen. Hier darf die Politik nicht versagen!</p>
<p>Egal wie es ausgeht, die GEMA hat ein Problem. Und dieses ist nicht so einfach wegzudiskutieren. Ich sehe die Urheberrechts-Schützer hier ganz klar in der Position, zeitnah eine gangbare Lösung präsentieren zu müssen. Schließlich sollte es uns allen am Herzen liegen, dass das Urheberrecht zukunftsfähig bleibt. Menschen sollen und müssen von ihrem kreativen Schaffen leben können. Das geht nur in einem Klima der Offenheit und durch einen radikalen System-Wandel. </p>
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		<title>Social Trademarks</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 13:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Geltungssucht]]></category>
		<category><![CDATA[Personenmarken]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Trademarks]]></category>

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		<description><![CDATA[Des Menschen Selbstwertgefühl wird zu einem Großteil von der Bestätigung durch andere bestimmt, das “Angenommensein” ist für das Wohlbefinden unabdingbar. Das Netz kann uns enorm viele neue Wege zeigen, die höchste Form von Anerkennung selbst zu erfahren und anderen zu geben. Die wichtigste Aufgabe ist dabei, dass wir die anderen Menschen verstehen. Wir müssen uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Des Menschen Selbstwertgefühl wird zu einem Großteil von der Bestätigung durch andere bestimmt, das “Angenommensein” ist für das Wohlbefinden unabdingbar. Das Netz kann uns enorm viele neue Wege zeigen, die höchste Form von Anerkennung selbst zu erfahren und anderen zu geben. </p>
<p>Die wichtigste Aufgabe ist dabei, dass wir die anderen Menschen verstehen. Wir müssen uns eingestehen, dass wir eine Nische auch in der digitalen Welt brauchen, die wir mit unserer Persönlichkeit füllen, einen Ort, an dem wir im digitalen Leben selbstbestimmt sein dürfen. Diese Nischen sind abgegrenzte Räume, in denen wir unsere Persönlichkeit frei entfalten können und so – auch in der digitalen Welt – authentisch bleiben können.<br />
<span id="more-5844"></span><br />
<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/03/UncleSam_klein.jpg" alt="" title="Du bits die Botschaft, Social Trademarks" width="630" height="445" class="aligncenter size-full wp-image-5857" /><br />
<em>*Original Datei Download: <a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/03/UncleSam.jpg" target="_blank">Social Trademarks: &#8220;Du bist die Botschaft&#8221;</a></em></p>
<p>Manche Leute aber spielen sich selbst was vor: Sie ersetzen ihre im realen Leben schwach ausgeprägte Persönlichkeit durch einen digitalen Avatar, der Hunderte von Freunden hat und an allem Interesse zeigt. Das Selbstwertgefühl wird durch den Erfolg des Avatar gespeist, nicht mehr durch reales Erleben; eine immense Gefahr für die ganze Persönlichkeit. Diese Menschen opfern Ihre Lebenszeit auf dem Altar ihrer multimedialen Anwesenheit, sei es durch Spiel-, Informations- oder Geltungssucht.</p>
<p>So entstehen Social Trademarks, also die aus den digitalen Netzwerken hervorgehenden “Personenmarken”. Diese Social Trademarks werden schnell zu Eckpunkten der Meinungsfindung, so wie die Mainstream-Print-Unternehmen in der Offline-Welt. An der Bildung dieser Personenmarken kann man erkennen, dass die vollkommene Freiheit des Internets von den Benutzern gar nicht verarbeitet werden kann. Sie tragen, genau wie die digitalen Supermächte Google, Apple, Amazon, etc. dazu bei, dass das Internet für den Normalnutzer überhaupt beherrschbar wird. Sie strukturieren die für viele unüberschaubare Vielfalt und filtern so das aus dem Netz, was der User dann verarbeiten kann.</p>
<p>Wir sind daher auf dem Weg, &#8211; unmerklich, aber immer mehr &#8211; unsere digitale Selbstbestimmung gegen die Bequemlichkeit vordefinierter Inhalte zu tauschen. Die Social Trademarks und die digitalen Supermächte geben uns eine Ordnung vor, der wir zum Teil bedenkenlos folgen.</p>
<p>*/ Zeichner: http://sedatoezgen.blogspot.com/ Copyright: Ibrahim Evsan</p>
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		<title>Die Zeit des „freien Herumsurfens“ ist vorbei</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 17:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, das Internet ist im Mainstream angekommen. Einer der Hauptgründe, warum ich immer mehr Menschen erlebe, die auf Distanz zum Internet gehen, ist wohl die rasant zunehmende Kommerzialisierung auch der Bereiche des Internets, die bisher den „privaten Raum“ eines Users ausmachten: Social Media wird zur Social Targetgroup. Das „freie und ungebundene“ Leben im Internet wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das Internet ist im Mainstream angekommen. Einer der Hauptgründe, warum ich immer mehr Menschen erlebe, die auf Distanz zum Internet gehen, ist wohl die rasant zunehmende Kommerzialisierung auch der Bereiche des Internets, die bisher den „privaten Raum“ eines Users ausmachten: <strong>Social Media wird zur Social Targetgroup.</strong><br />
<span id="more-4269"></span><br />
<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/01/wlt_facebook.jpg" alt="" title="wlt_facebook" width="630" height="270" class="aligncenter size-full wp-image-4270" /></p>
<p>Das „freie und ungebundene“ Leben im Internet wird mehr und mehr an die kurze Leine genommen. Foren, Blogs und Twitter (eine chronologische Reihenfolge) waren bislang die Medien, in denen sich der internet-normierte Mensch mehr oder weniger frei bewegen und die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten konnte. Doch es kommt jetzt zunehmend zu Veränderungen, ja zu bedeutenden Umwälzungen, die jeden Internetnutzer, privat oder beruflich dazu drängen, neue (vorgegebene) Wege zu gehen.</p>
<p><strong>Das Internet wird zunehmend institutionalisiert</strong></p>
<p>Das Beispiel Facebook zeigt es sehr deutlich: Hier wächst eine gigantische Werbeplattform für Firmen heran: Firmen können jetzt „Freunde“ werden. Die digitale Supermacht Facebook schafft einen Markt(platz), um den herum sich immer mehr Menschen einfinden, Hunderte Millionen Menschen, die für die Wirtschaft und ihre Werbung relativ leicht zu erreichen sind. Aber auch auf der Anbieterseite hat sich einiges zum Guten verändert: Die Produkte und Services rücken in den Vordergrund, man kann zum Teil an Diskussionen teilnehmen, man bekommt als einzelner Konsument das Gefühl, dass die Marke, die dort wirbt, sich individuell auf mich einstellt (Dank der Auswertungsalgorithmen von Facebook).</p>
<p>Aber auch bei der Entwicklung im privaten Bereich kommt es zu Veränderungen: Die Menschen reden vermehrt und immer professioneller über sachbezogene Inhalte, und das Private wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Auch wenn nun einige mehr Distanz zum Internet haben, so haben andere die Distanz zwischen dem realen und dem virtuellen Leben enorm reduziert.</p>
<p>Wir Internetnutzer sind gerade dabei, die Nutzung und die Wirkungsweisen der Systeme zu verstehen: Wie kategorisiere ich die Inhalte, Daten und Kontakte in meinem beruflichen und privaten Leben? Wie schaffe ich für mich eine Datenwirtschaft, die die Nutzbarkeit meiner Daten für mich und für andere in den verschiedenen Internetservices optimiert? Dazu schreiben manche schreiben Blogs, und lassen sich von den Rückmeldungen zu neuen Gedanken inspirieren. Betrachtet man diese Entwicklungen, dann lässt sich nur feststellen, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem die <strong>digitale Selbstbestimmung</strong> die zentrale Rolle spielen muss.</p>
<p>Derzeit verschiebt sich das Internet zu einer Sammelstelle für Menschen mit gleichen Interessen. <strong>Die Zeit des „freien Herumsurfens“ ist vorbei.</strong> Wir befinden uns in einem zentralisierten Internet, wir bewegen uns immer mehr in geschlossenen Systemen. Apple wird zu einer immer größer werdenden eigenen Galaxie innerhalb des Universums Internet – einem wohlgemerkt geschlossenen System, das seine eigenen Spielregeln hat. Facebook ist ebenfalls ein geschlossenes System. Wenn man die marktbeherrschende Rolle von Google im Suchmaschinenbereich sieht, dann haben wir auch hier ein geschlossenes System, dessen Spielregeln sich nicht an den Bedürfnissen der Nutzer, sondern an der Strategie des Konzerns Google orientieren.</p>
<p>Aber – und das ist ein ganz eigenes Phänomen – Es funktioniert! Der Komfort, den wir genießen und unser <strong>digitaler Lifestyle</strong> lässt uns in die Falle tappen, dass wir wenigen digitalen Supermächten unsere Daten und unsere Zeit kostenlos zur Verfügung (zur Vermarktung) stellen. Das Wort kostenlos bezieht sich hierbei nicht auf die gesellschaftlichen und persönlichen Vorteile, sondern darauf, dass wir einer digitalen Supermacht kostbare Energie und Zeit schenken und dabei nicht vergessen dürfen, dass wir Botschaften senden, die einen Wert haben!</p>
<p>Haben wir uns nun im Internet eine Reputation aufgebaut, dann können wir unsere Meinung über die verschiedensten Medien verbreiten. Wenn wir ein Produkt empfehlen, und mehr als 2000 Menschen lesen diese Nachricht, dann hat es für das Unternehmen, das dieses Produkt herstellt einen Wert, die Marke steigt im Wert. Mein Lohn als Person, die dieses Produkt empfiehlt, sind vielleicht einige Kommentare. Da stellt sich doch die Frage, ob die Anerkennung durch wenige Kommentare ausreicht?</p>
<p>Aber gehen wir einmal einen Schritt zurück. Was passiert denn derzeit im Markt mit Marken? Und insbesondere: Wie sieht es mit der Bewertung von Marketingmaßnahmen im Internet aus? Zum Beispiel OREO.</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/oreo">http://www.facebook.com/oreo</a></p>
<p>Bei 16.300.000 Fans bewerten derzeit nur bis zu <strong>0,003 %</strong> die Feeds von Oreo. Was bedeutet das genau? Sind die restlichen 99,997 % der Leute nicht interessiert mit der Marke zu interagieren? Was genau ist der Maßstab, mit dem man eine Marke bewerten kann? Ist es ausreichend, die Bewertungskriterien aus der klassischen Print- und Fernseh-Werbung eins zu eins auf das Internet zu übertragen?</p>
<p>Ein anderes Beispiel ist der Like-Button. Vielleicht haben wir den Like-Button den Menschen nicht gut genug erklärt. Wenn wir etwas „liken“ bedeutet das für die Marke, dass die Nachrichten, die versendet werden, gelesen werden. Genauer gesagt „gelesen werden sollten“, denn nicht alle Informationen haben den gleichen Stellenwert. Ich zum Beispiel habe zwei Feeds in meiner Timeline: Feeds die mich interessieren und Feeds die von außen zu mir kommen. Auch dort kann man Personen oder Marken komplett aus der Kommunikation ausschließen, ohne jedoch den Like-Button zu deaktivieren.</p>
<p>Wenn man also eine Interaktions-Rate von mehr als 0,2 % verzeichnet &#8211; ist das schon sehr gut? Ich weiß es nicht. Ich finde nicht!</p>
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		<title>Die digitale Eifersucht vs. Du bist die Botschaft</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2012/02/28/die-digitale-eifersucht-vs-du-bist-die-botschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 10:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele werden den Spruch &#8220;Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft&#8221; noch aus Ihrer Jugend kennen. Jetzt hat die Eifersucht sogar das Netz erobert, sie ist &#8220;digital&#8221; geworden. Unter digitaler Eifersucht verstehe ich die Eifersucht, die in Verbindung mit allen Aktivitäten im Netz entstehen kann, sei es durch Beiträge, Freundschaften oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Viele werden den Spruch &#8220;Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft&#8221; noch aus Ihrer Jugend kennen. Jetzt hat die Eifersucht sogar das Netz erobert, sie ist &#8220;digital&#8221; geworden.
</p>
<p align="justify">Unter digitaler Eifersucht verstehe ich die Eifersucht, die in Verbindung mit allen Aktivitäten im Netz entstehen kann, sei es durch Beiträge, Freundschaften oder nur einfache Äußerungen in den sozialen Netzwerken. Ein Beispiel: Eifersucht kann entstehen, wenn auf der Freundesliste des Partners unbekannte Personen oder vergangene Liebschaften auftauchen. Durch die offene Struktur des Netzes wie in Facebook könnten zudem viele Informationen, wie etwa Kommentare auf der Pinnwand des Partners, falsch interpretiert werden und in der Folge zu eifersüchtigem Verhalten führen. Diese besondere Form der Eifersucht, die digitale Eifersucht, kann gefährliche Entwicklungen für die Partnerschaft einleiten, und zudem kann sie auch von Neid begleitet sein.</p>
<p><span id="more-5788"></span><br />
<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/02/eifersucht1.jpg" alt="" title="eifersucht" width="630" height="224" class="aligncenter size-full wp-image-5819" /><br />
/ Zeichner: <a href="http://sedatoezgen.blogspot.com/" target="_blank">http://sedatoezgen.blogspot.com/</a> Copyright: Ibrahim Evsan / <a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/02/eifersucht_big.jpg" target="_blank">Download Picture</a></p>
<p></p>
<p align="justify">Der Unterschied zwischen Eifersucht und Neid ist der, dass ein eifersüchtiger Mensch Angst hat, den geliebten Menschen zu verlieren. Ein neidischer Mensch hingegen will das haben, was andere besitzen. Eifersucht zeugt nicht von Liebe, sondern von Angst vor dem Verlust der Liebe. Und das erleben wir heute vermehrt in der digitalen Welt. Die gemeinsame Ursache für Eifersucht und Neid liegt in den meisten Fällen in einem Selbstwert-Defizit.</p>
<p align="justify">Freundschaftslisten laden dazu ein, die Frage zu stellen: „Warum hast Du so viele Freunde?“. Je mehr Leute sich in dem Umfeld meiner Partnerin befinden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer digitalen oder gar realen Annäherung. Noch vor wenigen Jahren hatten wir diese Möglichkeit nicht. Wir mussten entweder einen seltenen Zufall erleben, um mit jemand Interessantem alleine sprechen zu können, oder wir brauchten die Telefonnummer der Person. Heute können wir jede Person sehr einfach &#8220;adden&#8221; und ansprechen. Heute teilen wir Orte mit, an denen wir uns befinden, wir schreiben, mit wem wir da sind, und Facebook spuckt aus, was man alles noch über den Ort wissen muss, wer noch da ist, da war und andere lokale Informationen. Andere Menschen können Kommentare auf der Pinnwand unseres Partners veröffentlichen, sie verlinken: 3 Likes, 3 Kommentare und schon kann man den Verdacht haben, da entwickele sich etwas. </p>
<p align="justify">Der Eifersüchtige kann &#8211; Google sei Dank &#8211; nach weiteren Informationen zu der auf der Freundschaftsliste erscheinenden Person suchen. Dazu kommen noch echte Bilder, die Anlass zu Spekulationen geben können. Jede Party, jede Situation erlaubt die zweifelhafte Frage: „Läuft da was?“ &#8211; Je mehr Zeit mein Partner auf Facebook und beim Austausch mit seinen Freunden und den &#8220;Freunden&#8221; verbringt, umso mehr fühlen wir uns zurückgesetzt, uninteressant oder gar abserviert. Facebook erlaubt uns, das echte Leben nachzuempfinden (hier entsteht teilweise Neid), was die TV-Sender niemals erreichen werden. </p>
<p><strong>Unser Leben ist öffentlich &#8211; damit müssen wir leben.</strong></p>
<p align="justify">Von unseren Eltern haben wir gelernt, darauf zu achten, nicht alles preiszugeben und schon gar nicht zu zeigen, was man alles anstellt. Diese Erziehung hat damals zu kleinen realen Netzwerken geführt, die das zentrale Element der Privatsphäre noch kannten. </p>
<p align="justify">Das Netz ist genau das Gegenteil. Die Social Networks überschwemmen unseren Geist <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2009/11/03/informations-overflow/" target="_blank">mit zu vielen Informationen</a>. Digitale Mensch-Marken etablieren sich, mit zahlreichen persönlichen Daten: Geburtstagen, Wohnorten, Fotos, Videos, Kommentaren, Links, Lieblingsmusik, beruflichem Werdegang, bis hin zu eigentlich ganz persönlichen Ereignissen im Leben. Je mehr Freunde wir haben, desto mehr Informationen bekommen wir, desto mehr vernetzen wir Menschen, Orte, Erlebnisse und Veranstaltungen. <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/10/haben-und-sein-der-24-7-kodex/" target="_blank">Das Haben und Sein im Netz wird zum Krieg</a>, bei dem die Grenzen verschwimmen, weil es immer mehr &#8220;Haben-Wollen&#8221; und &#8220;Sein-Wollen&#8221; gibt. Das aber oftmals ohne eine reale Grundlage, ohne einen echten Wert, der auch der Überprüfung in der realen Welt standhält. </p>
<p align="justify">Die Nähe von Liebenden wird durch den Computer und das Handy ins örtlich Einsame verlängert. Getippte digitale Liebesbotschaften sind der Beweis für die neue digitale Einsamkeit, während zeitgleich Hunderte Botschaften von &#8220;Freunden&#8221; eingehen. Und wir erleben viele neue Formen der Botschaften. Der Mensch wird dabei selbst zur Botschaft und zum Botschafter seiner selbst. Aus ihm entsteht ein <strong>Social Trademark, der internet-normierte Mensch</strong>, der Gefahr läuft, sich selbst in ein digitales &#8220;Marken-Korsett&#8221; zu zwängen, weil er den Ansprüchen seiner Freunde, Kunden und nicht zuletzt seines Partners gerecht werden will. </p>
<p align="justify">Wir haben die Fähigkeit, stärkende, positive, aufbauende, spannende, selbstbewusste, reizende, liebevolle und zuversichtliche Gedanken und Gefühle zu erleben. Aber auch die Fähigkeit, negative, ängstliche, ärgerliche, schwächende und hasserfüllte Gedanken und Gefühle zu erzeugen. Je mehr man dem Partner misstraut, umso mehr wird man die Erfahrung machen, dass man anderen tatsächlich nicht trauen kann: Der Regelkreis der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.</p>
<p align="justify">Obwohl wir im <strong>Zeitalter des &#8220;Ich&#8221;</strong> leben und ständig &#8220;Ich-Botschaften&#8221; senden, können wir gar nicht mehr allein für uns selbst verantwortlich sein. Das Reputations-Management wird immer schwieriger, weil wir nicht mehr Herr über die über uns veröffentlichten Daten sind. Die Verantwortung haben jetzt alle, zu denen wir in Kontakt stehen: Wer macht heute Bilder von mir, in welcher Situation, wer veröffentlicht was, mit welcher Intention? Wir können <strong>eifersuchtsauslösende Informationen</strong> nicht mehr filtern, die ungewollte völlige Transparenz unseres Handelns führt zu einem praktisch endlosen &#8220;Eifersuchts-Teufelskreis&#8221;, der sich &#8211; missinterpretiert &#8211; aus den dauernd eingehenden Informationen über die Person speist. Die Menge der in der persönlichen Timeline verfügbaren Informationen ist fast unerschöpflich, und so wird der Suchende auch bald etwas finden, das seinen eifersüchtigen Verdacht bestärkt. Der Eifersüchtige sucht und sucht, teilweise über Monate, um ein Mal den Erfolg zu spüren, etwas entdeckt zu haben. Ein trauriges Bild.</p>
<p align="justify">Diese Fixierung auf die digitale Identität des Partners führt zum Kontrollverlust. Aus Liebe wird Obsession, die Obsession, die vermeintlich verlorene Kontrolle über den anderen wiederzuerlangen. Aber es geht gar nicht um die Kontrolle des anderen, es geht vielmehr um den Kontrollverlust bei einem selbst. Es geht um das eigene emotionale Wertegefüge, das aus dem Gleichgewicht geraten ist, ohne dass man selbst es gemerkt hat. Man interpretiert Dinge in den Partner, die von Misstrauen sprechen, nur weil man mit sich selbst nicht in Harmonie ist und man vergisst nichts, was die Meinung bestärkt, weil alle Informationen immer und überall greifbar sind. <strong>Was früher nur im Gedächtnis passiert ist, kann man heute multimedial jederzeit live verfolgen.</strong> Was man früher einmal einfach vergessen hat, ist heute zu jeder Zeit an jedem Ort und &#8211; besonders wichtig &#8211; bei jeder passenden Gelegenheit wieder herstellbar, um dies oder das zu &#8220;beweisen&#8221;, sozusagen <strong>die reproduzierbare Eifersucht</strong>. </p>
<p><strong>Vergessen kann eine Gnade sein. Das Internet kennt keine Gnade.</strong></p>
<p align="justify">Ich glaube, die digitale Eifersucht bringt Neid und Eifersucht zusammen. <strong>Eine &#8220;multimediale Neid-Eifersucht&#8221; Syndrom.</strong> Zum ersten Mal entsteht ein unbekanntes, unberechenbares starkes neues Gefühl, was zu <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2009/09/09/die-social-media-diaet/" target="_blank">Social Media Stress</a> bis hin zum Online-Burnout führen kann. Genau hier muss sich der Mensch ändern: <strong>Wir müssen &#8220;uns selbst bewusster&#8221; werden</strong> und besonders verantwortlich leben. Dabei wird uns immer mehr bewusst, dass die zentrale Aufgabe das selbstbestimmte Leben ist. Und dafür ist die Liebe der innerste Antrieb. Doch was ist Liebe?  Ich meine, das man nur die Dinge liebt, in denen man sich selbst wiederfindet, die ein Abbild eines wesentlichen Teils unseres Selbst sind, in allen Bereichen: In Beruf, Partnerschaft, Familie und im Netz. Wenn meine Wünsche, Sehnsüchte, Verlangen und Träume von einem Menschen zurückgespiegelt werden, dann liebe ich, weil er es mir erlaubt, mich positiv zu erleben, mich angenommen, geliebt zu fühlen. Wenn ich einen Ort so schön finde, dass ich mich dort immer wieder vor meinem geistigen Auge sehe, dann liebe ich diesen Ort. Wenn ich mich in einem Beruf positiv agieren sehe, ja dann liebe ich diesen Beruf. Also muss man sich in Dingen sehen und wiederfinden, damit man lieben kann. </p>
<p align="justify">Glücklich sind diejenigen, die ihre Zeit so leben, dass sie sie mit wertvollen Aufgaben füllen. Diesen Wert bestimmt jeder für sich. Diese Menschen erleben positive Dinge, unerwartete Dinge, eine Welt voller Abenteuer. Diese Menschen haben es verstanden, ihre Gedanken und Taten als Botschaften richtig zu kommunizieren. Das Netz hilft dabei. Das Netz beschleunigt dieses Abenteuer durch exponentielle Steigerungen der Reflexionen, auch wenn es meist nur fraktale Reflexionen sind, z.B. in einem Retweet, die man dann erst wieder zu einem ganzen Bild zusammensetzen muss. Wenn man also heute seine Botschaften richtig einsetzt, kann man es schaffen, das andere Menschen einem zuhören oder zu Hilfe kommen. So könnenw ir auch in der digitalen Welt glücklich werden, wir werden ein glücklicher Mensch. </p>
<p align="justify">Dale Carnegie sagte einst: Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst. | Ich würde sagen: &#8230; es hängt nur davon ab, was Du denkst und wie Du dann handelst. </p>
<p><strong>Fazit:</strong> </p>
<li>Beende die unsinnige Suche nach Fehlern deines Partners. </li>
<li>Du bist der Schöpfer deines Lebens.</li>
<li>Du bist die Botschaft Deiner Gedanken und Taten.</li>
<li>Lebe Deine persönliche und digitale Selbstbestimmung im Netz und sei Dir dabei selbst bewusst!</li>
<p></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mein Social Media WordPress Theme als download</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2012/02/09/mein-social-media-wordpress-theme-als-download/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 10:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Minimal]]></category>
		<category><![CDATA[Pinterest]]></category>
		<category><![CDATA[Posterous]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Social Theme]]></category>
		<category><![CDATA[Theme]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Word Press Theme]]></category>
		<category><![CDATA[WordPress]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist endlich soweit. Mein Theme (ich nenne es Socolio 2012 &#8211; angelehnt an Social Portfolio) steht nun jedem frei zur Verfügung. Features Custom Menüs Pressearchiv Mediathek für Youtube und Vimeovideos Eventmanagement / Übersichtssystem Social Media Feed Aggregator für Twitter, Facebook Seiten, Posterous, Pinterest Instagram Feed Installation Den Ordner &#8220;themes&#8221; und &#8220;plugins&#8221; in den ordner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist endlich soweit. Mein Theme (ich nenne es Socolio 2012 &#8211; angelehnt an Social Portfolio) steht nun jedem frei zur Verfügung.<br />
</p>
<h3>Features</h3>
<ul>
<li>Custom Menüs</li>
<li>Pressearchiv</li>
<li>Mediathek für Youtube und Vimeovideos</li>
<li>Eventmanagement / Übersichtssystem</li>
<li>Social Media Feed Aggregator für Twitter, Facebook Seiten, Posterous, Pinterest</li>
<li>Instagram Feed</li>
</ul>
<p><span id="more-5680"></span><br />
<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/02/socolio-20122.jpg" alt="" title="Socolio 2012" width="630" height="473" class="alignnone size-full wp-image-5691" /></p>
<h3>Installation</h3>
<p>Den Ordner &#8220;themes&#8221; und &#8220;plugins&#8221; in den ordner wp-content kopieren bzw. auf den FTP laden.</p>
<p>Im WordPress Adminbereich das Theme Socolio 2012 auswählen.</p>
<p>Unter Design -> Einstellungen nun so viele Angaben wie möglich machen. Hier liegen alle für das Theme benötigten Informationen und Social Media Accounts.</p>
<p>Es stehen 3 Menüslots zur Verfügung. Eins befindet sich oberhalb des Avatars. Ein weiteres neben der Wortmarke als Hauptmenü und eines im Fußbereich der Seite.</p>
<p>Unter dem Punkt Artikel befinden sich nun 3 neue Formate: Presse, Events und Videos. Diese bieten jeweils einige neue Felder die selbsterklärend sein sollten. Wichtig! Das Videomodul verarbeitet bisher nur Vimeo und Youtube URLs. Möglicherweise werden weitere folgen.</p>
<p>Die Ausgabe dieser neuen Formate wird über Page Templates geregelt. Um die Module zu nutzen, lege einfach eine neue Seite an und wähle rechts im Menü unter Veröffentlichen ein &#8220;Template&#8221; aus. Unter dieser neu angelegten Seite findet nun die Ausgabe statt.</p>
<p>Ein 4. Template ist für eine &#8220;Über mich/uns&#8221; Seite gedacht. Sie unterscheidet sich im Grunde nicht von normalen Seiten, bis auf diverese Möglichkeiten der Vernetzung auf Seiten wie twitter, Facebook oder Google+ sofern die Accounts dazu angegeben wurden.</p>
<h3>Wissenswertes</h3>
<p>Artikelbilder werden automatisch aus dem ersten im Artikel vorkommen Bild gemacht. Die optimale Breite beträgt hier 630px</p>
<p>Der Theme unterstützt zwar Widgets in der Sidebar, ist aber nicht darauf ausgelegt damit benutzt zu werden. Bei hohem Interesse wird eine besser Darstellung dieser mit einem Update folgen.</p>
<h3>Hinweis</h3>
<p><strong>
<p>Mit der Nutzung des Themes muss bei euch ein Hinweis auf ibrahimevsan.de sein, damit sich das Theme auch andere anschauen können. Dies kann auch gerne im Impressum geschehen.</p>
<p></strong></p>
<h3>Support</h3>
<p>Bei Problemen, Bugs oder Verbesserungsvorschlägen / Wünschen bitte per Mail an den Entwickler unter sven.giesen [@] unitedprototype.com. Support findet aus Zeitgründen nur eingeschränkt statt, aber wir werden uns bemühen Jedem zur Seite zu stehen.</p>
<h3>Download</h3>
<p><a href='http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/02/socolio-2012.zip'>Socolio 2012 WordPress Theme by ibrahimevsan.de</a> <em>letztes Update 9.2.2012 11:45 Uhr</em></p>
<p>Viel Spaß und bitte weiter empfehlen. Wenn Ihr Ideen habt oder diesen Theme nutzt, würde ich mich über ein Kommentar freuen. <img src='http://www.ibrahimevsan.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Social Media hat die Langeweile getötet.</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 10:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Copyright]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenbild]]></category>
		<category><![CDATA[Fluid]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdbild]]></category>
		<category><![CDATA[internet-normierter Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Langeweile]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns eine zweite Welt geschaffen, außerhalb unseres eigenen Ichs, die digitale Welt aus Bits und Bytes. Aber das interessiert uns nicht mehr. Es funktioniert. Der internet-normierte Mensch, wir nennen ihn Fluid, tut nach Watzlawick alles, um &#8220;nicht nicht zu kommunizieren&#8221;. Wir lassen ein zweites Ich auf die Menschheit los, das sich durch unsere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben uns eine zweite Welt geschaffen, außerhalb unseres eigenen Ichs, die digitale Welt aus Bits und Bytes. Aber das interessiert uns nicht mehr. Es funktioniert. Der internet-normierte Mensch, wir nennen ihn <a href="http://www.crowdsourcingblog.de/blog/2011/12/20/fluid-workforce/" target="_blank">Fluid</a>, tut nach Watzlawick alles, um &#8220;nicht nicht zu kommunizieren&#8221;. Wir lassen ein zweites Ich auf die Menschheit los, das sich durch unsere Online-Arbeit mit digitalem Leben füllt. Wir befüllen die &#8220;Maschine&#8221; Internet mit unseren Daten. Dabei lernen wir, die Maschine zu bedienen ohne dabei die Algorithmen zu verstehen. So handeln wir auch im Internet, besonders in Social Media. Die Maschine wird unser Lebensraum. Wir haben uns verlängert um das Internet. Die Hülle des Menschen, die ihn überall hin mit verfolgt. Schleichend, und ohne dass wir es uns bewusst sind, haben uns Maschinen die Arbeit abgenommen, aber auch die Arbeitswilligen zusammen gebracht. Crowdsourcing – die Verteilung der Aufgaben ins Netz ist heute für die fluiden Nutzer selbstverständlich. <span id="more-5150"></span></p>
<p><img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/01/1.gif" alt="" title="1" width="620" height="397" class="aligncenter size-full wp-image-5226" /><br />
Bild-Quelle: <a href="http://s59.photobucket.com/albums/g307/pawan1000/?action=view&#038;current=5698521247_6da5d66288_o.gif&#038;newest=1">photobucket.com</a></p>
<p>Wie immer im Leben müssen wir zwischen dem Eigenbild und dem Fremdbild unterscheiden. Das Eigenbild ist ein Abbild dessen, was wir in uns und um uns herum erblicken, alles, was wir uns geschaffen haben, um zu die Persönlichkeit zu werden, die wir sind. Das Netz kategorisiert uns, und wir helfen ihm dabei (z.B. <a href="http://klout.com" target="_blank">Klout.com</a>). In jeder Form der Kommunikation argumentieren wir von diesem Eigenbild aus, wir können gar nicht anders. In der direkten Kommunikation &#8220;face-to-face&#8221;, erkennen wir die Reaktionen auf das was wir sagen, was wir sind und können reagieren, wenn wir missverstanden werden. In der digitalen Welt haben wir keinerlei Kontrolle mehr über das, was von uns wahrgenommen wird. Nur lange Gespräche können Menschen menschlich machen. Je mehr wir über uns schreiben, desto vielfältiger werden die Interpretationsmöglichkeiten, die wir anderen über unsere Person anbieten. Die von uns freiwillige jedoch unkontrollierte sowie fragmentierte Datenfreigaben, können ein falsches Bild entstehen lassen. Die Reflexion der Menschen wird fluid. Hierbei entstehen kaum noch Geschichten. Aus der Selbstbestimmung in der realen Welt wird die Fremdbestimmung durch die digitale Welt. Und dabei sind wir vollkommen verliebt in die Nutzbarkeit von Apps auf Glasscheiben.</p>
<p>Wir können gar nicht mehr Herr unserer Kommunikation sein, weil alles, was wir in die digitale Welt via Twitter, Blogs, etc hinaussenden, in seiner Fülle nicht mehr beherrschbar ist. Wir können nichts mehr erklären, klarstellen oder gar rückgängig machen, wenn wir den Tweet erst einmal in die digitale Welt hinaus gelassen haben. Wir müssen dann mit vielen Antworten darauf leben, die zeigen, dass das Gemeinte und das Verstandene weit auseinander gehen. Manche groben Ungenauigkeiten in der Beschreibung lassen sich korrigieren, doch es fehlt die Zeit, alles so klar und konkret zu &#8220;sagen&#8221;, dass das Eigenbild auch als Fremdbild wahrgenommen werden kann. Es fehlt die Kommunikation im Sinne von Wikipedia: Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“, Hervorhebungen von mir) In Twitter laufen jetzt über 200 Millionen Botschaften an einem Tag. Das sind über 100 Millionen parallel verlaufende Kommunikationsstränge, von denen die meisten eine &#8220;Einweg-Kommunikation&#8221; darstellen, ohne &#8220;verbindendes Element&#8221;, wie in der Definition von &#8220;Kommunikation&#8221; gefordert. Das als Beispiel für &#8220;gemeinsam machen&#8221;. Es werden aber auch 200 Millionen „Copyright fähige“ Veröffentlichungen pro Tag versendet. Wir sind nun alle Schöpfer. </p>
<p>Social Media hat die Langeweile getötet. Denn wir haben uns ein Paralleluniversum geschaffen, in dem wir außerhalb unseres eigenen Ichs präsent sein müssen, um uns im digitalen Strom behaupten zu können. Wir haben das Bestreben, das Eigenbild im Fremdbild, in der Wahrnehmung anderer aufgehen zu lassen, jeden Tweet als Steinchen unseres Persönlichkeitsmosaiks zu setzen. Das Wort &#8220;Langeweile&#8221; wird immer mehr aus dem Sprachschatz der fluiden Nutzern verbannt, denn diese immerhin selbstbestimmte Phase des täglichen Lebens wird ersetzt durch hektische Betriebsamkeit bei der Darstellung unseres Selbst. Wir werden Teil einer Maschinerie, die auf Vervollständigung, Transparenz, Effizienzstreben und Erfolg ausgelegt ist. Von uns wird der bisher nur für die <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/05/10/haben-und-sein-der-24-7-kodex/" target="_blank">Verfügbarkeit von Maschinen definierte 24 / 7 Kodex</a> erwartet, der für Menschen naturbedingt gar nicht gelten kann, weil der Mensch Ruhe- und Regenerationsphasen zum körperlichen wie psychischen Überleben braucht. Aber diese Ruhe gönnen wir uns nicht. Auch der denkende Mensch ist nicht mehr frei. Jede freie Minute und jeder Gedankengang führt zum Handy. Es wird überprüft, mitgeteilt und mitgewirkt. Wir werden den Maschinen immer ähnlicher, Maschinen kennen keine Langeweile. </p>
<p>Dabei kann Langeweile der Antrieb für Kreativität sein, indem wir in solchen Momenten einmal nicht der Fremdbestimmung durch die digitale Welt folgen, sondern auch einmal die aus der Langeweile auftauchenden Gedanken zulassen, die sonst keine Chance haben, wahrgenommen zu werden, weil sie in der hektischen Betriebsamkeit untergehen. Mit Sicherheit ist Langeweile Selbstbestimmung, denn in diesem Moment kann ich mich auf mich und meine eigenen Bedürfnisse konzentrieren. </p>
<p>Früher habe ich für einige Momente auch einmal bei Regen aus dem Fenster geschaut, einfach so, ohne etwas zu denken oder zu tun. Vielleicht ein Weg zurück zur Selbstbestimmung?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Plus auf dem Weg zum beherrschenden Gesamtsystem</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jul 2011 12:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Businessanwendung]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Supermächte]]></category>
		<category><![CDATA[durchsuchbar]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[GooglePlus]]></category>
		<category><![CDATA[youtube]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile auch im Bereich Social Media wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme, eben Facebook und Google Plus. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Businessanwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich im Gesamtsystem von Google.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile auch im Bereich Social Media wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme, eben Facebook und Google Plus. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Businessanwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich im Gesamtsystem von Google.<span id="more-4408"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4409" title="Goovs.fbcol_klein" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/07/Goovs.fbcol_klein.jpg" alt="" width="630" height="446" /></p>
<p>Ein Beispiel: In Google Plus braucht kein Verlag mehr ein ganzes Magazin oder Buch zu vermarkten, es reicht völlig aus, einzelne Artikel oder Kapitel anzubieten. Die Abrechnung erfolgt unter Google Checkout. Jetzt wird deutlich, auf was für eine neue machtvolle Basis Google all seine für sich schon lange etablierten Services wie „Docs“, “YouTube”, „Adword“, „AdSense“, „Analytics“ und all die anderen gestellt hat. Google hat es geschafft, aus den Fehlern von Buzz und Wave zu lernen und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Jetzt ist mit Google Plus eine Klammer um das Gesamtsystem geschaffen worden, ein Gesamtangebot, das ein eigenes gesellschaftliches Netz werden kann.</p>
<p>Kaufe ich mir jetzt also ein eBook bei Google, kann ich meine Meinungen zu diesem Buch sofort mit meinen 3.000 Freunden teilen, in meiner Timeline ist ersichtlich, was ich wann zu welchem Thema zu sagen habe und was mir wichtig ist. Als „Startkapital“ nehme ich meine Follower aus Twitter gleich mit herüber zu Google Plus. Den digitalen Supermächten Amazon, Twitter und Apple wird das aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht gefallen, weil ihre Geschäftsmodelle alle auf einfache und leicht nutzbare Weise in Google Plus implementiert sind. Zum ersten Mal können wir ein Gesamtsystem nutzen, das all diese Einzelservices ersetzt, alle anderen Technologien sind über APIs jederzeit „zuschaltbar“.</p>
<p>Der Werbemarkt wurde durch Facebook schon ein wenig umgekrempelt, jetzt mit Google Plus stehen wir vor einer Revolution, weil jeder Google Plus-Nutzer auch zu einem Marketingspezialisten werden kann: Die Instrumente liegen bereit. Das Internet wird mit Google nicht nur „durchsuchbar“, oder „bewerbbar“ sondern man kann in seinem Google Plus Account alle digital verfügbaren Informationen strukturieren, verknüpfen und neu „verdrahten“. Picasa und Youtube sind für sich allein genommen schon mächtige Instrumente, aber erst die Verknüpfung mit z.B. Google Analytics macht den Erfolg meiner Aktivitäten für mich erst wirklich sichtbar und damit messbar.</p>
<p>Auch der Zeitpunkt der Vorstellung von Google Plus ist geschickt gewählt, denn es ist ja fast zum Volkssport geworden, den Börsenwert von Facebook zu berechnen. Jetzt wird man bei Facebook diesen Wert sicherlich anpassen müssen: nach unten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Zeitalter der Crowd Reputation</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2011/05/11/crowdreputation/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Crowd]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich denke, also bin ich.“ Dieser Leitspruch des Philosophen René Descartes gilt in unserem digitalen Zeitalter nur noch bedingt. Wir Onliner kennen das seit dem Web 2.0: Unser wahrgenommenes Ich kann nicht mehr ausschließlich über unser eigenes Kommunikationsverhalten definiert werden, nicht wir bestimmen ausschließlich, wie wir im Netz wahrgenommen werden. Das Internet ist keine Einwegdaten-Maschine, die nur unsere eigenen Daten speichert. In Zeiten der digitalen Kommunikation wird die Wahrnehmung unserer Person auch immer – und immer mehr – durch die Reaktionen anderer auf unsere Kommunikation geprägt. „Wer schreibt über mich?“, Welcher Feed ist gerade hereingekommen? Welche Antworten sind auf meinen letzten Blogartikel eingegangen? In welchen Medien werde ich auf welche Weise zitiert? Wie denken Menschen über meine Feeds/Tweets? All das sind Fragen, die den aktiven Onliner beschäftigen müssen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>„Ich denke, also bin ich.“ </strong></em>Dieser Leitspruch des Philosophen <a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/descardes.jpg" target="_blank">René Descartes</a> gilt in unserem digitalen Zeitalter nur noch bedingt. Wir <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/11/12/vom-affen-zum-onliner-download/" target="_blank">Onliner</a> kennen das seit dem Web 2.0: Unser wahrgenommenes Ich kann nicht mehr ausschließlich über unser eigenes Kommunikationsverhalten definiert werden, nicht wir bestimmen ausschließlich, wie wir im Netz wahrgenommen werden. Das Internet ist keine Einwegdaten-Maschine, die nur unsere eigenen Daten speichert. In Zeiten der digitalen Kommunikation wird die Wahrnehmung unserer Person auch immer – und immer mehr – durch die Reaktionen anderer auf unsere Kommunikation geprägt. „Wer schreibt über mich?“, Welcher Feed ist gerade hereingekommen? Welche Antworten sind auf meinen letzten Blogartikel eingegangen? In welchen Medien werde ich auf welche Weise zitiert? Wie denken Menschen über meine Feeds/Tweets? All das sind Fragen, die den aktiven Onliner beschäftigen <span style="text-decoration: underline;">müssen</span>.</p>
<p><strong><em><span id="more-4339"></span></em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em><img class="size-full wp-image-4341 aligncenter" title="ich1" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/ich1.jpg" alt="" width="630" height="371" /><br />
</em></strong></p>
<p><strong><em>Wie konstituiert sich das Ich?</em></strong></p>
<p>Eine Fragestellung, die einfach alle Bereiche von z.B. Soziologie, Kommunikationswissenschaften bis hin zu religiösen Aspekten umfasst. Ich muss mich auf die Sicht eines Onliners beschränken, denn das ist das Feld, welches mir besonders vertraut und gegenwärtig ist. Aus dieser Sicht ist der Mensch ein Individuum, das sich wie kaum ein anderes Lebewesen seiner Umwelt anzupassen vermag. Das gilt auch für das Internet, die virtuelle Welt, die ein immer besseres Abbild der realen Welt darstellt. Dennoch muss sich das Ich in dieser virtuellen Welt neu erfinden, seine realen Fesseln ablegen und das virtuelle Leben nach den Gesetzen des Internets gestalten lernen. Jede Aktion im realen, wie im virtuellen Leben ruft Reaktionen hervor, an denen das Ich wachsen kann. Doch im Internet erfährt das Ich eine Diversifikation, die es so im realen Leben nicht handhaben muss. Diese Mannigfaltigkeit an Darstellungsmöglichkeiten – inklusive der Tatsache, dass das Internet nichts vergisst – ist die Herausforderung, der sich das Online-Ich stellen muss. Das einende Element zwischen der realen und der virtuellen Welt stellt eine glaubwürdige Identität dar, die in beiden Bereichen des täglichen Lebens gleich wertvoll für ein Wachstum des Ichs ist. Aber wie soll ich nun mit der Marke &#8220;Ich&#8221; umgehen?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-4342 aligncenter" title="Ich2" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/05/Ich2.jpg" alt="" width="630" height="330" /></p>
<p>Bisher waren das Fragen, mit denen sich nur Unternehmen und Konzerne beschäftigen mussten, wenn es um die Wahrnehmung ihrer Marke ging (wenn sie denn die Wirkungsweisen von Social Media verstanden hatten.) Jetzt wird auch die Einzelperson mehr und mehr in diese Wechselwirkungen des Netzes hereingezogen. Denn die digitalen Supermächte speichern – und vor allem zeigen – alles, was es auch über mich als Person an Daten, Meinungen und Kommentaren gibt. Ob man will, oder nicht: <strong>Es entsteht die gewollte und vor allem ungewollte Online-Reputation &#8211; Die Crowd Reputation.</strong> Wir können nichts dagegen tun, denn eine Löschung der Daten ist kompliziert. Es bleibt dem Onliner, dem digital geprägten Menschen, nur, sich ein geeignetes Reputations-Management zurechtzulegen, um seine eigene Kommunikation an die Erfordernisse der Feedbacks anzupassen. Die Geschwindigkeit, mit der ein Ich, ein (neues) Individuum entstehen kann, wird durch das Internet beschleunigt.</p>
<p><em><strong>Crowd Reputation by Twitter</strong></em></p>
<p>Das ist mit Sicherheit nicht richtig, denn gerade die schnellen Kommunikationskanäle wie Twitter lassen ein engmaschiges Netz von alltäglichen Informationen über mich entstehen, auf das sich bald eine neue, eigene Persönlichkeit projiziert: „Das digitale Ich“, das sich ohne weiteres sehr von meinem realen Ich unterscheiden kann, weil es zum Beispiel bei Twitter oder durch meinen Blog immer nur Momentaufnahmen liefert, die die Komplexität meines realen Ichs nicht abbilden können. So kann es zur „Ablösung“ des digitalen vom realen Ich, zu einem „Eigenleben“ des digital wahrgenommenen Ichs kommen. Ein Bindeglied zwischen persönlicher Einzigartigkeit und gesellschaftlicher Komplexität.</p>
<p><strong>Wo bleibt dann die Identität?</strong></p>
<div>Ich versuche mich mal dran: Die Identität eines Individuums ergibt sich aus der Interaktion mit seiner Umwelt und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen für das weitere Auftreten im sozialen Leben; daraus entsteht zwangsläufig die persönliche Einzigartigkeit, die wiederum in der Gesamtheit aller Individuen die gesellschaftliche Komplexität ausmacht. Damit ist Identität nicht das Bindeglied zwischen persönlicher Einzigartigkeit und gesellschaftlicher Komplexität, sondern Identität ist die Basis für beides &#8211; jedenfalls im realen Leben.</div>
<div>Im Internet können wir gerade jetzt eine Besonderheit beobachten: Aus den vielen verschiedenen Identitäten, die das Internet für die verschiedensten Dinge nutzen, entsteht zur Zeit im Gegensatz zum realen Leben keine gesellschaftliche Komplexität. Im Gegenteil: Die digitalen Supermächte, allen voran Facebook, <a href="http://www.ibrahimevsan.de/2010/09/25/facebook-wird-das-betriebssystem-des-netzes/" target="_blank">sorgen für eine Institutionalisierung des Internets</a>, in der sich die persönliche Einzigartigkeit &#8211; wenigstens in der Darstellungsform &#8211; in den Rahmen eines Wirtschaftsunternehmens und dessen vorgegebene Interfaces einfügen muss. Wir geben unsere Freiheit auf - bekommen dafür aber digitalen Lifestyle.&nbsp;</p>
</div>
<div><em><strong>Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters.</strong></em></div>
<p>Aber nur das digitale Ich ist für die Betrachter sichtbar, das reale Ich muss also mit allen Mitteln dafür sorgen, dass es keine Bruchstellen zwischen den beiden „Wahrheiten“ gibt. Authentizität ist dabei das einzige Mittel, das uns unsere Reputation zu schützen hilft.</p>
<div>Weiterhin liegt es an jedem Menschen selbst, seine digitale Selbstbestimmung einzufordern, um seine Identität zu wahren und die gesellschaftliche Komplexität im Internet gegen die digitalen Supermächte zu verteidigen.</div>
<p>Eine sehr spannende philosophische Frage: „Was genau ist das Ich des Onliners im digitalen Zeitalter?“</p>
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		<item>
		<title>Trau keiner digitalen Supermacht</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2011/04/30/trau-keiner-digitalen-supermacht/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 13:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[digitalen Supermacht]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[iPhone, Android und all die anderen Smartphones unterscheiden sich in vielen Dingen, wie Prozessor, Bildschirme, offene und geschlossene Systeme und vieles mehr. Doch in einer Sache scheinen sie sich alle zu gleichen: Sie speichern Daten über uns. Wir, die wir die Daten produzieren, ahnten bisher gar nicht wirklich, dass wir ausspioniert wurden. Jetzt wissen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>iPhone, Android und all die anderen Smartphones unterscheiden sich in vielen Dingen, wie Prozessor, Bildschirme, offene und geschlossene Systeme und vieles mehr. Doch in einer Sache scheinen sie sich alle zu gleichen: Sie speichern Daten über uns. Wir, die wir die Daten produzieren, ahnten bisher gar nicht wirklich, dass wir ausspioniert wurden. Jetzt wissen wir es definitiv.<span id="more-4324"></span></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4332" title="IMG_1382" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2011/04/IMG_13821.jpg" alt="" width="630" height="398" /><em>(Auch wenn sie Produkte schaffen wie &#8220;Götzen&#8221;, Traue keiner digitalen Supermacht.)</em></p>
<p>Was wir aber noch immer nicht wissen, ist, was mit unseren Daten geschieht. Vielleicht macht es nicht jedem etwas aus, dass diese Daten gesammelt werden, aber Interessenten für diese Informationen gibt es überall:</p>
<p><strong>1. Arbeitgeber</strong><br />
Haben sie ein iPhone von Ihrem Arbeitgeber bekommen? Dann könnten die Folgen bis in arbeitsrechtliche Konsequenzen hineinführen: Werden die Backups zentral abgespeichert? Wo waren Sie während der Arbeitszeit? Mit wem haben Sie sich getroffen? Haben sie vielleicht auf der Autobahn einen Umweg gemacht? Irgendjemanden (eine Ex-Freundin) während der Arbeitszeit besucht? Oder gar ein Bordell? Der Arbeitgeber könnte diese Daten (legal oder nicht) nutzen, er ist der Datenherr.</p>
<p><strong>2. Eifersüchtige</strong><br />
Hat Ihr Partner den Zugang zu dem Rechner? Persönliche Mails sind oftmals noch durch ein Passwort geschützt, aber ist der Synchronisierungs-Order für die iPhone-Daten auch verschlüsselt? Kann Ihr Freund/Freundin auf dem Rechner mit einer einfachen Software auf diese Daten zugreifen?</p>
<p><strong>3. Die digitalen Supermächte</strong><br />
Werbekunden interessieren sich für interessante Plätze. So kann heute Foursquare genau sagen, wo was abgeht. Aber auch die digitalen Supermächte, die nicht auf das explizite &#8220;Einchecken&#8221; der Daten warten, sondern einen direkten Zugriff auch auf die lokalisierbaren Daten der User haben. Das sind spannende Daten für Werbekunden.</p>
<p><strong>4. Der Staatsanwalt</strong><br />
Zufällig Ärger mit dem Staatsanwalt? Der Zugang zu diesen Daten wäre unfassbar interessant für einen Rechtsstreit.</p>
<p><strong>5. Das Finanzamt</strong><br />
Essen mit Kollegen am 23.02.2011 &#8211; wo genau? Sind Sie wirklich da gewesen? Das Finanzamt kann Ihren Computer beschlagnahmen und wüsste genau, was sie wann und vor allem wo gemacht haben.</p>
<p><strong>6. Usertracking</strong><br />
Weiterhin ist es möglich, dass man sehen kann, mit wem man sich wo trifft, also kann man herausfinden, wer wichtig ist. Wer sich nur mit Politikern trifft, kann sozusagen für Apple ein wichtiger Influencer sein für die Politik-Lobbyarbeit.</p>
<p><object width="629" height="358" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/GynEFV4hsA0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="629" height="358" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/GynEFV4hsA0?fs=1&amp;hl=en_US&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Apple und Co. müssen garantieren und die Geräte anpassen und eine Möglichkeit bieten, direkt die Daten bei Apple und auf dem Computer löschen zu dürfen. Sie müssen uns aufklären, ob diese Daten sogar verkauft worden sind.</p>
<p><strong>Alles andere führt uns langfristig in eine Gesellschaft, in der diese Daten nicht nur mit uns, sondern auch gegen uns verwendet werden.</strong> Was heute rechtlich und moralisch undenkbar scheint, kann sich schlagartig ändern, sobald die Möglichkeiten von den Interessenten verstanden und Begehrlichkeiten geweckt werden.</p>
<p>Oder müssen wir uns an so arrogant klingende Sätze wie den von Eric Schmidt, dem Ex-Vorstandschef von Google gewöhnen: &#8220;Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun.” So weit darf es nicht kommen. Ich persönlich fordere digitale Selbstbestimmung! Was ist mit euch?</p>
<p>Der Mensch ist in einer Falle der technischen Entwicklung. Es geht alles viel schneller, als wir es bislang gewohnt sind. Ich glaube, dass die technische Entwicklung die Vernunft besiegt hat. Wir werden Sklaven der Technik. Denn wir lieben sie.</p>
<p><strong>Passende Software: </strong><a href="http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/">http://petewarden.github.com/iPhoneTracker/</a></p>
<p><strong>Weitere Infos:</strong><br />
<a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2011/04/apple-iphone-tracking/">http://www.wired.com/gadgetlab/2011/04/apple-iphone-tracking</a>/<br />
<a href="http://www.wired.com/images_blogs/gadgetlab/2011/04/applemarkeybarton7-12-10.pdf">http://www.wired.com/images_blogs/gadgetlab/2011/04/applemarkeybarton7-12-10.pdf</a></p>
<div><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;"><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;">Spiegel Artikel vom 02.05.2011: <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,759836,00.html" target="_blank">Apple informierte Justizministerin falsch</a></span></span>&nbsp;</p>
</div>
<div><span style="font-family: Calibri, sans-serif; line-height: normal; font-size: 14px;"><br />
</span></div>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Affen zum Onliner (Download)</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/2010/11/12/vom-affen-zum-onliner-download/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 13:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
		<category><![CDATA[Digital]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Evolutionsgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kennzeichnung]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine Zeichnung "Vom Affen zum Onliner" benutze ich in viele meiner Präsentationen. Die Zeichnung stellt die bekannte Evolutionsgeschichte neu dar und ergänzt sie um einen weiteren Typus Mensch - den Onliner. 

Aufgrund vieler Anfragen nach der Skizze, habe ich es neu zeichnen lassen, um die Entwicklung noch klarer darstellen zu können. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Zeichnung “Vom Affen zum Onliner” benutze ich in viele meiner Präsentationen. Die Zeichnung stellt die bekannte Evolutionsgeschichte neu dar und ergänzt sie um einen weiteren Typus Mensch – den Onliner.</p>
<p>Aufgrund vieler Anfragen nach der Skizze, habe ich es neu zeichnen lassen, um die Entwicklung noch klarer darstellen zu können. Hiermit gebe ich die Zeichnung zum Download frei. Bei Benutzung der Grafik bitte ich um Kennzeichnung und Verweis auf den Ursprung.</p>
<p>Für Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich offen.</p>
<p><span id="more-4008"></span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4017" src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_klein1.jpg" alt="" width="600" height="360" /></p>
<p><a href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_groß1.jpg">Download Image &#8220;Ape to Onliner&#8221;</a></p>
<p>Nach und nach werden alle Bilder meines Blogs neu gezeichnet werden. Seid gespannt auf die Entwicklung.</p>
<p>Illustration: <a href="http://sedatoezgen.blogspot.com/">Sedat Özgen</a> (Team-Member United Prototype)</p>
<p style="text-align: right;"><a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a><br />
<span>Evolution from Ape to Onliner</span> von <a rel="cc:attributionURL" href="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2010/11/Fixierungscode_groß1.jpg">Ibrahim Evsan</a> steht unter einer<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">Creative Commons Attribution 3.0 Unported Lizenz</a>.</p>
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