Workplace by Facebook will die Kommunikation in Unternehmen revolutionieren
Workplace by Facebook

Workplace by Facebook will die Kommunikation in Unternehmen revolutionieren

„Bekommt man eigentlich Entzugserscheinungen, wenn man eine Stunde nicht auf sein Handy sieht?“ – diese provokante Frage stellte mir kürzlich ein wildfremder Mann. Ich stand wartend am Bahnhof und war perplex. Innerhalb von Sekunden war klar, dass hier lediglich jemand seinem Unmut über die tippende und telefonierende Gesellschaft Luft machen wollte. Nun ja.

Überall wo Menschen sind, ergeben sich inspirierende Erlebnisse – und Social Media ist mein ständiger Begleiter, mein Sprachrohr. Am Ende bedeutet für mich Social Media: Ich bin für dich da. Ich bin ein Teil einer Netzgesellschaft. Ich sauge die Eindrücke unserer Welt auf und teile meine Beobachtungen und Gedanken mit. Vieles von meiner neu gewonnenen Inspiration möchte ich gerne auch unmittelbar in meinen engen Arbeits-Kosmos einbringen. Daher ist die Nähe zu Sozialen Netzwerken so wichtig.

Ich bin überzeugt, dass Unternehmen ein eigenes internes und schlau organisiertes Netzwerk brauchen. Wir müssen dem Gedankenaustausch mit unserem eigenen Team eine zeitgemäße Gestalt geben: mobil, spontan und unkompliziert.

Slack, Yammer, Workplace by Facebook – Diese Tools revolutionieren die interne Unternehmens-Kommunikation

Jemand, der sich mit Netzwerken bestens auskennt, ist Mark Zuckerberg und sein Social Network Facebook. Die größte Plattform für globale Kommunikation und Vernetzung prescht mit seinem neuesten Business-Produkt Workplace by Facebook vor und hat damit nicht weniger im Sinn, als Facebook auch im Unternehmensbereich zum Kollaborations- und Kommunikationstool Nummer 1 zu machen.

Solche sind bei Unternehmen zurzeit stark gefragt: Das sehr umfangreiche und zumindest ansatzweise an Facebook erinnernde Tool namens Yammer wird nicht umsonst viel genutzt.

Großer Beliebtheit erfreut sich seit einiger Zeit auch der Messenger Slack, den wir bei Social Trademark ebenfalls mit Begeisterung im Einsatz haben. Er glänzt durch seine Einfachheit und bietet genau solche Funktionen, die zwingend notwendig sind – etwa die Einrichtung von Gruppen und das Hochladen und wieder Auffinden von Dateien. Persönlich habe ich mit Slack endlich ein schlankes und doch mächtiges Tool gefunden, das mein Postfach entlastet, in das täglich hunderte E-Mails eintreffen. Ich kann stattdessen auf einen schnellen Kommunikationsweg setzen und von überall auf der Welt am Tagesgeschäft meines Unternehmens teilhaben.

„Digitalisierung und #RemoteWork schreien geradezu nach einem Tool wie #WorkplacebyFacebook“

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Oftmals arbeiten nicht mehr alle Mitarbeiter an einem Ort. Büros befinden sich verteilt auf der ganzen Welt und Mitarbeiter sowie insbesondere Freelancer arbeiten immer öfter ortsunabhängig. Beispielsweise arbeiten viele meiner Redakteure nicht bei mir im Büro, sondern von Zuhause aus – oder wo auch immer sie sich gerade befinden. Ich finde es wichtig, dass Mitarbeiter unabhängig von ihrem Schreibtisch arbeiten können und dennoch wissen, dass sie in meinem Unternehmen eine wichtige Rolle besitzen. Natürlich ist Vertrauen in diesem Zusammenhang ein bedeutender Aspekt. Aber es kann für jedes Unternehmen nur ein Gewinn sein, wenn man sich von starren Strukturen löst. In so einem Fall ist es ein Segen, dass die Kommunikation online stattfinden kann. Tools wie Slack oder demnächst Workplace by Facebook ermöglichen eine reibungslose Zusammenarbeit, die ohne die Digitalisierung so nicht vorstellbar wäre.

Vernetzung ist – auch online – ein bedeutender Aspekt für ein Unternehmen. Ein offener Austausch sorgt für Transparenz und Zusammenhalt und ist eine Quelle für mehr Inspiration und Kreativität, schafft aber auch eine ganz neues Verantwortungsbewusstsein. Denn wer an Prozessen teilhat und dessen Meinung gefragt ist, der wird sich auch stärker mit den Unternehmenszielen identifizieren.. Gemeinsam kann ein Team großartige Ideen entwickeln und das Unternehmen voranbringen. Für all das braucht es eine geeignete Basis, die Workplace by Facebook bieten könnte.

Können Apps wie Slack, Yammer oder Facebook at Work die Präsenz vor Ort ersetzen?

Facebook lüftet den Vorhang: Was lange währt, wird hoffentlich gut

Als Mark Zuckerberg vor über einem Jahr ankündigte, die Unternehmenskommunikation ins Visier zu nehmen, schaute die Welt mit Spannung auf das weltgrößte Online-Netzwerk. Seitdem war es ruhig geworden. Unternehmen wie Hootsuite, Heineken und die Royal Bank of Scotland wurden in der Zwischenzeit an Bord geholt, um Workplace by Facebook zu testen.

Das haben sie offensichtlich gemacht und zu einem Entwicklungsstand verholfen, mit dem Mark Zuckerberg den Markt betreten will – zumindest vorsichtig. Denn noch müssen sich interessierte Unternehmen direkt bei Facebook bewerben, um in das Early-Adopter-Programm aufgenommen zu werden, das bislang noch kostenlos ist. Ob das so bleiben wird, ist unklar. Facebook selbst betont, dass Workplace by Facebook „zurzeit“ kostenlos ist, während die Unternehmen im „Early-Adopter-Programm“ sind.

„Wir brauchen einen strukturierteren, systematischeren Weg, um zu kommunizieren und Ideen zu teilen. Für uns bietet Workplace by Facebook genau das.“

Workplace by Facebook – Die Facebook-Kopie fürs Business

Workplace by Facebook ähnelt sehr dem öffentlichen Facebook, weshalb die Funktionen davon quasi übernommen und gegebenenfalls etwas angepasst worden sind. Die wesentlichen Merkmale sind folgende:

Newsfeed – der digitale „Flurfunk“

Wie von Facebook bekannt, gibt es auch inWorkplace by Facebook einen Newsfeed mit allen Beiträgen aller registrierter Mitarbeiter, die dafür im Übrigen kein privates Facebook-Profil benötigen. Etwas um die Ecke gedacht, könnte der Newsfeed den internen Klatsch und Tratsch abbilden, der sonst in einer kleinen Küche bei einem Kaffee ausgetauscht wird.
Facebook at Work - Newsfeed

Gruppen – dein Ort fürs Fachchinesisch

In den Gruppen können Personen Texte, Fotos und Videos posten sowie Dateien hochladen. Wenn zum Beispiel drei Programmierer gerade an einer neuen App arbeiten, können sie dafür eine eigene Gruppe gründen und sich darin austauschen anstatt das restliche Team im Newsfeed mit für sie unbekannten Code-Schnipseln zu bewerfen.
Facebook at Work - Gruppen

Work Chat – Personalgespräch 2.0

Beim Blick in den eigenen Posteingang möchten ihn viele gerne schon wieder schließen. Um der E-Mail-Flut zu entgehen, bieten sich Chats an, die inWorkplace by Facebook natürlich auch integriert sind. Ein Emoticon könnte den Griff zum Telefonhörer ersetzen und wenn es mal mehr als ein paar Worte braucht, dann ist auch ein Video-Chat kein Problem, wie wir ihn bereits vom Facebook-Messenger kennen.
Facebook at Work - Work-Chat

Veranstaltungen – Business im Freizeit-Look

Auch die Events hat Facebook bei Workplace by Facebook übernommen, damit Mitarbeiter tatsächlich alles im Blick haben – und das im schönen Look. Wer kommt dieses Jahr zu Weihnachtsfeier? War das letzte Team-Meeting erfolgreich und wer hat Interesse am Business-Run? Teambuilding bekommt eine neue Dimension, wenn Veranstaltungen transparent und ansprechend organisiert sind. Sie wirken freundlicher und weniger nach verpflichtenden Tagesordnungspunkten.
Facebook at Work - Events

Suchfunktion – das bessere Archiv

Natürlich bietet die Business-Version von Facebook auch eine Suchfunktion. In einem großen Konzern kann es schon mal nützlich sein, schnell und einfach Informationen über Kollegen zu finden. Auch vor Wochen und Monaten hochgeladene Dokumente verschwinden nicht im Nirgendwo, sondern sind mit einem Klick wiederauffindbar.
Facebook at Work - Suche

App – das Business für die Hosentasche

Facebook wäre nicht Facebook, wenn es nicht großen Wert auf Mobile legen würde. Aus diesem Grund gibt es Workplace by Facebook auch als App. Damit sind Mitarbeiter nicht abhängig von stationären PCs und der IT des Unternehmens, sondern sie haben die interne Vernetzung und Kommunikation für den mobile Gebrauch im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand.
Facebook at Work - App

Würdest du Facebook at Work gerne im Unternehmen einsetzen?

Ein wichtiges Thema für Unternehmen ist der Datenschutz. Würden Sie Facebook Ihre Geschäftsgeheimnisse anvertrauen? Gerade Big-Data-Giganten wie Facebook wirken für viele Menschen alles andere als vertrauenswürdig. Das ist wenig verwunderlich, sorgen sie in Sachen Datenschutz schließlich nicht gerade für positive Schlagzeilen. Mark Zuckerberg gibt sich alle Mühe, die Wichtigkeit von Datensicherheit zu verdeutlichen. In dem Whitepaper „Security at Work“ (PDF) betont er, dass Sicherheit eine „Top-Priorität“ hat und Dutzende Mitarbeiter an dem Schutz der Nutzerdaten arbeiten. Zuckerberg verspricht, dass keine internen Daten an die Öffentlichkeit gelangen werden. Ohne solche Bemühungen wäre es in der Tat schwierig, mit einem Produkt bei Unternehmen Erfolg zu haben.

Warum Workplace by Facebook für jedes Unternehmen eine perfekte Lösung sein kann

Potentiell ist Workplace by Facebook etwas für alle Unternehmen – egal ob kleiner Mittelstand oder großer Konzern. Hinsichtlich des großen Funktionsumfangs eignet sich das Tool womöglich eher für Unternehmen mit vielen Mitarbeitern, weil zum Beispiel die Facebook-Gruppen erst dann einen Mehrwert haben, wenn sich mehrere Teams bilden. Dennoch werden auch kleinere Unternehmen auf den Facebook-Zug aufspringen.

„#WorkplacebyFacebook ist das perfekte Vernetzungs- und Kommunikations-Tool für jedes Unternehmen“

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Es spricht einiges dafür:

  1. Workplace by Facebook muss man nicht neu kennenlernen, weil die meisten Mitarbeiter schon privat bei Facebook sind und das soziale Netzwerk von A bis Z kennen. Ihnen sind die Funktionen bekannt und sie werden sich direkt heimisch fühlen.
  2. Je mehr Funktionen in einer App versammelt sind, desto angenehmer fällt jemandem das Arbeiten. Befindet man sich sowieso bei Facebook, ist es ein Leichtes, eben mal schnell etwas in eine Gruppe zu teilen oder ein Dokument hochzuladen.
  3. Selbst wenn beispielsweise die Gruppen aufgrund einer sehr kleinen Mitarbeiter-Anzahl nicht genutzt wird, so bietet Workplace by Facebook immer noch genügend andere Funktionen, die ganz klar dafür sprechen.
  4. Facebook ist in Kauflaune. Es ist gut möglich, dass künftig andere Dienste integriert werden und Workplace by Facebook somit noch mehr an Nutzen gewinnt.

Kauft Facebook tatsächlich noch weitere Dienste dazu – alles andere wäre verwunderlich im Hinblick auf die bisherigen Investitionen –, dann spricht langfristig alles für Workplace by Facebook. Der Funktionsumfang wird derart groß sein, dass Unternehmen kaum daran vorbeikommen.

„Ich empfehle dringend allen, denen das neue vernetzte Zusammenarbeiten im Unternehmen wichtig ist, die Aktivitäten von Facebook sehr ernst zu nehmen und sie nicht sofort vom Tisch zu wischen.“

Siegfried Lautenbacher, Business-IT-Experte (http://www.computerwoche.de/a/work-life-balance-mit-einem-klick,3216327)

Um es konkret zu machen: Ich gehe fest davon aus, dass Mark Zuckerberg beim Freelancer-Stelleportal Upwork zugreifen wird. In Verbindung mit Workplace by Facebook könnte wäre ein mögliches Szenario, dass Facebook auf der Business-Plattform ausgewählte Freelancer-Angebote anzeigt, wenn es zu einem Projekt passt. Die angezeigten Personen würden dann natürlich direkt mit ihrem Facebook-Profil verknüpft werden.

Dahinter steckt ein riesiges Potential für Facebook, für Unternehmen und gewisserweise auch für uns. Facebook würde uns Nutzern noch einen Grund mehr liefern, uns rund um die Uhr in dem sozialen Netzwerk aufzuhalten – privat und beruflich. Vielleicht ist das für uns sogar bequem. Auch für Unternehmen wäre es bequem. Denn das wäre ein Frontalangriff auf all die anderen Jobportale, die womöglich gar nicht mehr angesteuert werden müssen von Unternehmen. Facebook wird zur Allzweckwaffe und ist ein Netzwerk für alles.

Ob es nun darum geht, die Veränderung unserer öffentlichen Kommunikation durch die zunehmende Digitalisierung in einem kritischen Text zu hinterfragen, zu dem mich meine Begegnung am Bahnsteig inspiriert oder ich eine neue Arbeitsgruppe bilden möchte: Die E-Mail-Flut aus den eigenen Reihen ist passé. Social Business ist der Begriff, unter dem alle Kommunikationskanäle zusammenlaufen und der mein Team auf eine neue Weise aneinander bindet.

Es darf nicht unterschätzt werden, wie durch eine ästhetisch ansprechende und emotionalisierte Kommunikation ganz neue Mitarbeitermotivation aufleben kann, die auch nach außen getragen wird. Wir sehnen uns in allen Lebensbereichen unserer komplexen Welt nach der neuen Einfachheit und Spontanität. Aus diesem Grund sollten wir uns selbst auch die Freiheit gewähren, unsere Arbeitsprozesse flexibel und kreativ zu gestalten, schnell zu agieren, immer der Erste sein zu können und einen effizienten, virtuellen Gemeinschaftsarbeitsplatz zu kreieren. Innovationen leben von Momentaufnahmen, aus denen Großes entsteht – ganz egal an welchem Ort dieser Welt wir uns gerade befinden.

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