Möglichkeiten für einen Einsatz von Datenbrillen

Ich bin weiterhin gespannt auf die Zukunft, wenn die ersten Unternehmen endlich ihre Brille auf den deutschen Markt bringen wird. Schließlich sind Datenbrillen die Innovation der jüngsten Geschichte, die nur darauf wartet ausprobiert zu werden. Den ersten Schritt in ein neues technisches Zeitalter hat Google mit seiner Brille bereits getan. Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Wer hat wahre Freude an Google Glass und kann es gekonnt in seinen Alltag integrieren? Welche Branche wird davon profitieren?

Datenbrillen im Gesundheitswesen

Kann die Google Brille die Medizin verändern? Ja, denn mithilfe von Datenbrillen entstehen Möglichkeiten, die vor Jahren nicht denkbar gewesen waren. Spezialisten aus aller Welt können live bei Operationen hinzugeschaltet werden.

Google Glasses und Medizin
Sie erhalten dadurch ein genaues Bild vom Geschehen und können assistierenden Ärzten mit Tipps unter die Arme greifen, wenn es kompliziert wird. Ebenfalls können wichtige Informationen sofort abgerufen werden, Röntgenbilder zum Beispiel. Datenbrillen kann zudem als Lehrmeister dienen, wenn Studenten Operationen live verfolgen und die Ärzte entsprechend erläutern. Diese ganzen Möglichkeiten sind natürlich erst im Aufbau, vielversprechend klingen sie auf jeden Fall.

Lernen mit Datenbrillen

Wenn Datenbrillen unter anderem zu Ausbildungszwecken in der Medizin eingesetzt werden kann, kann sie das ebenso gut in Handwerksberufen genutzt werden. Gesellen erhalten über die Brille Anleitungen in Bild und Ton und können direkt ihre Aufgaben in die Tat umsetzen. Haben sie etwas nicht verstanden, können sie zurückspielen oder pausieren. Zudem haben sie die Informationen jederzeit zur Verfügung und können sie nachschlagen, wann immer sie wollen. Mit Datenbrillen wird das Lernen modernisieren und revolutionären – vorausgesetzt die Gesellschaft ist dazu bereit. Egal ob im Beruf, in der Schule oder im Studium. Datenbrillen bietet in Zukunft enorme Möglichkeiten das Lernen zu vereinfachen, in dem jegliches Wissen jederzeit zur Verfügung steht, es gar als individueller “Lehrer” angepasst werden kann und Fehler erkennen wird. Lernen wird eine neue Bedeutung bekommen und neuen Spaß entwickeln.

Erinnerungen ein Leben lang und länger

Die schönsten Erinnerungen halten wir mit Fotos und Videos fest. Seit Einführung der Smartphones gibt es viele Situationen, die wir aufgenommen haben. Mit Datenbrillen werden wir aber eine neue Form der Dokumentation erleben. Wie, wann und wo wir auch wollen, können wir unser Leben dokumentieren und mit anderen teilen – die Menge an Fotos und Videos wird somit deutlich steigen. Es wird Momente geben, in denen wir glücklich sind Datenbrillen zu besitzen. So werden uns zum Beispiel Momente bei Familienfesten und Partys mit Freunden ein Leben lang erhalten bleiben.

Viele stehen dem Ganzen aber skeptisch gegenüber. Keiner möchte ungern von Fremden per Kamera aufgenommen werden. Hier hat Google, zumindest beim Thema Gesichtserkennung, eine Lösung gefunden: sie fällt erstmal weg.

Freizeit- und Kulturbegleiter

Wie alt ist eigentlich der Kölner Dom? Was hat es mit den Bremer Stadtmusikanten auf sich? Und was für ein Baum steht da überhaupt vor mir? Diese Fragen werden sich in Zukunft mit Google Glass noch leichter und schneller klären lassen. Wir werden Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Gebäuden – im Prinzip über alles – erhalten, die strukturiert und bildlich bis zu 25 Zoll dargestellt werden. Wir werden Informationen schneller abrufen und unsere Lust auf Wissen besser denn je stillen können. Die Brille wird Dinge erkennen und uns dazu die passenden Artikel heraussuchen: Durch Datenbrillen wird ein aktives, lebendiges Wikipedia möglich.

Events und Konferenzen mit Datenbrillen

Die Zeiten, in denen wir für jedes Gadget ein einzelnes Gerät brauchen, sind vorbei. Datenbrillen wird uns in Zukunft das Praktische mit dem Nützlichen verbinden. Wir werden Präsentationen vor unseren Augen haben, wir werden Konferenzen per Klick oder Bewegung aufnehmen können und das Allerbeste: Wir werden uns wieder freier bewegen können und trotzdem multifunktional unterwegs sein.

Datenbrillen als Shoppingassistent

Einkaufen ist nicht immer die einfachste Sache der Welt. Vor allem, wenn auf Inhaltsstoffe geachtet wird oder auch, wenn Produkte ohne tierische Zusätze im Einkaufswagen landen sollen. Mithilfe einer geeigneten App für die Google Brille könnte zum Beispiel das ewige Suchen nach gewünschten Lebensmitteln ein Ende haben.

Wir können Produkte anfassen, sie verstehen und haben noch immer eine Hand frei – sind endlich wieder flexibler. QR-Codes lassen sich bereits automatisch erkennen. Warum also nicht auch Barcodes mit voreingestellten Suchkriterien nach dem perfekten Produkt. So schön, gut und einfach diese Vorstellung auch sein mag, wird eine solche App auch Feinde finden. Und wenn es die Einzelhändler selbst sind, die gegen Datenbrillen eine Abneigung verspüren werden, wenn ihre Kunden plötzlich mit leeren Händen ihren Supermarkt verlassen. Preisvergleiche sind auch nicht des Verkäufers liebster Freund. Kein Wunder also, dass erste große Ketten Internetblocker in ihren Filialen aufgestellt haben, um keine Preisabfragen im Internet zu zulassen. Wenn Kunden in Zukunft mit einer Datenbrille auftaucht, darf man gespannt sein, ob die Kunden nicht aus dem Geschäft getrieben oder mit Applaus bejubelt werden. Die “Wie sehe ich aus?” Frage kann auch problemlos gelöst werden, denn sollte die Lieblingsbegleitung beim Shoppen keine Zeit haben, kann mit ihr via Google Glass kommuniziert und ausreichend über das neue Outfit diskutiert werden.

Sport mit einer anderen Dimension

Datenbrillen lassen sich ebenso mit Sportaktivitäten verknüpfen. Es existieren zwar bereits unzählige Apps zum Thema Sport, doch die Datenbrille hat einen entscheidenden Vorteil: sie stört nicht. Mit geeigneten Programmen werden sich individuell angepasste Routen zum Joggen bestimmen und Entfernungen – beispielsweise zum Berechnen der Tordistanz – messen lassen.

Auch der Besuch im Fußballstadion kann in Zukunft interessanter werden. Erkennt zum Beispiel eine geeignete App einen Fußballspieler, werden automatisch Daten des Spielers projiziert. Keiner wird irgendeine Info mehr missen.

Datenbrillen zum Navigieren

Theoretisch eignet sich die Google Brille hervorragend zum Autofahren. Neben dem Ansagen und der Projektion von Routen, könnte Datenbrillen zudem Geschwindigkeitsüberschreitungen anzeigen und Blitzer enttarnen. Doch leider gibt es hierbei ein großes Problem: die Ablenkung.

GoogleGlass Use Case Reisen

Das hat bereits Großbritannien schon erkannt und hat das Tragen der Brille verboten. Verschiedene Bußgelder und Strafen sind die Folge. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann auch andere Länder Googles Meisterwerk am Steuer verbieten. Doch ganz aufgeben muss man den Punkt Navigation auch nicht – schließlich kann die Google Brille Routen von Wegen und Straßen anzeigen. Ein Navi ist natürlich keine Weltneuheit, doch einen Vorteil hat eine Datenbrille natürlich: Wir bekommen die Routen direkt vor unserem Auge projiziert, müssen nicht ständig auf unser Smartphone schauen und können uns schlichtweg auf den Weg konzentrieren.

Fazit von Datenbrillen:

Mit Datenbrillen werden sich mehr und mehr technische Möglichkeiten ergeben, unser Leben zu vereinfachen, zu verknüpfen und zu digitalisieren. 2014 wird daher der Anfang von etwas Großem sein, dessen Ausmaß wir erst einmal richtig verstehen müssen. Daher bleibt mir nichts anderes übrig, als die Tage bis zur Veröffentlichung zu zählen und zu betonen: Ich freue mich auf dich, egal welche Datenbrille!

Was denkt ihr? Wo sind Datenbrillen überall einsatzfähig? Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

Kommentare zu "Möglichkeiten für einen Einsatz von Datenbrillen"

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Jann 7. Oktober 2013 um 15:08 Uhr (Antworten)

Ich hab schon sehr viele Beiträge über Google Glass gelesen, dieser hier hebt sich von der Masse ab. Hoffentlich gibt es in Zukunft noch mehr davon, liest sich wirklich super! Ich finde auch Klasse, das vor allem die Vorzüge und Möglichkeiten von Glass hervorgehoben wurden. Ich denke auch, dass Glass vielen Menschen den Alltag erleichtern kann, privat wie auch beruflich!

Ibo 9. Oktober 2013 um 16:30 Uhr (Antworten)

Vielen lieben Dank. Das hört man natürlich gerne.

Marco Janck 7. Oktober 2013 um 15:19 Uhr (Antworten)

Vieles von dem Aufgezählten hört sich toll an. Wenn man das aber durch die evolutionäre Brille sieht, dann werden daraus mehr Probleme entstehen als Vorteile.

Ibo 9. Oktober 2013 um 16:31 Uhr (Antworten)

Marco, das kann gut sein und daran glaube ich auch. Ich glaube jedoch, dass wir erst mal auch die Einsatzmöglichkeiten nachdenken. Das kann Wirtschaft und Gesellschaft prägen.

Arne Henkes 7. Oktober 2013 um 15:47 Uhr (Antworten)

Ich denke auch, dass Medizin & Navigieren zwei Felder sind, bei denen Google schnell Einzug halten wird. Als weiteren Punkt würde ich Journalismus hinzufügen. Ohne die genauen Laufleistungen der Brille zu kennen, bietet sie Vor-Ort sicher große Vorteile. U.a. Vice hat diesbezüglich ja schon etwas ausprobiert:

http://www.theguardian.com/technology/2013/jul/30/google-glass-istanbul-protests-vice

Ansonsten hoffe ich, dass sie bei Konzerten nicht zu früh Einzug halten. Wäre schade, wenn der Pogo beim Punkrock-Konzert ausfällt, weil alle auf ihre Brille aufpassen müssen…

Ibo 9. Oktober 2013 um 16:47 Uhr (Antworten)

Hey Arne, Du hast da ein großes Thema angesprochen. Die Medizin. Ich werde es mir mal genauer anschauen. Danke!

Und sonst gebe ich Dir auch recht! :)

christian 8. Oktober 2013 um 11:07 Uhr (Antworten)

Hey. der Bericht ist ziemlich spannend. Dazu mal eine Frage von mir, wenn man in Shops Internetblocker aufstellt um preisvergleiche zu verhindern, ist es vielleicht auch möglich die Einblendungen lokal zu beeinflussen? Das würde den Händlern viele Möglichkeiten geben, auch wenn es technisch und rechtlich etwas kniffelig wird. Beispielsweise könnte man nicht nur den Verkäufer bei der Beratung unterstützen, es ließe sich auch entsprechender Umsatz dadurch generieren, z.B. durch erweiterte Produktinfos seitens des Händlers, und das Vorschlagen von weiteren passenden Artikeln. Sie kaufen gerade einen Laptop? Laptoptaschen finden Sie im nächsten Gang rechts. So oder ähnlich könnte der Nutzen im Handel aussehen. Gibt es solche Möglichkeiten, bzw. sind Sie angedacht/möglich? nicht das nachher Google wieder auf allem die Hand hat und nur adwords einspielt…..

Ibo 9. Oktober 2013 um 16:47 Uhr (Antworten)

Christian, wie recht Du hast. Das wird sicherlich ein großes Problem werden!

kanys 27. Januar 2014 um 11:47 Uhr (Antworten)

ganz ehrlich, mir bereitet es sorgen, dass ein konzern in zukunft zugriff auf ALLES von menschen haben kann. und google kann dann natürlich total viel beeinflussen…“den laden dort hinten empfehlen wir dir nicht, aber den dort vorne, da kannst du hingehen“ – wo bleibt spontanität, kreativität und selbstbestimmung?
neben diesem problem finde ich die brille auch problematisch, weil videoaufzeichnungen von dritten unbemerkt gemacht werden können. das bereitet mir sorgen.

Lisa 28. Januar 2014 um 11:47 Uhr (Antworten)

Entweder du machst Schleichwerbung für GOOGLE GLASS (die sowieso nicht den besten RUF hat) oder du bist VERDAMMT NAIV.
Ich möchte zum Beispiel nicht auf dem OP-tisch als Patient liegen und von DRITTEN beobachtet werden und ich möchte auch nicht das ein Konzern alles über mich weis was ich sehe ,was ich genau mache und ich möchte auch nicht via Gesichtserkennung gleich auf der Straße von wildfremden Personen erkannt werden.
Ich hoffe GOOGLE GLASS wird hier in DEUTSCHLAND und in EUROPA VERBOTEN.
So wie es auch in RUSSLAND und in der UKRAINE der Fall ist .

friedrich 11. Februar 2014 um 18:11 Uhr (Antworten)

Sollten Geräte dieser Art in sicherheits- und/oder datenschutzrechlichen Bereichen in Deutschland eingesetzt werden, also zuvorderst bei Polizei, Feuerwehr, Medizin, so sollte ähnlich wie beim Kanzlerinnenhändy das BSI mitreden und ungewünschte Netzkommunikation unterbinden können. Das Betriebssystem wird ja wohl OpenSource sein, und Google wird zu Eingeständnissen bereit sein, sie wollen es ja vertreiben.

Ein anderer Bereich für sinnvollen und u.U. datenschutzrechlich unbedenklichen Einsatz sehe ich im großen Feld der Handwerker:
Einem Schreiner wird der genaue Sägeplan direkt über das Holz projeziert.
Bohrlöcher werden ‚auf‘ die Wand gelegt, alles vollautomatisch dank räumlicher Erkennung. Ggf. sind dafür noch ein paar Abtast-Laser notwendig, sollte die Kamera nicht genügen, aber das ließe sich wohl leicht integrieren.
Fliesenleger, Sanitärinstallateuere, Elektriker, Kunstmaler…
Ein Gemüsehändler kann zielsicher faules Obst aussortieren, ein Architekt kann ein Gebäude im ‚Vorbeigehen‘ digital vermessen.

Generell ist Glass gut geeignet für den direkten Zugang zum Internet der Dinge. Notwendiger Weise brauchen diese ‚Dinge‘ (Bohrmaschine, Stichsäge, Bandmass, Pinsel, Staubsauger…) dann noch mehr Sensoren und allgemeine NFC-Fähigkeit.

Und fertig ist die neue Arbeitsdrohne, ferngesteuert und komplett vernetzt und das Beste ist:

Sie hat die Hände frei!!!

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