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	<title>Ibrahim Evsan &#187; Presseartikel und Videointerviews</title>
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	<description>Speaker, im Wandel der visuellen Medienlandschaft.</description>
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		<title>DaimlerBlog: Social Games: Digitale Erlebniswelten</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 16:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://blog.daimler.de/2011/11/30/gastbeitrag-social-games-digitale-erlebniswelten-fliplife/#commentsBrettspiele dürften schon bald in die ‚Retro’ Kategorie fallen. Spielspaß findet inzwischen immer mehr Online statt. Insbesondere Social Games boomen, ermöglichen sie doch Interaktion mit anderen Spielern und Freunden in Sozialen Netzwerken. Dort sehe ich, welcher meiner Online-Kontakte aktuell ein virtuelles Item erhalten hat, wer ein Level aufgestiegen ist und wer eventuell Hilfe bei der ein oder anderen Aufgabe im Game braucht. Spielen wird gewissermaßen zu einem Freundschaftsbeweis-Tool.

Die bekanntesten Social Games stammen dabei aus dem Hause Zynga. Cityville hat inzwischen mit nicht weniger als 86,2 Millionen regelmäßigen Spielern Vorgänger Farmville (58 Millionen) hinter sich gelassen. Eine Sache hat sich mit diesem Siegeszug der Social Games grundlegend verändert: Die Demografie der Nutzer. Mindestens die Hälfte der Nutzer (die Zahlen schwanken je nach Quelle, bewegen sich aber meist um 50 Prozent) ist zum Beispiel weiblich. Damit ist Gaming von der Nische ins die Mitte der Gesellschaft gerückt. Soziale Netzwerke sind ohne Spiele nicht mehr denkbar. Das Tripwire Magazine hat hierzu vor kurzem eine sehr umfassende Infografik veröffentlicht, der zufolge 17 Millionen Deutsche regelmäßig Social Games nutzen.

<strong>Die neue Mediennutzung: Social Media wird zu Social Adventure</strong>

Doch wieso dieser Wandel in der Mediennutzung? Ein Grund ist sicherlich die Masse der Plattformen und Web-Dienste. In einer zunehmend fragmentierten Online-Umgebung und schnelllebigen Welt sehnen sich Menschen nach Kontinuität, nach etwas Bekanntem, einer Umgebung in der sie sich wiederfinden und heimisch fühlen können.

Social Media muss und wird sich auf lange Sicht diesem Bedürfnis anpassen und zum Social Adventure werden. Social Games fügen sich in diesem ihnen eigenen Umfeld in die tägliche Mediennutzung ein: zwischendurch, in der Mittagspause, in überschaubar portionierten Zeitfenstern, aber immer wiederkehrend. Dank der zunehmenden Nutzung mobiler Devices wird dieser Trend noch verstärkt.
 
Auch innerhalb der Social Games ist ein Prozess erkennbar. Die nächste Generation Spiele nach Farmville & Co. gibt sich mit Titeln wie CivWorld oder Empires and Allies nicht nur komplexer, sondern auch noch einmal kollaborativer als die Vorgänger. Und was passiert abseits von Facebook? Auch Konkurrent Google schläft nicht und hat seit einigen Wochen einen Games Bereich für Google+ freigeschaltet. Insbesondere die günstigeren Umsatz Margen (im Schnitt 25 Prozent unter denen von Facebook) sollen Developer und ihre Spiele auf die Plattform locken. Die Bemühungen der Netzwerke wundern wenig, wirft man einen Blick auf die Umsatzzahlen: Allein in den USA werden für 2011 Umsätze von $ 1,09 Mrd. im Social Games Sektor prognostiziert. 2012 sollen es $ 1,32 Mrd. sogar sein.

Ein Grund für den Erfolgskurs der digitalen Games-Welten ist sicherlich der uns Menschen innewohnende ewige Spieltrieb. Wir wollen uns messen, streben nach Anerkennung. Doch da ist noch etwas anderes… Jane McGonigal, Game-Designerin und Autorin von Reality is Broken bringt es auf den Punkt: In dem wir spielen erzeugen wir für uns künstlichen Stress, lösen Aufgaben. McGonigal vergleicht Games deswegen Arbeit, jedoch mit solcher deren Stress-Level exakt so abgestimmt ist, dass wir uns motiviert fühlen weiter zu machen. Im Spiel nehmen wir (freiwillig!) die Herausforderungen an und bekommen dafür Anerkennung – Level für Level. Eine Anerkennung, die vielen Menschen im realen Leben zu fehlen scheint. Deswegen fühlen sie sich in den virtuellen Parallelwelten so wohl.

<strong>Wie Unternehmen Social Gaming für ihre Markenführung nutzen können</strong>

Betrachtet man das Social Games Segment einmal aus einer anderen Perspektive wird schnell klar, dass auch andere Branchen vom Spieltrieb der User profitieren können. Denn für Unternehmen und Marken im Social Web wird es immer schwerer die Aufmerksamkeit der ohnehin schon reizüberfluteten Nutzer im Social Web zu gewinnen. Es gewinnt entsprechend der, der am besten unterhält. Zwar zeigen soziale Netzwerke wie Facebook ‚User Stories’ der Online-Freunde, doch haben diese Fragmente meist zu wenig (und oftmals gar keinen) Zusammenhang, um ihnen den Status einer Geschichte zu verleihen. Dabei sind solche Geschichten exakt das, was die Nutzer in Zukunft immer mehr nachfragen werden. Die einzelnen Maßnahmen reichen vom Branding einzelnen In-Game-Items bis hin zu gesamten Spieloberflächen und -Welten. Der Phantasie sind hier theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Digitale Erlebniswelten sind damit die Plattformen von morgen, die Grenzen zu Social Media verschwimmen immer mehr in Richtung Storytelling. Wieso aber ist genau das höchst interessant für Unternehmen? Die Antwort lautet Involvement – langfristige Nutzerbindung und Vertrauensaufbau durch Gamification Effekte sind aus Unternehmensperspektive weitaus wertiger geworden als jedes Facebook Like. Denn aktive Teilnahme und ‚Shared Experience’ bringt einen intensiveren Effekt als dies bei passivem Konsum jemals der Fall sein könnte. Hinzu kommt der Faktor der veränderten Mediennutzung. Da die Aufmerksamkeit der Nutzer sich immer mehr in die virtuellen Spielewelten verlagern wird, ist es für Unternehmen und ihre Marken zukünftig immer wichtiger, ihnen dort hinzu folgen. Darüber hinaus bieten sich durch die Games Zugänge zu vollkommen neuen Zielgruppen – beispielsweise zu den jüngeren, online-affinen Nutzern.

Ein weiterer Vorteil der gebrandeten Spielewelten: In einem spielerischen Umfeld werden Marken-Platzierungen vom Nutzer sehr wohl wahrgenommen, allerdings nicht als störend empfunden. Bislang gibt es allerdings wenige Games-Plattformen, die einen Innovationsgrad aufweisen, welcher das Potential von Social Games voll ausschöpfen könnte. Hierzu müssen Unternehmen wie Spiele-Entwickler eine vollkommen neue Herangehensweise, ja Denkweise entwickeln.

<strong>Die Daimler AG hat nach wenigen Wochen bereits über 2.500 virtuelle Mitarbeiter in Fliplife rekrutiert</strong>

Eine innovative Art der In-Game-Positionierung hat kürzlich die Daimler AG für sich gewählt. Während Unternehmensseiten auf Facebook längst Standard sind, ist Daimler als zweiter Dax Konzern beim Social Game Fliplife eingestiegen. Nutzer können dort eine virtuelle Karriere bei Daimler durchlaufen, vom Felgenpolierer zum Innovationsguru aufsteigen und so spielerisch die Geschäftsbereiche des realen Unternehmens kennenlernen. Dieses Hintergrundwissen sammeln sie beim Durchlaufen der einzelnen Projekte sowie auf der Daimler Unternehmensseite, die bislang bereits etwa 250.000 Mal aufgerufen wurde – ein idealer Anknüpfungspunkt für Recruitingprozesse und gleichzeitig Gamification at its best!

Die Early Adopter des Social Games-Marketing werden sich schon sehr bald herauskristallisieren, viele weitere werden mittelfristig folgen. Fliplife will zukünftig sogar noch einen Schritt weitergehen und für bestimmte Projekte ‚Crowd Gaming’ – eine Kombination aus Crowdsourcing und Games – anbieten. Hierbei sollen Spieler die Möglichkeit bekommen, reale Tasks (z.B. Umfragen oder das Taggen von Bildern) zu erfüllen und dafür zusätzliche In-Game-Währung zu erhalten. Indem sich reale Aufgaben mit spielerischen Elementen vermischen wird die virtuelle Community zum zweiten zu Hause. Das kommt auch den Nutzern zu Gute, denn die werden sich in der schönen, bunten Farmville-Welt zukünftig immer mehr die Sinnfrage stellen.

Für alldiejenigen, die nun neugierig geworden sind, hier geht es zur Daimler AG in Fliplife: www.fliplife.com (die Anmeldung ist kostenlos).

<strong>Über den Gastautor</strong>

Ibrahim Evsan ist Unternehmer, Blogger und Autor. Bekannt wurde er als Gründer von sevenload, einer Web 2.0-Plattform für Multimedia-Inhalte und entwickelt derzeit das Social Game Fliplife.Evsan ist im Vorstand der Deutschlandstiftung Integration, stellvertretendes Mitglied der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Mitglied des Medienbeirats und des Initiativkreises Kreativwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Komitee-Mitglied der UNICEF. Er ist Autor des Buches „Der Fixierungscode“, welches 2009 erschienen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://blog.daimler.de/2011/11/30/gastbeitrag-social-games-digitale-erlebniswelten-fliplife/#commentsBrettspiele dürften schon bald in die ‚Retro’ Kategorie fallen. Spielspaß findet inzwischen immer mehr Online statt. Insbesondere Social Games boomen, ermöglichen sie doch Interaktion mit anderen Spielern und Freunden in Sozialen Netzwerken. Dort sehe ich, welcher meiner Online-Kontakte aktuell ein virtuelles Item erhalten hat, wer ein Level aufgestiegen ist und wer eventuell Hilfe bei der ein oder anderen Aufgabe im Game braucht. Spielen wird gewissermaßen zu einem Freundschaftsbeweis-Tool.

Die bekanntesten Social Games stammen dabei aus dem Hause Zynga. Cityville hat inzwischen mit nicht weniger als 86,2 Millionen regelmäßigen Spielern Vorgänger Farmville (58 Millionen) hinter sich gelassen. Eine Sache hat sich mit diesem Siegeszug der Social Games grundlegend verändert: Die Demografie der Nutzer. Mindestens die Hälfte der Nutzer (die Zahlen schwanken je nach Quelle, bewegen sich aber meist um 50 Prozent) ist zum Beispiel weiblich. Damit ist Gaming von der Nische ins die Mitte der Gesellschaft gerückt. Soziale Netzwerke sind ohne Spiele nicht mehr denkbar. Das Tripwire Magazine hat hierzu vor kurzem eine sehr umfassende Infografik veröffentlicht, der zufolge 17 Millionen Deutsche regelmäßig Social Games nutzen.

<strong>Die neue Mediennutzung: Social Media wird zu Social Adventure</strong>

Doch wieso dieser Wandel in der Mediennutzung? Ein Grund ist sicherlich die Masse der Plattformen und Web-Dienste. In einer zunehmend fragmentierten Online-Umgebung und schnelllebigen Welt sehnen sich Menschen nach Kontinuität, nach etwas Bekanntem, einer Umgebung in der sie sich wiederfinden und heimisch fühlen können.

Social Media muss und wird sich auf lange Sicht diesem Bedürfnis anpassen und zum Social Adventure werden. Social Games fügen sich in diesem ihnen eigenen Umfeld in die tägliche Mediennutzung ein: zwischendurch, in der Mittagspause, in überschaubar portionierten Zeitfenstern, aber immer wiederkehrend. Dank der zunehmenden Nutzung mobiler Devices wird dieser Trend noch verstärkt.
 
Auch innerhalb der Social Games ist ein Prozess erkennbar. Die nächste Generation Spiele nach Farmville & Co. gibt sich mit Titeln wie CivWorld oder Empires and Allies nicht nur komplexer, sondern auch noch einmal kollaborativer als die Vorgänger. Und was passiert abseits von Facebook? Auch Konkurrent Google schläft nicht und hat seit einigen Wochen einen Games Bereich für Google+ freigeschaltet. Insbesondere die günstigeren Umsatz Margen (im Schnitt 25 Prozent unter denen von Facebook) sollen Developer und ihre Spiele auf die Plattform locken. Die Bemühungen der Netzwerke wundern wenig, wirft man einen Blick auf die Umsatzzahlen: Allein in den USA werden für 2011 Umsätze von $ 1,09 Mrd. im Social Games Sektor prognostiziert. 2012 sollen es $ 1,32 Mrd. sogar sein.

Ein Grund für den Erfolgskurs der digitalen Games-Welten ist sicherlich der uns Menschen innewohnende ewige Spieltrieb. Wir wollen uns messen, streben nach Anerkennung. Doch da ist noch etwas anderes… Jane McGonigal, Game-Designerin und Autorin von Reality is Broken bringt es auf den Punkt: In dem wir spielen erzeugen wir für uns künstlichen Stress, lösen Aufgaben. McGonigal vergleicht Games deswegen Arbeit, jedoch mit solcher deren Stress-Level exakt so abgestimmt ist, dass wir uns motiviert fühlen weiter zu machen. Im Spiel nehmen wir (freiwillig!) die Herausforderungen an und bekommen dafür Anerkennung – Level für Level. Eine Anerkennung, die vielen Menschen im realen Leben zu fehlen scheint. Deswegen fühlen sie sich in den virtuellen Parallelwelten so wohl.

<strong>Wie Unternehmen Social Gaming für ihre Markenführung nutzen können</strong>

Betrachtet man das Social Games Segment einmal aus einer anderen Perspektive wird schnell klar, dass auch andere Branchen vom Spieltrieb der User profitieren können. Denn für Unternehmen und Marken im Social Web wird es immer schwerer die Aufmerksamkeit der ohnehin schon reizüberfluteten Nutzer im Social Web zu gewinnen. Es gewinnt entsprechend der, der am besten unterhält. Zwar zeigen soziale Netzwerke wie Facebook ‚User Stories’ der Online-Freunde, doch haben diese Fragmente meist zu wenig (und oftmals gar keinen) Zusammenhang, um ihnen den Status einer Geschichte zu verleihen. Dabei sind solche Geschichten exakt das, was die Nutzer in Zukunft immer mehr nachfragen werden. Die einzelnen Maßnahmen reichen vom Branding einzelnen In-Game-Items bis hin zu gesamten Spieloberflächen und -Welten. Der Phantasie sind hier theoretisch keine Grenzen gesetzt.

Digitale Erlebniswelten sind damit die Plattformen von morgen, die Grenzen zu Social Media verschwimmen immer mehr in Richtung Storytelling. Wieso aber ist genau das höchst interessant für Unternehmen? Die Antwort lautet Involvement – langfristige Nutzerbindung und Vertrauensaufbau durch Gamification Effekte sind aus Unternehmensperspektive weitaus wertiger geworden als jedes Facebook Like. Denn aktive Teilnahme und ‚Shared Experience’ bringt einen intensiveren Effekt als dies bei passivem Konsum jemals der Fall sein könnte. Hinzu kommt der Faktor der veränderten Mediennutzung. Da die Aufmerksamkeit der Nutzer sich immer mehr in die virtuellen Spielewelten verlagern wird, ist es für Unternehmen und ihre Marken zukünftig immer wichtiger, ihnen dort hinzu folgen. Darüber hinaus bieten sich durch die Games Zugänge zu vollkommen neuen Zielgruppen – beispielsweise zu den jüngeren, online-affinen Nutzern.

Ein weiterer Vorteil der gebrandeten Spielewelten: In einem spielerischen Umfeld werden Marken-Platzierungen vom Nutzer sehr wohl wahrgenommen, allerdings nicht als störend empfunden. Bislang gibt es allerdings wenige Games-Plattformen, die einen Innovationsgrad aufweisen, welcher das Potential von Social Games voll ausschöpfen könnte. Hierzu müssen Unternehmen wie Spiele-Entwickler eine vollkommen neue Herangehensweise, ja Denkweise entwickeln.

<strong>Die Daimler AG hat nach wenigen Wochen bereits über 2.500 virtuelle Mitarbeiter in Fliplife rekrutiert</strong>

Eine innovative Art der In-Game-Positionierung hat kürzlich die Daimler AG für sich gewählt. Während Unternehmensseiten auf Facebook längst Standard sind, ist Daimler als zweiter Dax Konzern beim Social Game Fliplife eingestiegen. Nutzer können dort eine virtuelle Karriere bei Daimler durchlaufen, vom Felgenpolierer zum Innovationsguru aufsteigen und so spielerisch die Geschäftsbereiche des realen Unternehmens kennenlernen. Dieses Hintergrundwissen sammeln sie beim Durchlaufen der einzelnen Projekte sowie auf der Daimler Unternehmensseite, die bislang bereits etwa 250.000 Mal aufgerufen wurde – ein idealer Anknüpfungspunkt für Recruitingprozesse und gleichzeitig Gamification at its best!

Die Early Adopter des Social Games-Marketing werden sich schon sehr bald herauskristallisieren, viele weitere werden mittelfristig folgen. Fliplife will zukünftig sogar noch einen Schritt weitergehen und für bestimmte Projekte ‚Crowd Gaming’ – eine Kombination aus Crowdsourcing und Games – anbieten. Hierbei sollen Spieler die Möglichkeit bekommen, reale Tasks (z.B. Umfragen oder das Taggen von Bildern) zu erfüllen und dafür zusätzliche In-Game-Währung zu erhalten. Indem sich reale Aufgaben mit spielerischen Elementen vermischen wird die virtuelle Community zum zweiten zu Hause. Das kommt auch den Nutzern zu Gute, denn die werden sich in der schönen, bunten Farmville-Welt zukünftig immer mehr die Sinnfrage stellen.

Für alldiejenigen, die nun neugierig geworden sind, hier geht es zur Daimler AG in Fliplife: www.fliplife.com (die Anmeldung ist kostenlos).

<strong>Über den Gastautor</strong>

Ibrahim Evsan ist Unternehmer, Blogger und Autor. Bekannt wurde er als Gründer von sevenload, einer Web 2.0-Plattform für Multimedia-Inhalte und entwickelt derzeit das Social Game Fliplife.Evsan ist im Vorstand der Deutschlandstiftung Integration, stellvertretendes Mitglied der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Mitglied des Medienbeirats und des Initiativkreises Kreativwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Komitee-Mitglied der UNICEF. Er ist Autor des Buches „Der Fixierungscode“, welches 2009 erschienen ist.]]></content:encoded>
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		<title>Best of Social Media Award: Die Shortlist steht fest</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/best-of-social-media-award-die-shortlist-steht-fest/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/presse/best-of-social-media-award-die-shortlist-steht-fest/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 15:09:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/best_of_social_media_award_die_shortlist_steht_festPremiere: In diesem Jahr werden in München erstmals die Awards im Rahmen der Social Media Economy Days (SMED) vergeben. Die Preise unter dem Label "Best of Social Media" gibt es am nächsten Montag, 21. November, in drei Kategorien: Im Bereich Best Social Media Campaign sind nominiert: Elbkind ("Ritter Sport – Blog Schokolade"), KKLD für "Mini – Photobox" und "Gigaset – Talk to the bird". Die Agentur Neue Digitale / Razorfish steht mit "McDonald’s – Mein Burger" und "Audi – Wo ist der Tank" auf der Shortlist. Mit KLM ist auch Tribal DDB Amsterdam unter den sechs Kampagnen-Preisanwärtern.

Auf die Shortlist der Besten Social Media Strategie hat es die Münchner Agentur Webguerillas zwei Mal geschafft: mit den Kunden Mammut und Jacobs. Elbkind schickt wiederum eine Arbeit für Ritter Sport ins Rennen (Freunde statt Fans). KKLD aus Berlin seine Strategie für den Kunden BMW (Don’t Blog about this). Die Münchner von Ray Sono sind auf der Shortlist mit dem Kunden Deutsche Bahn (Twitter Service Kanal) und das Tourism Consult Network/ Netzvitamine für die Oberstaufen Tourismus Marketing (Kann denn Google Sünde sein?).

Als einflussreichste Social-Media-Persönlichkeiten wurden sechs Kandidaten nominiert: Daniel Backhaus (Deutsche Bahn), Gunter Dueck (IBM), Ibrahim Evsan (Fliplife), Sascha Lobo (Riesenmaschine), Sven Wiesner (Beesocial) und Scott Woods (Facebook). Der Facebook-Chef in Deutschland wird auf der Konferenz ebenfalls eine Keynote sprechen.

Insgesamt musste die Jury über 68 Einreichungen für die Kategorien Strategie und Kampagne sowie 33 Vorschläge zur Social-Media-Persönlichkeit entscheiden. Zu den Experten zählten Alexander Holl (121 Watt), Curt Simon Harlinghausen (Akom360), Maximilian Kalbfell (Mini), Jochen Kalka (W&V). Mirko Lange (Talkabout Communications), Stefan Mohr (JvM/next), Christoph Schuh (Tomorrow Focus), Jim Sterne (Social Media Metrics), Ossi Urchs (F.F.T.) und Holger Luedorf (Foursquare).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/best_of_social_media_award_die_shortlist_steht_festPremiere: In diesem Jahr werden in München erstmals die Awards im Rahmen der Social Media Economy Days (SMED) vergeben. Die Preise unter dem Label "Best of Social Media" gibt es am nächsten Montag, 21. November, in drei Kategorien: Im Bereich Best Social Media Campaign sind nominiert: Elbkind ("Ritter Sport – Blog Schokolade"), KKLD für "Mini – Photobox" und "Gigaset – Talk to the bird". Die Agentur Neue Digitale / Razorfish steht mit "McDonald’s – Mein Burger" und "Audi – Wo ist der Tank" auf der Shortlist. Mit KLM ist auch Tribal DDB Amsterdam unter den sechs Kampagnen-Preisanwärtern.

Auf die Shortlist der Besten Social Media Strategie hat es die Münchner Agentur Webguerillas zwei Mal geschafft: mit den Kunden Mammut und Jacobs. Elbkind schickt wiederum eine Arbeit für Ritter Sport ins Rennen (Freunde statt Fans). KKLD aus Berlin seine Strategie für den Kunden BMW (Don’t Blog about this). Die Münchner von Ray Sono sind auf der Shortlist mit dem Kunden Deutsche Bahn (Twitter Service Kanal) und das Tourism Consult Network/ Netzvitamine für die Oberstaufen Tourismus Marketing (Kann denn Google Sünde sein?).

Als einflussreichste Social-Media-Persönlichkeiten wurden sechs Kandidaten nominiert: Daniel Backhaus (Deutsche Bahn), Gunter Dueck (IBM), Ibrahim Evsan (Fliplife), Sascha Lobo (Riesenmaschine), Sven Wiesner (Beesocial) und Scott Woods (Facebook). Der Facebook-Chef in Deutschland wird auf der Konferenz ebenfalls eine Keynote sprechen.

Insgesamt musste die Jury über 68 Einreichungen für die Kategorien Strategie und Kampagne sowie 33 Vorschläge zur Social-Media-Persönlichkeit entscheiden. Zu den Experten zählten Alexander Holl (121 Watt), Curt Simon Harlinghausen (Akom360), Maximilian Kalbfell (Mini), Jochen Kalka (W&V). Mirko Lange (Talkabout Communications), Stefan Mohr (JvM/next), Christoph Schuh (Tomorrow Focus), Jim Sterne (Social Media Metrics), Ossi Urchs (F.F.T.) und Holger Luedorf (Foursquare).]]></content:encoded>
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		<title>Deutschlandstiftung zeichnet René Obermann mit der „Goldenen Victoria für Integration 2011“ aus</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/deutschlandstiftung-zeichnet-rene-obermann-mit-der-%e2%80%9egoldenen-victoria-fur-integration-2011-aus/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/presse/deutschlandstiftung-zeichnet-rene-obermann-mit-der-%e2%80%9egoldenen-victoria-fur-integration-2011-aus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 18:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ibo</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.vdz.de/people-singlenews/hash/364e941868c7d5e1e55bd335e54b498d/news/xuid2315-deutschlandstiftung-zeichnet-rene-obermann-mit-der-goldenen-victoria-fuer-integration-2/?type=98Deutschlandstiftung zeichnet René Obermann mit der „Goldenen Victoria für Integration 2011“ aus

Die Deutschlandstiftung Integration zeichnet René Obermann in diesem Jahr mit der „Goldenen Victoria für Integration“ aus. Sie würdigt damit das herausragende Engagement des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom für die Integration. 

Projekte wie „Charta der Vielfalt“ und „Meine Chance – Ich starte durch“ sowie die „Ich kann was!“-Initiative helfen dabei, dass Jugendliche auch in sozialen Brennpunkten ihr Potenzial erkennen und entwickeln können. Weiterhin setzen sich die Projekte für benachteiligte Jugendliche ein und stellen in Unternehmen unter den Gesichtspunkten der Diversität die ethnische Vielfalt in den Mittelpunkt. Das Integrationsengagement der Deutschen Telekom orientiert sich besonders an den Lebensumständen von jungen Migranten in unserer Gesellschaft. 

Das zukunftsorientierte und beispielhafte Handeln Obermanns war der ausschlaggebende Grund für die Jury, ihn mit der „Goldenen Victoria für Integration“ auszuzeichnen. 

Der Jury gehören an:

•           Dr. Maria Böhmer (Staatsministerin)
•           Sevda Boduroğlu (Geschäftsführerin Dogan Media International)
•           Kai Diekmann (Chefredakteur BILD)
•           Uli Hoeneß (Präsident des FC Bayern München)
•           Ibrahim Evsan (Internetunternehmer)
•           Dr. Thomas Gauly (Unternehmensberater)
•           Wolfgang Fürstner (Vorstandssprecher Deutschlandstiftung Integration)

„René Obermann hat mit seinem vorbildlichen Engagement für Integration und Diversität gezeigt, dass ein Global Player wie die Deutsche Telekom sich über das Unternehmen hinaus für die moderne Gesellschaft einsetzt. Wir freuen uns, diese Leistung mit der Goldenen Victoria zu unterstreichen.“ 

René Obermann ist der vierte Preisträger in der Kategorie Integration. Vor ihm erhielten Liz Mohn, Dietmar Hopp und Aydin Doğan die Auszeichnung. Sie wird im Rahmen der Publishers‘ Night des VDZ am 17.11.2011 in Berlin verliehen. Auf der Publishers‘ Night werden vier weitere Persönlichkeiten und Institutionen für Ihre Verdienste und Leistungen ausgezeichnet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.vdz.de/people-singlenews/hash/364e941868c7d5e1e55bd335e54b498d/news/xuid2315-deutschlandstiftung-zeichnet-rene-obermann-mit-der-goldenen-victoria-fuer-integration-2/?type=98Deutschlandstiftung zeichnet René Obermann mit der „Goldenen Victoria für Integration 2011“ aus

Die Deutschlandstiftung Integration zeichnet René Obermann in diesem Jahr mit der „Goldenen Victoria für Integration“ aus. Sie würdigt damit das herausragende Engagement des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom für die Integration. 

Projekte wie „Charta der Vielfalt“ und „Meine Chance – Ich starte durch“ sowie die „Ich kann was!“-Initiative helfen dabei, dass Jugendliche auch in sozialen Brennpunkten ihr Potenzial erkennen und entwickeln können. Weiterhin setzen sich die Projekte für benachteiligte Jugendliche ein und stellen in Unternehmen unter den Gesichtspunkten der Diversität die ethnische Vielfalt in den Mittelpunkt. Das Integrationsengagement der Deutschen Telekom orientiert sich besonders an den Lebensumständen von jungen Migranten in unserer Gesellschaft. 

Das zukunftsorientierte und beispielhafte Handeln Obermanns war der ausschlaggebende Grund für die Jury, ihn mit der „Goldenen Victoria für Integration“ auszuzeichnen. 

Der Jury gehören an:

•           Dr. Maria Böhmer (Staatsministerin)
•           Sevda Boduroğlu (Geschäftsführerin Dogan Media International)
•           Kai Diekmann (Chefredakteur BILD)
•           Uli Hoeneß (Präsident des FC Bayern München)
•           Ibrahim Evsan (Internetunternehmer)
•           Dr. Thomas Gauly (Unternehmensberater)
•           Wolfgang Fürstner (Vorstandssprecher Deutschlandstiftung Integration)

„René Obermann hat mit seinem vorbildlichen Engagement für Integration und Diversität gezeigt, dass ein Global Player wie die Deutsche Telekom sich über das Unternehmen hinaus für die moderne Gesellschaft einsetzt. Wir freuen uns, diese Leistung mit der Goldenen Victoria zu unterstreichen.“ 

René Obermann ist der vierte Preisträger in der Kategorie Integration. Vor ihm erhielten Liz Mohn, Dietmar Hopp und Aydin Doğan die Auszeichnung. Sie wird im Rahmen der Publishers‘ Night des VDZ am 17.11.2011 in Berlin verliehen. Auf der Publishers‘ Night werden vier weitere Persönlichkeiten und Institutionen für Ihre Verdienste und Leistungen ausgezeichnet.]]></content:encoded>
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		<title>Immer online, immer erreichbar</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/immer-online-immer-erreichbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 20:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.ksta.de/html/artikel/1320319943931.shtmlIbrahim Evsan zählt zu den wichtigsten Web-Gründern. Mit seiner Plattform „Sevenload“ war er sehr erfolgreich, sein Browser-Game „Fliplife“ soll es werden. Er ist immer online, Privates und Arbeit finden im Netz statt.

KÖLN - Bei Twitter sind Gedanken 140 Zeichen lang, bei Facebook werden Freundschaften geschlossen und gepflegt, bei Xing berufliche Kontakte geknüpft. E-Mails erreichen einen über das Smartphone jederzeit.

Manche Menschen leben mehr virtuell als real. „Heutzutage kann man kaum noch offline sein“, sagt Ibrahim Evsan. Er hat es versucht, hat Freunde angerufen und sie zu einem Sonntags-Spaziergang eingeladen. Vor einigen Jahren noch, machte er das oft. Aber diesmal hatte keiner Lust. Die digitale Identität war wichtiger. Denn die Freunde, die er fragte, waren am Sonntag lieber online. Genau wie an allen anderen Tagen der Woche.

Ibrahim Evsan lebt Social Media. Bei Twitter sind es mehr als 14 000 Menschen die seinen Nachrichten folgen, bei Facebook hat er mehr als 3000 Freunde. „Ich gehöre zu den Ersten in Deutschland, die diese sozialen Netzwerke ausprobiert haben. Weil ich von Anfang an dabei war, habe ich jetzt so eine hohe Reputation im Internet“, erklärt Evsan.

Festgefahrene Strukturen aufbrechen

Der 35-Jährige will mit seiner Firma United Prototype, die er zusammen mit Thomas Bachem gegründet hat, festgefahrene Strukturen aufbrechen. „Bei mir gibt es keine Chefkultur und kein Herrschaftswissen.“ Die rund 30 Mitarbeiter sollen ihn „Ibo“ nennen. Genau wie seine Kunden. „Ich will nicht gesiezt werden.“ Jeder Angestellte kann bei jedem Thema mitdiskutieren und sich einbringen.

In den Firmenräumen am Friesenplatz gibt es abwischbare Wände, auf die spontane Einfälle geschrieben werden. Er will damit die Idee eines papierlosen Büros umsetzen. „Nur die Buchhaltung machen wir noch auf Papier, das ist vom Gesetz vorgegeben.“ Konzepte und Gedanken werden sofort ins interne System eingegeben, damit sie für jeden Mitarbeiter zugänglich sind.

Das Herzstück der neuen Firma ist das Browser-Game Fliplife. In Fliplife bauen sich die Nutzer ein virtuelles Leben auf, betreiben auf spielerische Art und Weise Social Networking. Beispielsweise können Facebook-Freunde in sportlichen Spielen herausgefordert oder zu einer virtuellen Party eingeladen werden.

2008 wurde Evsan auf Platz zwei der wichtigsten Webgründer Deutschlands gewählt, obwohl er nur einen Hauptschulabschluss hat. „Nachteile im Beruf entstehen nur, wenn man sich durch irgendwelche Zeugnisse einengen lässt.“ Für ihn gab es nie Grenzen. Man müsse nur Mut haben. Als Sohn einer türkischen Einwandererfamilie musste er seine Eltern erst einmal von seiner Arbeit überzeugen. „Sie haben davon gesprochen, dass ich in einer normalen Firma arbeiten soll. Und ich von der Weltrevolution. In meinem Kopf.“

Im Jahr 2006 gründete er Sevenload, eine Plattform im Internet, auf der Nutzer Bilder oder Videos hochladen und mit anderen teilen können. Sevenload wurde ein großer Erfolg, so groß, dass Evsan seine Anteile drei Jahre später verkaufte, um United Prototype zu gründen.

All das ist im Internet nachzulesen. Über sein Privatleben dagegen ist kaum ein Wort zu finden. Evsan nennt das „digitale Selbstbestimmung“. Er meint damit, dass er beinahe alles über sein Berufsleben preisgibt, aber Privates behält er für sich.

Ausweg: digitale Selbstbestimmung

„Der Mensch vereint sich immer mehr mit der Maschine“ – eine These aus Evsans Buch „Der Fixierungscode“. Diese Vereinigung führe dazu, dass der Mensch nachlässig mit seinen Daten umgehe und sie dadurch den digitalen Supermächten wie Google und Facebook zur Verfügung stelle – kostenlos. Der einzige Ausweg sei eben die digitale Selbstbestimmung, sagt Evsan. „Dafür muss man verstehen, wie das Internet tickt.“

Evsan weiß, wie die sozialen Netzwerke funktionieren. Trotzdem macht ihn etwas nervös, er nennt es die digitale Seele im Netz. „Während ich hier sitze und rede, passiert im Internet etwas mit meinem Namen“, befürchtet er. „Jemand bloggt über mich oder stellt Fotos von mir online. Unsere digitalen Seelen, die im Internet umherschwirren, haben ihre eigenen Regeln. Die kennen wir noch nicht.“

Evsan ist immer online, immer erreichbar. Abschalten kann er nicht. Seine Leidenschaft Internet ist zu seiner Arbeit geworden. Für ihn stellt sich die Frage nach der Balance zwischen Beruflichem und Privatem nicht mehr. „Für Leute wie mich gibt es nur noch eine Work-Work-Balance. Ich gestalte mein Arbeitsleben so, dass es sich privat anfühlt.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.ksta.de/html/artikel/1320319943931.shtmlIbrahim Evsan zählt zu den wichtigsten Web-Gründern. Mit seiner Plattform „Sevenload“ war er sehr erfolgreich, sein Browser-Game „Fliplife“ soll es werden. Er ist immer online, Privates und Arbeit finden im Netz statt.

KÖLN - Bei Twitter sind Gedanken 140 Zeichen lang, bei Facebook werden Freundschaften geschlossen und gepflegt, bei Xing berufliche Kontakte geknüpft. E-Mails erreichen einen über das Smartphone jederzeit.

Manche Menschen leben mehr virtuell als real. „Heutzutage kann man kaum noch offline sein“, sagt Ibrahim Evsan. Er hat es versucht, hat Freunde angerufen und sie zu einem Sonntags-Spaziergang eingeladen. Vor einigen Jahren noch, machte er das oft. Aber diesmal hatte keiner Lust. Die digitale Identität war wichtiger. Denn die Freunde, die er fragte, waren am Sonntag lieber online. Genau wie an allen anderen Tagen der Woche.

Ibrahim Evsan lebt Social Media. Bei Twitter sind es mehr als 14 000 Menschen die seinen Nachrichten folgen, bei Facebook hat er mehr als 3000 Freunde. „Ich gehöre zu den Ersten in Deutschland, die diese sozialen Netzwerke ausprobiert haben. Weil ich von Anfang an dabei war, habe ich jetzt so eine hohe Reputation im Internet“, erklärt Evsan.

Festgefahrene Strukturen aufbrechen

Der 35-Jährige will mit seiner Firma United Prototype, die er zusammen mit Thomas Bachem gegründet hat, festgefahrene Strukturen aufbrechen. „Bei mir gibt es keine Chefkultur und kein Herrschaftswissen.“ Die rund 30 Mitarbeiter sollen ihn „Ibo“ nennen. Genau wie seine Kunden. „Ich will nicht gesiezt werden.“ Jeder Angestellte kann bei jedem Thema mitdiskutieren und sich einbringen.

In den Firmenräumen am Friesenplatz gibt es abwischbare Wände, auf die spontane Einfälle geschrieben werden. Er will damit die Idee eines papierlosen Büros umsetzen. „Nur die Buchhaltung machen wir noch auf Papier, das ist vom Gesetz vorgegeben.“ Konzepte und Gedanken werden sofort ins interne System eingegeben, damit sie für jeden Mitarbeiter zugänglich sind.

Das Herzstück der neuen Firma ist das Browser-Game Fliplife. In Fliplife bauen sich die Nutzer ein virtuelles Leben auf, betreiben auf spielerische Art und Weise Social Networking. Beispielsweise können Facebook-Freunde in sportlichen Spielen herausgefordert oder zu einer virtuellen Party eingeladen werden.

2008 wurde Evsan auf Platz zwei der wichtigsten Webgründer Deutschlands gewählt, obwohl er nur einen Hauptschulabschluss hat. „Nachteile im Beruf entstehen nur, wenn man sich durch irgendwelche Zeugnisse einengen lässt.“ Für ihn gab es nie Grenzen. Man müsse nur Mut haben. Als Sohn einer türkischen Einwandererfamilie musste er seine Eltern erst einmal von seiner Arbeit überzeugen. „Sie haben davon gesprochen, dass ich in einer normalen Firma arbeiten soll. Und ich von der Weltrevolution. In meinem Kopf.“

Im Jahr 2006 gründete er Sevenload, eine Plattform im Internet, auf der Nutzer Bilder oder Videos hochladen und mit anderen teilen können. Sevenload wurde ein großer Erfolg, so groß, dass Evsan seine Anteile drei Jahre später verkaufte, um United Prototype zu gründen.

All das ist im Internet nachzulesen. Über sein Privatleben dagegen ist kaum ein Wort zu finden. Evsan nennt das „digitale Selbstbestimmung“. Er meint damit, dass er beinahe alles über sein Berufsleben preisgibt, aber Privates behält er für sich.

Ausweg: digitale Selbstbestimmung

„Der Mensch vereint sich immer mehr mit der Maschine“ – eine These aus Evsans Buch „Der Fixierungscode“. Diese Vereinigung führe dazu, dass der Mensch nachlässig mit seinen Daten umgehe und sie dadurch den digitalen Supermächten wie Google und Facebook zur Verfügung stelle – kostenlos. Der einzige Ausweg sei eben die digitale Selbstbestimmung, sagt Evsan. „Dafür muss man verstehen, wie das Internet tickt.“

Evsan weiß, wie die sozialen Netzwerke funktionieren. Trotzdem macht ihn etwas nervös, er nennt es die digitale Seele im Netz. „Während ich hier sitze und rede, passiert im Internet etwas mit meinem Namen“, befürchtet er. „Jemand bloggt über mich oder stellt Fotos von mir online. Unsere digitalen Seelen, die im Internet umherschwirren, haben ihre eigenen Regeln. Die kennen wir noch nicht.“

Evsan ist immer online, immer erreichbar. Abschalten kann er nicht. Seine Leidenschaft Internet ist zu seiner Arbeit geworden. Für ihn stellt sich die Frage nach der Balance zwischen Beruflichem und Privatem nicht mehr. „Für Leute wie mich gibt es nur noch eine Work-Work-Balance. Ich gestalte mein Arbeitsleben so, dass es sich privat anfühlt.“]]></content:encoded>
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		<title>Ibrahim Evsan gewinnt Daimler für Fliplife</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/ibrahim-evsan-gewinnt-daimler-fur-fliplife-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 20:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_gewinnt_daimler_fuer_fliplifeFliplife nimmt Fahrt auf: Die Social-Media-Plattform der Kölner Enterpreneure Ibrahim Evsan, Thomas Bachem und Tobias Hartmann ist mit dem Automobilkonzern Daimler ins Geschäft gekommen und drängt in den Crowdsourcing-Markt.

Bislang galt Evsans Projekt Fliplife vor allem als "Social Game", als digitale Spielwiese für Internetnutzer, die dort Aufgaben lösen und Punkte sammeln. Unterhalten will Fliplife auch weiterhin, aber mit Spaß allein soll es jetzt nicht mehr getan sein. Die Fliplife-User können an virtuellen Projekten für Markenartikler basteln, Ideen präsentieren und im Idealfall sogar einen Job beim Traumarbeitgeber finden. "Social Adventure" nennt Sevenlad-Gründer Ibrahim Evsan das Konzept, das Gaming, Crowdsourcing und E-Recruiting miteinander verbinden soll. Mit Daimler hat Evsan den bislang prominentesten Kunden überzeugen können. Das Unternehmen nutzt Fliplife, um sich als Top-Arbeitgeber zu präsentieren. Die Community kann Projekte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade durchspielen - vom Felgen polieren für den Fliplife-Anfänger bis zum professionellen Aufbau eines Vertriebsnetzes.

Für den Pharmariesen Bayer ist Fliplife schon länger tätig. Laut Evsan sind rund um die Marke mit dem Kreuz derzeit rund 15.000 Community-Mitglieder aktiv. Überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und langfristige Markenbindung sollen Fliplife von anderen sozialen Netzwerken unterscheiden. Anders als bei einem flüchtigen "Like"-Klick auf Facebook etwa setze sich der Fliplife-User intensiv mit einer Marke auseinander, ist sich Evsan sicher. Der 35-Jährige tüftelt gemeinsam mit seinen Partner Bachem seit 2009 an Fliplife. Beide hatten zuvor den deutschen YouTube-Konkurrenten Sevenload gegründet, der mittlerweile zum Burda-Konzern gehört.

<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/01/WV-Daimler1.png" alt="" title="W&amp;V Daimler" width="620" height="557" class="aligncenter size-full wp-image-5211" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_gewinnt_daimler_fuer_fliplifeFliplife nimmt Fahrt auf: Die Social-Media-Plattform der Kölner Enterpreneure Ibrahim Evsan, Thomas Bachem und Tobias Hartmann ist mit dem Automobilkonzern Daimler ins Geschäft gekommen und drängt in den Crowdsourcing-Markt.

Bislang galt Evsans Projekt Fliplife vor allem als "Social Game", als digitale Spielwiese für Internetnutzer, die dort Aufgaben lösen und Punkte sammeln. Unterhalten will Fliplife auch weiterhin, aber mit Spaß allein soll es jetzt nicht mehr getan sein. Die Fliplife-User können an virtuellen Projekten für Markenartikler basteln, Ideen präsentieren und im Idealfall sogar einen Job beim Traumarbeitgeber finden. "Social Adventure" nennt Sevenlad-Gründer Ibrahim Evsan das Konzept, das Gaming, Crowdsourcing und E-Recruiting miteinander verbinden soll. Mit Daimler hat Evsan den bislang prominentesten Kunden überzeugen können. Das Unternehmen nutzt Fliplife, um sich als Top-Arbeitgeber zu präsentieren. Die Community kann Projekte unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade durchspielen - vom Felgen polieren für den Fliplife-Anfänger bis zum professionellen Aufbau eines Vertriebsnetzes.

Für den Pharmariesen Bayer ist Fliplife schon länger tätig. Laut Evsan sind rund um die Marke mit dem Kreuz derzeit rund 15.000 Community-Mitglieder aktiv. Überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und langfristige Markenbindung sollen Fliplife von anderen sozialen Netzwerken unterscheiden. Anders als bei einem flüchtigen "Like"-Klick auf Facebook etwa setze sich der Fliplife-User intensiv mit einer Marke auseinander, ist sich Evsan sicher. Der 35-Jährige tüftelt gemeinsam mit seinen Partner Bachem seit 2009 an Fliplife. Beide hatten zuvor den deutschen YouTube-Konkurrenten Sevenload gegründet, der mittlerweile zum Burda-Konzern gehört.

<img src="http://www.ibrahimevsan.de/wp-content/uploads/2012/01/WV-Daimler1.png" alt="" title="W&amp;V Daimler" width="620" height="557" class="aligncenter size-full wp-image-5211" />]]></content:encoded>
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		<title>Gründerleben! “Es hat einfach ‘piep’ gemacht” – Gründer und Burnout</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/grunderleben-es-hat-einfach-piep-gemacht-grunder-und-burnout/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/presse/grunderleben-es-hat-einfach-piep-gemacht-grunder-und-burnout/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 20:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.deutsche-startups.de/2011/08/09/gruenderleben-es-hat-einfach-piep-gemacht-grunder-und-burnout/Für manche ist es die schönste Sache der Welt und die Erfüllung eines Lebenstraums: Gründen. Dabei gibt es viel zu berichten und noch mehr zu beachten – egal ob in Bezug auf Gesundheit, Unternehmen oder Privatleben. In unserer Reihe “Gründerleben” stellen wir ab sofort jede Woche ein Thema vor, welches das “Alltagsgeschäft” von Startup-Gründern beleuchtet. In dieser Folge geht es um ein absolutes Tabu-Thema in der arbeitssamen deutschen Gründerszene: Burn- bzw. Boreout!

Wenn plötzlich alle Felle wegschwimmen: Gründer und Burn-out
Kaum jemand redet gerne über die Tiefpunkte in der eigenen Biografie. Ibrahim Evsan, Gründer von Sevenload und Fliplife, macht es trotzdem: In einer für die Szene herausragenden Offenheit erzählt er von der schwierigsten Zeit seines bisherigen Lebens. Im Unterschied zu manch anderem Gründer war es nicht die Überlastung, die ihm den Boden unter den Füßen wegzog, sondern die Unterforderung im damaligen Job. Das Problem „Ausbrennen durch Langeweile“ wird aktuell mit dem Begriff „Boreout“ umschrieben (einen interessanten Artikel dazu gibt es bei Spiegel Online). Ob Über- oder Unterforderung: Wenn die Seele nicht mehr nachkommt und der Körper die Notbremse zieht, ist es höchste Zeit zu handeln. Im folgenden Interview erzählt Ibrahim Evsan, wie er immer tiefer in die Spirale rutschte, eine Zeit der sozialen Isolation erlebte und schließlich durch einen Glücksfall wieder Sinn und Lebensfreude fand.

Ibrahim, vor acht Jahren bist du mitten ins Burn-out geschlittert. Wie kam es dazu?
Eigentlich bin ich ja Seriengründer. Mit 27 wollte ich mich aber mal in der Unternehmensberatung versuchen. Anfangs fand ich das sehr interessant und habe gut Geld verdient. Manche Phasen waren extrem stressig, dann gab es aber auch wieder lange Leerlaufzeiten, weil die Unternehmen nicht in die Gänge kamen. Gerade diese Zeiten, in denen ich nicht powern konnte sondern zum Teil Arbeit vortäuschen musste, haben mich wahnsinnig gelangweilt. Die Langeweile führte zu Stress – viel mehr als die eigentlich stressigen Zeiten.

Das heißt nicht die Über- sondern die Unterforderung führte zum Burn-out?
Genau. Und die fehlenden Ziele. Als Gründer hat man ja immer ein klares Ziel vor Augen, an dem man arbeitet. Als Unternehmensberater ist das Ziel, ein Produkt fertig zu kriegen. Aber wenn der Kunde nicht richtig mitspielt, erreicht man dieses Ziel einfach nicht. Die Hände sind einem gebunden. Wenn man in solchen Zeiten dann nur arbeitet, um die Stunden voll zu bekommen, ist das wahnsinnig erschöpfend.

Kam der Zusammenbruch denn sehr plötzlich oder kündigte er sich lange an?
Die Anzeichen waren schon lange da und verstärkten sich immer mehr. Ich saß abends viel allein zu Hause herum und fühlte mich unausgeglichen und traurig. Gerade in den Phasen, in denen ich nicht genug zu tun hatte, war ich abends sehr müde und erschöpft. Wenn man einen wirklich arbeitsreichen Tag hatte, an dem man viel geschafft hat, gibt es ja so eine Art Wohlfühl-Erschöpfung – der Schlaf ist dann zuckersüß. Erschöpfung vor Langeweile macht dagegen depressiv. Dann kam noch eine Trennung in meinem Privatleben dazu; ich war einsam und rutschte in eine Spirale, die ich nicht mehr durchbrechen konnte. Meine Tagesenergie war schon morgens aufgebraucht. Ich wollte unbedingt etwas verändern, hatte aber nicht den Mut und die Kraft, meine Arbeitsverträge aufzulösen. Also machte ich einfach irgendwie weiter.

Bis eines Tages alles zusammenbrach?
Der Absturz kam, als meine Projekte schließlich beendet waren. Ich habe mich mehrere Monate lang komplett zurückgezogen und zu Hause vergraben. Zum Glück stand mir meine Schwester in dieser schwierigen Zeit zur Seite: Sie schaute oft vorbei, brachte mir gesunde Sachen mit und räumte auf. Für jemanden wie mich, der eigentlich die Welt verändern will, war es extrem schwierig zu merken: Verdammt, ich krieg das alles nicht mehr hin! In diesen Monaten habe ich vor allem Serien geschaut. Keine Filme, die reißen emotional viel zu sehr mit und man weiß nie, wo es hingeht. Serien sind eine gute Ablenkung, weil sie so durchschaubar sind. Auch ein enger Freund hat immer wieder nach mit gesehen.

Wie hat dein Umfeld sonst auf dich reagiert?
Das war für beide Seiten sehr schwierig. In dieser Zeit habe ich viele Freunde verloren. Bei manchen hat sich das später wieder hingebogen. Ich wollte es meinen Bekannten zum Teil nicht zumuten, dass sie mich so sehen. Und sie wollten mich auch nicht so sehen, bis dahin war ich für viele ja ein Vorbild gewesen. Da hat sich manches aussortiert. Viele konnten auch nicht verstehen, dass ich so enttäuscht und gelangweilt war von mir und meinem Job. Sie sagten: „Hey, mein Job ist doch viel langweiliger als deiner und du bist doch so erfolgreich!“ Hinterher habe ich gemerkt, dass viele meiner früheren Freunde auch nicht mehr zu mir passen. Man ist nach einem Burn-out ein anderer Mensch.

Hat das Ausruhen und Serien anschauen gereicht, um wieder aus dem Loch herauszufinden? Oder bist du sonst irgendwie aktiv geworden?
Ich habe in der Zeit sehr aktiv mit mir selbst gekämpft und mich gefragt: Wer bin ich und wofür stehe ich? Und auch: Welche Fehler habe ich gemacht? Um sich eigene Fehler einzugestehen muss man die Spirale noch mal ganz nach unten gehen, dabei will man ja eigentlich so schnell wie möglich nach oben. Aber man muss diesen absoluten Nullpunkt erreichen, diesen Moment, in dem es einfach nur noch „piep“ in einem macht. Außerdem habe ich mich in der Zeit intensiv mit der Sinnfrage beschäftigt, philosophische Bücher gelesen und Hörbücher angehört. Ich war an einem Punkt, an dem ich mir sagte: Ich bin ein Nichts, ich könnte jetzt auch sterben und es würde keine Rolle spielen.

Was war der entscheidende Knackpunkt, um aus diesem Sinntief wieder herauszufinden?
Ich habe für mich ein neues Ziel gefunden. Das hing stark mit dem „Web 2.0“ zusammen, das in der Zeit aufkam – für mich ein absoluter Glücksfall. Bis dahin war das Internet ja ziemlich langweilig, das hatte noch nichts mit unserem Internet heute zu tun. Beim Surfen bin ich auf die Anfänge des neuen Internets gestoßen, auf den Beginn des „Mitmach-Webs“, und habe mich drauf gestürzt. Die neuen Perspektiven haben mir Mut gemacht! Es erwachte plötzlich wieder so ein Gefühl in mir: Da will ich mitmachen, da entsteht eine Revolution, ich will dabei sein! Es gab wieder etwas, das mich packte.

Wenn es einen packt, will man doch gleich loslegen; bist du vom Burn-out direkt in eine neue Gründung geprescht?
Nein, das war sehr lustig: Ich habe mich zunächst bei Unicef und Greenpeace beworben. Ich dachte: Wenn ich schon als Mensch versagt habe, kann ich vielleicht wenigstens dort noch nützlich sein. Aber alle haben mich abgelehnt und mir gesagt, dass ich für diese Tätigkeiten nicht qualifiziert genug bin. Ich würde meine Bewerbungen von damals heute gerne nochmal lesen – ich glaube sie waren konfus und emotional total aufgeladen. Heute bin ich übrigens Komiteemitglied bei Unicef. Ich habe wieder so viel Energie, dass mich mein berufliches Engagement allein nicht ausfüllt.

Sind Gründer eigentlich besonders anfällig für Burn-outs?
Nein, im Gegenteil! Menschen mit Zielen sind getrieben und haben viel Energie, sie holen sich Bestätigung und Anerkennung aus ihrer Tätigkeit. Schwierig wird es höchstens dann, wenn man sich keine klaren Ziele setzt. Dann fragt man sich ständig: Bin ich jetzt erfolgreich, weil 10.000 Menschen meine Seite anklicken? Oder müssten es eine Million sein? Klare Ziele sind wichtig, gerade in Bezug auf Zahlen. Und wenn man sein Ziel erreicht hat: ausruhen, Bücher lesen und sich an neue Projekte machen. Energie entsteht durch neue Tätigkeiten und Impulse. Bei meinem neuen Projekt fliplife versuche ich, solche Phasen des Stillstands erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wir haben ein sehr offenes, kreatives Arbeitsklima. Ich finde das ist unerlässlich, um solchen Erscheinungen wie Burn- aber auch Boreout vorwegzugreifen.

Ist eine Gründung kein „Baby“, das man nie mehr hergeben will?
Wenn man seine Gründung als „Baby“ bezeichnet, ist alles falsch gelaufen. Eine Gründung ist immer ein Produkt – so muss man sie auch behandeln, natürlich auch mit dem entsprechenden Einsatz. Aber am Schluss entscheidet auch das Geld: Der Cashflow muss positiv sein. Kein Geld verdienen macht auf Dauer depressiv. Das muss nicht unbedingt „viel Geld“ bedeuten. Ich selbst brauche heute viel weniger Geld als früher: kleine Wohnung, ab und zu Urlaub, kein Auto, dafür eine tolle Firma – das reicht aus.

Was rätst du Menschen, die an einem ähnlichen Punkt stehen wie du damals?
Die Zeit nutzen um zu sich selbst zu finden! Sich fragen: Was bedeutet es zu leben? Und nebenbei die Augen offen halten – am besten schon vorher! – für Dinge, die einen packen könnten. Sich nicht fragen, was „man“ verändern könnte, sondern was ICH verändern kann! Und keine Angst vor dem absoluten Nullpunkt haben. Er ist wichtig. Viele schlittern aus so einer Phase irgendwie wieder raus, ohne sich diesen Nullpunkt gegönnt zu haben. Aber erst ab da kann sich das Blatt wirklich wenden. Manchen würde ich auch raten, auf Social Media verzichten. Im Internet muss man immer gut drauf sein, alles wird dokumentiert – das ist nicht sehr förderlich wenn man im Burn-out steckt. Ich selbst bin jedenfalls froh, dass ich diese Phase überwunden habe und wieder so viel Energie habe – es gibt eine Zeit nach dem Burn-out!

Zur Person
Ibrahim Evsan ist für viele nur der “Ibo”. Ibrahim begann seine unternehmerische Karriere 1997 als Leiter von Video-on-Demand-Projekten für die RWE Powerline AG. Von 2002 bis 2005 arbeitete er als Kreativberater und Technischer Direktor an weiteren Video-Projekten für verschiedene New-Media-Unternehmen. Im April 2006 gründete Ibrahim die Bild- und Videoplattform sevenload (www.sevenload.de). Nach dem Ausstieg beim Bewegtbilddienst gründete Ibrahim, der in seinem privaten Blog seine Ideen und Gedanken über den Wandel der visuellen Medienlandschaft aufzeigt, mit seinem langjährigen Partner Thomas Bachem Fliplife (www.fliplife.de).

Im Fokus: Weitere Artikel rund um das Thema Gründeralltag in unserer Special Gründerleben]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.deutsche-startups.de/2011/08/09/gruenderleben-es-hat-einfach-piep-gemacht-grunder-und-burnout/Für manche ist es die schönste Sache der Welt und die Erfüllung eines Lebenstraums: Gründen. Dabei gibt es viel zu berichten und noch mehr zu beachten – egal ob in Bezug auf Gesundheit, Unternehmen oder Privatleben. In unserer Reihe “Gründerleben” stellen wir ab sofort jede Woche ein Thema vor, welches das “Alltagsgeschäft” von Startup-Gründern beleuchtet. In dieser Folge geht es um ein absolutes Tabu-Thema in der arbeitssamen deutschen Gründerszene: Burn- bzw. Boreout!

Wenn plötzlich alle Felle wegschwimmen: Gründer und Burn-out
Kaum jemand redet gerne über die Tiefpunkte in der eigenen Biografie. Ibrahim Evsan, Gründer von Sevenload und Fliplife, macht es trotzdem: In einer für die Szene herausragenden Offenheit erzählt er von der schwierigsten Zeit seines bisherigen Lebens. Im Unterschied zu manch anderem Gründer war es nicht die Überlastung, die ihm den Boden unter den Füßen wegzog, sondern die Unterforderung im damaligen Job. Das Problem „Ausbrennen durch Langeweile“ wird aktuell mit dem Begriff „Boreout“ umschrieben (einen interessanten Artikel dazu gibt es bei Spiegel Online). Ob Über- oder Unterforderung: Wenn die Seele nicht mehr nachkommt und der Körper die Notbremse zieht, ist es höchste Zeit zu handeln. Im folgenden Interview erzählt Ibrahim Evsan, wie er immer tiefer in die Spirale rutschte, eine Zeit der sozialen Isolation erlebte und schließlich durch einen Glücksfall wieder Sinn und Lebensfreude fand.

Ibrahim, vor acht Jahren bist du mitten ins Burn-out geschlittert. Wie kam es dazu?
Eigentlich bin ich ja Seriengründer. Mit 27 wollte ich mich aber mal in der Unternehmensberatung versuchen. Anfangs fand ich das sehr interessant und habe gut Geld verdient. Manche Phasen waren extrem stressig, dann gab es aber auch wieder lange Leerlaufzeiten, weil die Unternehmen nicht in die Gänge kamen. Gerade diese Zeiten, in denen ich nicht powern konnte sondern zum Teil Arbeit vortäuschen musste, haben mich wahnsinnig gelangweilt. Die Langeweile führte zu Stress – viel mehr als die eigentlich stressigen Zeiten.

Das heißt nicht die Über- sondern die Unterforderung führte zum Burn-out?
Genau. Und die fehlenden Ziele. Als Gründer hat man ja immer ein klares Ziel vor Augen, an dem man arbeitet. Als Unternehmensberater ist das Ziel, ein Produkt fertig zu kriegen. Aber wenn der Kunde nicht richtig mitspielt, erreicht man dieses Ziel einfach nicht. Die Hände sind einem gebunden. Wenn man in solchen Zeiten dann nur arbeitet, um die Stunden voll zu bekommen, ist das wahnsinnig erschöpfend.

Kam der Zusammenbruch denn sehr plötzlich oder kündigte er sich lange an?
Die Anzeichen waren schon lange da und verstärkten sich immer mehr. Ich saß abends viel allein zu Hause herum und fühlte mich unausgeglichen und traurig. Gerade in den Phasen, in denen ich nicht genug zu tun hatte, war ich abends sehr müde und erschöpft. Wenn man einen wirklich arbeitsreichen Tag hatte, an dem man viel geschafft hat, gibt es ja so eine Art Wohlfühl-Erschöpfung – der Schlaf ist dann zuckersüß. Erschöpfung vor Langeweile macht dagegen depressiv. Dann kam noch eine Trennung in meinem Privatleben dazu; ich war einsam und rutschte in eine Spirale, die ich nicht mehr durchbrechen konnte. Meine Tagesenergie war schon morgens aufgebraucht. Ich wollte unbedingt etwas verändern, hatte aber nicht den Mut und die Kraft, meine Arbeitsverträge aufzulösen. Also machte ich einfach irgendwie weiter.

Bis eines Tages alles zusammenbrach?
Der Absturz kam, als meine Projekte schließlich beendet waren. Ich habe mich mehrere Monate lang komplett zurückgezogen und zu Hause vergraben. Zum Glück stand mir meine Schwester in dieser schwierigen Zeit zur Seite: Sie schaute oft vorbei, brachte mir gesunde Sachen mit und räumte auf. Für jemanden wie mich, der eigentlich die Welt verändern will, war es extrem schwierig zu merken: Verdammt, ich krieg das alles nicht mehr hin! In diesen Monaten habe ich vor allem Serien geschaut. Keine Filme, die reißen emotional viel zu sehr mit und man weiß nie, wo es hingeht. Serien sind eine gute Ablenkung, weil sie so durchschaubar sind. Auch ein enger Freund hat immer wieder nach mit gesehen.

Wie hat dein Umfeld sonst auf dich reagiert?
Das war für beide Seiten sehr schwierig. In dieser Zeit habe ich viele Freunde verloren. Bei manchen hat sich das später wieder hingebogen. Ich wollte es meinen Bekannten zum Teil nicht zumuten, dass sie mich so sehen. Und sie wollten mich auch nicht so sehen, bis dahin war ich für viele ja ein Vorbild gewesen. Da hat sich manches aussortiert. Viele konnten auch nicht verstehen, dass ich so enttäuscht und gelangweilt war von mir und meinem Job. Sie sagten: „Hey, mein Job ist doch viel langweiliger als deiner und du bist doch so erfolgreich!“ Hinterher habe ich gemerkt, dass viele meiner früheren Freunde auch nicht mehr zu mir passen. Man ist nach einem Burn-out ein anderer Mensch.

Hat das Ausruhen und Serien anschauen gereicht, um wieder aus dem Loch herauszufinden? Oder bist du sonst irgendwie aktiv geworden?
Ich habe in der Zeit sehr aktiv mit mir selbst gekämpft und mich gefragt: Wer bin ich und wofür stehe ich? Und auch: Welche Fehler habe ich gemacht? Um sich eigene Fehler einzugestehen muss man die Spirale noch mal ganz nach unten gehen, dabei will man ja eigentlich so schnell wie möglich nach oben. Aber man muss diesen absoluten Nullpunkt erreichen, diesen Moment, in dem es einfach nur noch „piep“ in einem macht. Außerdem habe ich mich in der Zeit intensiv mit der Sinnfrage beschäftigt, philosophische Bücher gelesen und Hörbücher angehört. Ich war an einem Punkt, an dem ich mir sagte: Ich bin ein Nichts, ich könnte jetzt auch sterben und es würde keine Rolle spielen.

Was war der entscheidende Knackpunkt, um aus diesem Sinntief wieder herauszufinden?
Ich habe für mich ein neues Ziel gefunden. Das hing stark mit dem „Web 2.0“ zusammen, das in der Zeit aufkam – für mich ein absoluter Glücksfall. Bis dahin war das Internet ja ziemlich langweilig, das hatte noch nichts mit unserem Internet heute zu tun. Beim Surfen bin ich auf die Anfänge des neuen Internets gestoßen, auf den Beginn des „Mitmach-Webs“, und habe mich drauf gestürzt. Die neuen Perspektiven haben mir Mut gemacht! Es erwachte plötzlich wieder so ein Gefühl in mir: Da will ich mitmachen, da entsteht eine Revolution, ich will dabei sein! Es gab wieder etwas, das mich packte.

Wenn es einen packt, will man doch gleich loslegen; bist du vom Burn-out direkt in eine neue Gründung geprescht?
Nein, das war sehr lustig: Ich habe mich zunächst bei Unicef und Greenpeace beworben. Ich dachte: Wenn ich schon als Mensch versagt habe, kann ich vielleicht wenigstens dort noch nützlich sein. Aber alle haben mich abgelehnt und mir gesagt, dass ich für diese Tätigkeiten nicht qualifiziert genug bin. Ich würde meine Bewerbungen von damals heute gerne nochmal lesen – ich glaube sie waren konfus und emotional total aufgeladen. Heute bin ich übrigens Komiteemitglied bei Unicef. Ich habe wieder so viel Energie, dass mich mein berufliches Engagement allein nicht ausfüllt.

Sind Gründer eigentlich besonders anfällig für Burn-outs?
Nein, im Gegenteil! Menschen mit Zielen sind getrieben und haben viel Energie, sie holen sich Bestätigung und Anerkennung aus ihrer Tätigkeit. Schwierig wird es höchstens dann, wenn man sich keine klaren Ziele setzt. Dann fragt man sich ständig: Bin ich jetzt erfolgreich, weil 10.000 Menschen meine Seite anklicken? Oder müssten es eine Million sein? Klare Ziele sind wichtig, gerade in Bezug auf Zahlen. Und wenn man sein Ziel erreicht hat: ausruhen, Bücher lesen und sich an neue Projekte machen. Energie entsteht durch neue Tätigkeiten und Impulse. Bei meinem neuen Projekt fliplife versuche ich, solche Phasen des Stillstands erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wir haben ein sehr offenes, kreatives Arbeitsklima. Ich finde das ist unerlässlich, um solchen Erscheinungen wie Burn- aber auch Boreout vorwegzugreifen.

Ist eine Gründung kein „Baby“, das man nie mehr hergeben will?
Wenn man seine Gründung als „Baby“ bezeichnet, ist alles falsch gelaufen. Eine Gründung ist immer ein Produkt – so muss man sie auch behandeln, natürlich auch mit dem entsprechenden Einsatz. Aber am Schluss entscheidet auch das Geld: Der Cashflow muss positiv sein. Kein Geld verdienen macht auf Dauer depressiv. Das muss nicht unbedingt „viel Geld“ bedeuten. Ich selbst brauche heute viel weniger Geld als früher: kleine Wohnung, ab und zu Urlaub, kein Auto, dafür eine tolle Firma – das reicht aus.

Was rätst du Menschen, die an einem ähnlichen Punkt stehen wie du damals?
Die Zeit nutzen um zu sich selbst zu finden! Sich fragen: Was bedeutet es zu leben? Und nebenbei die Augen offen halten – am besten schon vorher! – für Dinge, die einen packen könnten. Sich nicht fragen, was „man“ verändern könnte, sondern was ICH verändern kann! Und keine Angst vor dem absoluten Nullpunkt haben. Er ist wichtig. Viele schlittern aus so einer Phase irgendwie wieder raus, ohne sich diesen Nullpunkt gegönnt zu haben. Aber erst ab da kann sich das Blatt wirklich wenden. Manchen würde ich auch raten, auf Social Media verzichten. Im Internet muss man immer gut drauf sein, alles wird dokumentiert – das ist nicht sehr förderlich wenn man im Burn-out steckt. Ich selbst bin jedenfalls froh, dass ich diese Phase überwunden habe und wieder so viel Energie habe – es gibt eine Zeit nach dem Burn-out!

Zur Person
Ibrahim Evsan ist für viele nur der “Ibo”. Ibrahim begann seine unternehmerische Karriere 1997 als Leiter von Video-on-Demand-Projekten für die RWE Powerline AG. Von 2002 bis 2005 arbeitete er als Kreativberater und Technischer Direktor an weiteren Video-Projekten für verschiedene New-Media-Unternehmen. Im April 2006 gründete Ibrahim die Bild- und Videoplattform sevenload (www.sevenload.de). Nach dem Ausstieg beim Bewegtbilddienst gründete Ibrahim, der in seinem privaten Blog seine Ideen und Gedanken über den Wandel der visuellen Medienlandschaft aufzeigt, mit seinem langjährigen Partner Thomas Bachem Fliplife (www.fliplife.de).

Im Fokus: Weitere Artikel rund um das Thema Gründeralltag in unserer Special Gründerleben]]></content:encoded>
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		<title>Per Spiel zum Traumjob?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 20:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.magazin-forum.de/per-spiel-zum-traumjob/Die Generation Tamagotchi ist groß geworden. In den 90er Jahren spielten vor allem Kinder mit dem Elektronikspielzeug. Heute wird das virtuelle Küken durch ausgereifte Social-Games ersetzt. Statt Füttern heißt es zum Beispiel in „Fliplife“ Karriere machen. Immer mehr Unternehmen begeben sich in der virtuellen Welt auf reale Personalsuche.

Das virtuelle Online-Spiel   „Fliplife“ verspricht den Traumjob und viele Freunde. Statt sich also im realen Leben abzuschuften oder in der Kneipe seinen Bekannten ein Bier auszugeben, reicht es, wenn bei „Fliplife“ einfach ein paar Klicks gemacht werden. Praktischerweise lässt sich zu Beginn des Spiels eine Figur nach den eigenen Wünschen erstellen. Und dann heißt es einfach: Job aussuchen. Vielleicht Arzt, Koch, Model oder Gangster? Kein Problem. Sozial heißen die Spiele, weil sich die Nutzer zum Teil gegenseitig helfen müssen oder einfach miteinander chatten.

<strong>Im Netz als Technologe für die Bayer AG zu arbeiten, kann auch im Realen zum Job verhelfen.</strong>

Hinter dem Projekt stehen die Kölner Ibrahim Evsan, Thomas Bachem und Tobias Hartmann. Im September 2010 haben sie die Lebenssimulation „Fliplife“ ins Internet gestellt. Die Gründer Evsan und Bachem sind keine Unbekannten in der Szene. Im September 2009 verkauften sie das Videoportal Sevenload, eine Art deutsches YouTube, an die Deutsche Telekom. Worum geht’s in „Fliplife“? „Der Spieler gestaltet sein zweites Ich, beginnt eine Karriere in seinem Traumjob und unternimmt in seiner Freizeit etwas mit seinen Freunden. Im Job geht es wie im echten Leben darum, die Karriereleiter zu erklimmen und in seinem Unternehmen bis zum Chefsessel aufzusteigen. Mit der richtigen Weiterbildung kann der Spieler seine Effizienz im Job steigern und somit seine Ziele schneller erreichen“, erklärt Sprecher Moritz Vieweg von UP Web Game GmbH. „‚Fliplife‘ ist nicht nur ein Social Game, es ist auch ein virtuelles Assessment Center. Immer mehr Unternehmen wollen dies nutzen, um potenzielle Mitarbeiter über eine spielerische, neuartige und moderne Methode zu gewinnen. Darüber hinaus können Unternehmen ihre Unternehmensstrukturen und Aufgabenbereiche abbilden. Gerade für Unternehmen wie Bayer ist dies geeignet, um potenziellen Bewerbern einen Einblick zu geben, was Bayer eigentlich alles macht – außer Aspirin.“ Er verrät ein geplantes Projekt. Vieweg: „Es wird sehr bald ein eigenes Fliplife-System geben, in dem Unternehmen selber Projekte erstellen und Fragen formulieren, die den Spielern während ihrer digitalen Karriere im Unternehmen gestellt werden. Praktika, Ausbildungen oder sogar Bewerbungsgespräche auf eine Festanstellung werden somit für junge Spieler, die Interesse am Unternehmen haben, noch einfacher und spielerischer.“

Gibt es denn schon Spieler die so ihren realen Traumjob gefunden haben? „Bisher nicht. Als erstes exklusives Unternehmen haben wir zum Jahresanfang Bayer in ‚Fliplife‘ integriert. Andere folgen schon in den nächsten Wochen. Geplant ist, bis zum Ende des Jahres mindestens eine Automobilfirma, eine Bank und weitere Konzerne zu integrieren. Wir sind sicher, dass sich dann viele Begegnungen ergeben werden“, erklärt Vieweg.

Ganz so leicht wird es den Spielern dann allerdings nicht gemacht. Um Geld zu verdienen, muss gearbeitet werden. Gleichzeitig verringert sich durch die Arbeit ein Teil der virtuellen Energie des Spielers. Die füllt sich aber schnell wieder nach. Schließlich soll sich die Person nicht langweilen. Schneller lädt sich die Energie mit einer Party auf. Angeboten wird zum Beispiel ein Besuch im Biergarten. Stellt sich für Kritiker die Frage, warum nicht die Sonne in einem echten Lokal genießen und die Energie lädt nebenbei von alleine auf. Aber das ist wohl Teil des Spaßfaktors.

Noch skurriler wird die virtuelle Welt in „Fliplife“ in Sachen Sport. Je öfter das Computer-Ich Freizeitaktivitäten wie Fußball oder Tennis treibt, desto größer wird die Energiekapazität. Schade, dass das Klicken am PC den Spieler nicht auch im echten Leben fitter macht. Dafür gibt es einen Haufen neuer Freunde. Die Einwohner, mit denen der Spieler am meisten unternimmt, werden zu Freunden oder Partnern. Ein Punktestand ermittelt, wer in den Kategorien Sport, Karriere und Gesamt die ersten Plätze belegt. Wer es an die Spitze schafft, hat im realen Leben die größten Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.

Längst haben Unternehmen die Online-Spiele für sich entdeckt. Durch Social Games sollen neue, qualifizierte Fachkräfte entdeckt werden. Gleichzeitig nutzen sie die kostenlose Plattform als Firmenwerbung. Alle paar Minuten ein Erfolgserlebnis – mit diesem Rezept sollen die Spieler bei Laune gehalten und aus dem flotten Zeitvertreib ein lukratives Geschäftsmodell werden.

<strong>Social Games sollen qualifizierte Fachkräfte aufspüren</strong>

„Ziel unseres Engagements bei ‚Flip-life‘ ist es, die Tätigkeiten von Bayer als Forschungsunternehmen erlebbar zu machen, unsere Arbeitgeberattraktivität weiter zu steigern und potenzielle Bewerber frühzeitig auf Bayer aufmerksam zu machen“, erklärt Markus Siebenmorgen von der Bayer AG. „Das Web 2.0 und damit einhergehend die Social Media-Dienste sind aus heutiger Sicht im Personalmarketing nicht mehr wegzudenken, und unsere unterschiedlichen Zielgruppen wie Studenten, Young Professionals und Professionals nutzen diese Kanäle aktiv. Vor diesem Hintergrund bietet uns ‚Fliplife‘ ein zusätzliches Tool, um darüber potenzielle Bewerber gezielt anzusprechen“, sagt Siebenmorgen weiter. „Wir sind davon überzeugt, dass der Bereich Social Media/Social Gaming in den nächsten Jahren weiter an Relevanz gewinnen wird. Zu einem Vorstellungsgespräch haben wir bislang noch niemanden eingeladen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich bei ‚Fliplife‘ um ein Pilotprojekt. Das heißt, wir sammeln Erfahrungen und analysieren in einem ersten Schritt das Nutzerverhalten. Das Projekt wird begleitet von einer wissenschaftlichen Studie der Hochschule Osnabrück. Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, in ‚Fliplife‘ besonders engagierte und an unserem Unternehmen interessierte Spieler zu Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen einzuladen und ihnen Praktika anzubieten.“
Praktisch für Jobsuchende: Die meisten Social Games lassen sich nebenbei spielen, machen wenig Mühe und erfordern anfangs nur wenig Konzentration. So bleiben die Spieler den ganzen Tag über online, ohne es zu merken. Über Facebook können der Fortschritt des eigenen Charakters geteilt und neue Mitspieler gewonnen werden.

Marny Meyer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.magazin-forum.de/per-spiel-zum-traumjob/Die Generation Tamagotchi ist groß geworden. In den 90er Jahren spielten vor allem Kinder mit dem Elektronikspielzeug. Heute wird das virtuelle Küken durch ausgereifte Social-Games ersetzt. Statt Füttern heißt es zum Beispiel in „Fliplife“ Karriere machen. Immer mehr Unternehmen begeben sich in der virtuellen Welt auf reale Personalsuche.

Das virtuelle Online-Spiel   „Fliplife“ verspricht den Traumjob und viele Freunde. Statt sich also im realen Leben abzuschuften oder in der Kneipe seinen Bekannten ein Bier auszugeben, reicht es, wenn bei „Fliplife“ einfach ein paar Klicks gemacht werden. Praktischerweise lässt sich zu Beginn des Spiels eine Figur nach den eigenen Wünschen erstellen. Und dann heißt es einfach: Job aussuchen. Vielleicht Arzt, Koch, Model oder Gangster? Kein Problem. Sozial heißen die Spiele, weil sich die Nutzer zum Teil gegenseitig helfen müssen oder einfach miteinander chatten.

<strong>Im Netz als Technologe für die Bayer AG zu arbeiten, kann auch im Realen zum Job verhelfen.</strong>

Hinter dem Projekt stehen die Kölner Ibrahim Evsan, Thomas Bachem und Tobias Hartmann. Im September 2010 haben sie die Lebenssimulation „Fliplife“ ins Internet gestellt. Die Gründer Evsan und Bachem sind keine Unbekannten in der Szene. Im September 2009 verkauften sie das Videoportal Sevenload, eine Art deutsches YouTube, an die Deutsche Telekom. Worum geht’s in „Fliplife“? „Der Spieler gestaltet sein zweites Ich, beginnt eine Karriere in seinem Traumjob und unternimmt in seiner Freizeit etwas mit seinen Freunden. Im Job geht es wie im echten Leben darum, die Karriereleiter zu erklimmen und in seinem Unternehmen bis zum Chefsessel aufzusteigen. Mit der richtigen Weiterbildung kann der Spieler seine Effizienz im Job steigern und somit seine Ziele schneller erreichen“, erklärt Sprecher Moritz Vieweg von UP Web Game GmbH. „‚Fliplife‘ ist nicht nur ein Social Game, es ist auch ein virtuelles Assessment Center. Immer mehr Unternehmen wollen dies nutzen, um potenzielle Mitarbeiter über eine spielerische, neuartige und moderne Methode zu gewinnen. Darüber hinaus können Unternehmen ihre Unternehmensstrukturen und Aufgabenbereiche abbilden. Gerade für Unternehmen wie Bayer ist dies geeignet, um potenziellen Bewerbern einen Einblick zu geben, was Bayer eigentlich alles macht – außer Aspirin.“ Er verrät ein geplantes Projekt. Vieweg: „Es wird sehr bald ein eigenes Fliplife-System geben, in dem Unternehmen selber Projekte erstellen und Fragen formulieren, die den Spielern während ihrer digitalen Karriere im Unternehmen gestellt werden. Praktika, Ausbildungen oder sogar Bewerbungsgespräche auf eine Festanstellung werden somit für junge Spieler, die Interesse am Unternehmen haben, noch einfacher und spielerischer.“

Gibt es denn schon Spieler die so ihren realen Traumjob gefunden haben? „Bisher nicht. Als erstes exklusives Unternehmen haben wir zum Jahresanfang Bayer in ‚Fliplife‘ integriert. Andere folgen schon in den nächsten Wochen. Geplant ist, bis zum Ende des Jahres mindestens eine Automobilfirma, eine Bank und weitere Konzerne zu integrieren. Wir sind sicher, dass sich dann viele Begegnungen ergeben werden“, erklärt Vieweg.

Ganz so leicht wird es den Spielern dann allerdings nicht gemacht. Um Geld zu verdienen, muss gearbeitet werden. Gleichzeitig verringert sich durch die Arbeit ein Teil der virtuellen Energie des Spielers. Die füllt sich aber schnell wieder nach. Schließlich soll sich die Person nicht langweilen. Schneller lädt sich die Energie mit einer Party auf. Angeboten wird zum Beispiel ein Besuch im Biergarten. Stellt sich für Kritiker die Frage, warum nicht die Sonne in einem echten Lokal genießen und die Energie lädt nebenbei von alleine auf. Aber das ist wohl Teil des Spaßfaktors.

Noch skurriler wird die virtuelle Welt in „Fliplife“ in Sachen Sport. Je öfter das Computer-Ich Freizeitaktivitäten wie Fußball oder Tennis treibt, desto größer wird die Energiekapazität. Schade, dass das Klicken am PC den Spieler nicht auch im echten Leben fitter macht. Dafür gibt es einen Haufen neuer Freunde. Die Einwohner, mit denen der Spieler am meisten unternimmt, werden zu Freunden oder Partnern. Ein Punktestand ermittelt, wer in den Kategorien Sport, Karriere und Gesamt die ersten Plätze belegt. Wer es an die Spitze schafft, hat im realen Leben die größten Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.

Längst haben Unternehmen die Online-Spiele für sich entdeckt. Durch Social Games sollen neue, qualifizierte Fachkräfte entdeckt werden. Gleichzeitig nutzen sie die kostenlose Plattform als Firmenwerbung. Alle paar Minuten ein Erfolgserlebnis – mit diesem Rezept sollen die Spieler bei Laune gehalten und aus dem flotten Zeitvertreib ein lukratives Geschäftsmodell werden.

<strong>Social Games sollen qualifizierte Fachkräfte aufspüren</strong>

„Ziel unseres Engagements bei ‚Flip-life‘ ist es, die Tätigkeiten von Bayer als Forschungsunternehmen erlebbar zu machen, unsere Arbeitgeberattraktivität weiter zu steigern und potenzielle Bewerber frühzeitig auf Bayer aufmerksam zu machen“, erklärt Markus Siebenmorgen von der Bayer AG. „Das Web 2.0 und damit einhergehend die Social Media-Dienste sind aus heutiger Sicht im Personalmarketing nicht mehr wegzudenken, und unsere unterschiedlichen Zielgruppen wie Studenten, Young Professionals und Professionals nutzen diese Kanäle aktiv. Vor diesem Hintergrund bietet uns ‚Fliplife‘ ein zusätzliches Tool, um darüber potenzielle Bewerber gezielt anzusprechen“, sagt Siebenmorgen weiter. „Wir sind davon überzeugt, dass der Bereich Social Media/Social Gaming in den nächsten Jahren weiter an Relevanz gewinnen wird. Zu einem Vorstellungsgespräch haben wir bislang noch niemanden eingeladen. Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich bei ‚Fliplife‘ um ein Pilotprojekt. Das heißt, wir sammeln Erfahrungen und analysieren in einem ersten Schritt das Nutzerverhalten. Das Projekt wird begleitet von einer wissenschaftlichen Studie der Hochschule Osnabrück. Mittel- bis langfristiges Ziel ist es, in ‚Fliplife‘ besonders engagierte und an unserem Unternehmen interessierte Spieler zu Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen einzuladen und ihnen Praktika anzubieten.“
Praktisch für Jobsuchende: Die meisten Social Games lassen sich nebenbei spielen, machen wenig Mühe und erfordern anfangs nur wenig Konzentration. So bleiben die Spieler den ganzen Tag über online, ohne es zu merken. Über Facebook können der Fortschritt des eigenen Charakters geteilt und neue Mitspieler gewonnen werden.

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		<title>&#8220;Mit Google Plus stehen wir vor einer Revolution&#8221;</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/mit-google-plus-stehen-wir-vor-einer-revolution/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/presse/mit-google-plus-stehen-wir-vor-einer-revolution/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 20:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_mit_google_plus_stehen_wir_vor_einer_revolution"Wir müssen das System ausnutzen, bevor es uns ausnutzt", forderte Ibrahim Evsan kürzlich in einem W&V-Interview über Google Plus. Der Social-Media-Entrepreneur (Fliplife, Sevenload) sieht G+ als Plattform einer neue Web-Wirtschaft: Jeder Nutzer könne dort zu seinem eigenen Marketing-Spezialisten werden, jeder Medienmacher zu seinem eigenen Verleger. Für W&V Online hat Evsan seine These präzisiert.

Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile im Social Web wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Business-Anwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich aus dem Gesamtsystem von Google.

Ein Beispiel: In Google Plus braucht kein Verlag mehr ein ganzes Magazin oder Buch zu vermarkten, es reicht völlig aus, einzelne Artikel oder Kapitel anzubieten. Die Abrechnung erfolgt unter Google Checkout. Jetzt wird deutlich, auf was für eine neue machtvolle Basis Google all seine für sich schon lange etablierten Services wie „Docs“, “YouTube”, „Adword“, „AdSense“, „Analytics“ und all die anderen gestellt hat. Google hat es geschafft, aus den Fehlern von Buzz und Wave zu lernen und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Jetzt ist mit Google Plus eine Klammer um das Gesamtsystem geschaffen worden, ein Gesamtangebot, das ein eigenes gesellschaftliches Netz werden kann.
Kaufe ich mir jetzt also ein E-Book bei Google, kann ich meine Meinungen zu diesem Buch sofort mit meinen 3.000 Freunden teilen, in meiner Timeline ist ersichtlich, was ich wann zu welchem Thema zu sagen habe und was mir wichtig ist. Als „Startkapital“ nehme ich meine Follower aus Twitter gleich mit hinüberber zu Google Plus. Den digitalen Supermächten Amazon, Twitter und Apple wird das aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht gefallen, weil ihre Geschäftsmodelle alle auf einfache und leicht nutzbare Weise in Google Plus implementiert sind. Zum ersten Mal können wir ein Gesamtsystem nutzen, das all diese Einzel-Services ersetzt, alle anderen Technologien sind über APIs jederzeit „zuschaltbar“.

Der Werbemarkt wurde durch Facebook schon ein wenig umgekrempelt, jetzt mit Google Plus stehen wir vor einer Revolution, weil jeder Google-Plus-Nutzer auch zu einem Marketing-Spezialisten werden kann: Die Instrumente liegen bereit. Das Internet wird mit Google nicht nur „durchsuchbar“, oder „bewerbbar“, sondern man kann in seinem Google Plus-Account alle digital verfügbaren Informationen strukturieren, verknüpfen und neu „verdrahten“. Picasa und Youtube sind für sich allein genommen schon mächtige Instrumente, aber erst die Verknüpfung mit z.B. Google Analytics macht den Erfolg meiner Aktivitäten für mich wirklich sichtbar und damit messbar.

Auch der Zeitpunkt der Vorstellung von Google Plus ist geschickt gewählt, denn es ist ja fast zum Volkssport geworden, den Börsenwert von Facebook zu berechnen. Jetzt wird man bei Facebook diesen Wert sicherlich anpassen müssen: nach unten.

Was sagen Sie zu Ibrahim Evsans These? Die Debatte ist eröffnet: Auf der W&V-Facebook-Seite und im Google-Plus-Profil von W&V-Redakteur Frank Zimmer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_mit_google_plus_stehen_wir_vor_einer_revolution"Wir müssen das System ausnutzen, bevor es uns ausnutzt", forderte Ibrahim Evsan kürzlich in einem W&V-Interview über Google Plus. Der Social-Media-Entrepreneur (Fliplife, Sevenload) sieht G+ als Plattform einer neue Web-Wirtschaft: Jeder Nutzer könne dort zu seinem eigenen Marketing-Spezialisten werden, jeder Medienmacher zu seinem eigenen Verleger. Für W&V Online hat Evsan seine These präzisiert.

Facebook hat einen mächtigen Konkurrenten bekommen: Google Plus. Der Kampf um die Marktanteile im Social Web wird zu einem Kampf unterschiedlicher Systeme. Facebook ist auf dem Weg, immer „privater“ zu werden, im Sinne von „auf den privaten Bereich“ ausgerichtet. Google Plus aber hat das Potenzial, zu der Business-Anwendung schlechthin zu werden. Eine bislang noch unüberschaubare Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich aus dem Gesamtsystem von Google.

Ein Beispiel: In Google Plus braucht kein Verlag mehr ein ganzes Magazin oder Buch zu vermarkten, es reicht völlig aus, einzelne Artikel oder Kapitel anzubieten. Die Abrechnung erfolgt unter Google Checkout. Jetzt wird deutlich, auf was für eine neue machtvolle Basis Google all seine für sich schon lange etablierten Services wie „Docs“, “YouTube”, „Adword“, „AdSense“, „Analytics“ und all die anderen gestellt hat. Google hat es geschafft, aus den Fehlern von Buzz und Wave zu lernen und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Jetzt ist mit Google Plus eine Klammer um das Gesamtsystem geschaffen worden, ein Gesamtangebot, das ein eigenes gesellschaftliches Netz werden kann.
Kaufe ich mir jetzt also ein E-Book bei Google, kann ich meine Meinungen zu diesem Buch sofort mit meinen 3.000 Freunden teilen, in meiner Timeline ist ersichtlich, was ich wann zu welchem Thema zu sagen habe und was mir wichtig ist. Als „Startkapital“ nehme ich meine Follower aus Twitter gleich mit hinüberber zu Google Plus. Den digitalen Supermächten Amazon, Twitter und Apple wird das aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht gefallen, weil ihre Geschäftsmodelle alle auf einfache und leicht nutzbare Weise in Google Plus implementiert sind. Zum ersten Mal können wir ein Gesamtsystem nutzen, das all diese Einzel-Services ersetzt, alle anderen Technologien sind über APIs jederzeit „zuschaltbar“.

Der Werbemarkt wurde durch Facebook schon ein wenig umgekrempelt, jetzt mit Google Plus stehen wir vor einer Revolution, weil jeder Google-Plus-Nutzer auch zu einem Marketing-Spezialisten werden kann: Die Instrumente liegen bereit. Das Internet wird mit Google nicht nur „durchsuchbar“, oder „bewerbbar“, sondern man kann in seinem Google Plus-Account alle digital verfügbaren Informationen strukturieren, verknüpfen und neu „verdrahten“. Picasa und Youtube sind für sich allein genommen schon mächtige Instrumente, aber erst die Verknüpfung mit z.B. Google Analytics macht den Erfolg meiner Aktivitäten für mich wirklich sichtbar und damit messbar.

Auch der Zeitpunkt der Vorstellung von Google Plus ist geschickt gewählt, denn es ist ja fast zum Volkssport geworden, den Börsenwert von Facebook zu berechnen. Jetzt wird man bei Facebook diesen Wert sicherlich anpassen müssen: nach unten.

Was sagen Sie zu Ibrahim Evsans These? Die Debatte ist eröffnet: Auf der W&V-Facebook-Seite und im Google-Plus-Profil von W&V-Redakteur Frank Zimmer.]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Wir müssen das System ausnutzen, bevor es uns ausnutzt&#8221;</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/wir-mussen-das-system-ausnutzen-bevor-es-uns-ausnutzt/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 20:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_wir_muessen_das_system_ausnutzen_bevor_es_uns_ausnutztIbrahim Evsan ist Social-Media-Unternehmer der ersten Stunde. Im Interview mit W&V-Redakteur Frank Zimmer spricht der Sevenload-Gründer über die Perspektiven von Facebook, das Potenzial von Google Plus und warum die neue Google-Plattform Paid Content zum Durchbruch verhelfen könnte.

Herr Evsan, fangen wir doch gleich mal mit der aktuellen Standardfrage an: Wie finden Sie Google Plus?
Klar, übersichtlich und mit dem Zeug zum Virtual Workplace. Facebook fand ich persönlich immer ein bisschen unübersichtlich. Google Plus hat ein riesiges Potenzial.

Wird Facebook überflüssig?
Nein, das ist was ganz anderes. Ich nutze Google Plus auch ganz anders als Facebook. Google Plus ist eher die Business-Plattform, auf Facebook tausche ich mich privat aus. Facebook wird als Consumer-Plattform weiterhin eine Rolle spielen. Das werden übrigens auch die Unternehmen merken. Nike zum Beispiel muss auf Facebook bleiben, andere Marken sind bei Google Plus besser aufgehoben.

Dann müsste W&V also auch auf Google Plus.
Natürlich! Google bietet Medien sowieso ganz andere Möglichkeiten. Ich frage mich immer, warum das eigentlich keiner merkt.

Ich bin gespannt. Was meinen Sie genau?
Google ist eines der größten Web-Wirtschaftssysteme der Welt. In Verbindung mit Google Plus erreicht das ganze eine Perfektion wie noch niemals zuvor. Sie werden über Google zum Beispiel einzelne Artikel verkaufen können und von der Community zusätzlich mit Content anreichern lassen, Sie können Content vermarkten und kollaborativ weiterentwickeln.

Google Plus als Motor für Paid Content also?
Genau. Google verfügt mit Checkout über das notwendige Bezahlsystem und mit Google Books über die Distributions-Plattform für Content. Das ganze sinnvoll zusammengefügt ergibt eine riesige Chance für Medienhäuser und Journalisten. Und darum geht es doch eigentlich: Wir müssen das System ausnutzen, bevor es uns ausnutzt.

Die Branche scheint noch nicht ganz so weit zu sein. Da diskutiert man ja noch darüber, in wie vielen sozialen Netzwerken man überhaupt vertreten sein soll. Das ist in Ihren Augen egal, oder?
Es ist scheißegal. Ich glaube, im Social Web kann es nur um eins gehen: Dass wir mündig genug sind, um unsere Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.wuv.de/nachrichten/digital/ibrahim_evsan_wir_muessen_das_system_ausnutzen_bevor_es_uns_ausnutztIbrahim Evsan ist Social-Media-Unternehmer der ersten Stunde. Im Interview mit W&V-Redakteur Frank Zimmer spricht der Sevenload-Gründer über die Perspektiven von Facebook, das Potenzial von Google Plus und warum die neue Google-Plattform Paid Content zum Durchbruch verhelfen könnte.

Herr Evsan, fangen wir doch gleich mal mit der aktuellen Standardfrage an: Wie finden Sie Google Plus?
Klar, übersichtlich und mit dem Zeug zum Virtual Workplace. Facebook fand ich persönlich immer ein bisschen unübersichtlich. Google Plus hat ein riesiges Potenzial.

Wird Facebook überflüssig?
Nein, das ist was ganz anderes. Ich nutze Google Plus auch ganz anders als Facebook. Google Plus ist eher die Business-Plattform, auf Facebook tausche ich mich privat aus. Facebook wird als Consumer-Plattform weiterhin eine Rolle spielen. Das werden übrigens auch die Unternehmen merken. Nike zum Beispiel muss auf Facebook bleiben, andere Marken sind bei Google Plus besser aufgehoben.

Dann müsste W&V also auch auf Google Plus.
Natürlich! Google bietet Medien sowieso ganz andere Möglichkeiten. Ich frage mich immer, warum das eigentlich keiner merkt.

Ich bin gespannt. Was meinen Sie genau?
Google ist eines der größten Web-Wirtschaftssysteme der Welt. In Verbindung mit Google Plus erreicht das ganze eine Perfektion wie noch niemals zuvor. Sie werden über Google zum Beispiel einzelne Artikel verkaufen können und von der Community zusätzlich mit Content anreichern lassen, Sie können Content vermarkten und kollaborativ weiterentwickeln.

Google Plus als Motor für Paid Content also?
Genau. Google verfügt mit Checkout über das notwendige Bezahlsystem und mit Google Books über die Distributions-Plattform für Content. Das ganze sinnvoll zusammengefügt ergibt eine riesige Chance für Medienhäuser und Journalisten. Und darum geht es doch eigentlich: Wir müssen das System ausnutzen, bevor es uns ausnutzt.

Die Branche scheint noch nicht ganz so weit zu sein. Da diskutiert man ja noch darüber, in wie vielen sozialen Netzwerken man überhaupt vertreten sein soll. Das ist in Ihren Augen egal, oder?
Es ist scheißegal. Ich glaube, im Social Web kann es nur um eins gehen: Dass wir mündig genug sind, um unsere Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen.]]></content:encoded>
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		<title>Mailingtage: Dialog als Konstante</title>
		<link>http://www.ibrahimevsan.de/presse/mailingtage-dialog-als-konstante/</link>
		<comments>http://www.ibrahimevsan.de/presse/mailingtage-dialog-als-konstante/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 20:47:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sven Giesen</dc:creator>
		
		<guid isPermaLink="false">http://www.ibrahimevsan.de/?post_type=presse&#038;p=4944</guid>
		<description><![CDATA[http://www.onetoone.de/Mailingtage-Dialog-als-Konstante-20029.html„Der Dialog wird zu einem generellen Kommunikationsprinzip“, sagte Tobias Clairmont, Managing Director der Agentur DDB Tribal auf den Mailingtagen. Damit fasst der Kreative in Nürnberg zusammen, was sich auf der Branchenveranstaltung ganz klar wiederspiegelt. Zwar kann die Messe kein Ausstellerplus verzeichnen, aber die neuen Themen der Veranstaltung sind bei den Besuchern sehr gefragt. Die vermeintlich neuen Medien und der Umgang mit diesen beschäftigen Aussteller, Referenten und Besucher.

Wie Bettina Focke, Projektleiterin der Mailingtage bei der Nürnbergmesse, im Gespräch mit ONEtoONE bereits im Vorwege vermutet hatte, konnte die Messe dieses Jahr mit 380 Ausstellern zwar die Standzahl nicht erhöhen, zumindest aber das Niveau des Vorjahres (384 Aussteller) annähernd erreichen. Den Relaunch der Veranstaltung konnte man allerdings im Ausstellungsbereich selbst wenig erkennen. Performance-Marketing-Unternehmen beispielsweise suchte man vergebens. Hingegen befinden sich laut der ausstellenden Dienstleister und Unternehmen, wie von der Nürnbergmesse erhofft, einige neue Gesichter unter den Besuchern. Es bleibt abzuwarten, ob diese im kommenden Jahr auch einen Stand buchen werden.

Etwas Anpassungsbedarf gibt es offenbar noch bei der am Eingang der Messe Nürnberg platzierten Kreativ-Galerie. So sind der Mustershop mit „Exponaten zum Anfassen“ und die Monitore zwar Anziehungspunkte, die Stände selbst jedoch vermissten teilweise noch die Interessenten. Agenturen wie die G2 Germany, die auf den neuen Ausstellungsflächen platziert sind, planen jedoch nach eigener Aussage auch im kommenden Jahr wieder mit dabei zu sein, allerdings mit einem überarbeiteten Standkonzept. Denn um die digitalen Kreationen zu präsentieren, die verstärkt im Interesse der Besucher stehen, fehlen bislang zum Beispiel geeignete Monitore direkt an den Ständen.

Wie viele Besucher es auf die Mailingtage und in die begleitend stattfindenden Workshops, Foren und Kongressvorträge gezogen hat, lässt sich zwar noch nicht beziffern. Laut einer ersten Schätzung vermeldete die Nürnbergmesse mehr als 700 Besucher (Vorjahr: 7.867). Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der Nürnbergmesse, ist laut eigener Aussage über diese Zahl verwundert, da sie "nicht den Eindruck in den Hallen widerspiegelt". Die ersten Auswertungen der Besucherbefragung lassen den Veranstaltern zufolge auf eine hohe Gesamtzufriedenheit (87 Prozent) der Mailingtage-Fachbesucher schließen. Auch auf Nachfrage von ONEtoONE zeigten sich die Aussteller größtenteils zufrieden. So waren schon am ersten Messetag kurz nach der Eröffnung viele Stände offenbar besser besucht als im Vorjahr.

Aufgegangen ist das Modell der neuen Social-Media-Plattform, die die Nürnbergmesse in Kooperation mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) eingerichtet hat. Auf der Social-Media-Area sind sämtliche Hocker fast durchgehend besetzt und auch in den Gängen drängen sich die Besucher. Es herrscht offenbar ein großes Informationsbedürfnis über die Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke bei den Unternehmen und Dienstleistern.

Positiv aufgenommen wurde auch die neue Eröffnungsfeier der Mailingtage am Vorabend der Veranstaltung. Erstmals wurde in diesem Rahmen der Kundenpreis Eddi (Erfolg durch Dialogmarketing) vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) verliehen. Marco Schubert, der für Otto den Preis entgegen nahm, präsentierte die Vielfalt der Kommunikation, die das Unternehmen nutzt, um mit seinen Kunden in den Dialog zu treten. Zudem sprachen neben Laudator Dieter Weng (DDV) und Jürgen Seitz (Sponsor United Internet Dialog) auch Mailingtage-Chef Claus Rättich sowie der Bürgermeister von Nürnberg, Horst Foerther. Die Keynote mit dem Titel “Der Internet-normierte Mensch" hielt „Web-Evangelist“ Ibrahim Evsan vor den rund 300 Gästen.

Auch die Mailingtage-Party, erstmals ohne den Mailingtage-Award, fand große Zustimmung. Die aufgrund der Wettersituation kurzfristig ins Innere des Messecenters verlegte Wild-West-Party lud die Branchen zum regen Austausch ein. Highlight des Abends war das Bullriding.

Claus Rättich zufolge sollen die Mailingtage auch in Zukunft ähnlich gestaltet sein. Welche Sonderthemen dann jedoch im Mittelpunkt stehen werden, soll sich erst später entscheiden. Dabei soll der Name „Mailingtage“ noch verstärkt zur Marke geformt werden, inhaltlich bleibe allein der Dialog die feste Konstante. (kb)

http://www.onetoone.de/Mailingtage-Dialog-als-Konstante-20029.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[http://www.onetoone.de/Mailingtage-Dialog-als-Konstante-20029.html„Der Dialog wird zu einem generellen Kommunikationsprinzip“, sagte Tobias Clairmont, Managing Director der Agentur DDB Tribal auf den Mailingtagen. Damit fasst der Kreative in Nürnberg zusammen, was sich auf der Branchenveranstaltung ganz klar wiederspiegelt. Zwar kann die Messe kein Ausstellerplus verzeichnen, aber die neuen Themen der Veranstaltung sind bei den Besuchern sehr gefragt. Die vermeintlich neuen Medien und der Umgang mit diesen beschäftigen Aussteller, Referenten und Besucher.

Wie Bettina Focke, Projektleiterin der Mailingtage bei der Nürnbergmesse, im Gespräch mit ONEtoONE bereits im Vorwege vermutet hatte, konnte die Messe dieses Jahr mit 380 Ausstellern zwar die Standzahl nicht erhöhen, zumindest aber das Niveau des Vorjahres (384 Aussteller) annähernd erreichen. Den Relaunch der Veranstaltung konnte man allerdings im Ausstellungsbereich selbst wenig erkennen. Performance-Marketing-Unternehmen beispielsweise suchte man vergebens. Hingegen befinden sich laut der ausstellenden Dienstleister und Unternehmen, wie von der Nürnbergmesse erhofft, einige neue Gesichter unter den Besuchern. Es bleibt abzuwarten, ob diese im kommenden Jahr auch einen Stand buchen werden.

Etwas Anpassungsbedarf gibt es offenbar noch bei der am Eingang der Messe Nürnberg platzierten Kreativ-Galerie. So sind der Mustershop mit „Exponaten zum Anfassen“ und die Monitore zwar Anziehungspunkte, die Stände selbst jedoch vermissten teilweise noch die Interessenten. Agenturen wie die G2 Germany, die auf den neuen Ausstellungsflächen platziert sind, planen jedoch nach eigener Aussage auch im kommenden Jahr wieder mit dabei zu sein, allerdings mit einem überarbeiteten Standkonzept. Denn um die digitalen Kreationen zu präsentieren, die verstärkt im Interesse der Besucher stehen, fehlen bislang zum Beispiel geeignete Monitore direkt an den Ständen.

Wie viele Besucher es auf die Mailingtage und in die begleitend stattfindenden Workshops, Foren und Kongressvorträge gezogen hat, lässt sich zwar noch nicht beziffern. Laut einer ersten Schätzung vermeldete die Nürnbergmesse mehr als 700 Besucher (Vorjahr: 7.867). Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung der Nürnbergmesse, ist laut eigener Aussage über diese Zahl verwundert, da sie "nicht den Eindruck in den Hallen widerspiegelt". Die ersten Auswertungen der Besucherbefragung lassen den Veranstaltern zufolge auf eine hohe Gesamtzufriedenheit (87 Prozent) der Mailingtage-Fachbesucher schließen. Auch auf Nachfrage von ONEtoONE zeigten sich die Aussteller größtenteils zufrieden. So waren schon am ersten Messetag kurz nach der Eröffnung viele Stände offenbar besser besucht als im Vorjahr.

Aufgegangen ist das Modell der neuen Social-Media-Plattform, die die Nürnbergmesse in Kooperation mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) eingerichtet hat. Auf der Social-Media-Area sind sämtliche Hocker fast durchgehend besetzt und auch in den Gängen drängen sich die Besucher. Es herrscht offenbar ein großes Informationsbedürfnis über die Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke bei den Unternehmen und Dienstleistern.

Positiv aufgenommen wurde auch die neue Eröffnungsfeier der Mailingtage am Vorabend der Veranstaltung. Erstmals wurde in diesem Rahmen der Kundenpreis Eddi (Erfolg durch Dialogmarketing) vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) verliehen. Marco Schubert, der für Otto den Preis entgegen nahm, präsentierte die Vielfalt der Kommunikation, die das Unternehmen nutzt, um mit seinen Kunden in den Dialog zu treten. Zudem sprachen neben Laudator Dieter Weng (DDV) und Jürgen Seitz (Sponsor United Internet Dialog) auch Mailingtage-Chef Claus Rättich sowie der Bürgermeister von Nürnberg, Horst Foerther. Die Keynote mit dem Titel “Der Internet-normierte Mensch" hielt „Web-Evangelist“ Ibrahim Evsan vor den rund 300 Gästen.

Auch die Mailingtage-Party, erstmals ohne den Mailingtage-Award, fand große Zustimmung. Die aufgrund der Wettersituation kurzfristig ins Innere des Messecenters verlegte Wild-West-Party lud die Branchen zum regen Austausch ein. Highlight des Abends war das Bullriding.

Claus Rättich zufolge sollen die Mailingtage auch in Zukunft ähnlich gestaltet sein. Welche Sonderthemen dann jedoch im Mittelpunkt stehen werden, soll sich erst später entscheiden. Dabei soll der Name „Mailingtage“ noch verstärkt zur Marke geformt werden, inhaltlich bleibe allein der Dialog die feste Konstante. (kb)

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