Musik Charts 2.0

Bisher wurde das Thema „Media Control“ leider noch nicht mit großen Schlagzeilen in Blogs aufgenommen, doch als ich letzten Freitag diesen interessanten Artikel von Frank Patalong auf Spiegel über die Manipulationen der Musik Charts las, wollte ich unbedingt dazu etwas schreiben.
Seit dem 23. Juli 2007 werden in den Charts von Media Control auch die digital verkauften Artikel hinzugefügt. Ich habe leider keine Info darüber, wie sie es machen. Denn bisher wurden Musik-Downloads nur dann für die Charts berücksichtigt, wenn der Titel auch auf Tonträgern erhältlich war. Was hierbei „Digital-Only-Releases“ bedeutet, habe ich nicht rausfinden können. Bislang hat die Media Control für die Ermittlung der Musikcharts die direkten Verkäufe von etwa 3000 Händlern elektronisch ermittelt. Es ist vergleichbar mit dem Panel von Magic Town Haßloch! Sehr oldschool finde ich!

Grundsätzlich jedoch werden nur noch die Umsätze für die Bewertung herangezogen, nicht wie bisher die verkauften Stückzahlen. Wenn man bedenkt, dass ein Download in der Regel 0,99 Euro bei iTunes kostet, und nicht wie im Laden knapp 5 Euro, stellt sich hier schon die Frage nach der Gleichberechtigung.

Ich sah mir darauf hin auch die CD Charts bei Media Control an: Unter den Top 100 finde ich für mich persönlich nur sehr wenige Titel, die ich bewusst erwerben würde. Vereinzelt ist dort ein Song, den ich in den letzten Wochen gekauft habe, doch der Großteil aller Titel spricht mich nicht an. Natürlich bin ich nur eine Zielgruppe von vielen und sehe durch mein persönliches Interesse an Musik den gesamten Markt aus Sicht des Unternehmers und der Künstler. Doch die Charts spiegeln nicht mehr meinen Musikgeschmack wider.
Mittlerweile bin ich eher dabei meine Lieblingstitel als eine gewaltige „All Time-Liste“ zusammenzustellen. Ich habe ausgerechnet, dass ich allein im letzten Jahr über 230 Titel bei iTunes erworben habe. Nach einer Zählung sind davon knapp 80 % ältere Songs und viele sogar aus den 70er Jahren. Repräsentieren die offiziellen Musik Charts das Gefühl einer generationsübergreifenden Gesellschaft?

Wenn man heute nach den „digital angehörten Musiktiteln“ (alle Musikvideos auf den Videoportalen, Napster, Musikdiscovery oder Pandora.com) ausgehen würden und nicht nur die „digital gekauften Musiktitel“ (z.B. in Online Stores wie bei iTunes, musicload oder mp3.com) zu Grunde zieht, zeigen die daraus resultierende Charts der insgesamt gehörten Musiktitel eine ganz andere Top 100 – dort könnte auch mal wieder „Nirvana“ auftauchen.
Ich will euch mal ein Beispiel geben:

Der Viralspot vom Film „American Gangstar“ ist mit dem Song von Bobby Womack „Across 110th Street“ untermalt. Wegen des Trailers habe ich mir kurzerhand den Song auf iTunes gekauft. Nicht nur bei mir, sondern bestimmt auch bei unzähligen anderen Menschen zeigt sich damit also ein ganz anderes Kaufverhalten, das mit dem Verkauf in Plattenläden nicht vergleichbar ist. Mit viralen Clips, die von Millionen Menschen gesehen werden, kann heute wieder ein wirklich alter Song in die Charts aufsteigen, jedoch wird dies durch Marketingmaßnahmen und PR-Aktionen in der Regel verdrängt oder in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Wenn man das Hörverhalten mit dem Online-Kaufverhalten stärker kombinieren und richtig messen kann, ist es doch in der heutigen Zeit total logisch, dass ich mir digitale Ware anhören und auch digital kaufen möchte. Die Frage bleibt, wie genau wird das gezählt?

Es handelt sich um eine Verschiebung unserer Werte. Ich war am Wochenende im Media Markt. Dort habe ich schnell bemerkt, dass in deren Musik-Abteilung die angesagteste Musik gut strukturiert in dem Top 100 CD-Regal für Singles und Alben zu finden ist. Andere Titel werden innerhalb der themenspezifischen Regale unter Rock, Indie oder House alphabetisch versteckt. Wenn es die künstlich erzeugten Top 100 Musik Charts nicht gibt, die trotz aller Marketingmaßnahmen im Grunde genommen als Chartliste auch nutzergenerierter Inhalt wie ein Ranking funktioniert, dann würden sich auch viele potentielle Käufer nicht davon beeinflussen lassen und sich nicht die Musik kaufen, die gerne die Musikindustrie durch Werbung wie eine Druckbeschallung auf allen Kanälen promoten möchte. Doch Werbung und Bewerbung funktioniert nach den Mechanismen der Leitung und Lenkung der Käufer. Entweder sind Preisauszeichnungen ausschlaggebend oder die Information darüber, wer was wann wo warum auch gekauft hat. Musik Charts sind demnach nichts anderes als künstliche Empfehlungslisten.
Mit dem Wegfall der Musik Charts kann es wieder möglich sein, dass Nirvana in den Top 100 Charts mit ihren alten Titeln alle paar Monate wieder Einzug hält. Schließlich kann ich die einzelne Single nicht mehr einzeln erwerben – wenn überhaupt ist das nur für Sammler oder über Restbestände möglich. Bei großen Händlern wie Mediamarkt oder Saturn findet man nur das Album und nicht wie die Single den einzelnen Song. Es handelt sich bei allen Gebahren rund um die Musik Charts, um eine Verzerrung der Zahlen bei Media Control zu Gunsten dessen, was als neues Produkt zu einem neuen Publikum gebracht werden soll.

Nur das Zusammenführen von allen Kanälen der Musik generiert tatsächliche Zahlen, die als valide Charts für das Hör- und Kaufverhalten aussagekräftig sind. Als Plattformanbieter bieten wir sogar die Funktionen wie das Tagging, Ranking und Bewerten an, um die einzelnen Inhalte eindeutig zu zählen – wenn dadurch keine verzerrten Messungen durch etwaige Manipulation stattfinden wird. Für die Musikindustrie würde es sich wieder lohnen die Künstler zu pushen, die mit ihrer Musik heute noch Millionen bewegen.
Schließlich ist es egal, ob ich mir eine CD anhöre oder auf sevenload oder youtube ein Musikvideo ansehe: Der Effekt ist vergleichbar und die Musikindustrie erhält durch die prominente Platzierung innerhalb des Musikkanals eine höhere Wertigkeit für den Inhalt, die durch die Einblendung von Werbung vor den Musikvideos sogar zusätzliche Umsätze generiert. Ebenfalls muss es das Long Tail Prinzip auch bei Musik geben. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ich der einzige bin, der sich ältere Songs kauft, die nur noch in „Greatest Hits“ eines Künstlers erscheinen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es diesen Monat mehrere Online-Käufer sich auch den Song von Bobby Womack gekauft haben, nur weil sie den Trailer sahen und von der Musik eindeutig angesprochen wurden. Es ist wirklich höchste Zeit, dass man über solche Maßnahmen nachdenkt, wie man den exakten Musikgeschmack und Musikkonsum der Menschen abbilden kann. Derzeit denken wir über solche Möglichkeiten intensiv nach, da wir im Prinzip auch eigene Charts als zusätzliche Dienstleistung anbieten werden – auch bald für Musik.

Es muss sich etwas ändern. Echte nutzergenerierte Charts findet man bei Last.fm – und das hat mehr Aussagekraft als eine Top 100 Liste auf Papier:
Radiohead, The Beatles, Red Hot Chili Peppers, Muse, Coldplay, Metallica, Linkin Park, Foo Fighters, The Killers, Nirvana, Pink Floyd, System of a Down, Led Zeppelin, Arctic Monkeys, Daft Punk.

Diese Charts sehe ich eher richtig an, als die offizielle Chart von Media Control. Natürlich muss sich Last.fm selbst auch noch weiterentwickeln und jedem Musikfreund weltweit bekannt werden. Doch dann kann man auch tatsächliche Größen über den Musikkonsum abbilden. Wenn alle an einem Strang ziehen und daran entwickeln, sind gewaltige Musik Charts über beispielsweise eine offene und damit offizielle API von allen bekannten Online Plattformen als Mashup, das Synonym für die Musik Charts im 21. Jahrhundert ohne jegliche Verzerrung des Marktes.
Sowohl die Musikindustrie als auch die Hörer – jeder wäre überrascht, wie lange sich Songs in den Charts wirklich halten können. Diese wären dann auch absolut zeitnah aktuell und gleichzeitig weltweit sowie regional und lokal skalierbar. Ich werde versuchen alle Kollegen für ein solches zu motivieren und sich dabei intensiv einzubringen um diese Ideen als Projekt zu realisieren – wie findet ihr diese Idee?



Kommentare zu "Musik Charts 2.0"

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Sarik 3. März 2008 um 21:04 Uhr (Antworten)

Hi Ibo,

es ist schon urlange her, dass ich mir eine CD gekauft habe und ich würde mich als typischen Radiohörer bezeichnen. Dennoch ist es auf jeden Fall eine gute Idee, mehr Transparenz in die Musikcharts zu bekommen.

Dabei könnte so eine offizielle Plattform, die über API gefüttert wird, sicher helfen. Dann könnte man auch so coole und innovative Angebote wie http://www.spotify.com mit einbeziehen.

Sarik
http://www.cellity.com

Andreas Dittes 3. März 2008 um 21:06 Uhr (Antworten)

ein interesantes thema, das du hier ansprichst. in der tat müsste man mehrere messverfahren vereinen um valide ergebnisse zu erzielen. denkbar wäre beispielsweise auch, dass es telefonbefragungen gibt, die so unabhängig von der mediennutzung einfliessen könnten.

Michael 3. März 2008 um 21:07 Uhr (Antworten)

Ok, guter Ansatz bis hierher.
Aber die Musikindustrie ist komplexer.
Es sit nur natürlich, dass Plattenfirmen NEUE Titel in den MArkt drücken wollen/müssen.Daher funktionieren auch diese Casting-Shows sehr gut. Im Pinzip sind die crossmediale Werbung für ein Produkt, was es erst zu einem späteren Zeitpunkt gibt. Keiner weiss was es sein wird, wie der Interpret heisst usw.
Also TV macht da schon Werbung. Käuferverhalten wird beeinflusst.

Ein Nirvana war mal einen Cashcow und wird keine mehr werden. SO die Annahme der Musikindustrie.

Dann musst Du die Zielgruppen er neuenn Titel näher beleuchten.
Ok, ich kaufe mi auch keinen Schnappy Songs oder irgend etwas in der Art, und in imun gegen dieses Popgedudel aus der Konserve. Aber ich habe ja auch gestern im Radio gehört, das der SNAP Titel, auf den wir mal gestanden haben, heute 20 Jahre alt ist ;-)
Also fallen wir aus der werberelevanten Zielgruppe erstmal raus.

Resume: Musikindustrie puscht neue Songs.
Die alten findest Du maximal auf einer Compilation – und das ist im Sinne der Interpreten, denn da fängt das verdienen für die an.
ALte Songs = gestandne Künstler (oder Erben) haben/hatten andere Verträge. Schau Dir heute mal die Knebelverträge der neuen Gruppen an. Die verdienen so gut wie gar nichts. Musikindustrie hält da überall die Hand auf, und das in ganz anderen Dimensionen, wie es früher einmal war.
Logisch, das die alten Songs nicht mehr mit Macht in den Markt gepushed werden.
Also was willst Du mit Deinen Charts erreichen. Wer aus der Musikindustrie soll das unterstützen (werden die nicht), und wie willst Du damit Geld verdienen.

Heutzutage ist es so, das du mit 4 Tsd. verkauften Singles in der Woche eine Nummer 1 werden kannst. Das war früher anders.
Aber das sit auch der Grund, warum die Charts (auch mit Hilfe der Klingeltoncharts) immer schneller drehen.
Früher gab es SOngs die wochenlang auf Nr.1 standen. Das sind heute Ausnahmen. Eine Ausnahme fällt mir ein aus dem vrganenem Jahr. DJ Ötzi mit mein Stern.
Ok, das sit Partymusik, zur richten Zeit am richigen Ort gepuscht, generationsübergreifende Musik (btw: meins ist das nicht). Aber da hat der Christian Seitz und Universal ganze Arbeit geleistet.
Wie gesagt : absolute Ausnahme.

Silke Puls 3. März 2008 um 21:18 Uhr (Antworten)

Grundsätzlich würde ich sagen: Du siehst das vollkommen richtig, denn ich glaube auch nicht, dass die „TOP 100“, die die Musikindustrie hervorhebt, dem Musikgeschmack der meisten Menschen entspricht, sondern manipulativ eingesetzt wird, um Absätze zu pushen.

Nichts desto trotz halte ich es für sehr schwierig, den „wahren“ Musikgeschmack der Menschheit unter einen Hut zu bringen – das heißt, in irgendwelchen Charts unterzubringen – es wird ein irrsinniger Aufwand sein, das zu bewerkstelligen! Aber ich sag es mal so: Jemand, der Visionen hat und die Sache einfach mal anpackt – der könnte es schaffen!

Ich glaube, ich kenne da einen….;)

Tobias Hieb 3. März 2008 um 21:40 Uhr (Antworten)

Hi Ibo,

in den 90er`n waren die Media Control Charts sehr aussagekräftig. Um seiner Zeit den 1. Chart-Platz zu ergattern, musste man teilweise 100.000 und mehr Single`s verkaufen. Man konnte Musik nicht ohne Kenntnisnahme der Media Control beziehen.

Heute reichen in den Sommer-Monaten (Ferienzeit) 500 verkaufte Single CD`s aus, um in die Top 10 aufzusteigen. Daher sind die Media-Control Charts, welche sich auf den puren CD-Verkauf beziehen ein altes Eisen, dessen man keine Aussagekraft in Bezug auf Trends zusprechen kann.

Die Media-Control Charts sind doch nur ein „Marketing-Werkzeug“ der Musikindustrie geworden. Wer in den Charts platziert ist, genießt mediales Interesse. Wer weit oben platziert wird, gelangt in die Hot-Rotation der Radiostationen. Die durch CD-Verkäufe generierten Umsätze sind irrelevent, da diese oftmals nur 25.000 Euro ausmachen (wenn es gut läuft).

Die Musikindustrie finanziert sich imho nur durch drei Dinge. Alben, Tourneen und Merchandising.

Repräsentative „Was wird für Musik gehört“ Listen, können niemals durch ein Kanal ermittelt werden, welcher in direktem Zusammenhang mit finanziellen Interessen steht.

Das Web 2.0 ist also für die Ermittlung von Musik-Trends optimal geeignet und Last.fm segelt meiner Meinung nach einer rosigen Zukunft entgegen. Das Konzept passt einfach.

Aber… Wenn z.B. Last.FM DAS Barometer für „Chart-Listen“ geworden ist und zudem als Empfehlungsliste gilt, verliert sich dann nicht zwangsläufig die neugewonnene unabhängige Chartliste durch ein zunehmendes Maß an Aktivitäten der Musikindustrie auf der Last.FM Plattform? Beißt sich hier die Katze in den Schwanz?

Tobias
http://www.goofriend.com

Andreas Nink 3. März 2008 um 23:05 Uhr (Antworten)

Viele Themen auf einmal. Wozu dienen Rankings? In diesem Fall doch wohl dazu, dass die Musikindustrie weiß, was sich verkauft. Ein legitimer Grund. Das funktionierte so lange, so lange sich Tonträger verkauften. Jetzt verkaufen sie sich nicht mehr, da Musik aus dem Netz geladen wird. Sogar auf legale Weise. Also ist es folgerichtig, die dort stattfindenden legalen Transaktionen ebenfalls zu berücksichtigen. Denn es geht stets um den Umsatz im Musikverkauf, nicht um die statistische Erhebung der Musikrezeption.

In meinen Regalen stehen recht viele CD’s. Kaum eine davon dürfte jemals in irgendwelchen Charts aufgetaucht sein. Schon gar nicht in den gräuslichen Top-100-Regalen der Ichbindochnichtblöd-Märkte. CD’s, die mich interessieren, haben die nicht mal mehr in den alphabetischen Verzeichnissen versteckt. Leute wie ich waren noch vor zehn, fünfzehn Jahren in den bestens sortierten Saturnfilialen anzutreffen, wo man noch stundenlang in den Klassik-, Folk-, Ethno-, Rock- und sonstigen Sparten herumwühlen konnte. Wo alleine die Tangonuevo-Sparte umfangreicher war als heute die gesamte Klassik im Ichbindochnichusw.-Laden.

Einmal gekauft, interessiert sich die Musikindustrie nicht mehr für die Musik. Denen wäre es lieber, man schmiss den Kram gleich wieder weg, statt ihn über Jahre zu archivieren und – noch schlimmer – ständig anzuhören. Verständlich, denn was ich im Regal habe, werde ich nicht mehr kaufen, und wenn ich das höre, was ich bereits besitze, kaufe ich nichts Neues.

Diejenigen, die diese Verkaufscharts betreiben, wollen etwas ganz anderes wissen als Du, Ibo. Auch dafür habe ich Verständnis. Ich habe auch nichts gegen Hitparaden im Radio, in denen die Charts rauf und runter genudelt werden. Ich habe jedoch etwas gegen Unmöglichkeit, im Radio überhaupt etwas anderes als den gängigsten Mainstream hören zu können. Deshalb höre ich so gut wie nie Radio.

Im Internet zeigt sich allerdings in der Musik wie in allen Entwicklungen, dass sich die Vielfalt und Buntheit der Geschmäcker durchsetzen kann, weil es hier niemand ernsthaft schafft, die Top 100 der schlimmsten musikalischen Entgleisungen durchzusetzen. Im Internet findet man auch wieder die Nischen, die die Plattenläden aufgeben mussten.

Natürlich hält sich Musik länger, als die Charts glauben machen wollen. Long tail par excellence.Sonst wären die Konzerte der 60er und 70er Größen heutzutage nicht diese Generationen übergreifenden Events, die sie sind. Ich habe letzte Woche sogar bekannte Gesichter auf einem derart exotischen Konzert wie dem von I Muvrini gesehen, auch hier reichte das Publikum übrigens von 15 bis 75.

Von mir aus kann Charts erheben, wer will. Wäre auch schön, wenn sich die Vielfalt der Musikgeschmäcker dort abbildeten. Allerdings habe ich noch keine Hitliste gesehen, in der ich mich wiedergefunden habe.

Ansgar Wollnik 4. März 2008 um 0:00 Uhr (Antworten)

Mann Ibo, du reisst aber auch immer Themen auf… :-) Das muss ich erstmal sacken lassen.

Grundsätzlich gilt: Wenn du repräsentative Hitlisten erstellen willst, musst du transparent und einheitlich Verkaufszahlen ermitteln, die nicht manipuliert werden können / dürfen. Das halte ich schon für schwer möglich.

Last.fm ist auch nur bedingt aussagekräftig denn, sein wir mal ehrlich, wer ist der durchschnittliche last.fm-Nutzer? Sind das nicht eher technikaffine Menschen zwischen, sagen wir, 14 und 49? Was ist mit all den anderen? Was ist mit denen, die lieber Ihre Privatsphäre schützen? Sind nicht vertreten.

Noch etwas: last.fm ist proprietär und damit unter Umständen manipulierbar.

Denkbar wäre meiner Meinung nach nur einen Querschnitt aller Informationen. Zumindest heute.

Ibo 4. März 2008 um 0:31 Uhr (Antworten)

Die Interesse scheint groß zu sein. Jeder von euch verdient eine Antwort. Ich werde zu jedem Kommentar erst morgen was schreiben. Bin nun auf dem Weg zur Cebit. :)

Aber nur kurz: Ich glaube, dass die technischen Möglichkeiten heute vieles ermöglichen können. Die müssen erst mal ausgereizt werden. Ich glaube nicht mehr daran, dass es nur Technik-affine Menschen das Internet oder moderne Software nutzen. Heute erleben wir zum ersten mal, dass auch relativ technische Webseiten ein breites Publikum erreichen. Nicht wenige Menschen installieren sich heute Skype oder Firefox. Oder richten Ihr Mailadresse zuhause ein. Die Zeiten haben sich verändert. Leider nicht einige Institutionen.

Ibo 4. März 2008 um 9:09 Uhr (Antworten)

@Sarik

Das stimmt. Meine letzte CD liegt auch schon 5 Jahre zurück. Das war eine Combilation von Massiv Attack.

Interessant ist jedoch http://www.spotify.com, welches man sich genauer anschauen sollte. Danke für Deinen Beitrag.

Ibo 4. März 2008 um 9:12 Uhr (Antworten)

@Andreas

Ich glaube, dass eine einfache XML Austausch von Portalen reichen könnte. Ich bin derzeit am überlegen, ob es Sinn machen würde, daraus ein Open Source Projekt zu starten. Könnte spannend werden!

Ibo 4. März 2008 um 9:18 Uhr (Antworten)

@Michael,

das was Du erzählst ist absolutes Expertenwissen. Ich glaube gerade deswegen wäre es ja interessant ein Projekt anzugehen, der diese Probleme zu Teil löst. Gemeinschaftlich – offen – kooperierend kann man versuchen ein OPEN API zum Thema zu entwickeln. Es ist ja keine Revolution gegen Media Control oder der Musiklabes. Sie merken auch, dass sich was verändern muss. Sie wissen auch, dass neue Einnahmequellen erfunden werden müssen.

Kein Musiklabel hat heute Lust hunderten Ihrer Künstler Millionenverträge zu geben. Es muss alles sehr schnell gehen, weil sie glauben, dass nur somit das Geld verdient werden kann. Fakt ist, ich höre mir immer noch relaxt Bob Marley an. Und das schon seit Jahren!

Ibo 4. März 2008 um 9:30 Uhr (Antworten)

@Silke :)

@Tobias

Spannend zu lesen. Nach meiner Meinung muss die Musikindustrie bei Last.fm mitreden dürfen. Die Musikindustrie sind nunmal die Experten und Wissen über neue Musikformen und Künstler am ehesten Bescheid. Ob Last.fm etwas auf die Startseite packt oder nicht, hängt ja von der Redaktion auch zusammen. Und ob die da Geld beziehen ist eine Sache des Sales. Alles vollkommen ok. Ich schau mir auch gerne bei ITunes die neuen Empfehlungen an und bin auch meist begeistert. Das ist mir persönlich auch egal, ob da ITunes bisschen was mitverdient.

@Andreas

Ich glaube Musik wird mit dem Alter eher legal konsumiert. Es ist erstaunlich für mich zu sehen, dass sie hier eine Verschiebung der Generationen stattfindet. Damals haben junge Menschen eher Musik gekauft. Heute sind es oftmals ältere.

Das Targeting in Charts findet bislang noch gar nicht statt. Das ist richtig. Sehr spannender Ansatz!

@Ansgar

Ich glaube es ist ein Mythos zu denken, dass Internet besteht nur aus Technik-Freaks. „Ich bin drin“ sagte mal Boris Bäcker. Seit dem ist auch das Netz für nicht Freaks offen. Sonst müsste ja Deutschland weit über 10. Mio. aktive Freaks haben :) – Kaum vorstellbar.

Michael 4. März 2008 um 9:32 Uhr (Antworten)

@Ibo

ich höre zwar nicht Bob Marley ;-), aber mir geht es z.B mit Iron Maiden so oder Metallica. Die höre ich immer noch, aber nur die alten Dinger.

Normalerweise hst man seine „Lieblinge“ ja noch im Schrank und wenn nicht kaufe ich die über itunes für das ipod. CD`s kaufe ich schon lange nicht mehr. Warum sollte ich das auch tun, wenn auf einen Ipod 2000 Titel drauf pasen und der Rechner die verwaltung der Titel so einfach macht.
Das alte CD Regal stirbt aus.
Mal sehen wann der DVD Schrank ausgedient hat.

Remo Puls 4. März 2008 um 11:40 Uhr (Antworten)

Hallo Ibo,

ich sehe das genau so wie Du ! Derzeit geben die Musik-Charts ausschließlich den Stand der verkauften CD´s wieder. Davon allein auf den Musikgeschmack der Hörer schließen zu wollen kann so nicht richtig sein. Ich höre auch recht häufig Radio oder Musik im Internet und es ist schon eine ganz schön länge Zeit her, daß ich mir eine CD gekauft habe. Die meisten Computer sind mit einem guten Sound System verbunden und die Wunschtitel lassen sich leicht im Netz aufrufen.

Also darf bei der Ermittlung der Charts diese Tatsache nicht unberücksichtigt bleiben.

Viele Grüße
Remo

Sebastian 4. März 2008 um 16:52 Uhr (Antworten)

Hi Ibo, danke für den „Conversation-Starter“, ich habe den Ball mal aufgegriffen.
http://sebastiankeil.wordpress.com/2008/03/04/musik-charts-und-das-internet/
Grüße

Silke Puls 4. März 2008 um 19:29 Uhr (Antworten)

Och, ich hab auch nichts dagegen, dass sie damit verdienen – dafür ist es ja eine Musikindustrie. :) Ich hab es so verstanden , dass es Dich stört, dass sie einseitig die Charts „bestücken“ und Du sie bunter haben möchtest, mit mehr alter Musik, die eben auch noch immer aktuell ist.

Als ich Deinen Text las, hab ich mir vorgestellt, dass Du so eine Art „realCharts“ aus dem letzten Jahrhundert zusammenstellen möchtest, der einfach etwas mit dem, was tatsächlich gehört wird zu tun hat und nicht mit dem, was gerade aktuell verkauft wird. Das hab ich so vor meinem inneren Auge gesehen.

Ich hab mich vor Deinem Artikel eher gar nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt – jetzt bin ich direkt am grübeln, wie solche Charts wohl aussehen könnten und was man gegen Manipulationen eigentlich wirklich tun kann.

Ayhan G. 4. März 2008 um 21:52 Uhr (Antworten)

Danke Ibo, für die Info über die Seite Last.fm.
Die kannte ich bis jetzt gar nicht. Habe mal reingeschaut und finde sie sehr interessant. Dort habe ich einige für mich favorisierte Hits schon gefunden.

Ibo 5. März 2008 um 22:34 Uhr (Antworten)

@Sebastian & Patrick

vielen Dank, dass ihr die Themen mit aufgreift. Ich habe seither 3 Angebote bekommen, das System zu entwickeln. Interessant. Ich werde mich noch ein wenig umhören und das Thema verstehen und komme mit einem Vorschlag zurück.

Patrick Breitenbach 6. März 2008 um 2:04 Uhr (Antworten)

Meine „Brainlist“ zu deinem Vorhaben:

1. JEDER MENSCH BRAUCHT CHARTS. Sie sind Orientierungspunkte im eigenen Leben. Auch wenn es nicht immer die Form der Top-10 ist.

2. Immer bipolar arbeiten. Masse Klasse.

3. Möglichste viele Daten oder aber wenige sehr zuverlässige.

4. Intuitive Hammer-Filter entwickeln.

5. Kurze Zeitspanne zwischen Gesuchtem und Gefundenem erzielen.

6. Charts haben Story- und Contentpotenzial ohne Ende (vgl. High Fidelity)

Da geht so einiges. Mein lieber Mann, Ibo da hast du wieder saftig zugeschlagen! ;-)

Viel Erfolg, das ist ein richtig großes Ding und hat das Zeug zu … (ich sag jetzt nicht das Wort mit der Drei)

holstenbewohner 6. März 2008 um 9:34 Uhr (Antworten)

Moin Herr Evsan,

gefälliger Artikel. Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Die Vergangenheit hat durch das eine oder andere Skandälchen gezeigt, wie diese Zahlen zustande kommen können. Neben Charts auf Grundlage der Abverkaufszahlen, bietet der Markt ja auch noch die Airplay-Charts. Für mich die echten Charts. Welcher Radiosender kann es sich erlauben Musik zu spielen, die keiner hören will, lassen wir mal die Öffentlich Rechtlichen mit Spartenprogrammen aussen vor.
Nicht zuletzt erfreuen sich die Produzenten, Musiker, kurz gesagt die gesamt Musikindustrie, an lebenslangen Gema-Gebühren. Also was solls, kurz in den Charts von MC oder ein Leben lang in den Airplay-Charts. Ein Radiosender, der sich ab vom Main-Stream mit gut gemachter Musik beschäftigt, findet auch seine Hörerschaft und ist erfolgreich und fördert nicht zuletzt Urgesteine der Musik, sowie junges Blut.

Manuel Kirchgänger 6. März 2008 um 11:05 Uhr (Antworten)

Wir kennen ja noch die Geschichte von David Brandes der diese lächerlichen Sternchen Vanilla Ninja (Schweiz) und die schreckliche Gracia (Deutschland) durch Chartmanipulation auf die Spitze von Media Control gebracht hat. Die Frechheit an der Geschichte ist/war:

Media Control hat vorerst nichts gemacht, bis ein Artikel im Stern oder Spiegel aufgetaucht ist. Das ist eine Frechheit. Wenn die das schon nicht in Griff bekommen, wer dann?

Oliver Gassner 10. März 2008 um 8:54 Uhr (Antworten)

Hi, wirklich eine spannende Sache, so einem Musikwirtschaftsdino beim Sterben zuzusehen. Und wir we4rden noch andere dicke Kanäle sterben sehen.
Ich würd mal etwas unsortierte Beobachtungen aus der ‚anderen Perspektive‘, also aus dem N etz und der Netzkultur heraus anbieten.

* Seth Godin erklärt in „Spreading the Ideavirus“ (Pflichtlektüre), dass dei Contentproduzenten nicht mehr mit dem Verkaufen von Content verdeinen sonden mit (dem was heute) Side-Deals (sind): Präsenz z.B.. (Man sxchaue dazu auch aufmerksam ‚Shut up and sing‘ von den Dixie Chicks, was sie zu radioplay und PLattenverkäufen und Liveauftritten sagen.

* Manche Experten sagen ja: Musik wird gratis sein (oder so billig, dass es aufs selbe rauskommt)

* Der ‚Schwanz‘ den Long Tail, wird immer ‚dicker‘ (wie man es ja auch bei der dt. Blogosphäre beobachten kann). D.h. die Zahl der Stars (sagen wir, die eine relevante Zeit lang „Cash Cow“ sind) nimmt ab.

* Die Frage des ‚Mixes‘ einer ‚Bewertung‘ stellt sich bei Musikbusiness wie z.B. bei Blogrankings (weil die Leute in der Tat irgend eine Orientierung wollen, die ist zwar vor allem aber eben nicht NUR für das Marketing da).

* Über ‚Bewertung‘ von ‚Content/Aufmerksamkeit‘ denk ich grad auch nach. An sich geht es ja darum: *** Was wollen die Leute? *** Das ‚wollen‘ kann ein ‚empfehlen‘ sein (2.0), ein Kaufen, ein Hören, ein Taggen, ein Reden über, ein Verschenken, ein …

* Was wenn ich bestimme, wonach meine Hits ‚bepunktet‘ sind? Was hören / empfehlen / kaufen meine bekannten? Worüber reden sie? (Und wo?) etc. Was wenn ICH bestimme, wonach das in welchem Mischungsverhältnis gewichtet ist?

* Stowe Boyd sagte was interessantes: Nutzerverhalten (=Kommunikationsverhalten im weitesten Sinne) ‚beobachten‘ udn dei gesammelten ergebnisse wieder ’nmutzergerichtet‘ zur Verfügung stellen. Das ist das Google-Prinzip.

* „3.0“ wäre eben nun: dem Nutzer NOCH mehr Kontrolle darüber geben, wie sein Ranking generiert wird. Diese Kontrolle kann bewusst oder (wie bei Pandora) implizit sein.

Na, so weit mal vor dem 2. Kaffee ;)

#cebit #recovery

Marco Ripanti 15. März 2008 um 13:46 Uhr (Antworten)

Spannend Spannend !

Wirklich sein sehr interasster Ansatzpunkt von Ibo. Ich selbst erwische mich immer häufiger dabei, dass ich wieder Musik kaufe. Nein, keine CDs, aber iTunes ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Was mir noch fehlt, ist das Thema Webradio. Bei uns läuft z.B. fast den ganzen Tag „top of the charts“ aus dem AOL Webradio.

Mir fehlt zwar ein wenig die Vorstellung wie eine solche künftige Messung ablaufen könnte (ich bin ja auch der Technik-Dau), aber gefallen könnte ich an der Idee sicher finden. ..

… und bei http://www.mymusic.de fände sie sicher auch Verwendung.

Ich freue mich drauf und wünsche allen ein schönes Wochenende

Marco

Stefan Berg 15. März 2008 um 13:40 Uhr (Antworten)

Das wäre ja auch noch schöner, wenn es plötzlich ein Patentrezept zum berühmt werden gäbe. Ich finde die Art und Weise wie Media Control vorgeht vollkommen richtig. Sonst würde ja jeder Penner berühmt werden!

Yen 15. März 2008 um 14:32 Uhr (Antworten)

hier verwechseln einige Herrschaften so einiges. Das eine sind „Verkaufscharts“ und sollten der MI ursprünglich als (wenn auch völlig veraltetes) Messinstrument dienen. Die Mechinismen sind im Großen und Ganzen gleich geblieben, aber nun dienen diese Oldschool Charts noch zu etwas mehr. ÖR Radiosender z.B. müssen Songs in ihr Programm aufnehmen, die sich in dieser „Hitparade“ befinden. Auf diese Art und Weise, und mit einigen Euros in der Hand, werden „Singles“ und „Hits“ sehr genau gesteuert.
Allerdings: wer darauf heutzutage noch hereinfällt ist selber Schuld!

Die Art von Charts die Ibo anspricht, sind eben keine Verkaufscharts. Solche Charts sollen die tatsächlichen Hörgewohnheiten messen. Solche Charts sind etwa genauso interessant, als wenn man messen würde wieviele Personen weiße Tennissocken tragen oder 3 lagiges Klopapier verwenden. Die Industrie wird auf solcher Grundlage selbstverständlich noch sehr viel genauer steuern können mit was sie Geld verdienen und dem Musikhörer an sich bringt so etwas rein gar nichts. Genausowenig wie eine Volkszählung dem Bürger hilft.
Das Model Charts kann niemals korrekt ausgewerete werden und wird IMMER manipuliert werden. Charts dienen ausschließlich der Industrie und nie dem Konsumenten. Charts haben keine Bedeutung, Charts sind völlig überholt. Charts wird es nicht mehr sehr lange geben.

Stefan Berg 15. März 2008 um 14:37 Uhr (Antworten)

Yen, da muss ich Dir wieder sprechen. Ich persönliche schaue mir sehr gerne die Charts von Last.fm an. Und ich muss ehrlich sagen, dass diese mir wesentlich besser gefallen als die „offiziellen“ Top 100 Charts.

Es darf aber nicht sein, dass aus Glück Künstler mit SCHEISS MUSIK in die Charts kommen können. Das muss geregelt werden!

Manuel Kirchgänger 15. März 2008 um 17:27 Uhr (Antworten)

Hi Ibo,

da ich Dein Artikel immer noch sehr spannend finde, habe ich mir mal die Mühe gemacht, die Charts von Media Control zu ITunes gegenüber zu stellen. Ich habe dazu ein Bild bei euch auf die Plattform gestellt.

http://de.sevenload.com/bilder/groessen/lpuWyLE/orig

Es ist tatsächlich Interessant zu sehen, dass es unterschiede gibt.

Heiko 16. März 2008 um 12:32 Uhr (Antworten)

Hallo Ibo,
erst einmal Danke für den kritischen Artikel.

Wundere mich auch schon des längeren, dass die Media Control Charts in Deutschland immer noch einen so großen Stellenwert haben.

Auch aus diesem Grund habe ich Top10-Charts.com gestartet. Das Projekt beinhaltet schon jetzt mehr als 30 verschiedene Musik-Charts, was zeigt das es unzählige Möglichkeiten gibt, der Erfolg einzelner Singles oder Alben zu messen.

Aber gerade diesen Effekt kann man als Vorteil für sich selber nutzen und damit auch interessante Charts „finden“. Klar richten sich Genre-überreifende Charts, wie z.B. die von Media-Control, an die breite Masse. Es gibt aber auch Top10 von kleineren Anbietern die trotz der geringeren Datenbasis, oder gerade deswegen, viel eher den eigene Geschmack treffen und damit auch Tipps für neue Musik liefern können.

So ist es z.B. Möglich sich gezielt die Top10 iTunes Rock Charts anzusehen. In solchen sehr „tiefen“ Charts ist es dann für den Musik-Liebhaber auch viel einfacher sich selber bzw. sein Geschmack wiederzufinden.

Michael 26. März 2008 um 11:12 Uhr (Antworten)

Hi Ibo,
wie versprochen hier mein Kommentar. Ich teile deine Meinung, dass die „offiziellen“ Musikcharts antiquiert sind. Auf der anderen Seite, muss man die Musikindustrie aber auch verstehen, da sie den hochwertigen Content ja irgendwie monetarisieren muss. Also, wenn du du einfach ein chart mashup machen möchtest, wäre dies mit Sicherheit ein nettes feature. Wenn du den Plattenfirmen aber ein Modell hinstellst wie sie ihren Content monetarisieren können, dann hättest du etwas wirklich wichtiges am Start. Hab da so ein Paar Ideen zu, wie man so etwas angehen könnte. Kannst mich einfach anskypen dann schick ich sie dir ;)
mfg
Michael

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