12 magische Erfolgskriterien der digitalen Supermächte Google, Apple & Co.

Ich denke, es ist für mich sehr wichtig, dass ich verstärkt über Dinge schreibe, die mich zurzeit stark bewegen. Eines meiner Vorbilder sagte mir mal, dass man sich frei machen soll von Gedanken, ihnen Raum geben soll, damit sie sich weiterentwickeln können. Ich denke, das nehme ich mir jetzt vor und schreibe meine Erfahrungen auf. Denn in der letzten Zeit habe ich viel erlebt, gehört, gelesen, gesehen und verstanden. Doch weil diese Erfahrungen so neuartig sind, bin ich mir nicht immer ganz sicher, ob ich das alles richtig interpretiere. Ich bitte euch, wenn ihr Lust habt, dass wir uns über diese neuen Themen austauschen. Ein Beitrag dazu ist dieser Blogeintrag.

Wenn ich mir die digitale Welt in diesen Tagen anschaue, dann wird mir deutlich, dass dort in den virtuellen Welten tatsächlich eine Sphäre entsteht, wie Tim Berners-Lee es vorausgesagt hat. Ich empfehle dazu, dieses Video unbedingt anzusehen, weil es die Zusammenhänge wunderbar darstellt. Eine der Voraussetzungen, die dazu erfüllt sein müssen, ist meines Erachtens, dass wir unser Denken, unsere Mentalität, an das Internet anpassen müssen, wir müssen in das Zeitalter der Open Culture eintreten.

Wer Open Mind liebt, denkt Social Media.

Es ist deutlich zu bemerken, mit welcher wirtschaftlichen Macht die digitalen Supermächte auch in der Realität auftreten, die ihre Kraft überwiegend oder hauptsächlich aus der digitalen Welt ziehen: Google, Amazon, Apple, Microsoft. Die Fachpresse ist mit mehr oder weniger unterhaltenden oder aufklärenden Artikeln voll davon, über den Aufstieg und die Bedeutung dieser Firmen in unserer Zeit zu berichten. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, er ist begründet in den hervorragenden Produkten und Dienstleistungen, die uns zum Beispiel Apple und Google zur Verfügung stellen; die Qualität steht – trotz der Kritik an einigen Punkten – außer Frage.

Was aber macht den Erfolg dieser Firmen aus? Mir fallen dazu einige Punkte ein, die ich gern zur Diskussion stellen möchte:

Ein gute Company braucht eine gute Story
Eine gute Story muss kurz und verständlich sein, um das Unternehmens-Image prägen zu können: Google sagt dazu: Wir stellen den Menschen Daten zur Verfügung. Apple sagt dazu: Wir bauen die einfachsten & ästhetischsten Geräte.
Damit verkünden beide Firmen, dass sie uns als Nutzern das Leben erleichtern wollen, Google beschafft die Daten für uns, Apple stellt sie einfach und ansprechend dar.

Ein gute Company braucht gute Produkte
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber hier brauche ich Google nicht zu erklären, sondern biete euch die Möglichkeit, an Euch folgende Google Produkte anzuschauen und sie im Wettbewerb zu vergleichen: Google Earth, Street View, Alerts, Youtube, Picasa, etc. – Apple bietet eindeutig die schönsten Produkte, Produkte die den Fixierungscode auslösen, ob das iPhone, das Mac Book Air oder das iPad, diese Geräte schaffen es, uns in eleganter Weise einen unkomplizierten Umgang mit allem, was aus dem Netz kommt zu ermöglichen.

Man braucht gute Mitarbeiter
Google hat großartige Mitarbeiter. Sergey Brin und Larry Page sind zwei unglaublich nett wirkende Typen. Ihr Image ist fehlerfrei. Ich liebe meinen Bruder, aber die beiden kann ich mir auch als Brüder vorstellen. Sie schaffen allein durch Ihr Auftreten Vertrauen, ein Vertrauen, auf das Google auch im besonderen angewiesen ist, daher vielleicht auch der vielzitierte Firmenspruch „Don’t be evil“. Sie akquieren die besten Mitarbeiter aus der ganzen Welt, die Ansprüche an die Mitarbeiter sind mit die höchsten auf der Welt.

Ein gute Company braucht Langzeit-Strategie
Google ist auch Energieproduzent, sie haben eigene Serverparks, haben Millionen von Server zur Verfügung, als jemand anders in den nächsten Jahren überhaupt aktivieren kann, sie bieten eine kreativ-entspannende Arbeitsumgebung an, fördern Universitäten und betreiben strategische Investments. Das gleiche gilt für Apple, hier ist vor allem die strategische Entwicklung des Marktes beachtenswert: Zuerst der iPod, dann das iPhone, erst dann das iPad und jetzt die Rückbindung der mobilen Gräte an das ehemalige Kerngeschäft: die mobilen und stationären Computer. Der Microsoft-Versuch vor einigen Jahren, ein Tablet im Markt zu etablieren ist kläglich gescheitert,.Apple hat die Fehler von Microsoft vermieden, indem es die Produktnachfolge iPhone-iPad einhielt und damit dafür sorgte, dass die User, die sich durch das iPhone an den mobilen Zugang zur digitalen Welt gewöhnt hatten, jetzt den größeren Bildschirm des iPads zu schätzen lernen. Die strategischen Zukäufe sind bei Apple ebenfalls sehr interessant.

Ein gute Company gibt Liebe
„Angenommen sein“, ist vielleicht der bessere Begriff, der dieses Phänomen beschreibt. Die Nutzer der Geräte (Apple) oder der Services (Google) fühlen sich angenommen, weil die Nutzung unkompliziert intuitiv erfolgen kann. Das Gefühl, dass eine Firma mich mit ihren Produkten/Dienstleistungen fördert, indem es mir das Leben leichter macht, ist für mich eine Form von Liebe.

Ein gute Company polarisiert
Street-View ist das beste Beispiel, ebenso wie die langen Wartezeiten und die Empfangsschwierigkeiten beim iPhone 4. Diese Ereignisse rauschten lange durch den Blätterwald der Printpresse. Diese Ereignisse haben polarisiert und dazu geführt, dass die Diskussion darüber diesen beiden Unternehmen mindestens Millionen an Werbeausgaben gespart hat.

Ein gute Company ist politisch aktiv
Gemeint ist hier nicht nur die Lobbyarbeit, die für große Unternehmen ganz normal ist. Gemeint ist vielmehr, dass diese Großunternehmen die Meinung der Bürger auch in politischer Hinsicht mitprägen, wenn es zum Beispiel um Datenschutzthemen geht und darum, sich als Bürger seiner digitalen Selbstbestimmung und der Durchsetzung dieses Rechts zu widmen.

Ein gute Company hat Einnahmequellen
Das ehemals freie Gut „Nachrichten“ ist für Google die Basis zu Milliarden Umsätzen geworden, Apple hat „ganz nebenbei“ den Musik- und Videomarkt revolutioniert und hat sich hier entscheidende Marktanteile verschafft und das in einem geschlossenen System. Sehr beachtlich.

Ein gute Company versteht Partnerschaft
Partnerschaft mit den eigenen Mitarbeitern, Partnerschaft mit den Kunden. Dem Mitarbeiter und dem Kunden gegenüber wertschätzend und freundlich entgegenzukommen, das ist der Schlüssel zum Erfolg auf zwei Seiten, die oftmals als unvereinbar dargestellt werden.

Ein gute Company denkt International
Nationale Märkte sind beschränkt; in jeder Hinsicht. Die Produkte müssen zur richtigen Zeit in die richtigen Märkte eingesteuert werden. Das kann nur gelingen, wenn man das Wissen um die weltweiten Märkte hat und sich nicht auf heimische Regionen beschränkt. Was das Überleben einer guten Company sichert sind auch die nationale Büropräsenz. Die Bodenhaftung nicht zu verlieren und die Meinungen der Kunden zu respektieren, das sind Assets, die Erfolg verheißen. Die Märkte aus sich heraus zu verstehen und nicht die Anforderungen eines Heimatmarktes eins zu eins ungeprüft zu übernehmen, das macht eine gute Company aus.

Ein gute Company bietet Services an, die den Menschen berühren
Ein bisschen „Magie“ muss auch im Spiel sein, um Erfolg zu haben. Sei es die unfassbare Perfektion von Google-Produkten oder die Geheimniskrämerei bei Apple, die sich erst in den religiös anmutenden Keynotes löst, all das weckt das Interesse der Menschen, berührt sie, weil es mehr gibt, als das Produkt an sich. Das Image und eine geschickte Vermarktungsstrategie sorgen dafür, dass wir uns als Menschen und nicht nur als Konsument angesprochen fühlen. Darin sind Google und Apple Weltmeister.

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