Google Genom oder 23andMe

Google Genom oder 23andMe

In der Datensammlung ist Google wahrscheinlich die Nr. 1 auf der Welt. Doch bildet das Projekt „23andme“ (23 und ich, die Zahl bezieht sich auf die 23 Träger der menschlichen Erbinformation) zur Erfassung der genetischen Informationen eines Menschen das Absolute. An diesem Projekt hat sich Google beteiligt. Jeder Mensch kann bei „23andme“ sein Erbgut für 99 Dollar untersuchen lassen und erhält die Informationen per Internet zugesandt.

23andme Screenshot


Nur zur Information: Noch vor einigen Monaten kostete die Untersuchung 999 Dollar, dann wurde es auf 399 Dollar gesenkt und nun kostet es
NUR 99 Dollar.

Damit weiß 23andme Bescheid über Ihre genetische Veranlagung und damit über Gesundheit und Krankheit Ihrer Person. Was das bedeuten kann, sollte sich jeder einmal selbst in Ruhe überlegen. In der nächsten Phase kann ich mir vorstellen, dass Google das Unternehmen 23andme übernimmt und den Service kostenlos zur Verfügung stellt. Diese Art der Übernahme ist nicht neu. Google hat vor einiger Zeit schon den kostenpflichtigen Service Google Analytics* übernommen und bietet diesen jetzt kostenlos an. Google Analytics ist ein Tool, mit dem ein Homepagebetreiber den Verkehr auf seiner Seite messen und nach verschiedenen Kriterien analysieren kann.

Wird Google 23andme übernehmen?

Wenn es im Fall von 23andMe zu einer eben solchen Übernahme käme, könnte ich mir vorstellen, dass viele Menschen Google ihre DNS kostenlos zur Verfügung stellen.  Ob das gut ist? Keine Ahnung, vielleicht. Vielleicht auch nicht! Eine Sache steht fest: Aus Datenschutzgründen ist dieses Angebot heute schon umstritten.

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Kommentare zu "Google Genom oder 23andMe"

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Robert 15. September 2009 um 21:25 Uhr (Antworten)

23andMe was founded in April 2006 by Linda Avey and Anne Wojcicki.

Die Anne Wojcicki ist die Lebenspartnerin von einem der Google Gründer. So mal als Info :)

Ibo 15. September 2009 um 21:29 Uhr (Antworten)

Oh danke Dir, das ist aber bekannt.

Nur zur Info:

Blog von 23 & me ist http://spittoon.23andme.com/ – Da stehen sehr interessante Dinge. Google ist manchmal echt komisch. Sie machen und Angst aber helfen genau so gut der Menschheit Dinge zu forschen und zu entwickeln. Ein Teufelskreis in den Händen der digitalen Supermächten.

Reiner 15. September 2009 um 21:34 Uhr (Antworten)

Hallo Ibo,

endlich thematisiert das mal ein „Großer“, der viel gelesen wird!

23andme ist das Geschenk eines der Google-Gründer an seine Frau. Menschen & Firmen nutzen Google Docs, AdWords, Analytics undsoweiterundsofort. Und bald auch 23andme.

Google weiß dann u.a., welche Firma (mit welchem Umsatz inkl. weiterer Interna) fitte oder unfitte Mitarbeiter hat.

Ja klar, Google ist ja nicht evil und verknüpft Daten nicht. #kicher

Die Google-Jungs treibt kein Geld (davon haben sie genug), die Jungs treibt eines: MACHT. Und schon mit dem bisherigen Wissen können sie z.B. Börsenkurse beeinflussen. Und so Firmen auf Kurs bringen.

Ich bin beileibe kein Verschwörungstheoretiker, aber Google wird still und leise sooo mächtig, daß sich schon jetzt kaum jemand da ran traut.

Sehr, sehr gruselig!
Reiner

Dr. Ralf Belusa 15. September 2009 um 22:16 Uhr (Antworten)

Hi Ibo,

das ist wirklich ausgesprochen spannend und Deine for-free Anmerkung durchaus zu überlegen.

Linda Avey von 23andme hatte Anfang Sept. die Company verlassen. Google hat ebenfalls in einige baugleichen Businessmodelle investiert.

Weiterhin sind diese Tests für 99,- sehr minimiert in ihrem genetischen Prüfmuster. Sprich wird er noch günstiger, messen sie fast gar nichts mehr, während andere Companies hier schon gut die 8x Menge an DNA Daten generieren und auswerten können.

Signifikante Analyseresultate aus DNA-Muster des Speichels sind noch schwer herzustellen, da kann auch 23andme mit viel Liebe, Drive & stylischem WebPortal „noch“ nichts ausmachen.

Aber es wird definitiv kommen, die Evolution beschleunigen und neue Probleme heraufbefördern!

Britta 17. September 2009 um 10:20 Uhr (Antworten)

Nicht auszudenken was passiert, wenn in dieser Analyse wirklich gravierende Fehler gefunden werden und einfach unpersönlich per Internet zugestellt werden. Hier tauchen doch unvermittelt Fragen auf, die ein Arzt im sofortigen Gespräch sofort klären würde – so wird sicherlich mehr Panik ausgelöst, als es im Fall einer klassischen Untersuchung und Ergebnisbekanntgabe gäbe.

Matthias 10. Oktober 2009 um 7:18 Uhr (Antworten)

Schade, dass die „23andMe Full Edition“ noch 399 Dollar kostet. Da sind wirklich ein paar interessantere Auswertungen dabei und man muss auch nicht an diesem „Research Revolution“-Programm teilnehmen.

@Dr. Ralf Belusa: Welche sind denn die anderen Firmen und was kostet der Service dort? Ich glaube ich würde das schon mal ausprobieren. So gravierend kann das ja auch nicht sein, wenn jemand meine DNA kennt. ;-)

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